Beiträge von Avenger

    Es gibt aktuell definitiv noch einen stärkeren Bezug der Uni auf Essen. Aber, um das zu ändern wird unter anderem in Wedau der neue Campus entwickelt. Es sind auch noch einige Fakultäten in Essen, die eigentlich nach Duisburg sollen und einfach aus Platzmangel bis heute nicht umgezogen sind.

    Zudem dürfte Wedau Nord, so fern die Entwicklung so umgesetzt wird, ein großes Pfund für die Uni sein und ein Gleichgewicht herstellen können.

    Wedau soll wirklich zu einem Top-Standortentwickelt werden, der eben nicht nur die in Duisburg über all vorhandenen "harten" Standortfaktoren hat, sondern eben auch die "Weichen".

    Dafür sprechen die eingegangenen Kooperationen zur Entwicklung der Fläche. Da wird durchaus groß gedacht.


    Eine Änderung der Uni-Ehe halte ich für nicht Zielführend. Man kann und sollte aber definitiv darüber nachdenken mit der UA Ruhr stärker mit der HHU zu kooperieren. Es macht eigentlich keinen Sinn auf der kleinen Fläche teilweise in der Forschung in Konkurrenz zu stehen. Innerhalb UA Ruhr wird ja genau deswegen auch immer enger kooperiert.

    Eine Baustraße wird eigentlich überall dort gebraucht wo größere Bauprojekte durchgeführt werden und muss mit dem Antrag für die Baugenehmigung mit eingereicht werden. Sonst kämen die Baufahrzeuge nicht auf das Baufeld / Erreichbarkeit der Baustelle. Außerdem müssen Materialien gelagert, ggf. ein Bau-Containerdorf errichtet werden. Als weiteres ist der Kanalbau zwingend vorgeschrieben. Und da es sich hier um ein größeres Projekt handelt mit mehreren Bauabschnitten wird es auch schon zu Anfang die Baustraße geben, ist so üblich, die dann später als Teil der verkehrlichen Infrastruktur planmäßig ausgebaut werden kann.

    Das Ziel der Fertigstellung von Baustraße und Kanalbau bis zum Ende des Jahres ist doch recht sportlich, d,h. die Stadt will durchstarten. Jetzt dürften nur noch evtl. archäologische Funde das ganze weiter aufhalten, womit immer zu rechnen ist, sowie Blindgänger bei den weiteren Bodenuntersuchungen.

    Ja prinzipiell hast du da absolut recht. Nur ergibt es sich für dieses Baufeld so, dass man ohne Probleme bereits vorher anfangen könnte. Da der Anschluss des Kanals nicht über die interne Straße erfolgt, sondern an der Guttenbergstraße angeschlossen wird und auch die Baufahrzeuge könnten direkt aufs Baufeld fahren. Vor allem ist auf er Fläche bereits eine asphaltierte Auffahrt die man sogar nutzen könnte.

    Die interne Erschließung die jetzt begonnen wird, ist eigentlich nur für einen Teil der anderen Baufelder relevant ist, daher ist für mich nicht gesagt, dass das ein Zeichen dafür ist, dass der Investor demnächst auch beginnt.

    Hab mich unglücklich ausgedrückt.

    Meinte das erste verkaufte Baufeld quasi...

    ^^

    Wäre auf jeden Fall mal was spanendes. Muss ja auch nicht dauerhaft sein, kann man ja problemlos auch erstmal temporär machen. Zum Beispiel oben einfach ne "Holzhütte" mit Theke hin, ein DJ, bisschen Sand, Liegestühle, Strandkörbe, Sitzsäcke und fertig...



    Ein Hindernis könnte natürlich sein, dass die Parkplätze irgendwo als Baulast eingetragen sind. Ob sie dann genutzt werden oder nicht, ist dann erst mal egal.

    Zum Stadthaus und Theater: Da fehlt es der Stadt schlicht am Geld, zudem ist ja immer noch geplant ein technisches und Bürger Rathaus zu errichten. Womöglich würde man dann aus dem Stadthaus ausziehen oder andere Verwaltungen dort einziehen die dann eh einen Umbau mit sich bringen würden.

    Eigentlich könnte ich mir das Gebäude sehr viel besser heutzutage als Hotel oder ähnliches Vorstellen. Für einen modernen Verwaltungsbau hat es einfach viele eher kritische Punkte.


    Es ist auch für mich ein graus, dass dort irgendwann mal dieser "Aufsatz" und dieser Imbiss vorne genehmigt wurde. Macht einfach einiges vom Charme leider kaputt, dabei könnte an der Kopf Seite ein tolles Entree sein, wenn man den Mini-Parkplatz auflöst und einbezieht sogar ein kleiner feiner Innerstädtischer Platz entstehen.


    Für eine mögliche andere Nutzung könnte man die Anbauten an Erft- und Moselstraße meiner Meinung natürlich auch entfernen.

    ^^

    Hm klar von den städtebaulichen Strukturen schon. Wobei hier in Duisburg aufgrund der Lage schon ein sehr einzigartiger (im positiven Sinne) Standort entstehen kann.


    Ich meinte eher vom inhaltlichen Aufbau und der Idee, quasi Quartiersentwicklung für einen gemischten Campus.

    Zum Projekt bzw. dem Städtebaulichen Entwurf heute auch ein Bericht in der NRZ:

    https://www.nrz.de/staedte/dui…aussehen-id233188443.html

    • Der B-Plan soll Ende 2024 stehen.
    • Die Erschließung muss noch weiter geprüft werden und hängt mit den Nutzerzahlen zusammen (alle Ingenieurwissenschaften wären wohl alleine circa 10.000 Studierende.
    • Möglichkeiten sind die Untertunnelung der Bahnstrecke um Parkhäuser entlang der Bahn direkt über eine Mobilitätsachse anzusteuern. Von dort aus soll es Campuseigene Mobilitätsangebote geben
    • Auch die Nutzung der Stadionparkplätze mit einem Shuttlebus wird geprüft
    • Insgesamt soll es ein Gesamtensamble mit Uni, Forschung, Flächen für Start-ups, Spin-Offs, CO-Working etc. werden
    • Wichtig: Es soll der Wissenstransfer zwischen den unterschiedlichen Nutzern gefördert werden


    Die Förderung des Wissenstransfers ist als Ziel interessant: Das beinhaltet mehrere Ebenen. Zum einen müssen unter den Firmen Schnittpunkte gegeben sein, um einen Wissenstransfers zu ermöglichen. Gleichzeitig dürfen die Schnittmengen aber auch nicht zu groß sein sonst überlagert man sich. Geht dabei vielleicht ein wenig in Richtung Innovationstheorie von Nähe und Distanz.

    Das heißt es muss zumindest ein grobes Thema geben. Ich denke, dass das durch die Ingenieurswissenschaften gegeben wird. Es gäbe aber natürlich auch andere übergreifende Themen die Digitalisierung die irgendwie alle betreffen. Diese Inhalte sind wichtig, weil sie am Ende den Charakter des Baugebiet mit prägen werden.

    Die dritte Ebene ist der Umstand, dass ein Themenbezogener Campus natürlich ein eigenes Management benötigt, was Ansiedlungen und Vermietungen steuert.

    Ich denke, dass der Melaten Campus in Aachen ein Vorbild sein könnte, dort werden ja mehrere Themen-Cluster aufgebaut.

    Mit den ersten "sichtbaren Arbeiten", also vermutlich dem Abriss, des Schwesternwohnheims für das St. Vincenz Quartier soll im 1. Quartal 2022 begonnen werden. Die Neubaupläne sind auch bereits im Beirat für Stadtgestaltung besprochen worden. Entgegen der ersten Planung soll es keine Eigentumswohnungen, sondern Mietwohnungen geben.

    Das und einiges zu Entstehungsgeschichte des Krankenhauses gibt's bei der NRZ: https://www.nrz.de/staedte/dui…quartier-id233141839.html

    In der Bezirksvertretung Mitte bzw in der nächsten Ratssitzung wird die Aufstellung des B-Plans für diesen Bereich beschlossen.

    Grundlage ist der Masterplan von Albert-Speer und Partner der Hier einsehbar ist: Masterplan TQ Wedau Nord.

    Besonders gelungen finde ich zum einen den mutigen Entwurf mit einigen Hochhäusern und vor allem die Öffnung zum Wasser, zur Regattabahn hin. Dadurch kann hier eine einzigartige Fläche entstehen mit einem eigenen USP, der durchaus eine so große Attraktivität in ihrem Umfeld hat, dass ich mir gut vorstellen kann, dass dort auch Namhafte Firmen sich ansiedeln. Gerade die weichen Standortfaktoren sind hier ja gegeben. Ganz wichtig dabei ist natürlich die Verschwenkung der Masurenallee die die Öffnung erst möglich macht. Dadurch ergibt sich hier eine durchaus einmalige Situation: Ein TQ mitten im Naherholungsgebiet, mit Sportmöglichkeiten, mit Freizeitmöglichkeiten und mit einem sehr attraktiven Wohngebiet nebenan.

    Unbenannt.jpg

    Quelle: AS-P

    Sowohl St. Vincenz, als auch Mercatorviertel sind natürlich in der Innenstadt oder im direkten Einfluss davon. Ansonsten gibt es natürlich den König-Heinich-Platz mit sehr guter Aufenthaltsqualität, dann hört es aber schon auf, da gebe ich dir recht. Ich hoffe einfach, dass das in der Fortschreibung des IHI angepackt wird.


    Nach ein Einwurf zu den Duisburger Dünen. Für die Bifunda-Fläche wird der aktuelle B-Plan nur aufgehoben und kein neuer aufgestellt, das heißt dort könnte bereits deutlich eher nach §34 gebaut werden. Die Frage ist dann natürlich wie man dort entsprechend des Masterplans eine Bebauung nach §34 begründet, aber das ginge schon.

    In der WAZ/NRZ ist ein Artikel zu mywellnes.

    Das einzige wirklich relevante: Man zieht ins UG, baut 15 Suiten und wird ein repräsentative Entree errichten. Und will ähnlich wie CCL um den Jahreswechsel eröffnen.

    Ich war am Sonntag ganz kurz da:

    Bei der HSPV geht es mit der Fassade weiter schnell voran. An der Rückseite des Gebäudes ist auch bereits das Gerüst entfernt worden.

    Schade ist allerdings, dass von der "metall" Fassade nicht mehr übrig geblieben ist..

    pxl_20210815_07325372uej65.jpg


    Auch bei DCO geht es gut voran:

    pxl_20210815_073212672kj7x.jpg

    Wenn man von der Regattabahn aus über die Wedauer Brücke fährt, kann man auf der linken Seite in der Nähe der Werkstättenstr. Bauaktivitäten beobachten... da wird irgendeine graue Halle gebaut. Kann mir jemand sagen was dort gebaut wird? Das hat doch noch nichts mit der Sechs-Seen-Wedau zu tun oder?

    Dort baut die DVV ein Rechenzentrum, dass sowohl für die Stadt als auch für die UDE genutzt werden wird.

    Außerdem wurden bereits die Gebäude die nicht unter Denkmalschutz stehen abgerissen und diese werden bald für die UDE saniert.


    @Mod Gehört eigentlich in den anderen Thread "Wedau Nord:"

    Über was diskutiert man hier überhaupt: Am Ende ist es doch eines der wichtigsten Punkte oder Fragen: Funktioniert das neue Quartier?

    Und da kann man doch ohne umschweife sagen: Ja. Es funktioniert als Naherholungsgebiet sogar über die Stadtgrenzen hinaus, es funktioniert als ein gutes bis absolut hochwertiges Wohnviertel, es funktioniert als hochwertiger Bürostandort und es funktioniert auch als Ergänzung oder Impulsgeber für die Hörder Innenstadt.

    Dabei sollte einem klar sein: Das "Funktionieren" ist aber bei solch einem Projekt keines Falls ein rein technischer Begriff, denn ein Urbanes Naherholungsgebiet und eine hochwertige Büro und Wohnlage funktioniert nur wenn sowohl die Ästhetik der allgemeinen Gebäudegestaltung als auch Landschaftsgestaltung eine entsprechende Qualität aufweisen.

    Es gibt hier zwar kein Gebäude, dass architektonisch so herausragend ist, dass es als Anziehungspunkt wirkt, aber die Gesamtgestaltung des Gebietes ist eben eine Mischung aus Homogenität und Abwechselung auf einem hohen Niveau und damit eben sehr gefällig.