Kassel: Neubau Flughafen Calden (realisiert)

  • Kassel: Neubau Flughafen Calden (realisiert)

    Ich kann es noch immer nicht glauben, aber der neue Flughafen befindet sich nach jahrzehntelanger Diskussion tatsächlich im Bau. :lach:


    Laut Angaben auf des Flughafen-Gesellschaft auf deren Facebook-Seite handelt es sich um Europas zur Zeit grösste Baustelle:

    Zitat

    "Auf keiner anderen Baustelle Europas werden zurzeit solche gewaltigen Mengen Erde ausgehoben und wegeschafft. Werfen Sie einen Blick auf Europas größte Baustelle!
    "


    Wie auch immer, die Baustelle beeindruckt zumindest aus der Luft durchaus:


    http://www.facebook.com/media/…53.187648541290960&type=3


    Bilder der Baustelle:


    http://www.facebook.com/media/…56.187648541290960&type=1


    Visualisierungen des fertigen Flughafens:
    http://www.facebook.com/media/…50.187648541290960&type=1


    Der neue Regionalflughafen wird in ca. 1,5km Entfernung nordöstlich vom bisherigen Flugplatz realisiert. Die Start- und Landebahn wird eine Länge von 2500m bei 45m Breite haben. Die Baukosten werden voraussichtlich ca. 249 Millionen Euro betragen. Ein Neubau ist notwendig, da eine Verlängerung der bisherigen Start- und Landebahn aufgrund des 6km entfernten 578m hohen Dörnberg nicht sinnvoll ist.


    Die Bedarfsprognose weist für das Jahr 2015 eine Passagierzahl von 561.000 und ein Frachtaufkommen von 2.500 t für Kassel-Calden aus.


    Am Flughafen sind zahlreiche Unternehmen angesiedelt z. B. das Eurocopter Werk Kassel von EADS und die Piper Generalvertretung Deutschland AG. http://www.airliners.de/verkeh…rt-in-kassel-calden/25406

  • Boomtown Kassel - Verkehrs-Infrastruktur hat geholfen

    Oft wurde die Wirtschaftlichkeit des neuen Flughafens in Calden angezweifelt, aber die letzten 20 Jahre zeigen wie sehr Kassel von einer modernen Verkehrsinfrastruktur profitiert hat.


    Städte-Ranking: Deutschlandweite Führung bei Entwicklungsdynamik seit 2005
    Heute gibt es Erstaunliches im "Focus" zu lesen und in "hr-info" zu hören. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und die Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ (Wiwo) haben ein Städte-Ranking erstellt, in dem Kassel bei der Entwicklungsdynamik die besten Noten in Deutschland erhalten hat. Das ist eine erstaunliche Entwicklung. Mit Blick auf die abgeprüften Kriterien hat man sich im Zeitraum zwischen 2005 bis 2010 relativ am stärksten verbessert. Dahinter folgten Leipzig und Erfurt. Laut hr-info ist in keiner anderen Stadt Deutschlands die Zahl der Hartz-IV Empfänger in diesem Zeitraum so stark gesunken wie in Kassel (Quelle: Focus). Ebenso lag man beim Zuwachs an Arbeitsplätzen deutschlandweit auf Platz 2 hinter Leipzig. Eine hessische Stadt die den Anschluss verpasst hat, ist Darmstadt, wo man versäumt hat sich frühzeitig für eine ICE-Anbindung einzusetzen und nun viel aufzuholen hat. Die Kurhessen machen es den Südhessen mittlerweile vor wie man es macht.


    Die Gründe für den Aufschwung?
    Laut FAZ im Juni hat man in Kassel besonders von der deutschen Einheit profitiert, da auch ein Umdenken weg von Subventionen stattfand. In den 90er Jahren lag die Arbeitslosigkeit noch bei 20% und mittlerweile liegt sie unter dem Bundesdurchschnitt bei 6,7%. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner übertraf 2008 in Kassel mit 44.776 Euro den ohnehin hohen hessischen Landesdurchschnitt von 36.467 Euro. Ausschlaggebend waren dabei besonders die Verbesserungen in der Verkehrsinfrastruktur (ICE-Anschluß in Wilhelmshöhe, Ausbau Flughafen, Lückenschlüsse im hessischen Autobahnnetz). Mittlerweile entstanden neben dem ICE Bahnhof moderne Einkaufszentren, neue Hotels und Bürogebäude. Gerling errichtete ein großes neues Haus. Nebenan hat die K+S AG, einer der weltgrößten Kali- und Salzhersteller, eine neue Konzernzentrale errichtet, nachdem die Wintershall AG, der erfolgreichste und größte deutsche Öl- und Gasproduzent, sein Haus in Sichtweite des Bahnhofs ganz für sich beanspruchte und die K+S ausziehen musste. Ebenso sollen sich viele Freiberufler, Existenzgründer, Finanzfachleute und Berater rund um den Hbf niedergelassen haben (sicherlich spielen die 20.000 Studenten hier auch eine Rolle). Das benachbarte Kasernenareal wurde zum Wohngebiet und es entsteht ein neuer Technologiepark.


    Bedeutung von Kassel-Calden
    Durch die zentrale Lage Kassels ist man auch per Flugzeug sehr gut angebunden. Somit kann man als extrem zentraler Tagungsstandort punkten (Beispiel Esperanto Hotel mit Platz für 5.000 Besucher am Hbf oder das Maritim Hotel). Auch ein relativ abgeschiedenes Weltunternehmen wie SMA Solar aus Niestetal dürfte stark profitieren. Der Ausbau von Calden passt somit ideal in diese Wachstumsstrategie der Stadt. Weiter so!

  • @ Golden Age


    Der Vergleich mit Darmstadt hinkt.
    Ich habe den selben Städtevergleich auch gelesen, in dem Darmstadt stark einbüßen musste (wo sich doch gerade in den letzten Jahren einiges in Darmstadt getan hat).


    Ein paar Wochen darauf erschienen 2-3 andere, renomiertere Städte-Rankings die die Situation in Darmstadt wieder richtig gestellt haben. Und zwar wurde Darmstadt erneut als Boom-Town bestätigt.
    Viele dieser Städtevergleiche sind käuflich, da sich Investoren von diesen beeinflussen lassen.


    Kassel durfte sich in den letzten auf ein Übermaß an Zuwendungen vom Land Hessen freuen, schließlich war Kassel immer das große Sorgenkind.
    Es freut mich zu hören dass die Investitionen endlich fruchten, ich gönne es der Kassler Bevölkerung vom ganzen Herzen.


    Hessen geht es verdammt gut :)


    Als Südhesse hoffe ich aber dass das Land sich wieder mehr dem Süden zuwendet. Es herrscht ein großer Investitionsstau was die Infrastruktur angeht, allen voran im Bahnverkehr.



    Meine Frage zum Thema:


    Wird der neue Flughafen durch den ÖPNV erschlossen werden?
    Wenn ja, wie wird diese aussehen - Regionalbahn, RegioTram, Tram, Bus?


  • Kassel durfte sich in den letzten auf ein Übermaß an Zuwendungen vom Land Hessen freuen, schließlich war Kassel immer das große Sorgenkind.
    Es freut mich zu hören dass die Investitionen endlich fruchten, ich gönne es der Kassler Bevölkerung vom ganzen Herzen.


    Die Stadt Kassel hat aber im Gegensatz zu fast allen Gemeinden Hessens seit 1936 nicht mehr eingemeindet. Anfang der 90er war es wieder in der Diskussion und obwohl sämtliche Gutachten ausdrücklich eine Eingemeindung des Speckgürtels empfohlen haben, kam es nicht dazu. Eigentlich hat die Stadt 350.000 Einwohner statt der knapp 200.000 auf dem Papier. Mit dem Geld aus dem Finanzausgleich für unter 200.000 Einwohner und Gewerbesteueraufkommen aus dem Stadtgebiet (VW Werk Kassel liegt z. B. dummerweise in Baunatal) muss Kassel die Infrastruktur für eine fast doppelt so hohe Bevölkerungszahl bezahlen - die machen ja nicht vor den Toren der Stadt halt, sondern nutzen Theater, Museen, Schulen, Zentrum etc.
    Hinzu kommt, dass (zumindest noch in den 90ern - eventuell wurde das geändert) es beim kommunalen Finanzausgleich Staffelungen gibt, je mehr Einwohner, desto mehr Zuwendungen pro Kopf erhält eine Gemeinde. Eine dieser Grenzen liegt/lag ausgerechnet bei 200.000 Einwohnern.


    Aber leider passiert in der Hinsicht wohl nichts mehr.


    Wird der neue Flughafen durch den ÖPNV erschlossen werden?
    Wenn ja, wie wird diese aussehen - Regionalbahn, RegioTram, Tram, Bus?


    Laut Berichten ist ein Expressbus zum Zeitpunkt der Eröffnung geplant. Anbindung an die Regiotram ist wohl auch im Gespräch.

  • Hausschwamm


    Naja, nicht ganz. Der Mechanismus des kommunalen Finanzausgleichs in Hessen unterscheidet zwischen kreisangehörigen Gemeinden, Landkreisen und kreisfreien Städten, wozu auch Kassel gehört, unabhängig von der Einwohnerzahl. Für die Schlüsselzuweisungen spielt die tatsächliche Einwohnerzahl eine Rolle, nicht aber, ob die Einwohnerzahl über oder unter eine Grenze von 200.000 oder 300.000 EW liegt. Und natürlich wird bei der Höhe der Schlüsselzuweisungen auch die zentralörtliche Funktion von Kassel berücksichtigt. Hinzu kommen besondere Zuweisungen für Schulen, Krankenhäuser, Jugendhilfe, ÖPNV, Theater, Museen und was noch alles. Hier bekommt Kassel Gelder etwa für den ÖPNV, Krankenhäuser oder die Museen, die Orte ohne diese Einrichtungen natürlich nicht erhalten. Ganz abgesehen von den Einrichtungen des Landes, die von der Gemeinde nicht unterhalten werden (Staatliche Museen, Schlösser & Gärten, Universität), die jeweils Zuwendungen aus dem Landeshaushalt bekommen, also außerhalb des kommunalen Finanzausgleichs.


    Und im Ergebnis nimmt Kassel natürlich mittelbar auch an der hohen Steuerkraft von Gemeinden im Speckgürtel wie Baunatal teil, die mehr in den Ausgleichstopf einzahlen, als sie an Zuweisungen erhalten (Nettozahler).

  • Als Laie habe ich natürlich keine richtige Ahnung davon, aber wie oben schon erwähnt gab es 1991 noch die sogenannte Einwohnerveredelung auch bei den Kreisfreien Städten in Hessen, sonst wäre damals nicht so ein Tamtam darum gemacht worden als die Einwohnerzahl die 200.000 wieder überschritten hatte.
    Da es in Pre-Web-Zeiten war, lässt sich heute natürlich kein Artikel darüber mehr finden.


    Die Einwohnerveredelung ist heute wohl in Hessen nur noch bei den kreisangehörigen Gemeinden üblich und die Staffelung endet bei 50.000 Einwohnern. Bei den kreisfreien Städten gibt es wohl feste Schlüssel: Kassel und Wiesbaden 102, FFM 109.


    Problematisch scheint wohl zur Zeit die Vorabaufteilung der Schlüsselmasse auf kreisangehörige Gemeinden, Landkreise und kreisfreie Städte zu sein:


    http://www.huenfeld.de/stadt/h…%20KFA_Strukturreform.pdf


    Zitat

    Eingeschränkte Ausgleichswirkung durch die Vorabaufteilung der Schlüsselmasse auf drei kommunale Gruppen
    Die Gesamtschlüsselmasse im KFA wird auf die drei Gruppen kreisfreie Städte, kreisangehörige Ge- meinden und Landkreise vorab aufgeteilt. Die kreisangehörigen Gemeinden erhalten derzeit 45,7 v.H., die kreisfreien Städte 20,1 v.H. und die Landkreise 34,2 v.H. der Schlüsselmasse. Die Vorabaufteilung führt bei einer unterschiedlichen Entwicklung der städtischen Steuereinnahmen wegen der geringen Anzahl der kreisfreien Städte (Darmstadt, Offenbach, Wiesbaden, Kassel und Frankfurt) zu starken Verwerfungen bei der Verteilung der Schlüsselzuweisungen innerhalb dieser Gruppe.


    Beispiel: Wenn die Steuerkraft der Stadt Offenbach um 10 % bzw. um 8,2 Mio. € sinkt, weil Betriebe ins Umland abwandern, muss Kassel auf über 1,5 Mio. € an Schlüsselzuweisungen verzichten (Basis KFA 2006).


    Außerdem unterbricht die Vorabaufteilung der Schlüsselmassen den Ausgleich zwischen den Gemein- den - z.B. bei den turnusmäßigen Änderungen der Verteilungsschlüssel für die Gemeinschaftsteuern. Steuerverluste der kreisfreien Städte werden nicht “automatisch“ (wie die Verluste der kreisangehöri- gen Gemeinden) durch erhöhte Schlüsselzuweisungen zu Lasten der Gemeinden gemildert, die von den neuen Verteilungsschlüsseln profitieren. Dies machte in der Vergangenheit häufig eine Änderung der Aufteilungsquoten der Schlüsselmasse in § 7 FAG notwendig.
    Als Lösung dieser Probleme bietet sich die Berücksichtigung der kreisfreien Städte mit den jeweili- gen Teilfunktionen in der Gruppe der kreisangehörigen Gemeinden und in der Gruppe der Landkreise an. Die Städte bekämen aus beiden Teilmassen Zuweisungen. Dieses System würde eine größere Transparenz mit sich bringen.




    Aber wir werden nun endgültig Off Topic.


    Deswegen füge ich schnell noch einen link zu einem Frontal21-Bericht über Kassel-Calden hinzu.


    Der Bericht ist leider von der journalistischen Qualität ziemlich daneben und sehr manipulativ, es kommen fast nur kritische Stimmen zu Wort: ein dubioser anonymer Insider (Pilot wow, Ultraleicht? ;)), von den politisch Verantwortlichen gibt es jeweils maximal ein bis zwei Sätze zum Thema, statt Kassels OB kommt der Dorfbürgermeister von Calden zu Wort, kommentiert wird das ganze immer mit simplen substanzlosen Behauptungen wie z. B. "Volkswirtschaftlich heißt: Der Steuerzahler wird es schon richten." wenn von positiven volkwirtschaftlichen Impulsen die Rede ist..


    Ein Vergleichsflughafen mit 13 Flugbewegungen pro Woche und nicht vorhandener Gewerbeansiedelung wird als Schreckensszenario präsentiert obwohl Kassel-Calden bereits heute ein relativ erfolgreiches Gewerbegebiet hat (u. A. Eurocopter Werk Kassel und die Piper Generalvertretung Deutschland) und ca. 30.000 Flugbewegungen pro Jahr.


    Ein Experte kommt zu Wort und lässt sich über all die kleinen Regionalflughäfen aus (wobei er Kassel gar nicht erwähnt) und danach wird eine Karte gezeigt, auf der Punkten die Flughäfen in Deutschland markieren und die Frage gestellt ob man unter diesen Umständen für 240 Millionen einen weiteren Punkt benötigt - obwohl gar kein neuer Punkt hinzukommt, es handelt sich ja um einen Ausbau. Abweichende kompetente Meinungen lässt der Bericht erst gar nicht zu, zum Vergleich: Germania-CEO http://www.airliners.de/magazi…zentrale-flughaefen/25728


    Statt europaweit bei Linien und besonders Charterfluggesellschaften anzufragen wird dreist bei nur vier großen deutschen Airlines angefragt, von denen klar ist, dass sie sowieso niemals in Calden landen werden (u. A. Lufthansa!!! und Airberlin, die bereits in Paderborn sind) - von den Verhandlungen mit Hainan Airlines oder Ryanair kein Wort.


    Bei der erwähnten Entscheidung der Bundesregierung von 2009, dass für neue Regionalflughäfen kein Bedarf bestehe, wird leider nicht klar, ob der unmittelbar bevorstehende Ausbau von Kassel-Calden dabei als Bestand in der Entscheidung bereits einbezogen war oder nicht, die Planungen für den Ausbau sind schliesslich noch aus den frühen 1990ern und der Ausbau wurde durch Klagen und Debatten verzögert.


    Auch die Anmoderation spricht Bände - hier wie auch im gesamten Bericht wird Kassel nur bei Nennung des Flughafennamens genannt, das ganze beginnt mit "Calden: 7421 Einwohner... ...irgendwo im Nirgendwo Nordhessens" - noch dreister kann man zu Beginn eines Berichts wohl kaum auf seine manipulativen Absichten hinweisen.


    http://frontal21.zdf.de/ZDFde/…/3/0,1872,8451491,00.html


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    Mod: Nach ausgiebigen regionalpolitischen Exkursen sowie Medienschelte bitte den Bogen zurück zu Thema finden - Neubau des Flughafens. Danke

  • FAZ rechnet mit bis zu €271 Millionen Kosten

    Ein FAZ-Artikel zur Grundsteinlegung am Flughafen Kassel-Calden Anfang Dezember schätzte die Kosten auf bis zu €271 Millionen. Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) verkündete, dass "aktuelle Interessenbekundungen am Flughafenstandort" bestünden und man auf einem guten Weg sei.


    Ein weiterer FAZ-Artikel vom September beschäftigt sich mit dem Niedergang von Provinzflughäfen mit einer interessanten Grafik bei der die Entwicklung der Passagierzahlen von Juli 2010 bis Juli 2011 verglichen werden. Dort zeige sich, dass besonders Ryanair-Monopol Flughäfen wie Hahn leiden. Die irische Low-Cost Airline hat mit Flugstreichungen auf den deutschen Fiskus (8 Euro Ticketsteuer) reagiert. Allerdings habe Hahn der strukturschwachen Hunsrück-Region 3100 Neubeschäftigte am Flughafen und 99 Betriebe beschert, ganz zu schweigen von den Bus Unternehmen/Tankstellen. So schlecht fällt die Bilanz also doch nicht aus.

  • Richtfest

    Vom Richtfest am 01.06. am Flughafen Kassel Calden berichtet HR-online in einem Bericht und einer Fotostrecke mit 6 Bildern. Bisher wurden 5 Gebäude, das Terminal, 2 Mehrzweckgebäude, der Tower sowie die Feuerwache fertig gestellt.


    Auch eine Grafik mit den Distanzen zu anderen deutschen Flughäfen ist in dem Bericht enthalten.

  • Eröffnung am 04.04.2013 geplant

    In einem knapp 3 minütigen Video des HR werden aktuelle Innenansichten des Flughafenterminals bei laufenden Bauarbeiten gezeigt.


    Bisher hat man 3 Airlines, XL, Germania und Croatia als Kunden gewonnen die anfangs ca. 15 bis 20 Füge pro Woche durchführen. Bei sämtlichen Flügen handelt es sich über Reiseveranstalter buchbare Charter-Flüge. Für das erste Jahr rechnet man mit 100.000 Passagieren. Mit weiteren Fluglinien ist man in Verhandlungen, die Eröffnung soll am 04. April 2013 sein.

  • Abnahme erfolgt

    Am letzten Freitag (14.12) erfolgte die behördliche Abnahme der 5 Flughafengebäude sowie der Feuerwehr. Weitere Dokumentationen und Unterlagen, zur Erlangung der abschließenden bauaufsichtlichen Abnahme, wurden ebenfalls an dem Tag zu Prüfungszwecken übergeben. Zwei Tage zuvor, am 12.12.12 erfolgte die positive Abnahme der Brandmeldeanlage.


    Link zur =45&tx_ttnews[backPid]=95&cHash=cf88650752"]PM auf der Web-Seite des Flughafens

  • Testphase mit Statisten hat gegonnen

    Seit heute läuft die Testphase am Flughafen Kassel Calden, die Eröffnung ist weiterhin für den 04. April diesen Jahres geplant.


    Mit insgesamt 94 Testpassagieren startet das Testprogramm heute, auf dem Höhepunkt des Tests solle 1.000 Testpassagiere erreicht werden. Mit der Beendigung der Tests ist zum 21. März zu rechnen. Neben den regulären Abfertigungstests werden auch Störfalltests, wie z.B. Abfertigung per Handzettel anstelle per neuem Computersystem getestet, ebenso werden neu eingestellte Mitarbeiter eingearbeitet.


    Einen Video-Beitrag sowie Text-Beitrag von HR-Online.

  • Flächennutzung durch andere Firmen

    Eine Übersicht, wie viele Unternehmen im Zuge des neuen Kasseler Flughafens sich dort ansiedeln, umsiedeln und dabei sich ggf. vergrößern gibt die HNA in ihrer Ausgabe von gestern wieder. Die Umsiedlung war natürlich auch notwendig da die Unternehmen von einer vorhandenen Start- und Landebahn abhängig sind.


    Insgesamt standen am neuen Flughafen 50.000 m² zur Verfügung, insgesamt 45.000 m² davon sind mittlerweile an Firmen und Privatleute gegangen. Einige der Unternahmen, z.B. Piper nutzen natürlich auch die Chance sich zu vergrößern.

  • Hallo Berlin...


    ... da wird doch tatsächlich ein Flughafen eröffnet! Und die Bauzeit! Und alles scheint planmäßig zu laufen! Und sogar die Lichtschalter funktionieren! Wie wär's mal mit einer Fachexkursion aus der Super-Hyper-Hauptstadt in's Hessenland?


    Ja, ich weiß - es ist alles etwas kleiner, aber trotzdem schon ein richtiger Flughafen.

  • Countdown zur Eröffnung läuft

    Trotz kleinerer Pannen wie „Durchsage auf Toilette nicht hörbar“ wird Kassel-Calden wie geplant an den Start gehen. Laut HNA hatten Tests mit den Probepassagieren keine Start-verhindernden Mängel an den Tag bringen können.


    Eingetrübt wird die Vorfreude wohl aber dadurch, dass der erste kommerzielle Flug in Ermangelung von Passagieren, die Welt berichtet, mit einem Flug von Paderborn aus zusammengelegt wird. Zuvor hatten schon die eine oder andere Airline Rückzieher gemacht… aus verschiedenen Gründen.

  • Hier noch ein weiterer FAZ-Artikel zur Eröffnung. Der Artikel liest sich deutlich positiver. Insbesondere wird das Augenmerk nicht auf die nackten Geschäftszahlen der Flughafengesellschaft, sondern vielmehr auf den Gesamtnutzen, der sich auch beziffern lässt, gelegt.
    Daneben wird auch über die überaus positive Entwicklung des Großraums Kassel berichtet (zB, dass die Arbeitslosenquote die des RheinMainGebietes erreicht hat), was ja noch vor einer Dekade ganz und gar nicht erwartet wurde.


    Na dann hoffen wir mal, dass auch der Flughafen Erfolg haben wird!

  • Er ist eröffnet !

    Fangen wir mit dem bautechnisch gesehenen, Positivem an: Der Flughafen wurde pünktlich eröffnet:respekt: . Der Spiegel titelt „Es geht auch pünktlich liebe Berliner“. Neben der Eröffnung geht es bei Bild, n-tv.de und Co. im wesentlichen nur um die Millionen die wohl wie bei anderen, renommierten Bauprojekten anderer Bundesländer versenkt we(u)rden oder der Vorfreude auf eine irischen Airline (nein, nicht Aer Lingus) die subventionierte Slots zu nutzen weiß.


    Eine Germania 737 schwebte gegen 11:10 Uhr ein, wie HR-Online Extra berichtet (25 min, aber der erste Flieger landet gleich am Anfang), Rückblick auf Baumaßnahmen und Probebetrieb inklusive. Auf flughafenkassel.de ist die letzte News vom 02.04., da hätte man zu Eröffnung auch etwas anderes erwartet.


    Wie auch immer, think positive, wünschen wir dem Flughafen dass alles wie erhofft läuft :cheers: Bilder werde ich Ende Mai nachreichen, aber nicht weil ich dort abhebe.

  • ...und um das beneidet man uns Hessen

    Wir kriegen Flughäfen pünklich fertig, und eine funktionierende Wirtschaft haben wir auch. Kurios dass der Flughafen aus den Subventionsruinenstädten als Steuerverschendung gegeißelt wird ;-)

  • Flughafenbesichtigung

    Wie vor ein paar Wochen versprochen hier nun die Bilder vom Flughafen Kassel Calden. Ich muss sagen, etwas erschrocken habe ich mich doch wie klein das Flughafengebäude ist. Ich glaube selbst die kleinste Insel der 7 größten Kanarischen Inseln hat einen größeren Flughafen, aber naja. Der große und kostenfreie der beiden Parkplätze wurde von ca. 150 Autos genutzt, auf dem kostenpflichtigen stand gar keiner. Der Fußweg vom kostenfreien zum Flughafengebäude ist ca. 2 Minuten lang. Und wartende Taxis sucht man auch vergebens.


    Auf dem folgenden Bild der Weg vom großen Parkplatz zum Terminal. Um das Terminal herum laufen immer noch Erdarbeiten, im Wesentlichen der Bepflanzung der näheren Umgebung dienend.



    Der nächste Schreck in der Halle, außer einer Person im Cafeteria-Bereich – wohl eine Angestellte – keine weitere Person im Terminal. Obwohl Polizei muss noch irgendwo gewesen sein, es standen 2 oder 3 Autos rechts des Terminals und das Reisebüro war geöffnet. Immerhin Stand schon mal ein Flug am Folgetag auf der Infotafel am Security Bereich an.



    Ein Blick hinaus in Richtung Tower und Privatflugzeugplatz, auch dort keine größeren Betriebsaktivitäten zu sehen, außer dass 2 Arbeiter auf dem Rollfeld irgendetwas gearbeitet haben.



    Mehr Leute waren dann vor dem Feuerwehrgebäude zu erkennen, neben dem auch die Schneeräumgeräte geparkt sind.



    Dann fiel mein Blick beim Verlassen des Terminalbereichs auf einen Wegweiser zu einem Infopoint. Der Weg dorthin gut ausgeschildert, auch wenn noch Straßenarbeiten an der Zufahrt laufen. Der Infopoint ist bis 19:00 Uhr zugänglich, dann werden die Tore wohl geschlossen bis zum nächsten Morgen. Immerhin, einen ausgeprägten Sanitärbereich besitzt das gute Stück.



    Oben auf dem Infopoint dann eine Infotafel mit einer Grafik der Start-/Landebahn und des Rollweges. Ob die Karte dem Germania Piloten geholfen hätte, der sich vor ein paar Tagen auf dem Rollweg verfahren hatte (Artikel-Link -und Photo) weiß ich nicht. Immerhin waren 2 Radfahrer in der Nähe, die einen älteren und wohl nicht dauerhaften, hölzernen Aussichtsstand bestiegen hatten.



    Hier noch ein Bild von besagtem hölzernen Aussichtstand auf das Vorfeld, Terminalfinger sucht man vergebens. Vorne links die Ecke der Feuerwache.



    Und zum Abschluss des Rundgangs um den Flughaben das Terminalgebäude von der anderen Seite aus betrachtet.