Verkehrsprojekte

  • Ich mache es halbwegs kurz [hat doch nicht geklappt! ;-)] und erspare dir und weiteren Lesern Zitate: Wir kommen da offensichtlich nicht zusammen, trotzdem finde ich deine Ausführungen immer sehr interessant und erhellend.


    Nur noch das: "Mit Kind" meinte an meinem Rad, im Hänger oder Sitz. Beides nötigt mir noch stärkeren Willen ab, nur Strecken zu nutzen, auf denen Autofahrer beim Überholen regelmäßig die meines Wissens vorgeschriebenen 1,50 m Abstand halten können. Wenn dann noch am Fahrbahnrand Autos parken, gehen die Meinungen auseinander, wie groß mein Abstand davon sein muss, gefährlich wird's deutlich unter einem Meter. Auf normalen Fahrbahnen ohne ausgewiesenen Radweg oder Schutzstreifen müsste also ein Auto ca. 3 Meter (1+0,5+1,5, meinetwegen auch nur insgesamt 2,5 m) vom rechten Fahrbahnrand an uns vorbeifahren. Das können wir gern einmal auf der August-Bebel-, der Reichenhainer, der Limbacher, der Hartmannstraße oder der StraNa im Berufsverkehr testen... . Ich schrieb an anderer Stelle auch schon, dass mir Shared Spaces, Mischverkehr und all die Konzepte und vor allem auch das wichtige Konzept der gegenseitigen Rücksichtnahme bekannt sind, leider interessiert das 17 Uhr im Berufsverkehr viele Verkehrsteilnehmer relativ wenig, da ist "Krieg" auf den Straßen, dazu kommen die ganzen Baustellen... . Aktuell kommen die Autos mit sich gegenseitig schon nicht zurecht, da ist wenig Platz für Rücksichtnahme auf Fahrräder.


    Und du schreibst viel von Gefühl, scheinst dich aber doch mit den Regelwerken auszukennen. Das Gefühl eines geübten Radfahrers ist in meinen Augen zweitrangig. Die Faktenlage ist wie beschrieben. Mir ist ein Überholer mit 30 km/h mehr und unter einem Meter Abstand zu nah und potentiell zu gefährlich (das sieht wie gesagt die StVO meinem Verständnis nach auch so), aber genau das ist die Realität, mit der du offensichtlich gut zurecht kommst, was zumindest für dich sehr erfreulich ist.


    Nun kann man als Stadt sagen "Es ist, wie's ist, wir erfüllen das gesetzlich vorgeschriebene Mindestmaß", aber dann braucht man auch nicht immer wieder etwas von moderner Mobilität und gewünschter Abkehr vom Autoverkehr hin zu Mischformen aus Fahrrad, ÖPNV und Shared Mobility erzählen.
    Schau' mal in die Leipziger Südvorstadt, auf der Karli siehst du in einer Minute 30 Fahrräder, davon mindestens 5 mit Lasten-, Kinderanhänger oder anderen Anbauten, hier gibt es das im Stadtbild wenig, weil es einfach kaum Raum und Verständnis dafür gibt. Aber auch das sind Fahrzeuge. Und jetzt wird's philosophisch: Eventuell sind das sogar die "besseren" Fahrzeuge.

  • Was ich bisher im Regelwerk nicht finden konnte: was passiert, wenn sich 2 Radfahrer begegnen, und die Vorfahrt nicht eindeutig ist? Rücksichtnahme, klar. Aber es gibt oft die Situation (Reichsstraße, Zwickauer z.B.). Ich habe grün, entlang der Zwickauer stadtauswärts, kreuze die Reichsstraße. Gleichzeitig kommt ein Radfahrer die Reichsstraße runter. Seine Ampel ist erst nach meinem Weg, er kommt aber für mich von rechts. Das ist doch sinnlos und führt zu Unsicherheit und Stürzen. Der Chemnitzer Stadtverkehr ist definitiv nicht für eine weitere Zunahme des Radverkehrs gewappnet.
    Dann Geisterfahrer, gerade entlang der Zwickauer in beiden Richtungen ein Problem.

  • Vorfahrt auf Radwegen im Gehwegbereich

    Was ich bisher im Regelwerk nicht finden konnte: was passiert, wenn sich 2 Radfahrer begegnen, und die Vorfahrt nicht eindeutig ist? Rücksichtnahme, klar. Aber es gibt oft die Situation (Reichsstraße, Zwickauer z.B.). Ich habe grün, entlang der Zwickauer stadtauswärts, kreuze die Reichsstraße. Gleichzeitig kommt ein Radfahrer die Reichsstraße runter. Seine Ampel ist erst nach meinem Weg, er kommt aber für mich von rechts. Das ist doch sinnlos […]


    Stimmt, bei so einer Radweganlage im Gehwegbereich gibt es Radwegkreuzungen außerhalb des ampelgeregelten Bereichs.


    Vielfach wird daran gemocht, dass man ohne Ampel rechts abbiegen kann. (Da muss man nur eventuell durch Fußgänger oder Radfahrer durch, sowas ist ja überhaupt kein Problem … gefühltermaßen außerhalb des Geltungsbereichs irgendwelcher Verkehrsregeln, also kann man einfach irgendwie fahren … so die beobachtete Realität.)


    Zwei Möglichkeiten kommen für Vorfahrt (oder Vorrang) an beschriebener Stelle in Frage:

    • rechts vor links
    • Vorfahrtsregelung der eigentlichen Kreuzung


    Ich tendiere zu letzterem. Das wäre derzeit zu Gunsten des Fahrers längs der Zwickauer Straße.


    An solchen Radwegen sind die Aufstell- und „Vorkreuzungs“bereiche generell gruselig. Beim Reinfahren gibt es so gut wie nirgends direkt an der Ampel brauchbare Warteflächen. Wenn ich mal auf so einem Weg fahre, bleibe ich ganz vor der Kreuzung stehen und während dort auf das Umschalten der entfernt liegenden Ampel warte, um nicht querenden Radfahrern oder gar Fußgängern im Weg zu stehen. (Wenn man das macht, wird man schon mal rechts auf dem Gehweg von anderen Radfahrern überholt.)


    Dann Geisterfahrer, gerade entlang der Zwickauer in beiden Richtungen ein Problem.


    Auf dem stadtauswärtigen Radfahrstreifen wird es durch den straßenunabhängigen Weg am Kappelbach, der zwischen Pornitz- und Marianne-Brandt-Straße beginnt bzw. endet, gefördert.

  • Ja, 2 Varianten der Vorfahrt. Ich bevorzuge auch die zweite, meine Mitmenschen oft erste :lach:
    Genau, auch die Aufstellflächen sind zu klein, oder die Radfahrer sind undiszipliniert und bilden einen Pulk anstatt einer Reihe. Weil als Reihe kommen bei einer Grünphase dann gar nicht alle rüber. Radstau! Das meine ich, Chemnitz ist für ein Anwachsen des Radverkehrs nicht gerüstet.

  • ich sehe keine klare Linie der Stadt beim Radwegeplan, eigentlich spielt für das Rathaus nur die öffentliche Förderquote der einzelnen Straßenbauprojekte die ausschlaggebende Rolle. Siehe hierzu der meiner Meinung nach komplett sinnlos angelegte Radweg auf der Wolgograder Allee, die links und rechts mit übergroßen Fußwegen verziehrt ist. Von den dort gebauten Kreisverkehren will ich gar nicht reden, die sind qualitativ unter aller Sau. Mir graut schon vor dem Kreisel an der Stolli....


    Apropos Kreisverkehr, die Krönung der Planlosigkeit ist für mich der Kreisverkehr am Südbahnhof. OK, die Platzverhältnisse sind bescheiden. Als erwachsener Radfahrer stadteinwärts fahrend, vom Stadlerplatz kommend, müsste ich auf den Kreisverkehr fahren, gerade aus, durch den Kreis... Als Abbieger in die Altchemnitzer Straße auch durch den Kreis, oder linksabbiegend unter der Brücke bei dem kurz markierten Weg?
    Wer sich das ausgedacht hat, gehört geteert und gefedert....

  • Kreisverkehr am Südbahnhof

    […] die Krönung der Planlosigkeit ist für mich der Kreisverkehr am Südbahnhof. OK, die Platzverhältnisse sind bescheiden. Als erwachsener Radfahrer stadteinwärts fahrend, vom Stadlerplatz kommend, müsste ich auf den Kreisverkehr fahren, gerade aus, durch den Kreis...


    Ja, natürlich.



    Als Abbieger in die Altchemnitzer Straße auch durch den Kreis, oder linksabbiegend unter der Brücke bei dem kurz markierten Weg?


    Was sagt uns dieses Zeichen?




    […] oder linksabbiegend unter der Brücke bei dem kurz markierten Weg?


    Was genau für eine Markierung meinst Du da?



    Den Kreisverkehr am Südbahnhof finde ich persönlich ziemlich gelungen.


    Anders als mit der alten Ampelkreuzung kann man jetzt in alle Richtungen fahren, meistens hat man viel weniger Wartezeit als früher und in echte Konflikte bin ich noch nicht gekommen. Achten sollte man als Radfahrer natürlich auf die Fußgänger an den bevorrechtigten Überwegen – richtig so, dass mal wieder Fußgängern der Vorrang eingeräumt wird. … ansonsten noch an den Einfahrten auf eventuell noch inkorrekterweise zum Überholen ansetzende Autofahrer. Dort, wo auch die Schutzstreifen enden, drängt es sich auf, dass man als Radfahrer jeweils entweder eindeutig zurückbleibt und das Auto passieren lässt oder ausreichend Raum nimmt, um eindeutig vorneweg in den Kreisverkehr einzufahren.


    Eigentlich ist das Vorbeifahren eines Autos an einem auf einem Schutzstreifen fahrenden Radfahrer ein gänzlich vom Autofahrer verantworteter Überholvorgang, der nur dann begonnen werden darf, wenn er ohne Behinderung des Radfahrers beendet werden kann. Die typische Handhabung solcher Schutzstreifen-Konstrukte entspricht aber zwei Fahrstreifen mit Reißverschluss-Zusammenführung am Ende.

  • Hannes, jetzt weiß ich endlich wass dieses schild mir sagen soll, danke! :-)
    Vielleicht habe ich mich etwas unglücklich ausgedrückt: fahre mal vom Stadlerplatz kommend in Richtung Südbahnhof. Die meisten Radfahrer bleiben auf dem Fußweg und überqueren fahrend auf dem Zebrastreifen die Fahrbahn, weil sich keiner das Einordnen in den Kreisverkehr antut, besonders oft gesehen auch stadtauswärts Richtung Stadlerplatz.
    Ich meinte den rot markierten Bereich unterhalb der Brücke der Citybahn...


    Frage mal LKW- und Busfahrer, ob die den auch so gelungen finden.


    Die derzeitige Verkehrsituation am Kreisverkehr ist noch geprägt durch Sperrungen und Baustellen am Bernsbachplatz und der Bernsdorfer Str. Wie sich die Verkehrsflüsse danach weiterentwickeln und was die Südbahnstr mal für eine Funktion haben wird (siehe neu gebaute Verkehrsampel und die neue Überquerung der Strassenbahngleise der Bernsdorfer Str. Richtung Innenstadt), das ist mir unbekannt....

  • Sorry Hannes (Du ist okay?) aber ich werde das Gefühl nicht los, dass du da direkt Mitplanender bist? Wenn man fragen darf: Bist du in der Stadt in einer solchen Funktion?


    Ich schrieb es an mehreren Stellen: Du schreibst (wie wir alle) immer sehr subjektiv. Seit unserem Wortwechsel hier habe ich einmal besonders darauf geachtet: Erkenntnis: Selten halten Autofahrer den Sicherheitsabstand zum Rad und Radfahrer den zu parkenden Autos ein, seltenst sehen Autos ein, auch nur 20 Meter hinter einem Rad herzufahren, seltenst bis nie ist die Verkehrssituation für Radfahrer in Chemnitz zufriedenstellend oder gar ideal. In anderen Städten geht sowas. Hier hat man ständige Wechsel, teils gar keine Klarheit, viel zu schmale Spuren, zu hohe Bordsteine, selten Radfahrerampeln, wildes Chaos. Und das, obwohl wir überdurchschnittlich breite Verkehrsräume haben, siehe - wieder - Reichenhainer oder auch Zwickauer, Stollberger... da ist hier ein 5-Meter-Fußweg, da noch ein Grünstreifen, Abbiegespuren für Autofahrer noch und nöcher, klarer Raum für Radfahrer über mehrere 100 Meter?! Fehlanzeige. Ich würde dich wirklich gern mal mit Lastenanhänger regelkonform im Berufsverkehr von der Sachsen-Allee über StraNa - Zwickauer - Goethering - Stolli z.B. zur Villa Esche fahren sehen.
    Oder Limbacher rein - Reitbahnstraße - Bernsdorfer - Reicheinhainer zum Campus... und dann zählen wir mal die Huptöne, "Stinkefinger"/"Vogelzeiger" und deine Herzfrequenzänderungen.

  • Radverkehr in Chemnitz

    „Du“ seh ich in diesem Forum gesetzt.


    Sorry Hannes (Du ist okay?) aber ich werde das Gefühl nicht los, dass du da direkt Mitplanender bist? Wenn man fragen darf: Bist du in der Stadt in einer solchen Funktion?


    Nein, nein. Das bedeutendste, was ich mal getan habe, war, bei einer Befragung zum (damals erstellt werdenden) Radverkehrskonzept vorzuschlagen, direkte Durchfahrten Fritz-Reuter-Straße–Reichenhainer Straße und Reichenhainer Straße–Stadlerstraße zu ermöglichen. Das ist dann tatsächlich im Radverkehrskonzept aufgetaucht und im Vorfeld der Sperrung der Reitbahnstraße bzw. beim Umbau der Reichenhainer Straße umgesetzt worden – teils gut, teils so, dass ich es kritisch sehe. … wobei ich aber nichtmal weiß, ob Aufnahme ins Konzept und Umsetzung etwas mit meiner Wortmeldung zu tun hatten. Zuständig bin ich jedenfalls für gar nichts – außer dafür, wie ich fahre.


    Ich schrieb es an mehreren Stellen: Du schreibst (wie wir alle) immer sehr subjektiv.


    Ja, besonders die eigene Fahrerfahrung spielt jeweils eine große Rolle.


    Ich gleich weitergemacht und hier noch mehr subjektives vermerkt.



    Seit unserem Wortwechsel hier habe ich einmal besonders darauf geachtet: Erkenntnis: Selten halten Autofahrer den Sicherheitsabstand zum Rad und Radfahrer den zu parkenden Autos ein, seltenst sehen Autos ein, auch nur 20 Meter hinter einem Rad herzufahren, seltenst bis nie ist die Verkehrssituation für Radfahrer in Chemnitz zufriedenstellend oder gar ideal.


    In anderen Städten geht sowas.


    Hast Du da auch Erfahrungen? Oder kannst Du erstmal nur sagen, dass es anderswo von außen ganz gut aussieht?


    Ich denke schon, dass einiges an bestimmten anderen Orten besser ist, meine aber auch, dass in Chemnitz im bloßen Vergleich realer Städte solcher Größe die Bedingungen für das Radfahrer nicht besonders schlecht sind.


    Ich würde dich wirklich gern mal mit Lastenanhänger regelkonform im Berufsverkehr von der Sachsen-Allee über StraNa - Zwickauer - Goethering - Stolli z.B. zur Villa Esche fahren sehen.


    Das mit der Regelkonformität ist bei den vorhandenen Anlagen und dem eigenen Wunsch nach halbwegs direktem und konfliktarmem Fahren so eine Sache. Aber zumindest nach den gültigen Grundregeln lässt sich diese Verbindung recht problemlos fahren, finde ich.


    Vergleichsfahrten fänd ich ganz interessant. Ich hatte da schon die Idee, dass wir beide mal Videos von eigenen Fahrten aufnehmen und austauschen könnten.


    Ach so: Der Anhänger dürfte von mir aus gerne so breit sein, dass er Radwegbenutzung weitgehend ausschließt – muss aber nicht. Mit schmalem Fahrrad komm ich ja auch einigermaßen zurecht.


    Oder Limbacher rein - Reitbahnstraße - Bernsdorfer - Reicheinhainer zum Campus... und dann zählen wir mal die Huptöne, "Stinkefinger"/"Vogelzeiger" und deine Herzfrequenzänderungen.


    Solche Negativkommentare auf meine Anwesenheit oder mein Verhalten hatte ich früher häufig, jetzt aber so gut wie überhaupt nicht mehr. Später mehr dazu!

  • Kreisverkehr am Südbahnhof

    Hannes, jetzt weiß ich endlich wass dieses schild mir sagen soll, danke! :-)
    Vielleicht habe ich mich etwas unglücklich ausgedrückt: fahre mal vom Stadlerplatz kommend in Richtung Südbahnhof. Die meisten Radfahrer bleiben auf dem Fußweg und überqueren fahrend auf dem Zebrastreifen die Fahrbahn, weil sich keiner das Einordnen in den Kreisverkehr antut,besonders oft gesehen auch stadtauswärts Richtung Stadlerplatz.


    Keiner fährt dort korrekt“ würde ich nicht unterschreiben, aber häufig gesehen habe ich das beschriebene Fehlverhalten auch schon.


    Dabei ist die Lage eindeutig … stadtauswärts sowieso – was sollte dort zum Benutzen des linken Gehwegs berechtigen? – … und stadteinwärts auch:


    Was bedeuten diese beiden Zeichen zusammen für den Radfahrer?




    Dazu empfiehlt sich die Straßenverkehrs-Ordnung – sie zumindest bis § 2 zu lesen:


    § 1 Grundregeln
    (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
    (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.


    § 2 Straßenbenutzung durch Fahrzeuge
    (1) Fahrzeuge müssen die Fahrbahnen benutzen, von zwei Fahrbahnen die rechte. Seitenstreifen sind nicht Bestandteil der Fahrbahn.


    Aus Faulheit, nicht am Kreisverkehr anstehen zu wollen, den Fußgängern ihren Raum streitig machen – das ist einfach mies.




    Ich meinte den rot markierten Bereich unterhalb der Brücke [der Bahnstrecke nach Aue]


    Danke für die Klarstellung, jetzt weiß ich, was Du meinst, okay!


    Es mag vorkommen – warum auch immer –, dass man nicht erkennt, dass es sich bei dem rot gestalteten Streifen um einen Abbiegestreifen von der Reichenhainer Straße auf den Stadlerplatz handelt.


    Wer allerdings allen Ernstes versucht, ihn in Gegenrichtung zu befahren, sollte das Fahrradfahren im öffentlichen Raum lieber sein lassen.



    Frage mal LKW- und Busfahrer, ob die den auch so gelungen finden.


    Ich gehe schlicht davon aus, dass der Kreisverkehr nach den dafür geltenden Richtlinien dimensioniert ist.


    Das Führen von LKW und Bussen braucht spezielle Fertigkeiten, das ist nichts besonderes.



    […] was die Südbahnstr mal für eine Funktion haben wird (siehe neu gebaute Verkehrsampel und die neue Überquerung der Strassenbahngleise der Bernsdorfer Str. Richtung Innenstadt), das ist mir unbekannt....


    Die Südbahnstraße ist für den Linienbusverkehr vorgesehen:

    • Stadtzentrum ↔ Altchemnitzer Straße: Zschopauer Straße–Ritterstraße–Bernsdorfer Straße–Südbahnstraße–Reichenhainer Straße–Altchemnitzer Straße
      (Linie 22)
    • Ringbus: Fraunhoferstraße–Reichenhainer Straße–Südbahnstraße–Bernsdorfer Straße–Gustav-Freytag-Straße (Linie 82)
  • Heute geht die Diskussion um die Führung der Buslinien 21 und 31 im Bereich Dresdner Straße, Hainstraße, Sachsenallee, Fürstenstraße weiter. Da treffen echt Welten aufeinander. 18:00 im Keplergymnasium. Die CVAG möchte die eierlegende Wollmilchsau (alle Bewohner vor der Haustür abholen, vor der Sachsenallee und vorm Bahnhof wieder rauslassen). Dabei ergeben sich ewig lange Umwege, viele Ampeln, Lärm durch ständiges Anfahren der riesigen Dieselbusse. Die Anwohner sind nicht glücklich. Mal sehen, wer sich letztendlich durchsetzt. Die neue Haltestelle am Thomas-Mann-Platz, stadtauswärts Dresdner Straße, ist jedenfalls fast fertig.

  • Bus-Verschwenkungen Hbf. und Sachsen-Allee

    Heute geht die Diskussion um die Führung der Buslinien 21 und 31 im Bereich Dresdner Straße, Hainstraße, Sachsenallee, Fürstenstraße weiter. Da treffen echt Welten aufeinander. 18:00 im Keplergymnasium. Die CVAG möchte die eierlegende Wollmilchsau (alle Bewohner vor der Haustür abholen, vor der Sachsenallee und vorm Bahnhof wieder rauslassen). Dabei ergeben sich ewig lange Umwege, viele Ampeln, Lärm durch ständiges Anfahren der riesigen Dieselbusse. Die Anwohner sind nicht glücklich.


    Erstmal fällt auf, dass sich die beiden angedachten Verschwenkungen hinsichtlich des Betreffens der Anwohner unterscheiden:
    • Durch die Verlegung am Hauptbahnhof über die Gießerstraße würden mehr Leute als bisher die 31 direkt bei sich haben, die 21 andere Leute als bisher, tendenziell weniger als heute.
    • Durch die Änderung bei der Sachsen-Allee würden eindeutig weniger Anwohner als bisher direkt am Busverkehr dran sein.


    Auch in der Umwegigkeit gibt es Unterschiede:
    • Die Verlegung der 21 zum Thomas-Mann-Platz ist in der Originalvariante praktisch neutral, ebenso die Verlegung der 21 zur Hauptbahnhof-Ostseite.
    • Dagegen hätte die 31 mit der Blockumfahrung Gießerstraße etwa 400 Meter Umweg.


    Verkehrsorganisatorisch kann nicht alles so bleiben wie heute. So knapp wie heute ohne Halt am Hauptbahnhof vorbeizufahren, verbietet sich von selbst.


    Vielleicht wäre es ein brauchbarer Kompromiss, die 21 über die Gießerstraße zu führen – kein nennenswerter Umweg, keine zusätzliche Ampel! – und die 31 routenmäßig wie bisher zu lassen, nur mit einer neuen Haltestelle im Bereich Fürstenstraße/Dresdner Straße zu versehen?

  • Die 31 muss definitiv zum Bahnhof. Einerseits wünschen sich das die Bewohner vom Flemminggebiet, insbesondere Sehbehinderte, für die Umsteigen immer mit Stress verbunden ist. Auch für die Bewohner vom Yorckgebiet ist es die einzige Verbindung zum Bahnhof, die 51 fährt ja jetzt zum Brühl.
    Die Diskussion war heftig, emotional, weiterhin ohne Entscheidung.

  • Bus-Verschwenkungen Hbf. und Sachsen-Allee

    Die 31 muss definitiv zum Bahnhof. Einerseits wünschen sich das die Bewohner vom Flemminggebiet, insbesondere Sehbehinderte, für die Umsteigen immer mit Stress verbunden ist.


    Stimmt, ich erinnere mich: Dass die 31 die besondere Bedeutung für Sehbehinderte hat und deshalb dringend den Hauptbahnhof anfahren sollte, ist schon öffentlich diskutiert worden. Insofern kommt es nicht in Frage, bei der 31 nur eine „zweitklassige“ Haltestelle, 200 Meter vom Hauptbahnhof entfernt, zu haben. Da die 31 wegen der Sehbehinderten unbedingt zum Hauptbahnhof fahren soll und das Gleiche bei der 21 weder nennenswerten Umweg noch Mehrbelastung von Anwohnern bringt, läuft es beim Hauptbahnhof dann doch klar auf die „Total-Lösung“ hinaus.


    Wie sieht es beim Thomas-Mann-Platz aus, wo ja schon eine Haltestelle an der Dresdner Straße in Bau ist? Ist die Überleitung Hainstraße–Dresdner Straße konkret in Planung? Oder wird erwogen, über die Palmstraße zu fahren? Oder hätte die Haltestelle am Thomas-Mann-Platz auch anderweitig einen Nutzen?


    Auch für die Bewohner vom Yorckgebiet ist es die einzige Verbindung zum Bahnhof, die 51 fährt ja jetzt zum Brühl.


    Allerdings fährt Montag–Freitag tagsüber die 51 alle zwanzig Minuten weiter als 22 zum Hauptbahnhof und da sind auch Yorckgebiet-Fahrten dabei. Bringt aber natürlich nicht viel!


    Was für Anwohner machen eigentlich den Protest gegen die Hbf.-Verschwenkung? Die des untersten Teils der Gießerstraße? Und denen der Hainstraße ist es egal, ob es die 21 oder die 31 ist, die bei ihnen vorbeifährt? Und die des untersten Teils der Fürstenstraße, die „Busbelastung“ verlieren würden, melden sich nicht zu Wort oder würden den vor dem Haus vorbeifahrenden vermissen?

  • Also: niemand will zwei Linien, die im 10 Minuten Takt verkehren, in seiner Straße. Die Straßen sind eng, es hallt, es ist jetzt schon laut. Die Fassmann/Herrmann Fraktion will in der Gießerstraße eine "Promenade für Fußgänger", aber die Peterstraße und Lessingbewohner wollen auch nicht den ganzen Verkehr. Die Sonnenberger würden auch ein bißchen weiter zu den Haltestellen laufen, wir sind hier alle jung!
    Der Konflikt entbrandet tatsächlich am "wohin geht es mit dem Sonnenberg?".
    Die 21 ist ja bald wieder Veränderungen unterworfen, sie geht ja teilweise in der neuen Straßenbahnlinie auf. Einerseits vom Hbf nach L.-O. und in die andere Richtung auch: vom Hbf über die Frankenberger nach Niederwiesa.

  • ^

    Die 21 ist ja bald wieder Veränderungen unterworfen, sie geht ja teilweise in der neuen Straßenbahnlinie auf


    Die 21 wird sicher noch viele Jahre als Bus im Bestand bleiben. Bis hier eine Straßenbahn verkehrt, werden noch viele viele Monde vergehen.
    Das betrifft die Frankenberger Straße, wo man irgendwann mal mit den Planungen beginnen möchte.


    Zur anderen Seite der Stadt, wo die Tram nach Limbach-Oberfrohna über das Zentrum, Schloßchemnitz, Röhsdorf führt, könnte die Fertigstellung der Trasse vielleicht schon 2025 gefeiert werden. So planen es zumindest die Grünen und das Verkehrsunternehmen...


    Aber glauben sollte man es erst, wenn dann auch Tatsachen geschaffen werden. Also, man darf noch beruhigt daran zweifeln.


    Im eigentlichen Sinne ist eine Fertigstellung der Trasse von Chemnitz-Zentrum bis Limbach-Oberfrohna für 2030 vorgesehen. Und man plant mit viel Bürokratie nur erstmal an einer, dieser besagten Strecke.
    Man kann sich also auch ausmalen, wenn alles so weiter verläuft, dass weitere neue Strecken wie eine Anbindung der Tram an den Kaßberg oder dem Sonnenberg über Zietenstraße Jahrzehnte in der Ferne liegen.
    Und die Linie 1. Darüber hat man auch kürzlich etwas zu lesen bekommen. Sie fährt vom Stadtzentrum gerundete 10 Minuten bis Schönau... könnte bis Grüna oder weiter fahren. Auch hier wollen die Grünen eine zügige Verlängerung.


    Ich glaube es erst wenn ich es sehen kann.

  • Die Überlegungen zur Verbesserung des Wagenmaterials nach Leipzig haben sehr gute Ergebnisse gebracht (Lok-Report). Für elf Millionen Euro werden gebrauchte Wagen gekauft, die aber wesentliche Vorteile gegenüber dem aktuellen Bestand haben. Ab dem ersten Quartal 2019 wird es (neben zwei Reisezugwagen) zwei Doppelstockwagen mit Klimatisierung, W-Lan und automatischer Türöffnung geben, zudem ist einer der Wagen mitsamt WC barrierefrei erreichbar. Wenn ich das richtig verstehe, wird jeder der vier Wagen ein WC haben. Durch Scheibenbremsen wird das Geräuschniveau sinken, zudem gibt es 50 Plätze mehr als bisher. Auch ein Reservezug wird angeschafft, womit der Betrieb deutlich stabilisiert werden dürfte. Sehr gut für Betrieb und Arbeitsmarkt ist auch die Verlagerung der Instandhaltung von Delitzsch nach Chemnitz. Als besonderes Schmankerl wird sogar noch das Ziel ins Auge gefasst, ab Juni 2019 zwei oder drei umsteigefreie Direktverbindungen nach Berlin über Riesa anzubieten. Das hätte ja fast schon DDR-Niveau!

  • Die Überlegungen zur Verbesserung des Wagenmaterials nach Leipzig haben sehr gute Ergebnisse gebracht...


    Das klingt wirklich erfreulich, jetzt noch die Taktuengen etwas besser anpassen und ich bin zuverichtlich, dass wir uns nicht mehr ganz so abgehängt vorkommen.


    Zur Direktverbindung: Mir ist, als hätte es die in den 90ern auch noch gegeben. Der Erinnerung nach bin ich da mit Wochenendticket (30 Mark/5 Personen) immermal (ohne Umstieg) samstags nach Berlin und sonntags zurück gefahren.

  • Bahnverkehr Chemnitz–Leipzig und Chemnitz–Berlin

    Das klingt wirklich erfreulich, jetzt noch die Taktuengen etwas besser anpassen und ich bin zuverichtlich, dass wir uns nicht mehr ganz so abgehängt vorkommen.


    Soll es mehr sein als ein Stundentakt, braucht es massive Ausbaumaßnahmen an der Strecke. Eine kleine Lösung gibt es da nicht.


    Wichtiger als eine Verdichtung wäre mir ein Wiedergewinn der .30-Anschlüsse in Leipzig. Doch auch das ist (bei fortgesetztem Neigetechnikverzicht) m. W. nicht trivial zu haben.


    Zur Direktverbindung: Mir ist, als hätte es die in den 90ern auch noch gegeben. Der Erinnerung nach bin ich da mit Wochenendticket (30 Mark/5 Personen) immermal (ohne Umstieg) samstags nach Berlin und sonntags zurück gefahren.


    Bis 2006 gab es den Interregio Chemnitz–Berlin, über Riesa.


    Aber direkte (Nahverkehrs-)Züge Chemnitz–Berlin, die man hätte mit dem Wochenendticket benutzen können, fallen mir nicht ein. … wohl aber persönliche Fahrten mit Wochenendticket und Nahverkehrszügen und Umstieg etwa in Elsterwerda.

  • Bahnverkehr Chemnitz–Leipzig

    Die Überlegungen zur Verbesserung des Wagenmaterials nach Leipzig haben sehr gute Ergebnisse gebracht (Lok-Report).


    Wenn ich das richtig verstehe, wird jeder der vier Wagen ein WC haben.


    So ist das. Reisezugwagen – von S-Bahn-Wagen abgesehen – gibt es hierzulande nur mit mindestens einer Toilette.


    Durch Scheibenbremsen wird das Geräuschniveau sinken, zudem gibt es 50 Plätze mehr als bisher. Auch ein Reservezug wird angeschafft, womit der Betrieb deutlich stabilisiert werden dürfte.


    Einen Reservezug gibt es jetzt natürlich auch.


    Zukünftig sollen es deren zwei sein.


    Man will also insgesamt fünf Züge vorhalten. Von daher, dass die Strecke dafür ausgebaut ist, Chemnitz–Leipzig mit lediglich zwei Umläufen im Stundentakt zu fahren – also inklusive Reserve mit drei Zügen zu betreiben – ist das schon krass.


    Als besonderes Schmankerl wird sogar noch das Ziel ins Auge gefasst, ab Juni 2019 zwei oder drei umsteigefreie Direktverbindungen nach Berlin über Riesa anzubieten. Das hätte ja fast schon DDR-Niveau!


    Ja, ist halt Wahljahr.