EXPO 2035 / IBA 2034 - 2037 in Berlin

  • Da es jetzt konkret wird, die Vorplanungen laufen ja schon längere Zeit, denke ich, dass dieses enorme und für die Hauptstadt extrem wichtige Thema einen eigenen thread verdient.

    [mod]Vielleicht später, für einen Bauthread ist es noch zu früh. Dieser Thread wurde aber schonmal entsprechend umbenannt. [/mod]

    Letzte Woche hat das Projekt einen entscheidenden Schritt getan. Unter Federführung des Senators für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, SPD, hat der Senat beschlossen die IBA Berlin 2034 - 2037 durchzuführen und hat hierfür die Gründung einer eigenen IBA-Gesellschaft initiiert.

    Heute berichtet Baunetz ausführlich über Planung, Ziele und Inhalte.

    Hier für den interessierten Foristen der link:

    https://www.baunetz.de/meldungen/Meld…06&context=2239

    Ich persönlich hoffe das Beste für diese für Berlin so wichtige Veranstaltung und wünsche mir, dass hier im Forum die einzelnen Projekte wie immer kritisch und informativ begleitet werden.

  • "Ring frei für die IBA"

    Auftaktausstellung zur IBA Berlin 2034-2037

    Seit 01. Juli und nur bis 26. Juli 2026 ist in der alten Feuerwache des Flughafen Tempelhof die Auftaktausstellung zur geplanten Internationalen Bauausstellung zu sehen.

    Eine Informationswebsite zur IBA ist unter berlin.de/iba veröffentlicht.

    Die Ausstellung soll die inhaltlichen Leitlinien, thematischen Schwerpunkte und die räumlichen Perspektiven der IBA bündeln und darstellen. Zudem wird auf die Interbau 1957 und die IBA 1984-1987 zurückgeblickt.

    Geöffnet ist von Donnerstag bis Sonntag, 11:00 bis 19:00 Uhr.

    Zu finden ist die Ausstellung im westlichen gelegenen Kopfbau des Flughafengebäudes.

    Tempelhofer Damm 45

    12101 Berlin

  • DerBe, wenn jemand wie der junge Mann ein Video mit seinen Thesen und Wahrnehmungen zur Architektur in Deutschland öffentlich stellt, dann kann er (inhaltlich) zurecht auch kritisiert werden. Aber aus der bequemen Anonymität des Internets Beleidigungen abzufeuern auf jemand der sein Gesicht zeigt zeugt vornehm ausgedrückt von schlechtem Stil.

  • Also ich finde das Video sehr erfrischend, und es stimmt mich auch positiv. Und zwar, weil er eben kein kleiner Spießer ist ( DerBe, da ist viel Ironie dabei), sondern für die Gen Z, also für eine junge Generation, steht, vermutlich auch intellektuell eher links einzuordnen ist und dennoch klassische Architektur feiert.
    Damit vertritt er eine Position, mit der er in vielen Kreisen vermutlich aneckt. Das ist ei Menschen, die weder konservativ noch rechts sind, schon fast ein Tabubruch.
    Es macht Hoffnung, dass jüngere Menschen Architektur weniger ideologisch, sondern stärker ästhetisch verstehen und betreiben können.

  • Ich fand es stellenweise schon ganz unterhaltsam (form follows function sehr schön plastisch vermittelt) aber doch auch teils bewusst arg zugespitzt und etwas provokativ. Selbst bei näherem Hinsehen kann ich jedoch keine klare Ideologie erkennen, was ich erfrischend finde. Er kritisiert ja beide deutschen Systeme gleichermaßen sowie massenhaft verbaute industriell genormte Bauteile ebenso wie auch das Konzept der autogerechten Stadt und den Sündenfall der Mall. Lobt Barock, Fachwerk und Jugendstil sowie Rekos ebenso wie zugleich auch herausragende moderne Bauten.

    Eine recht schwache Aussage finde ich nur, dass man nach dem Krieg eine besonders günstige Ausgangslage gehabt hätte. Da hat er sich wohl nicht groß mit dem prekären Zustand der Wohnbauten oder auch der Tiefe der mental-psychologischen Kollektivkrise befasst. Wir hatten hier früher mal ein sehr spannendes Mitglied, das viel über die damalige Zeit und den Luxus der seriellen Bauten im Kontrast zu den ollen Arbeiterwohnungen vermitteln konnte (AeG oder so, glaube ich). Das war wohl eher der denkbar schwierigste Nährboden für eine lustvolle und kreativ verspielte Auseinandersetzung mit Baukunst.

    Ebenso stimmt es halt trotzdem nicht, dass es ein speziell deutsches Problem sei.

    Also letztlich einige nette Ansätze aber so richtig stimmig oder gar rund wird die Analyse dann doch nicht, auch weil er es wohl eher unterhaltsam als komplex gestalten wollte. So richtig viel kann ich daher gar nicht mitnehmen als was man ohnehin schon so dachte. Ebenso hat er ja mE gar nicht genug richtungsweisendes gesagt und auch keine spezielle Ästhetik klar hervorgehoben. Also nette Rede. Nur wohin damit?

  • Jetzt ist es offiziell.

    Wie schon vermutet, zieht Berlin die Bewerbung für die Olympischen Spiele zurück so Bürgermeister Kai Wegner ( gestern) .Damit bleiben nur noch München und die Region Köln/Rhein-Ruhr im Rennen um eine Bewerbung für die Spiele 2036, 2040 oder 2044. Schade ! Auch für Iris Spranger der Berliner Senatorin ein harter Schlag.

    Quelle: BZ & Tagesschau 

    ( Ich weiß nicht ob es hier richtig ist im Thread )

  • An die EXPO glaube ich auch nicht mehr. Da muss zu viel Geld in "unnütze" Projekte investiert werden, was dann nicht für die Vergesellschaftung verwendet werden könnte.

    [Satire aus]

  • ^ Brandenburgs Wirtschaftsministerin : Martina Klement von der CDU ist selbst im Zweifel seit dem Sieg der Linken. Sozusagen was eine Zusammenarbeit bzw. Bewerbung der EXPO mit Berlin und Brandenburg angeht.

    Ich gehe davon auch aus, dass es nichts wird nicht nur bei den Olympischen Spielen. Sparen wollen die Linken, das war ein Teil des Grundes für die Absage. Bei der Expo sehe ich es auch so.....

    ( Bild geurlt - Quelle  )

  • Klement stellt ja die finanzielle Verlässlichkeit in Frage. Und sollte es wirklich zu großflächigen Vergesellschaftungen kommen und am Ende eine Entschädigung in der Nähe des Buchwertes fällig werden, dann ist das ein valider Punkt. Dann wäre der Berliner Senat weitgehend handlungsunfähig.

    Davon abgesehen, bietet eine Expo erheblich mehr städtebauliches Potenzial als Olympia, generiert aber auch deutlich weniger Einnahmen. Hannovers Verluste sind legendär, resultierten aber auch daraus, dass man die Nachnutzung des Geländes weitgehend vernachlässigt hatte. Wenn man gezielt ein bestimmtes Areal entwickeln möchte, sehe ich es durchaus als Möglichkeit. Anbieten würde sich z.B. TXL, wo die Entwicklung aktuell sehr stark ins Stocken gekommen ist und man keine Konflikte provoziert.

    Alternativ bleibt immer noch eine IBA, die für dezentrale Projekte günstiger wäre.

  • Die Kollabo mit Brandenburg war nur eine kurzfristige Idee Wegners. Mit dem Manöver wollte er sich dem Druck der Bürgerinitiative und der IHK entziehen um Zeit zu gewinnen für sein Olympiaprojekt.

    Der wichtigere Partner um die EXPO an Land zu ziehen ist der Bund. Und falls die Bewerbung durchgeht dann die dt. Industrie. Die Expo sollte als Schaufenster für ganz Deutschland gesehen werden. Dann kann das Ding auch zum Fliegen gebracht werden.