Rund um die Schadowstraße

  • ^ Wenn du nicht ständig deine Beiträge ändern würdest (machst du ja auch noch, wenn bereits weitere Beiträge dahinter geschrieben wurden - hab ich ja schon ein paar mal geschrieben!), sondern neue Beiträge schreiben würdest, wären sie auch für jeden sofort erkennbar.
    Zudem sollte man einzelne Baustellen nicht in mehreren Threads einstellen - z.B. der Schadowplatz 12 ist hier gut aufgehoben und hat mit dem Kö-Bogen und vor allem mit dem Kö-Bogen Bautagebuch nichts zu tun.

  • @Schadowplatz 12

    Dekoratives Anführungszeichen

    ... Wie man auch hier sieht, kann man die Abrissart und Abrissgeschwindigkeit nicht voraussehen bzw. pauschalisieren - jetzt geht es wesentlich langsamer von statten. ...

    Nur solange die Gefahr bestand, dass Teile auf das Haus der Universität herunterfallen. Danach ging es schneller und jetzt ist nur ein Haufen Schutt übrig geblieben - bewußt habe ich nur ein einziges Foto gemacht, auf dem man bereits alles Wesentliche sieht:



    Man sieht übrigens hinter dem Schutt eingeschossige Innenhof-Bebauung - diesen Innenhof gibt es nicht wirklich, nicht im üblichen Sinne einer Fläche auf Straßenniveau.

  • Interview mit dem Foto-Koch-Geschäftsführer

    Ich grübelte, ob das heute in der RP veröffentlichte Interview nicht nach Düsseltalk gehört, doch es gibt u.a. Aussagen über die geplante Neugestaltung der Straße - dieser fehle die Aufenthaltsqualität. Es gebe keinen Grund, sich dort auf eine Bank zu setzen. Dann war über Gastronomie-Ideen die Rede, etwa Gastrozonen auf der Straßenfläche, für die Zeit der Kö-Bogen-Bauarbeiten Food-Trucks. Ich finde allerdings die Sorge übertrieben - vor ein paar Monaten zitierte ich einen Handelsimmobilien-Experten, der zweifelte, ob man die Verkaufsflächen im Kö-Bogen II alle leicht vermarktet bekommt. Da müsste noch was für Gastronomie übrig bleiben. Am Wehrhahn überwiegt diese bereits.

    Kann man bei einem B-Plan den Anteil der Verkaufsflächen und einen für die Gastronomie festschreiben - etwa als Ausgleich für mehr genehmigte Geschosse?

    Weitere Ideen - eine Paketstation, um die bestellten Waren nach 20 Uhr abzuholen. Die Wehrhahn-Linie helfe dem Handel an der Schadowstraße sehr, man brauche jedoch Ständer fürs Bike-Sharing sowie Carsharing-Stellplätze in den Parkhäusern der Umgebung als Ergänzung.

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    Am Schadowplatz wurde der Schutt fast komplett weggeschafft. Es wird an Fundamenten gearbeitet, die blinden Wände der Nachbarshäuser werden gesichert:




    Die Baugrube wird ausgehoben:



    3 Mal editiert, zuletzt von Bau-Lcfr (24. April 2017 um 19:32)

  • Auch auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole - es kann nicht oft genug gesagt werden:
    Gebautes prägt für lange Zeit die Umwelt - dieser Neubau wird sein Umfeld verschandeln!

    Das Baurecht sollte dahingehend verändert werden, dass ein Bestandsgebäude nur abgebrochen werden darf, wenn der Ersatz über eine höhere oder mindestens gleiche gestalterische Qualität verfügt.
    Es reicht nicht, Neubauten nur nach technischen Gesichtspunkten und nach Sicherheit zu bewerten - es geht um das Stadtbild, auch in Seitenstraßen!

  • Dekoratives Anführungszeichen


    Das Baurecht sollte dahingehend verändert werden, dass ein Bestandsgebäude nur abgebrochen werden darf, wenn der Ersatz über eine höhere oder mindestens gleiche gestalterische Qualität verfügt.

    Dem kann ich nur zu 100% beipflichten. Wirklich schade um dieses schöne Haus.

  • Schadowstraße 73 / Liesegangstraße 5 / Wagnerstraße 14

    Das Wäschehaus Bornemeyer, das bekanntlich seinen Geschäftsbetrieb eingestellt hat (und in dessen Geschäftsräume Rossmann einziehen wird), hatte auch Schaufenster und einen Eingang auf der Rückseite.
    Im Eckhaus Wagnerstraße 14 ist ein zusätzliches (bereits vermietetes) Ladenlokal entstanden, die weiteren Flächen Liesegangstraße 5 gehören zu Rossmann.
    Dort wurden wie angekündigt, die Schaufenster zugemauert.

    Optisch ist das natürlich noch nicht fertig gestellt (ich erwarte da aber auch nix ausser Verputzen) - aber doll ist das natürlich nicht.
    Da der Bereich eigentlich eher einem Hinterhof- und Anlieferungsbereich gleicht, finde ich es aber auch nicht tragisch - man muss halt Kompromisse eingehen....

    Bilder von mir / 04.06.2017 - hier mehr Bilder dazu

  • @Wagnerstraße

    ^ Das geht schneller als es einem lieb wäre - in nur wenigen Tagen ist eine weitere Etage weg, was einen obszönen Schriftzug (es sei denn, es ist kompromisslose moderne Kunst) freilegte. Um das Foto Koch wird weiter umgebaut, besonders der Laden links ist eine interessante Entwicklung - den aufgeklebten Infos nach ein Online-Shop, der sich doch Offline-Verkaufsfläche zulegt und der so oft prognostizierten Innenstädte-Verödung wegen Internethandel entgegenwirkt. Hoffentlich bleibt er länger als der Auto-Showroom.

    Gleich noch ein paar Worte zum anschliessenden Wehrhahn - das Haus am Westende wartet noch auf Kupferplatten, auf die auch ich mit Spannung warte. Am Ostende passierte nach dem Ende der Henri-Entkernung mehrere Wochen nichts, seit einigen Tagen wird die Innenhof-Seite wieder eingerüstet (in der Galerie sogar ein Foto davon). Das Momentum in der Mitte bleibt verhüllt, wie auch zuletzt gezeigt.

  • Wagnerstraße 9

    Dekoratives Anführungszeichen

    ^ Das geht schneller als es einem lieb wäre - in nur wenigen Tagen ist eine weitere Etage weg


    Ganz so schnell, wie du meinst, geht das aber nicht! ;)
    Von Sonntag bis gestern wurden nur am Gerüst 2 Ebenen abgebaut, mehr nicht - der Abbruchstand hingegen hat sich nicht verändert....

  • Schadowstraße 73 - Rossmann

    Die Eingangs-Glasfront ist fertig - Ladenlokal eben....

    Warum man das Baustellenschild im 2. OG ins Fenster gehangen hat?
    Bei einer halbwegs vernünftigen Kamera nützt das auch nix.

    Bilder von mir / 09.07.2017 - hier mehr Bilder dazu

  • Das was mit der Wagnerstr. 9 geschehen ist macht mich ziemlich fassungslos...

    Ich habe mal mit Google Maps recherchiert, die Nr. 9 war das mutmaßlich älteste noch erhaltene Haus dieser Straße, der letzte Zeuge des 19. Jahrhunderts (die beiden Nachbarn zur Linken könnten auch noch ähnlich alt sein, wenn dann sind sie aber viel stärker überformt), und vor allem das einzige Haus aus dem vorletzten Jahrhundert im Originalzustand, ein schöner, eleganter, bescheidener Vertreter des Spätklassizismus.

    Mit dem Verlust der Nr. 9 ist die letzte Erinnerung an die Erscheinung dieser Straße vor dem 2. Weltkrieg und vor der Umgestaltung dieses Teils der Stadt zur Shopping Downtown für immer getilgt.

    Mir ist nicht nachvollziehbar wieso dieses Haus mit seiner Detailqualität, aber auch wegen seiner Funktion als historische Brücke in die vormoderne Geschichte dieses Teils der Stadt keinen Status als Denkmal hatte, und wieso der Abriß dieses Gebäudes im Jahr 2017 von einer BV offenbar problemlos genehmigt wurde als ob wir das Jahr 1970 schreiben würden.

    Es ist leider gerade die Summe solcher Entscheidungen hinsichtlich scheinbar unbedeutsamer, wenig spektakulärer Bauten, die eine Stadt im Resultat austauschbar und gesichtslos machen.

    Schade dass der respektable Senior in der Wagnerstraße keine Wache mehr hält.

    Schade Düsseldorf.

  • ^ Es ist nicht der einzige Gründerzeitler-Abriss der letzten Zeit in der Stadt - etwa für das Motel One in Hauptbahnhof-Nähe wurde ebenfalls ein altes Haus abgerissen. Es gibt noch mehr Fälle. Dafür wird eine öde Tankstelle der 1960er Jahre vom Gustav Gründgens Platz in Teile zerlegt wie antike Tempelanlagen. Die Denkmalschützer scheinen nur das wirklich zu achten, was nach dem WKII entstanden ist. Das sollte sich ändern.

    BTW: In diesem Thread - das Betonieren der Bodenplatte am Schadowplatz am letzten Wochenende.