Schon ein Armutszeugnis, wenn man bedenkt in welch weitläufigem Naturraum mit den besten Voraussetzungen München liegt. Dabei haben die Münchner noch nicht erkannt, dass gerade wegen der aktuellen Struktur bestehend aus mangelhafter Stadtplanung, Angst vor Wachstum und Verknappungspolitik die mitunter übelste Architektur in ganz Europa entsteht. Wahrscheinlich wird man mal in 100 Jahren über die "verlorenen Jahrzehnte" schimpfen.
Wohnungsmarktentwicklung München (Mieten & Kaufen)
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Billiges Bauen.
Ich glaube viele der Aussagen in diesem Artikel stimmen: -
Hmm. Schon sehr stark überzeichnet. Die Frage ist doch, sind die Leute überhaupt bereit, mehr Geld für mehr Qualität auszugeben oder entscheidet vielmehr allein der Preis im Verhältnis zur Größe? Falls die Baukosten wirklich so niedrig sein sollten, was ich als Nicht-Architekt nicht beurteilen kann, ist das doch die Folge aus der Entwicklung von Angebot und Nachfrage. Wie sollen da die Kosten hochgetrieben werden?
Die im Artikel angesprochenen Punkte treffen zwar teilweise schon den Nagel auf den Kopf aber vieles ist einfach maßlos übertrieben und z.T. sogar falsch.
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z.T. sogar falsch.
Beispiel?
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Die Frage muss man dann auch stellen: Ab welchem beruflichen und folglich auch sozialen Status will man Wohneigentum möglich machen. Ziemlich demütigend diese Diskussion für weite Berufsschichten.
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Ihr habt schon recht. Ich finde auch nicht, dass Wohnungen zu günstig sind, aber sie sind zu billig (Qualität). Interessant wäre es zu wissen, warum die Wohnungen trotzdem so teuer sind. Wahrscheinlich der Grundpreis. Wenn ich an Wohnunalagen gerade außerhalb derKernstädte denke, wie großzügig die oft gebaut wurden (Freiflächen) und heute wird jeder Quadratzentimeter ausgenutzt. Während viele Konsumgüter deutlich billiger wurden (aufzuwendende Arbeitszeit um sich etwas leisten zu können); z.B. Fleisch, Elektronik, usw. Nur bei den Wohnungen nicht. Die kommen selbst für nicht-erbende Gutverdiener ausser Reichweite.
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In München treibt der Grundstückspreis, der Bebauungsplan und die daran verknüpften Umlagen. Lockere Bebauung, hoher Anteil sozialer Wohnungsbau (30 % Münchenmodell), Freiflächen, Kindergärten, Schulen. Das alles wird schlussendlich auf den Wohnungspreis umgelegt.
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Isek:
Meiner Meinung nach passen hoher Grundstückspreis und die lockere Bebauungsdichte in keinster Weise zusammen.
In welchen Städten sonst noch wird die Notwendigkeit dichter Bebauung in einem ähnlichen Mass ignoriert ?
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Dichte nicht mit Höhe verwechseln. Abgesehen von ein paar Ausnahmen wird in München schon sehr dicht gebaut, vor Allem im Bereich der Ein- und kleineren Mehrfamilienhäuser. Dort wird bereits jeder noch so kleine Zentimeter ausgenutzt.
Schön zu sehen im Herzogpark, bei Nachverdichtungen in Häuschengegenden und sogar in den Vorortgemeinden.
Die wuchernden Grundstückskosten, hoch angesetzte Wegekosten, Umlagen, ausufernde Vorschriften seitens der Stadt, Grundstückszwangsabtretungen, Auflagen bla bla...wer kann da noch behaupten, Wohnen sei zu billig, wenn ich 50.000 Euro für eine Garagenauffahrt bezahlen muss, obwohl man die Fläche vorher an die Stadt abtreten hat müssen?
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Das Problem sind aber gerade die im Verhältnis zur Gesamtfläche der Stadt extrem ausgedehnten Bereiche mit 2-geschoßigen freistehenden Häusern oder Reihenhäusern. Richtig ärgerlich sind insbesondere die zentral erschlossenen Gebiete etwa an S- oder U-Bahn Haltestellen.
Darüber hinaus wurden dann sogar Bereiche mit Geschoßwohnungsbau nur mäßig dicht genutzt. Hier verstehe ich nach wie vor nicht, warum man das System der dichten aber kleinteiligen Bebauung der inneren Gebiete, die vor WW1 entstanden sind, einfach in die Moderne übersetzt und weiterführt. Dazu gibt es aus Wien oder Berlin genügend Beispiele.
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Ganz krasse Beispiele:
Messestadt west, nahe der U-Bahn und Stadtteilzentrum Riem:
Flächendeckend E+2Oder man baut den U-Bahnhof Moosfeld nicht am Rand vom Industriegebiet
sondern mitten in eine Gartenstadt.Der S-Bahnhof Furth der S2-süd befindet sich zwischen Wald und Feld.
Man könnt hier noch so viel aufzählen.........................
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Das Potential der Verdichtung auf Gartenstadtgebieten ist in München nahezu unendlich. Hierzug zeigt http://www.muenchen.de/rathaus/dms/Ho…ie_fuer_RIS.pdf vielfältige Umsetzungsmöglichkeiten. Leider ist das Thema Gartenstadt in München durch ein politisch erzwungenes Tabu belegt. Zu mächtig und reich ist die dort wohnende Lobby.
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Kann eine schärfere Mietpreisbremse den Mietern wirklich helfen oder schadet sie, weil sie mögliche Investoren verkrault?
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.wohnwah…b5302e3b97.html
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Der Münchner Mietmarkt lässt sich nur durch die Angebotsseite lösen. Damit können sich dann auch zumindest einige Projekte durch Qualität absetzen. Die künstliche Verknappung durch die städtebaulichen Vorgaben geringer Dichten und die langfristige Konzeptlosigkeit bzw. Handlungsunfäigkeit durch die Angst des Veränderns gewachsener Strukturen muss ein Ende haben.
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^^
Absolute Zustimmung.
Eine Mietpreisbremse bewirkt bei privaten Anbietern lediglich die Flucht nach vorn. D.h. jetzt wird erst recht kräftig erhöht, da ja zukünftig weniger erhöht werden kann. Es ist nichts neues, wenn der Staat Gesetze erlässt, finden Andere Lücken diese zu umgehen.
Völlig unverständlich warum nicht eine höhere Gebäudehöhe bzw. mehr Bauland verwirklicht wird. Warum direkt am Frankfurter Ring nur 4-5 geschossige Bauten entstehen, bleibt für mich ein Rätsel...
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Und am meisten ärgerlich ist es, dass München in der Vergangenheit bereits viel dichter und höher gebaut hat. Irgendwie hat man dann ab den 70er Jahren das dichte Bauen verlernt. Noch bis in die 60er war 6-stöckige Blockrandbebauung die Regel. An vielen Stellen schließt dann an diese Häuser der 70er, 80er und 90er Jahre Mist an. 2 Stockwerke weniger und um einen Hundeklostreifen von der Straße zurückversetzt. Dabei ist selbst die Architektur der älteren Bauten noch besser anzusehen als der Stil der 80er und 90er Jahre.
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Das ist auch meine Befürchtung, nicht nur die Flucht nach vorne der Vermieter, sondern dass auch auf lange Sicht die Attraktivität von Wohnungsbau als langfristiges Investment zu schädigen.
München ist umgeben von unbebauten Feldern, vilele entlang der S-Bahnlinien. Auch in der Stadt kann man durch mehr Etagen bei Neubauten (oder Aufstockung / Ausbau der Dachgeschosse bei älteren Gebäuden) noch einiges mehr rausholen.
Die Wohnungsnot scheint mir hausgemacht.
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Auch die Nachverdichtung ist an vielen Stellen halbherzig ausgeführt. Gestern habe ich wieder so einen Fall entdeckt:
https://www.google.de/maps/@48.13957…WGw6SYXU9cw!2e0
Dort hat man zwischen die Zeilenbebauung mit immerhin EG + 4 Obergeschoßen absolut unmotiviert und lustlos 3 Punkthäuser gesetzt, die weder städtebaulich die Struktur des Viertels aufgreifen noch eine wirksame Nachverdichtung erzielen. Wenn man schon auf Solitäre setzt, dann bitte doch in dieser Lage mit 2-3 oder 4 mehr Geschoßen als die angrenzenden älteren Zeilen.
https://www.google.de/maps/@48.14129…t/data=!3m1!1e3
Diese 3 Dinger wirken beim Vorbeifahren im Anbetracht der aktuellen Diskussion sowas von deplaziert! Unglaublich. Man könnte diese Fallbeispiele münchenweit sammeln und dokumentieren.
Und wie schon erwähnt, hat man in den 50er bzw. 60er Jahren schon weit höher / dichter bebaut, was diese 3 "Punkthäuser" etwa 400 m weiter stadtauswärts beweisen. Und oh Wunder, die sind sogar im Jahr 2014 noch sehr gut anzusehen.
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Und am meisten ärgerlich ist es, dass München in der Vergangenheit bereits viel dichter und höher gebaut hat. Irgendwie hat man dann ab den 70er Jahren das dichte Bauen verlernt. Noch bis in die 60er war 6-stöckige Blockrandbebauung die Regel. An vielen Stellen schließt dann an diese Häuser der 70er, 80er und 90er Jahre Mist an. 2 Stockwerke weniger und um einen Hundeklostreifen von der Straße zurückversetzt. Dabei ist selbst die Architektur der älteren Bauten noch besser anzusehen als der Stil der 80er und 90er Jahre.
Das hat mich schon gewundert, da ich selbst merhmals an die alten Bauten gedacht habe, besonders diese aus der 70er und 80er. Den obigen Meinungen kann ich auch nur zustimmen. Das einzige Problem für den niedriegen Wohnungsbau sind die Gesetze, die in den letzten Jahrzehnten das Bild der Stadt regeln. Besonders der Beitrag von Isek finde ich sehr lesenswert!
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DIe 4 STockwerke am Frankfurter Ring in den Neubauten Funkaserne sind wirklich völlig fehl am Platz. Hilft weder dem WOhnraummangel ab, noch dienen sie wirkungsvoll als Schallschutz für die Gegend dahinter. Dort hätte zum Frankfurter Ring (Nordseite!) ein Riegel von mindesten 7 Geschossen mit einigen Hochpunkten gehört.
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