Kö-Bogen: 2. Bauabschnitt (Bauphase)

  • Och menno...da bin ich beruflich leider in Jena - bitte bringt für uns, die wir an den Termin leider nicht vor Ort sein können soviel Infos zusammen, als möglich :)

  • In diesem Beitrag der RP-Online geht es um die geforderte Allee und eine bei ersten beratungen zum B-Planverfahren zugesagte Verbreiterung des Landskrone-Teichs (auf die ursprüngliche Breite vor dem Bau des JWP).
    Neben dem Landeskonservator spricht sich wohl auch Frau Hock für einen Erhalt des "stadtbildprägenden" Tausendfüsslers aus.

    Ich frage mich allerdings, wie der Tausendfüssler in in die geplante Struktur integriert werden könnte - bei einem Erhalt des Tausendfüsslers wäre neben dem kompletten Nord-Süd-Tunnel auch die Länge des Süd-Nord-Tunnels bis an das Hofgärtnerhaus zu hinterfragen.

    Eine richtige Allee (mit großkronigen oder dicht stehenden Bäumen) vor dem Kö-Bogen-Bau kann ich mir nach wie vor nicht vorstellen; und ich halte sie auch nicht für zwingend notwendig.

  • Die Allee am Mannesmannufer über dem Rheinufertunnel halte ich für sehr gut; genau so etwas kann ich mir entlang des Ufers an der Landskrone auch vorstellen; die riesigen Libeskindbauten werden's schon überstrahlen, um eine Entstellung der Gebäude durch die Allee mache ich mir da keine Sorgen ...

    Das Grün würde nicht nur den Weiher, sondern auch die Gebäude würdig einfassen!

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Den Zusammenhang zwischen einer Baumreihe vor dem Libeskind-Bau und dem deshalb vertretbaren Abriss des Tausendfüsslers kann ich nicht nachvollziehen.

    Der Artikel erklärt, dass diese Stadtautobahn auf Stelzen "ein herausragendes Beispiel" des Geistes im Städtebau der 1960er Jahre sei und außerdem "architektonisch herausragend" auch noch. Die Baumreihe verschaffe der City eine Aufwertung - sie würde wohl jene Aufwertung ersetzen, die derzeit der Tausendfüßler schafft. Unerwähnt bleibt, ob zufällig nach jeder dieser Aussagen ein Tä-Tä zu hören war. Wie dem auch sei - es gibt eine grundsätzliche Verpflichtung, eine Stadt den veränderten Anforderungen der Menschen anzupassen und deswegen muss dat Dingen wech.

    Abgesehen von anderen Sachen - 800 Meter Strab-Gleise kosten einige Millionen, die man auf dem Weg zum Medienhafen, zum Flughafenbahnhof oder zur Theodorstraße besser verwenden könnte.

    Auf dieser Visualisierung stört mich weniger die Nähe der Libeskind-Bauten als der Pavillon auf dem ersten Plan, der für wenig Nutzfläche die kostbare Grünfläche mindert. Warum nicht stattdessen ein Cafe im EG der Libeskind-Bauten unterbringen, wo die Nähe den gewünschten Parkblick sichern würde?

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ^ äh, natürlich sind die Teiche und die Düsseldorf von einem Zahn eingefasst.


    Ebent, die Teiche und die Düsseldorf sind von einem Zahn eingefasst. :) Der Zahn hat die unüberwindbare Höhe von ca 30 cm. Dahinter gibt es noch einen begrünten Todesstreifen mit bissigen Erpeln.

    Bei der Bahn halte ich auch eine kleine Hecke für passend. Die Gleise müssen natürlich mit Rasen ausgeführt werden. An den Fußgängerquerungen sind aus Sicherheitsgründen wohl Licht- und vielleicht auch Tonsignale nötig. Ich hätte dazu schon eine Idee: Man beleuchtet den ganzen Fahrweg, wenn nachts eine Bahn durchfährt, also: Bahn naht, Licht geht an, Bahn fährt durch, Licht wieder aus. Das ist nicht nur ein Plus an Sicherheit sondern auch ein cooler optischer Effekt. Ich wäre dagegen, die Bahn gestalterisch zu verstecken – nicht nur wegen der Sicherheit: Düsseldorf ist eine Straßenbahnstadt.

    Damit führt der Dialog jetzt wieder zum Kö-Bogen 2 zurück.

  • Der erwähnte "Zaun" ist wenige Centimeter hoch; keine Sicherung, sondern eher eine Art Hinweis auf die nicht zu betretenden Rasenflächen.
    Anders als auf privatem, aber öffentlich zugängigem Gelände, müssen Teiche in Stadtparks nicht gesichert sein.

    Die Lichtidee für die Gleise finde ich gut!
    Das erinnert an einen Lichtefekt im Quartier-Central (Les Halles), wo abends das Licht eines ein- bzw. ausfahrenden Zuges unter einer der neugebauten "Bahnsteigkanten" vorbeistreicht.

  • Die Lichtidee ist außergewöhnlich, aber auch außergewöhnlich gut! Und sparsam im Vergleich zu einer Dauerbeleuchtung! Schnell an die RP schicken, die zerfleddern momentan ja auch jedes andere Teilthema des Kö-Bogens, solch eine gute Idee muss an die Öffentlichkeit!

    Man sollte, ähnlich wie die symbolhaften Lichtstrahlen beim nicht mehr vorhandenen WTC in New York, den Tausendfüssler abreißen und an seinem genauem Verlauf eine stille, grüne Allee als Erinnerung setzen. Ocder als Denkmal für den Sieg der ewig sich erneuernden Natur über den die Umwelt zerstörenden Verkehr.

  • Der Lichteffekt ist zwar nicht neu - siehe Wuppertal Schwebebahn - aber in der Form wohl einzigartig und wäre mal eine schöne Bereicherung :)

  • Die aktuelle Kritik an der Breite der Rampe im Hofgarten ist für mich nicht nachvollziehbar, da im Entwurf schon zu sehen ist, das hier wirklich nur die notwendige Fläche verbraucht wird.

    DerWesten
    RP

  • Der Straßenverkehr wird auf Hunderten Metern unter die Erde gelegt und jetzt beschweren sich manche, dass er irgendwann ja doch wieder zum Vorschein kommt (und die Weyhe-Allee bleibt auch noch ganz an der Oberfläche). Man muss das nicht verstehen.

    Ich glaube, manche übersehen den extrem großen finanziellen und baulogistischen Aufwand hinter solchen Tunneln. Die wenigsten deutschen Städte könnten einen Kö-Bogen auf die Beine stellen. Die wenigsten Grundstücke könnten einen derart großen Beitrag zur Refinanzierung liefern wie der Jan-Wellem-"Platz".

    Natürlich geht immer noch mehr, aber das Projekt ist – so wie es ist – bereits alles andere als bescheiden. Es entstehen schon sehr große neue Freiräume für Lebensqualität.

  • Es wäre ein Traum, wenn der Verkehr erst hinter der Kaiserstraße zum Vorschein kommt - vor allem wegen des Hofgartens und des Gärtnerhauses. Aber man könnte immer weiter träumen: Was, wenn der Verkehr am Victoria-Gebäude an die Erde tritt, was, wenn er erst hinter dem Golzheimer Friedhof, was, wenn er erst mit der Bahn am Sternhochhaus am Kennedydamm ....

    Aber man muss auch irgendwann einsehen, dass es momentan nicht geht - was nicht heißt, dass man die Tunnel irgendwann verlängern könnte.
    Echnaton hat einfach Recht, das was kommt, ist schon so wie es kommt, beeindruckend und mit dem hohen Anteil an nicht bebauter Fläche Luxus für eine Stadt!

  • Damit wären wir wieder beim sog. „Architektenstreit“ der 50er Jahre (soll der Durchgangsverkehr durch die Innenstadt geführt werden, oder sollte ein entsprechend ausgebauter Ring diesen Verkehr aufnehmen).
    Der Verkehr fließt durch die City, und wenn dieser durch einen Tunnel verlaufen soll, gibt es auch die großen Rampen!

    Den Verkehr über noch längere Strecken unter die Erde zu legen ist nicht nur extrem aufwendig und teuer, sondern zudem auch nicht praktikabel. Wenn die nördlichen Tunnelrampen z.B. oberhalb der Kreuzung Maximilian-Weyhe-Alle lägen, würde diese Kreuzung abgeschnitten; die Verkehrsströme in dem Bereich müssten komplett neu organisiert werden. Vermutlich würde dadurch auch der Sinn der geplanten Tunnel zu großen Teilen ad absurdum geführt.

    Die Lage der Tunnelrampen ist meiner Meinung nach fast alternativlos; deren Größe ist sicherlich den Anforderungen entsprechend bemessen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Den Verkehr über noch längere Strecken unter die Erde zu legen ist nicht nur extrem aufwendig und teuer, sondern zudem auch nicht praktikabel.


    In Brüssel gibt es so einen riesigen Tunnel, bei der allerersten Fahrt habe mich bei all den Ein- und Ausfahrten trotzdem sehr gut orientieren können, da die Beschilderung exzellent ist.

  • Derartige Tunnel dienen aber nur dem Durchgangsverkehr, für den Zielverkehr benötigt man dann doch noch zusätzliche Straßen oder zusätzliche Ein- und Ausfahrten mit entsprechenden Rampenbauwerken.

  • Wenn die Hofgartenstraße ihre Wegbeziehung zur Weyhe-Allee verliert, führt das schon zu ganz massiven Problemen. Soll man dann etwa durch Inselstraße und Ehrenhof von der Oberkasseler Brücke in den Tunnel fahren? (edit)

    Für mich ist entscheidend, dass man von der Landskrone ebenerdig einerseits zum Jrönen Jong und zur Jägerhofallee und andererseits zu Gustav-Gründgens-Platz und Schauspielhaus flanieren kann. Das kann man heute nicht. Mit Kö-Bogen 2 kann man.

    Wenn ein Projekt schon im ersten Bauabschnitt über eine halbe Milliarde Euro kostet (wenn auch weitgehend aus privater Hand), dann muss man seine Gier nach mehr auch mal etwas zügeln. Düsseldorf bewegt sich hier weit jenseits des Notwendigen, also – wie Altstadtjong schon schreibt – im Luxus. Wir können froh sein, dass die Stadt so steinreich ist.

  • Klar, man muss schon froh sein, mit dem was man bekommt, denn es wird entgegen der ganzen Jammerei großartig werden, da bin ich mir sicher. Dennoch liegt es antürlich auch nahe an eine Tieferlegung auch der Straßenbahn zu denken. Jebuddelt und jebaggert wird ja eh und zumindest bei oberflächlicher Betrachtung scheint die Gelegenheit optimal:
    - die Straba-Tunnel könnte man beim Bau der beiden Tunnelröhren gleich mitbauen
    - die gesamte Gegend wird wegen der vielen Baufelder eh eine ganze Weile eine einzige Baustelle sein
    - ein zukünftiger unterirdischer Bahnhof würde in einer Fußgängerzone liegen, es wäre also keine Verteilerebene notwendig; die Station müsste nicht sehr tief liegen

    Wahrscheinlich ist das ganze aber in Wirklichkeit schwieriger als man annimmt. Vor allem würde es zwangsweise eine Kreuzung mit diversen Tunneln (Straßentunnel, Wehrhahnlinie) geben, welche technisch wohl aufwendig ist. Wirklich nötig ist eine Tieferlegung verglichen mit anderen Stadtbahnprojekten ja auch wirklich nicht. Eine (relativ) leichte Durchführbarkeit allein rechtfertigt natürlich noch lange nicht die tatsächliche Durchführung.
    Die Rampen stören mich im übrigen so gut wie gar nicht. Diese würden ja auch bei einer Tieferlegung der Bahn nicht verschwinden, sondern ganz im Gegenteil sogar erweitert werden müssen. Die Dinger sind wohl eh nur Menschen ein Dorn im Auge, welche auf den schönen Visualisierungen krampfhaft nach etwas hässlichem suchen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    [..] Jebuddelt und jebaggert wird ja eh und zumindest bei oberflächlicher Betrachtung scheint die Gelegenheit optimal:
    - die Straba-Tunnel könnte man beim Bau der beiden Tunnelröhren gleich mitbauen
    - die gesamte Gegend wird wegen der vielen Baufelder eh eine ganze Weile eine einzige Baustelle sein
    - ein zukünftiger unterirdischer Bahnhof würde in einer Fußgängerzone liegen, es wäre also keine Verteilerebene notwendig; die Station müsste nicht sehr tief liegen

    Wahrscheinlich ist das ganze aber in Wirklichkeit schwieriger als man annimmt. [..]

    Die Stra-Bahntrasse lässt sich leider nicht so einfach paralell zur Hofgarten-Straße unter die Erde führen. Dafür wäre eine wesentlich längere Rampe als momentan geplant für die Gleise notwendig, und die gesamte Rampenanlage (3 Fahrspuren pro Richtung zzgl. StraBa-Gleise) würde dann in der Tat riesige Ausmaße annehmen.

  • Laut eines Berichts der RP-Online hat sich Verkehrsdezernent Stephan Keller im Ordnungs- und Verkehrsausschuss der Stadt Düsseldorf für einen Verbleib der Linienführung der 701 auf der jetzigen Trasse ausgesprochen:
    "Diese Linie ist eine Hauptschlagader im Rheinbahn-Liniennetz und kann nicht verlegt werden."

  • AGD schlägt einen „Rumpf-Tausendfüßler“ vor. :Nieder:

    Laut einem Bericht der RP-Online hat die Aktionsgemeinschaft der Düsseldorfer Heimatvereine einen Vorschlag präsentiert, nach dem nur ein Teil des Tausendfüßlers stehen bleiben soll - mit integriertem „Wasserspiel“ . Diese schräge Idee ist zu Recht seitens der Politik von allen Seiten abgelehnt worden.

    Was trinken (und rauchen) die Herren der Heimatvereine eigentlich so bei ihren gemeinsamen Treffen? :lach:

    Soetwas hat der Tausendfüßler wirklich nicht verdient - dann besser abreißen!