Projekte in der Altstadt (inkl. Altstadtring)

  • Siehe: http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost…9&postcount=330

    Dekoratives Anführungszeichen

    PATRIZIA legt Grundstein für das Isartor-Palais in München

    Die PATRIZIA hat heute in Anwesenheit der Münchner Kommunalreferentin Gabriele Friderich und des PATRIZIA Vorstandsmitgliedes Klaus Schmitt feierlich den Grundstein für ihr Neubauprojekt „Isartor-Palais“ gelegt. Das gemischt genutzte Gebäude entsteht auf einem rund 900 m² großen Grundstück in der Münchner Altstadt und wird etwa 470 m² Ladenflächen, ca. 1.400 m² Büroflächen sowie 15 Wohneinheiten mit Wohnflächen zwischen ca. 50 m² und ca. 250 m² umfassen. Der Baubeginn erfolgte im April dieses Jahres, bis Ende August wird die Baugrube errichtet und im darauffolgenden Monat beginnen die Rohbauarbeiten, die zum Winter hin abgeschlossen sein werden. Die Fertigstellung des Isartor-Palais ist für Herbst 2010 geplant.

    Das Isartor-Palais wird aus zwei 5-geschossigen Gebäudeteilen mit getrennten Eingangsbereichen in der Frauenstraße 30 und der Rumfordstraße 33 bestehen. Das Haus an der Frauenstraße 30 ist als Geschäftsgebäude mit Einzelhandels- bzw. Gastronomieflächen im Erdgeschoss, vier weitläufigen Büroeinheiten in den Etagen eins bis vier sowie einer repräsentativen Penthouse-Wohnung im Dachgeschoss konzipiert. Das Gebäude an der Rumfordstraße 33 sieht eine große Einzelhandelsfläche im Erdgeschoss vor und bietet insgesamt 14 weitere Wohnungen, von denen die meisten mit Terrassen oder Loggien ausgestattet sein werden. Der Entwurf des Gebäudes stammt vom renommierten Berliner Architekturbüro Professor Hans Kollhoff, mit der Ausführungsplanung ist das Münchner Büro Maisch Wolf Architekten betraut.

    „Das Gebiet rund um unser Bauvorhaben Isartor-Palais ist seit jeher eine bevorzugte Gegend Münchens, was die Ansiedlung von Wirtschaft und Handel, aber auch gehobene Wohnsitze angeht“, erklärt David Christmann, Projektverantwortlicher und Leiter Region Süd bei der PATRIZIA Projektentwicklung. Ende des 18. Jahrhunderts entstanden dort zahlreiche Mühlen und Manufakturen, bereits wenig später dann die Stadthäuser wohlhabender Patrizier und Adeliger. „Mitte des 19. Jahrhundert finden sich dann erste Belege für die Bebauung unseres Grundstücks mit drei fünfstöckigen Wohn- und Geschäftshäusern, die unter anderem den bekannten Ebersberger Hof beherbergten“, so Christmann weiter. Durch Luftangriffe schwer beschädigt, wurden diese nach dem Krieg abgerissen und das Grundstück bis 2006 als Verkehrs- und Grünfläche genutzt. Inzwischen hat die Stadt München die Zwingerstraße in ihre ursprüngliche Lage zurück verlegt, so dass die alte Blockrandbebauung wieder entstehen kann. „Unser Isartor-Palais schließt nun architektonisch vollkommen stimmig eine der letzten Baulücken aus dem Zweiten Weltkrieg am Münchner Altstadtring.“

    Quelle: http://www.patrizia.ag/SingleNews.249…Hash=323f70741d


    Quelle der Bilder: PATRIZIA Projektentwicklung GmbH, Fuggerstraße 26, D-86150 Augsburg, Web: http://www.isartor-palais.de/home,54.html

  • Tja, ich denke ihr kennt mittlerweile meine Einstellung zu diesem Thema. Allerdings lieber klar langweiliger Historismus wie in diesem Fall als eine genau so langweilige Kombination aus historisierenden und pseudo-modernen Elementen, wie man es sonst leider so oft in der Altstadt sieht.

  • Ich find's perfekt. Genau so und nicht anders sollte Lückenschließung in der Innenstadt aussehen.
    Freu mich schon drauf des von der Tram aus zu verfolgen.

  • Am Besten gefällt mir hier der abgerundete Erker, der dem ansonsten eher langweilig wirkenden Gebäude eine gewisse Eleganz verleiht. Aber es ist schon richtig, eine Etage mehr hätte sicherlich nicht geschadet.

  • Gibt es eigentlich schon Beitraege zum "Sonnencarree" in der Josephspitalstrasse? Ich bin gestern dort vorbeigelaufen und es scheint ja renoviert zu werden..

  • Ein Projekt, das von uns kaum beachtet worden ist, ist der Umbau und die Neugestaltung des Geschäftshauses "Auktionshaus am Viktualienmarkt". Auch die dahinterligenden Gebäude wurden umgestaltet, in den oberen Etagen ist das Hotel Louis eingezogen. Das Ergebnis schaut für Münchner Verhältnisse außerordentlich hochwertig aus :daumen:

    Bilder vom 04.10.09:

  • Gab/gibts nen Thread über den Hirmer-Umbau? Gab ja starke Befürchtungen, dass der Neubau zu stark vom Altbau abweicht.
    Was haltet ihr davon?

    Ich hoffe, dass der "Karstadt"-Neubau die Fußgängerzone bisschen aufpeppt. Das, was jetzt dort steht, ist nicht gerade berauschend.

  • Der Outdoor Sportanbieter "Globetrotter" wird in der ehemaligen Rieger City am Isartorplatz 8 im März 2011 einen großen Laden eröffnen.

    Quelle: Münchner Merkur, 09.11.2009 (nicht online)

  • Laut Zeitungsartikel gibt es für die Lauflingerstraße 11 schon erste Entwürfe. Allerdings muss ich auch sagen das es schade um den Vorkriegsbau ist. Auch wenn dieser nicht herausstechend war verschwindet wieder ein Stück altes München.

  • Die Kaufingerstraße Nr. 11 ist kein Vorkriegsbau, sondern der ERSTE Neubau in der Altstadt NACH dem Krieg. Ganz in konservativer Architektursprache wie etwa auch Loden-Frey in der Maffeistraße von 1949 oder das Städt. Wohnungsamt in der Burgstraße von 1954.
    Das Bartu-Gebäude, so nenn ichs mal wegen des Schuhgeschäfts, hat allerdings in den 60ern eine Veränderung erfahren: Das EG und 1. OG wurden neugestaltet, die Figur ganz oben am Haus war ursprünglich über der mittleren Erdgeschossarkade, die es vor dem besagten Umbau im EG gab.
    Ein absolutes Trauerspiel, dieses Haus abzureissen. Wegen ner Klimaanlage??? Zum ko****, wie München wirklich auf alles sch****, obwohl man ja soooooo stolz ist auf den hiesigen Wiederaufbau und sich ach so gerne von Städten wie Hannover oder FFM mit ihrem "modernen" Wiederaufbau distanziert - natürlich mit der Nase so hoch dabei, dass es reinregnet. Und nun begeht man die gleichen Fehler - Diese Stadt und ihre provinzielle Selbstgefälligkeit machen mich echt fertig (Ich BIN gebürtiger Münchner, ich DARF so schimpfen!) Beim Hirmer-Anbau gegenüber vom Dom hat man ja auch vor 1-2 Jahren einen Vertreter der konservativen Nachkriegsarchitektrur ermordet! (Begriff geklaut aus "Die gemordete Stadt" von W.J.Siedler)

    Obs hier her gehört oder nicht: Irgendwann sitzen die ganzen Yuppies und Bonzen nur noch in supereffizienten "Businesskästen", das urige München ist Vergangenheit und zur Wiesn spielen alle "Alt-Bayern" mit "Grüß-Sie" und Bussi-Bussi. Nicht, dass ich will, dass München verarmt, aber Geld tötet Baukultur und Gemütlichkeit!! Mann, und ich war als Jugendlicher so überzeugt davon, in der besten Stadt der Welt zu leben, ich Naivling...:D

    2 Mal editiert, zuletzt von Baukunst (17. November 2009 um 17:55)

  • Ich muss deinem Schwadronieren recht geben ^^ Die Gedanken hatte ich auch. Das ist wirklich ein Gebäude an was ich als letztes beim Thema "Abriß" gedacht hät. Das muss saniert werden, nicht abgerißen.

  • Hm...an der Residenzpost hat man zumindest letzte Woche noch gearbeitet, wobei das Einrüstungsarbeiten waren. Die jetzt folgenden Maßnahmen (Entkernung) sind ja von außen nicht unmittelbar erkennbar.