Immobilienmarkt und -wirtschaft

  • Immobilienmarkt und -wirtschaft

    Da ich die ewige Sucherei leid bin, gibt es die Versteigerungen (und eventuelle weitere Nachrichten zum Thema) künftig gebündelt in diesem neuen Thema.


    Aktueller Anlaß ist der neue Herbst-Katalog der Sächsischen Grundstücksauktionen AG (Link). Die aktuellen Objekte aus Chemnitz im Einzelnen:


    Annaberger Straße 348 (Luftbild), Harthau, Denkmal, Mindestgebot 49.000 Euro (bei 6.000 € Netto-Jahresmiete)


    Industriehalle mit Schornstein und 2 leeren, villenähnlichen Gebäuden. Die Halle ist an eine Autoverwertung mit Ersatzteilhandel vermietet, die weniger als 2 € pro m² und Jahr (!!) zu bezahlen scheint. Allerdings ist der Zustand wohl auch dementsprechend, wenn man die Beschreibung liest.


    Hartmannstraße 7 (Luftbild), Zentrum, Denkmal, Mindestgebot 49.000 Euro


    Leerstehndes ehemaliges Bankgebäude. Im Augenblick verkehrsberuhigte Lage :lach:.


    Rudolf-Liebold-Straße 22/Gneisenaustraße (Luftbild), Denkmal, Hilbersdorf, Mindestgebot 11.000 Euro


    12 leere Wohneinheiten. Anscheinend kein GGG-Objekt.




    Die GGG ist auch wieder massiv vertreten, diesmal mit 10 Objekten mit 91 leeren Wohnungen und 8 leeren Geschäftseinheiten:


    Fürstenstraße 8 (Luftbild), Denkmal, Sonnenberg, Mindestgebot 12.000 Euro


    9 leere Wohnungen. Ein absolutes Schnäppchen, das muß zu einem deutlich höheren Preis weggehen. Traumhafte Lage, wunderschönes Gebäude im Sanierungsgebiet. Bisher nicht auf der GGG-Webseite angeboten.


    Stadlerstraße 13/Lutherstraße (Luftbild), Denkmal, Mindestgebot 12.000 Euro


    14 leere Wohneinheiten, 1 leere Geschäftseinheit. Auch sehr vielversprechend. Bisher nicht auf der GGG-Webseite angeboten.


    Zieschestraße 7, 9 (Luftbild), 2 Denkmale, Zentrum, Mindestgebot 12.000 Euro


    11 leere Wohneinheiten, 2 leere Geschäftseinheiten. Der nächste Hammer, Industrieschule, Agricola-Gymnasium, Park der OdF, Schauspielhaus und Stadtzentrum sind in unmittelbarer Nähe. Wenn die GGG nicht so unfähig wäre, müßte man fast sagen, daß man solche Perlen nicht verschleudern dürfte, sondern selber sanieren müßte. Bisher nicht auf der GGG-Webseite angeboten.


    Philippstraße 3 (Luftbild), Denkmal, Sonnenberg, Mindestgebot 7.500 Euro


    10 leere Wohnungen, 1 leere Geschäftseinheit. Letzter Preis auf der GGG-Webseite und damit wohl aktueller Verkehrswert: 130.200 €


    Uhlandstraße 38 (Luftbild), Denkmal, Sonnenberg, Mindestgebot 7.500 Euro


    12 leere Wohnungen am Lessingplatz. Bisher nicht auf der GGG-Webseite angeboten.


    Kreherstraße 15 (Luftbild), Denkmal, Gablenz, Mindestgebot 6.500 Euro


    8 leere Wohnungen. Letzter Preis auf der GGG-Webseite und damit wohl aktueller Verkehrswert: 88.500 €


    Bernhardstraße 135 (Luftbild), Gablenz, Mindestgebot 5.000 Euro


    10 leere Wohnungen. Bisher nicht auf der GGG-Webseite angeboten.


    Limbacher Straße 172 (Luftbild), Altendorf, Mindestgebot 5.000 Euro


    An einer sehr verkehrsreichen Straße. 6 leere Wohneinheiten, 1 leere Geschäftseinheit. Bisher nicht auf der GGG-Webseite angeboten.


    Annaberger Straße 72 (Luftbild), Denkmal, Altchemnitz, Mindestgebot 5.000 Euro


    1 leere Wohneinheit, 1 leere Geschäftseinheit. Letzter Preis auf der GGG-Webseite und damit wohl aktueller Verkehrswert: 65.000 €


    Fichtestraße 47 (Luftbild), Denkmal, Lutherviertel, Mindestgebot 3.000 Euro


    10 leere Wohnungen, 2 leere Geschäftseinheiten. Deckendurchbrüche, Brandschäden etc. Bisher nicht auf der GGG-Webseite angeboten.

  • Hoffentlich findet sich für Stadlerstraße 13/Lutherstraße ein Käufer, der dann auch sanieren will. Sehr schönes stadtbildprägendes Gebäude mit dessen Sanierung das Karree dann komplett saniert wäre (bis auf diese unschöne Lücke). Wenn da die Investmentruine auf der anderen Straßenseite nicht wäre... :nono:

  • Nach meinen Informationen möchte die erwähnte historische Spinnerei Schäfer an der Annaberger Straße, die Autoverwertung, welche den Komplex seit zwei Jahrzehnten gemietet hat kaufen. Der Preis sei wohl aber zu hoch. Das DA möchte dort Sicherungsmaßnahmen durchführen lassen. Der Eigentümer soll sich quer stellen.
    Das bekannte historische Verwaltungsgebäude besteht nach langjährigem Verfall nun nur noch aus den Grundmauern.


    Ein Glück ist, dass es nun keine Abrissförderung mehr gibt und die zum Ensemble gehörenden Wohnhäuser zum Verkauf stehen. Für die schöne Jugendstilvilla die dort in den 90er Jahren abgerissen wurde, kommt das leider zu spät. Ein grüner Maschendrahtzaun ziert die Stelle wo sie einst stand.

  • Hoffentlich findet sich für Stadlerstraße 13/Lutherstraße ein Käufer, der dann auch sanieren will. Sehr schönes stadtbildprägendes Gebäude mit dessen Sanierung das Karree dann komplett saniert wäre (bis auf diese unschöne Lücke). Wenn da die Investmentruine auf der anderen Straßenseite nicht wäre... :nono:


    Weiß jemand von euch, was da los war?


    Will der Gerüstverleiher nicht irgendwann sein Material wieder haben?

  • So gut wie alle aufgelisteten Gebäude waren zum Abbruch vorgesehen. Gott sei Dank ist es anders gekommen.

  • Gerüst steht da schon lange nicht mehr. ;)


    Jetzt, da du es schreibst, fällt es mir wieder ein, dass Gebäude gerüstlos und vermauert gesehen zu haben. :–)


    Ich hoffe, einer anderen Diskussion richtig entnommen zu haben, dass das ein W+P-Projekt war.

  • Annaberger Straße 72 (Luftbild), Denkmal, Altchemnitz, Mindestgebot 5.000 Euro


    1 leere Wohneinheit, 1 leere Geschäftseinheit. Letzter Preis auf der GGG-Webseite und damit wohl aktueller Verkehrswert: 65.000 €


    Das ist etwas wirr. Nach meinen Informationen will die GGG die benachbarte, denkmalgeschützte Villa abreisen lassen. Weil das DA nicht mitmacht, liegt das ganze wohl bei der Landesdirektion. Wenn das so ist, frage ich mich, warum ein Haus in eine Auktion gegeben wird und das andere nicht. Der Preis von 65 tsd. zu dem es angeboten wurde ist jenseits von gut und böse.

  • Die Ergebnisliste der jüngsten Auktion ist online. Die Preise finde ich erstaunlich niedrig, vielleicht gibt es hier durch das massive Angebot der GGG eine Sättigung. Für Spekulanten eine große Chance:


    Annaberger Straße 348 (Luftbild), Harthau, Denkmal, Mindestgebot 49.000 Euro (bei 6.000 € Netto-Jahresmiete)


    Verkauft zum Mindestgebot von 49.000 Euro


    Hartmannstraße 7 (Luftbild), Zentrum, Denkmal, Mindestgebot 49.000 Euro


    Verkauft zum Mindestgebot von 49.000 Euro


    Rudolf-Liebold-Straße 22/Gneisenaustraße (Luftbild), Denkmal, Hilbersdorf, Mindestgebot 11.000 Euro


    Verkauft für 12.000 Euro




    Die GGG hat 8 von 10 Objekten verkauft und damit 75.500 Euro eingenommen. In den Nachverkäufen der beiden übrigen Objekte wurden weitere 12.500 Euro erlöst:


    Fürstenstraße 8 (Luftbild), Denkmal, Sonnenberg, Mindestgebot 12.000 Euro


    Verkauft zum Mindestgebot von 12.000 Euro


    Stadlerstraße 13/Lutherstraße (Luftbild), Denkmal, Mindestgebot 12.000 Euro


    Verkauft für 13.000 Euro


    Zieschestraße 7, 9 (Luftbild), 2 Denkmale, Zentrum, Mindestgebot 12.000 Euro


    Verkauft zum Mindestgebot von 12.000 Euro


    Philippstraße 3 (Luftbild), Denkmal, Sonnenberg, Mindestgebot 7.500 Euro


    Nicht verkauft. Edit: Nachverkauft zum Mindestgebot.


    Uhlandstraße 38 (Luftbild), Denkmal, Sonnenberg, Mindestgebot 7.500 Euro


    Verkauft für 8.000 Euro.


    Kreherstraße 15 (Luftbild), Denkmal, Gablenz, Mindestgebot 6.500 Euro


    Verkauft für 9.500 Euro.


    Bernhardstraße 135 (Luftbild), Gablenz, Mindestgebot 5.000 Euro


    Verkauft für 9.000 Euro.


    Limbacher Straße 172 (Luftbild), Altendorf, Mindestgebot 5.000 Euro


    Nicht verkauft. Edit: Nachverkauft zum Mindestgebot.


    Annaberger Straße 72 (Luftbild), Denkmal, Altchemnitz, Mindestgebot 5.000 Euro


    Verkauft für 9.500 Euro.


    Fichtestraße 47 (Luftbild), Denkmal, Lutherviertel, Mindestgebot 3.000 Euro


    Verkauft für 9.000 Euro.


    Dazu kommt der Nachverkauf der Kaserne in der Geibelstraße 214, 216, 218 (Luftbild), die man für das Mindestgebot von 29.000 Euro losschlagen konnte.

  • Den aktuellen Geschäftsbericht der GGG gibt es seit kurzem online. Einige Details sind sehr aufschlußreich, wobei ich das nur aus absoluter Laiensicht einzuordnen versuche. Bei weiter sinkendem Wohnungsbestand (-2,4 %) fällt vor allem die dramatische Gewinnsteigerung um fast 1000 % auf 2,456 Mio. Euro auf. Dies hängt teilweise auch mit großen bilanziellen Verlusten durch Sondereinflüsse im Vorjahr im Rahmen von Umschuldungen zusammen. Die Leerstandsquote "im Kernbestand" beträgt 16,2 % (Vorjahr 17,4 %). 875 Einheiten wurden abgerissen, 121 verkauft.


    Besonders interessant ist auch, daß 3300 Wohneinheiten von der Sparte "Stadtumbau" in "Aussonderungsbestand" gesteckt wurden. Im Klartext dürfte das bedeuten, daß für diese Wohneinheiten und damit Gebäude nicht mehr der Abriß, sondern der Verkauf vorgesehen ist, was sich etwa in den Beteiligungen an den Immobilienauktionen niederschlägt. Für das nächste Geschäftsjahr hat man 50 Mio. Euro außerplanmäßige Abschreibungen eingeplant (!). Mit dieser Bilanzbereinigung sollte der Weg für die Abgabe der restlichen Altbaubestände zu marktgerechten Preisen frei sein.

  • Das Wohnraumbedarfskonzept wird in der unten aufgeführten Pressemitteilung ganz gut zusammengefaßt. Ein paar zusätzliche Punkte, die ich bemerkenswert finde, möchte ich noch gesondert erwähnen. Vornweg: Eine Orientierung an diesem Konzept dürfte nicht viel mehr als eine Fortführung des Status Quo sein, die Stadtentwicklung wird damit sicher nicht vorangebracht.


    - Das Gebiet Gablenz/Yorckgebiet wird mit seiner katastrophalen Altersstruktur (S. 26) sicher bald zu einem Schwerpunkt des Stadtumbaus.
    - Kaufpreis für unsanierte Altbauten sind etwa 200 €/m² (S. 31). Somit sind die Preise bei den Immobilienauktionen unschlagbar günstig (10...20 €/m²), während die Verkaufsangebote auf der GGG-Webseite gar nicht so überteuert sind wie vermutet (Allerdings wird auch darauf hingewiesen, daß bei Zwangsversteigerungen Objekte in der Regel für 50 % des Verkehrswertes ersteigert werden können.). Hier sollte man sich schon die Frage stellen, ob durch die Immobilienauktionen nicht lediglich die Spekulation mit den Altbaubeständen angeheizt wird.
    - Durch das niedrige Mietpreisniveau wird die Rentabilität von Altbausanierungen begrenzt. Hier kenne ich aber auch Gegenbeispiele, wo sehr hochwertige Sanierungen auch mit hohen Mietpreisen vermietbar sind (etwa König-August-Quartier).
    - S. 126: Daß man durch gezielte Abrißmaßnahmen in den Plattenbaugebieten oder vereinzelt stehender Plattenbauten den Wohnungsmarkt insgesamt stabilisiert und somit auch die Nachfrage nach Altbauwohnungen stärkt, wird aufgrund fehlender Austauschprozesse mit den Altbaugebieten zurückgewiesen. Bei Neuzuzügen ist das riesige Angebot billiger Plattenbauwohnungen aber sehr wohl als Konkurrenz zum Altbau zu sehen. Die Leerstände sollten deshalb meiner Meinung nach mit aller Macht aus dem Markt genommen werden.
    - Auch die kürzlich verkündeten Sanierungspläne von über 1000 unsanierten Plattenbauwohnungen im unteren Sonnenberg stehen den Aussagen massiv entgegen. Daß solche Sanierungen aufgrund fehlender Nachfrage nicht mehr sinnvoll sind, wird im Konzept mehrfach klargestellt, von den Großvermietern aber offensichtlich ignoriert, wodurch die Stadtentwicklung erneut sabotiert wird.


  • Wohnraumbedarfskonzept


    - S. 126: Daß man durch gezielte Abrißmaßnahmen in den Plattenbaugebieten oder vereinzelt stehender Plattenbauten den Wohnungsmarkt insgesamt stabilisiert und somit auch die Nachfrage nach Altbauwohnungen stärkt, wird aufgrund fehlender Austauschprozesse mit den Altbaugebieten zurückgewiesen.


    So pauschal hingeschmissen sieht das nach einem Totschlagargument aus; angebracht, um einer Beschäftigung mit diesem Thema auszuweichen. Es gibt sehr wohl Umzüge in beide Richtungen.



    - Auch die kürzlich verkündeten Sanierungspläne von über 1000 unsanierten Plattenbauwohnungen im unteren Sonnenberg stehen den Aussagen massiv entgegen. Daß solche Sanierungen aufgrund fehlender Nachfrage nicht mehr sinnvoll sind, wird im Konzept mehrfach klargestellt, von den Großvermietern aber offensichtlich ignoriert, wodurch die Stadtentwicklung erneut sabotiert wird.


    Die Gestaltqualität dieser Häuser ist beachtlich, ein Erhalt des gesamten noch vorhandenen Bestands drängt sich trotzdem nicht auf. Weil der Körnerplatz eine Südkante braucht, plädiere ich für den Kompletterhalt ab der Sonnenstraße nordwärts.


    An der Sonnenstraße als Geschäfts-Fußgängerzone zeigte sich übrigens ein immer wieder mal zu findendes Verhaltensmuster von Stadtverwaltung und Vermietern. Man fing, das Problem wahrzunehmen und sich mehr oder weniger drum zu kümmern, als es zu spät war.

  • Auch die Stadt will sich jetzt über Immobilienauktionen von Gebäuden trennen und somit gleichzeitig Kosten sparen, wie die Freie Presse berichtet (Link). Die Stadträte sollen dem am 22. September zustimmen, wodurch neben dem Versteigerungserlös weitere 18.500 Euro gespart werden sollen. Die einzelnen Objekte können auch in der Beschlußvorlage nachgelesen werden.

  • Bei der Deutschen Internet Immobilien Auktionen GmbH gibt es am 21.10. ein dickes Paket von Chemnitzer Altbauten zu Spottpreisen zu ersteigern. Da ich derzeit genug Zeit habe und einige interessante Objekte dabei sind, stelle ich die mal im Einzelnen vor (jedes Gebäude ist in den Links reich bebildert). Die Überraschung dabei ist, daß ich zumindest bei der Sonnenstraße 71 anhand der Pläne zum Konservierten Stadtquartier nachweisen kann, daß es sich dabei um ein GGG-Gebäude handelt (Quelle etwa hier, Seite 12). Auch die Augustusburger Straße 177 oder die Zwickauer Straße 483 waren schon bei der SGA als GGG-Objekt im Angebot. Ich bin mir deshalb hundertprozentig sicher, daß das ganze Paket aus der gleichen Quelle kommt und man sich gar nicht schnell genug von den Altbaubeständen trennen kann. Nach wie vor bin ich mir nicht sicher, ob das positiv oder negativ zu bewerten ist.


    Heinrich-Schütz-Straße 14 (Luftbild), Sonnenberg, Denkmal, Mindestgebot 5.000 Euro


    Leerstehend, ehemals 9 Wohnungen. Einige wunderbare Details, aber mit massiven Schäden.


    Heinrich-Schütz-Straße 16 (Luftbild), Sonnenberg, Denkmal, Mindestgebot 4.000 Euro


    Leerstehend, ehemals 12 Wohnungen.


    Sonnenstraße 71 (Luftbild), Sonnenberg, Denkmal, Mindestgebot 9.000 Euro


    Leerstehend, ehemals 13 Wohnungen. Aufgrund der Sanierung in den Achtzigern eigentlich ordentlicher Zustand, zu DDR-Zeiten wäre man in solche Wohnungen eingezogen.


    Holbeinstraße 48 (Luftbild), Zentrum, Mindestgebot 3.000 Euro


    Leerstehend, ehemals 9 Wohnungen. Ich darf darauf verweisen, daß dieses Gebäude im Plan für den Stadtring noch zum Abriß vorgesehen war. Im Schlußsatz wird der Innenstadtring auch erwähnt, trotzdem würden für die Ernsthaftigkeit dieser Planungen Fragen bleiben, wenn die Annahme zutreffen würde, daß es sich auch hierbei um GGG-Eigentum handelt. Dann wäre ein Abriß nach einem Verkauf nämlich kaum noch durchzusetzen.


    Augustusburger Straße 177 (Luftbild), Sonnenberg, Mindestgebot 3.500 Euro


    Denkmal, 11 leere Wohnungen, 1 leere Geschäftseinheit. Mindestgebot bei der SGA waren noch 9.000 Euro.


    Bernhardstraße 115 (Luftbild), Gablenz, Denkmal, Mindestgebot 6.000 Euro


    8 leere Wohnungen, 1 leere Geschäftseinheit.


    Fritz-Matschke-Straße 18 (Luftbild), Schloßchemnitz, Denkmal, Mindestgebot 6.000 Euro


    18 leere Wohnungen.


    Limbacher Straße 265 (Luftbild), Rottluff, Mindestgebot 5.000 Euro


    6 leere Wohnungen. Total marode, völlig belanglose Bausubstanz im Außenbereich der Stadt. Hier wäre ein Abriß begrüßenswert.


    Neefestraße 107 (Luftbild), Zentrum, Denkmal, Mindestgebot 8.000 Euro


    9 leere Wohnungen, 1 leere Gewerbeeinheit. Sehenswerter Eingangsbereich mit Stuck.


    Zwickauer Straße 483 (Luftbild), Reichenbrand, Mindestgebot 500 Euro


    GGG-Objekt. 6 leere Wohnungen, 1 leere Geschäftseinheit, Kulturdenkmal von 1924. Bei der ersten Auktion für 9.000 Euro zu haben, dann für 4.500 Euro.


    Erfenschlager Straße 72 (Luftbild), Erfenschlag, Mindestgebot 3.000 Euro


    Ehemals 7 leere Wohnungen, derzeit noch 4. Besonderer Leckerbissen sind garantierte Pachteinnahmen von sage und schreibe 18 € jährlich.

  • Die GGG hat alle Objekte versteigert und damit 87.500 Euro eingenommen:


    Heinrich-Schütz-Straße 14 (Luftbild), Sonnenberg, Denkmal, Mindestgebot 5.000 Euro


    Weg für 6000 €.


    Heinrich-Schütz-Straße 16 (Luftbild), Sonnenberg, Denkmal, Mindestgebot 4.000 Euro


    Weg für 4000 €.


    Sonnenstraße 71 (Luftbild), Sonnenberg, Denkmal, Mindestgebot 9.000 Euro


    Weg für 13.500 €.


    Holbeinstraße 48 (Luftbild), Zentrum, Mindestgebot 3.000 Euro


    Weg für 5.200 €.



    Augustusburger Straße 177 (Luftbild), Sonnenberg, Mindestgebot 3.500 Euro


    Weg für 5.700 €.



    Bernhardstraße 115 (Luftbild), Gablenz, Denkmal, Mindestgebot 6.000 Euro


    Weg für 8.000 €.



    Fritz-Matschke-Straße 18 (Luftbild), Schloßchemnitz, Denkmal, Mindestgebot 6.000 Euro


    Weg für 11.000 €.


    Limbacher Straße 265 (Luftbild), Rottluff, Mindestgebot 5.000 Euro


    Weg für 10.000 €.


    Neefestraße 107 (Luftbild), Zentrum, Denkmal, Mindestgebot 8.000 Euro


    Weg für 15.000 €.


    Zwickauer Straße 483 (Luftbild), Reichenbrand, Mindestgebot 500 Euro


    Weg für 5.600 €.


    Erfenschlager Straße 72 (Luftbild), Erfenschlag, Mindestgebot 3.000 Euro


    Weg für 3.000 €.

  • Der Winter-Katalog ist da (Link). Auch die Freie Presse berichtet über die anstehende Versteigerung (Link). Die aktuellen Objekte aus Chemnitz im Einzelnen:


    Altchemnitzer Straße 27 und 5a (Luftbild), Zentrum, Denkmal, Mindestgebot 450.000 Euro (bei 220.062 € Netto-Jahresmiete)


    Die ehemalige Spinnereimaschinenfabrik, die gut vermietet und in ordentlichem Zustand ist.


    Bahnhofstraße 22 (Luftbild), Zentrum, Denkmal, Mindestgebot 55.000 Euro


    Leerstehendes Bürogebäude in Bahnhofsnähe.Eigentlich ein Witz, daß dieses Gebäude in dieser Lage leersteht.


    Müllerstraße 6 (Luftbild), Denkmal, Schloßchemnitz, Mindestgebot 12.000 Euro


    GGG-Objekt, 9 leere Wohneinheiten. Vor einem Jahr haben wir uns noch gewundert, was dort für Sicherungsarbeiten stattfinden (Beitrag).


    Eigenes Foto:


    Müllerstraße 21 (Luftbild), Denkmal, Schloßchemnitz, Mindestgebot 29.000 Euro


    15 leere Wohnungen, 1 leere Geschäftseinheit. Eine Sanierung könnte in ihrer Bedeutung für den Bereich gar nicht überschätzt werden.


    Further Straße 12 (Luftbild), Denkmal, Schloßchemnitz, Mindestgebot 15.000 Euro


    GGG-Objekt, 10 leere Wohneinheiten. Für 65.000 aktuell auf der GGG-Webseite zu bewundern.


    Frankenberger Straße 130 (Luftbild), Denkmal, Hilbersdorf, Mindestgebot 25.000 Euro


    Komplett leere ehemalige Schule. Eines der Objekte der Stadt (siehe oben).


    Annaberger Straße 245 (Luftbild), Denkmal, Altchemnitz, Mindestgebot 19.000 Euro


    Komplett leere ehemalige Schule. Eines der Objekte der Stadt (siehe oben).


    Chemnitztalstraße 66 (Luftbild), Denkmal, Furth, Mindestgebot 9.000 Euro (bei 1.092 € Netto-Jahresmiete)


    Komplett leere ehemalige Schule. Eines der Objekte der Stadt (siehe oben).


    Fürstenstraße 83 (Luftbild), Denkmal, Sonnenberg, Mindestgebot 12.000 Euro


    Komplett leerer ehemaliger Kindergarten. Eines der Objekte der Stadt (siehe oben). Für mich ein absolutes Highlight. Für den Preis kriegt man nirgendwo eine (zwar sanierungsbedürftige) Gründerzeitvilla mit riesigem Garten und 720 m² Wohnfläche.


    Zwickauer Straße 152 a, b (Luftbild), Denkmal, Kappel, Mindestgebot 25.000 Euro (bei 60 € Jahresnettomiete für einen "Postablagekasten" :lach:)


    Haus der Einheit. Eines der Objekte der Stadt (siehe oben).


    Reichsstraße 44 (Luftbild), Denkmal, Kaßberg, Mindestgebot 9.000 Euro


    GGG-Objekt an einer verkehrsreichen Straße. 8 leere Wohneinheiten. Letzter Preis auf der GGG-Webseite und damit wohl aktueller Verkehrswert: 117.600 €


    Pestalozzistr. 12 (Luftbild), Denkmal, Sonnenberg, Mindestgebot 9.000 Euro


    GGG-Objekt. 9 leere Wohneinheiten.


    Bernhardstraße 107 (Luftbild), Gablenz, Mindestgebot 3.000 Euro


    GGG-Objekt, 8 leere Wohnungen, 2 leere Geschäftseinheiten. Deckendurchbrüche, Brandschäden etc. Bisher nicht auf der GGG-Webseite angeboten.


    Zschopauer Str. 138 (Luftbild), Denkmal, Lutherviertel, Mindestgebot 7.000 Euro


    GGG-Objekt, 9 leere Wohnungen. Bisher nicht auf der GGG-Webseite angeboten.


    Limbacher Straße 412 (Luftbild), Rabenstein, Mindestgebot 5.000 Euro


    GGG-Objekt, 7 leere Wohnungen. Bisher nicht auf der GGG-Webseite angeboten.


    Chemnitzer Straße 1b, Wittgensdorf, Mindestgebot 5.000 Euro


    Komplett leeres ehemaliges Kino. Eines der Objekte der Stadt (siehe oben).


    August-Bebel-Straße 7 (Luftbild), Denkmal, Zentrum, Mindestgebot 12.000 Euro


    GGG-Objekt, 9 leere Wohnungen, 1 leere Geschäftseinheit. Bisher nicht auf der GGG-Webseite angeboten. Für die zugrundegerichtete August-Bebel-Straße kommt die Versteigerung wohl zu spät, viele andere Häuser wurden bereits abgerissen.


    Philippstraße 11 (Luftbild), Denkmal, Sonnenberg, Mindestgebot 9.000 Euro


    GGG-Objekt, 9 leere Wohnungen. Bisher nicht auf der GGG-Webseite angeboten. Letzter Preis auf der GGG-Webseite und damit wohl aktueller Verkehrswert: 150.000 €


    Unglaublich, was die GGG in der Stadt hat alles verrotten lassen. Diesmal wieder 9 Objekte mit 78 leeren Wohnungen.

  • Erst einmal ein großes Dankeschön für die ständige Darstellung der Versteigerungsobjekte.


    Zum Thema:
    Die Versteigerungen auf der Internetauktionsseite waren mir echt neu. Ich habe mir vorgenommen, die versteigerten Objekte in naher Zukunft mal anzusehen. Wenn man sich die Ersteigerer (zumindest vom Namen her) anschaut, bekommt man leider Zweifel an einer baldigen Sanierung. Ich würde eher auf das gleiche Schicksal wie die Häuser auf der Klaffenbacher Straße tippen (Spekulationsobjekte).


    Die aktuellen Versteigerungen bei der SGA sind diesmal echt der Hammer.


    Zitat

    Altchemnitzer Straße 27 und 5a (Luftbild), Zentrum, Denkmal, Mindestgebot 450.000 Euro (bei 220.062 € Netto-Jahresmiete)


    Die ehemalige Spinnereimaschinenfabrik, die gut vermietet und in ordentlichem Zustand ist.


    Ein absoluter Witz. So wird das Vermögen der Chemnitzer Bevölkerung (da GGG 100%ige Tochter der Stadt) vernichtet. Nur weil das Unternehmen sich nicht in der Lage fühlt, ein solches Objekt zu unterhalten, wird es verschleudert. Auf der anderen Seite kann es die Wiedergeburt des Geländes bedeuten. Ich bin gespannt.


    Die Gebäude Bahnhofstraße 22, Müllerstraße 6, Reichsstraße 44 und Further Straße 12 dürften weg gehen wie warme Semmeln. Gute Lage und guter Preis. Bei dem Gebäude Müllerstraße 21 habe ich da meine Zweifel. Aber ich gebe Dir recht, eine Sanierung wäre von großer Bedeutung.
    Bei der Fürstenstraße 83 bin ich auch optimistisch. Eine erneute Nutzung als Kindergarten würde sich, im kinderreichsten Stadtteil, anbieten.

  • Wenn Du wirklich mal auf Fotosafari gehen willst, würde ich am liebsten die ersten von der GGG versteigerten Gebäude sehen wollen. Dort ist inzwischen genug Zeit vergangen, um vielleicht eine Sanierung in Angriff nehmen zu können. Ich könnte Dir gerne eine Liste mit Fotowünschen zusammenstellen :). Das ehemalige Bauamt Ecke Zietenstraße/Augustusburger wäre übrigens auch darunter, dort glaube ich aus dem Augenwinkel erste Bauarbeiten erkannt zu haben.


    Bei der Spinnereimaschinenfabrik muß man aber aufpassen, die ist nämlich kein GGG-Objekt (nur dort wo es ausdrücklich dazusteht). Der niedrige Preis ist für mich kein Problem, da man normalerweise davon ausgehen sollte, daß sich bei einer Auktion mit genügend Interessenten diese am Ende auf einen marktgerechten Preis hochtreiben.

  • Wo kann man denn die Käufer sehen?


    Ein absoluter Witz. So wird das Vermögen der Chemnitzer Bevölkerung (da GGG 100%ige Tochter der Stadt) vernichtet. Nur weil das Unternehmen sich nicht in der Lage fühlt, ein solches Objekt zu unterhalten, wird es verschleudert. Auf der anderen Seite kann es die Wiedergeburt des Geländes bedeuten.


    Sehe ich genau so. Zwischen 120 tsd. und 5000 tsd. ist noch Platz.

  • Die Käufer (zumindest den Namen) kannst Du hier sehen. Bei der Versteigerung am 21.10.2010.


    Ja lguenth1, schicke mir mal eine "Wunschliste". Vielleicht schaffe ich es bereits am Donnerstag oder Freitag. An den beiden Tagen habe ich Frei. Du kannst Dir ja bestimmt vorstellen warum.