S21: Grundsatzdiskussion forever

  • @ Ohlsen: genau so wird es doch gemacht. Verstehe deine Argumentation nicht so ganz. Zur Erklärung: schau mal hier (Quelle: Wikipedia )
    Im ersten Satz steht "beim Abriss oder Rückbau" (is also das gleiche). Rückbau heißt keineswegs das jedes Steinchen mit Samthandschuhen rausgelöst und von weißen Täubchen nach unten transportiert wird.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Genau darum geht es dem Großteil der Kopfbahnhofbefürworter. Sie wollen nicht, daß das Leben in der Stadt zerstört wird. Und sie kämpfen mit allen zur Verfügung stehenden legalen Mitteln dagegen. Und sie haben Recht!


    Wie kann ein Bauprojekt das Leben einer ganzen Stadt zerstören? Also das musst Du mir etwas genauer erklären. Und wieso sollten die Leute, die das behaupten, automatisch Recht haben? Versteh ich nicht ganz.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Und ja, ich weiß, gegen S21 arbeitet die Agentur von R. Benz. Der kleine und durchaus entscheidende Unterschied ist: R. Benz tut dies ehrenamtlich aus voller Überzeugung. Er fährt damit grade seine Firma an die Wand, weil er zu viel Energie in den Widerstand steckt. Aber: Er tut das bei vollem Bewusstsein und seine Mitarbeiter ziehen mit und vor dieser Courage habe ich einen Heidenrespekt! Denen gehts um unsere Stadt, euch nur um eine Baustelle, die ihr begaffen könnt


    Punkt 1: kannst du um Himmels Willen endlich mal deine Finger beim Schreiben in Zaum halten, und nicht jeden Befürworter beleidigen? Steht in diesem ganzen Thread irgendwo auch nur ein Hinweis darauf, dass es doch so toll ist, die Baustelle zu begaffen? Langsam treibst du es mir wirklich zu bunt hier. Wenn Du es nicht schaffst, eine Diskussion sachlich zu führen ohne Beleidigungen oder Unterstellungen bar jeder Realität, dann geh zurück in den Kindergarten, und lass den sachlichen Gegnern den Vortritt.

    Punkt 2: es ist schön, dass R.Benz seine ganze Energie in den Protest steckt (können wir "Widerstand" endlich mal beerdigen?). Nur Sorry, wenn ich das mal so hart formuliere, aber wie dumm ist die Agentur eigentlich, wenn es stimmt, dass die gerade ihr Unternehmen wegen dem Protest gegen die Wand fahren. Sorry, aber das hat leider nichts mit Courage zu tun, wie du implizierst, sondern ist - sorry - einfach nur Dummheit. Ein Unternehmer muss in der Lage sein, seine Unternehmensstrategie zu ändern, wenn es nicht gut läuft, oder muss sich anpassen bzw. verändern.
    Wir haben hier also einen Geschäftsführer, der anscheinend voll darüber im Klaren ist, dass es den Bach runter geht mit der Firma und er weiss auch warum. Aber er will anscheinend nichts verändern? Spinne ich jetzt? Und die Mitarbeiter ziehen mit? Sind die eigentlich alle verblendet? Es ist ja schön, dass der Unternehmer für etwas ehrenamtlich tätig ist. Nur: wo ist da seine Verantwortung den Mitarbeitern gegenüber, wenn das Unternehmen Insolvenz anmelden muss und ein Großteil der Mitarbeiter dann arbeitslos wird, obwohl es vermeidbar gewesen wäre? Da frage ich mich ernsthaft, ob ich im falschen Film bin oder die aus einem parallelen Universum. In jedem Fall sollte denen jemand das Buch 'BWL für Dummies' um die Köpfe hauen.

    Mir kommt da im Moment aber noch ein weiterer Gedanke: wie viel von diesem Protest kommt eigentlich tatsächlich von normalen Bürgern und der Masse, wenn ein Unternehmen so viel Energie da rein steckt, dass es daran zugrunde geht? Das geht doch dann nicht mit rechten Dingen zu, oder? Sollte sich der ganze Protest wirklich als Seifenblase entpuppen, die mit einem Knall platzt, sobald ein paar Kernpersonen verschwunden sind?


    Ohlsen
    Na damit liegen doch die Angaben des Kommunikationsbüros doch ziemlich genau. Nur weil die Steine nicht mit Samthandschuhen angefasst werden, heisst das noch lange nicht, dass hier großartig gelogen wurde. Außerdem: als ich schon beim ersten Auftauchen der Meldung den Punkt gelesen habe, dass der gesamte Schutt in den Besitz der Abbruchforma geht, war mir klar, dass die Steine nicht wieder verwendet werden (was glaube ich ja irgendwo gemeldet wurde). Die Bahn müsste das ganze Zeugs, oder zumindest die Fassadensteine, ja dann zurückkaufen.
    Meine Vermutung ist, dass die Steine des Südflügels wieder verwendet werden, auch weil anscheinend der Nordflügel erst fünf Jahre nach dem Bahnhof gebaut wurde. Macht also irgendwie Sinn.

  • Äh, ja? Wie soll denn vorgegangen sein? So wie ein Gebäude halt zur Zeit im Stand der Technik zurückgebaut wird!
    Alles was groß genug ist und effektiv getrennt werden kann, wie etwa große Metallteile werden an der Baustelle separiert. Alles weitere wird in eine Aufbereitung gefahren und dort separiert. Im Wesentlichen sind das:

    - mineralische Baustoffe (Beton, Natursteine, Ziegel)
    - organische Baustoffe (Holz)
    - metallische Baustoffe (Stahl, Alu, Kupfer)
    - Glas und Kunststoffe

    Die Materialien gehen in das Eigentum des Abbruchunternehmens über.

    Das alles ist gängige Praxis. Stahlmatte zu Schutz wurde verwendet. Alles wurde per LKW abtransportiert. Ich weiß nicht wo hier gelogen wurde?? :confused:

  • Marco, madmind, isek

    dann will ich das mal erläutern,

    für mich heisst "Gebäude stockwerksweise bis auf Erdgeschossniveau abgetragen" etwas anderes wie mit der baggerschaufel ein grosses loch ins gebäude zu schlagen

    wäre der "rückbau" so vonstatten gegangen hätte man tatsächlich auch einige der materialen wiederverwenden können und man hätte tatsächlich die veranschlagte zeit von 2 ½ - 3 Monaten benötigt.

    jetzt zu einem anderen thema:

    Es dauert wohl noch bis Anfang 2011 dass die S-Bahnen wieder ihren normalen takt aufnehmen können, Bahn räumt ihre Versäumnisse bzw. Planungsfehler beim Bau von S21 ein

    Quelle: Esslinger Zeitung

    und oh gerade sehe ich es wird wohl noch schlimmer, durch reduzierte Höchstgeschwindigkeiten der Baureihe ET 423 (verfügt durch das EBA), wird es wohl zu einem weiteren Pünktlichkeitsverlust kommen.
    Zitat: "Es muss von einem weiteren Pünktlichkeitsverlust gegenüber den Werten der vergangenen Monate ausgegangen werden", teilte die Bahn am Mittwoch dem Verband Region Stuttgart lapidar mit.

    Quelle: Stuttgarter Nachrichten

    Stellt sich mir die Frage und diese Frage richte ich auch an die anderen hier im Forum,

    Sollte es jemals zu Problemen im S-Bahn Betrieb nach der Fertigstellung von Stuttgart 21 kommen, wie sieht dann das Szenario aus um einen Ersatzverkehr einzurichten?, da ja dann die Gäubahntrasse in Richtung Vaihingen nicht mehr angefahren werden kann.

  • Vorneweg mal ein Satz:

    Ich weiß nicht, ob es so klug und angebracht ist, jegliche Art von Meinungsäußerung, Widerstand, Protest und Demonstration ins Lächerliche zu ziehen. Da sollten sich vllt einige hier im Forum mal etwas zurückhalten. Ich halte es nicht für verkehrt, wenn man Politiker und Unternehmen auf Missstände bzw Fehler aufmerksam macht, auch wenn sie letzten Endes nur in der fehlenden Kommunikation zu suchen sind. Wenn die Herren alles richtig gemacht hätten, würde es nicht so viel Protest geben.

    ok, das waren jetzt ein paar Sätze.

    Mittlerweile ist das Thema allgegenwärtig. Man kommt gar nicht mehr darum. Überall kommt man in Diskussionen, sei es mit Freunden, Bekannten oder ganz zufällig im Zug von Augsburg nach Ulm als unfreiwilliger Zuhörer, der sich nur an den kopf langen kann, bei dem vorherrschenden Wissensstand mancher Gegner/Befürworter.

    Da liegt doch schon der Hund begraben. Die vereinzelten Gegner haben es geschafft die eigentliche Aufgabe der Projektleiter zu übernehmen und die Öffentlichkeit mit Informationen zu versorgen, die oft einfach nicht zutreffen. Viele Menschen beschäftigen sich halt nicht so intensiv mit dem pro/contra Punkten und genau bei denen kommen diese Botschaften der Gegner sehr gut an. Ein Beispiel hierzu ist vielleicht die demokratische Legitimation. Bis vor kurzem dacht ich, dass die Entscheidungen der Politiker auf falschen Kostenannahmen getroffen wurden. Dass der Landtag vor kurzem die 4,1 Mrd. Euro nochmal bestätigt hat, ist wohl an mir vorbei gegangen!!?

    Ich muss zugeben, dass ich dadurch auch beeinflusst wurde. Ausgangspunkt bei mir war: "Oh, das Projekt hört sich interessant an und eröffnet viele neue Möglichkeiten." Als ich mich dann bisschen informiert habe und auf die K21 Seite gestoßen bin, ist meine Meinung ziemlich ins gegenteilige umgeschlagen. Wenn man allerdings die meisten Punkte der K21-Anhänger nimmt und diese mal sachlich und neutral analysiert, muss man feststellen, dass da viel Augenwischerei drin steckt und wenige sinnvolle Ansätze. Mittlerweile tendiere ich wieder eher zum Projekt und sehe die Möglichkeiten, die es mit sich bringt. Ich halte so große Infrastrukturprojekte für sehr wichtig und es ist nunmal leider so, dass solche Projekte auch negative Aspekte mit sich bringen, wie z.B. negative Umwelteinwirkungen und hohe Kosten.

    Da sind wir beim Punkt Kosten. Für mich eigentlich der wichtigste, wenn ich ehrlich bin. Was ich nicht verstehe: Stuttgart 21 ist nicht das erste Großprojekt in Deutschland. Man hat etliche Erfahrungen mit anderen gemacht. Wieso schafft man nicht von Anfang an realistische Kostenanalysen zu tätigen? Ich denke, man will das einfach nicht, weil die meisten Projekte sonst schon gestorben wären, bevor sie überhaupt angefangen hätten. Ich frage mich, ob dass der richtige Weg ist. Ich halte es für ein grundsätzliches Problem der Gesellschaft.

    Am liebsten wäre es mir, wenn wir alles schon hinter uns hätten und wenn wir uns an der neuen Infrastruktur jetzt schon erfreuen könnten. Leider, leider wird das wohl noch ca. 15 Jahre dauern und ich hoffe, dass dann alle mit dem Endergebnis leben können. Ich hab die Hoffnung, dass es grandios wird. Hoffentlich kommt nicht mehr allzu viel Geld hinzu.

    zu Ohlsen:
    und oh gerade sehe ich es wird wohl noch schlimmer, durch reduzierte Höchstgeschwindigkeiten der Baureihe ET 423 (verfügt durch das EBA), wird es wohl zu einem weiteren Pünktlichkeitsverlust kommen.
    Zitat: "Es muss von einem weiteren Pünktlichkeitsverlust gegenüber den Werten der vergangenen Monate ausgegangen werden", teilte die Bahn am Mittwoch dem Verband Region Stuttgart lapidar mit.

    Auf welchen Abschnitten fährt denn die Sbahn 140 km/h?

  • @ Ohlsen: nur weil du den Rückbau so definierst, heißt das ja nicht das es auch so ist. Rückbau ist Abriss und funktioniert so wie oben beschrieben. Und der Bagger beißt sich ja Stockwerk für Stockwerk durch. Wenn er im Erdgeschoss anfangen würde wär das ja auch ein wenig kontraproduktiv. Fraglich ist außerdem, ob sich die Steine überhaupt einzeln hätten lösen lassen. Da wär wahrscheinlich 50 % Ausschuss dabei gewesen und der Nordflügel würde in einem Jahr noch stehen.
    Zur veranschlagten Zeit: es wird seit Anfang August abgerissen, denn die Entkernung zählt auch zum Abriss. Es wird sicher noch 2-3 Wochen dauern bis der Nordflügel komplett Geschichte ist. Von daher stimmt die angegebene Zeit.

    Bzgl. der S-Bahn: wie oft (mal abgesehen von jetzt) muss denn eine S-Bahn über die Gäubahn umgeleitet werden? Das kann man denke ich an einer Hand abzählen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Marco, madmind, isek

    dann will ich das mal erläutern,

    Arbeitest du in der Entsorgungsbranche?

    Dekoratives Anführungszeichen


    für mich heisst "Gebäude stockwerksweise bis auf Erdgeschossniveau abgetragen" etwas anderes wie mit der baggerschaufel ein grosses loch ins gebäude zu schlagen

    Genau mit diesen großen Löchern hat man z.B. erreicht dass vieles z.B. der Installation vorab nach draußen gebracht werden konnte. Was man vorab nicht schon in den großen Haufen mischt, braucht man nachher nicht mehr zu rezyklieren. Aber wirtschaftlich ist das Vorab-trennen nur bei wirklich größeren Dingen aus hochwertigen Materialien (z.B. Radiatoren oder Massen an Kupferkabel). Alles Andere wird erstmal geschreddert und dann mittels Waschung, Siebung, Sedimentation oder Magneten getrennt.


    Dekoratives Anführungszeichen

    wäre der "rückbau" so vonstatten gegangen hätte man tatsächlich auch einige der materialen wiederverwenden können und man hätte tatsächlich die veranschlagte zeit von 2 ½ - 3 Monaten benötigt.

    Es werden garantiert nahezu alle Materialen wieder verwendet. Sei es im Straßenbau als RC-Baustoffe oder in einem Hüttenwerk als Schrottbeimischung zur Stahlerzeugung. Ich denke wir sollten hier den Fachunternehmen nicht allzu stark reinreden. Die machen das schon und haben die meiste Ahnung, wie sie die Sachen am gewinnbringensten weiter verwenden. Gleiches gilt für den Einsatz von Maschinen. Ob jetzt da 2 Monate ein Bagger oder 1 Monat lang 3 Bagger schaffen ist die Sache des ausführenden Unternehmens.

    Ich bin nicht in der Entsorgungsbranche tätig, habe aber schon genug gerade mit RC-Baustoffen hantiert. Ich sehe nicht, dass hier irgendetwas fachlich schief läuft. Alles Stand der Technik. Hattet ihr etwa die Vorstellung dass mit Jahrzehnte alten dreckigen, womöglich noch schadstoffbelasteten und angewitterten Natursteinen noch Trockenmauern für die nächste Landesgartenschau gebaut werden???

  • Pretender

    zu den 140 km/h kann ich leider nichts sagen ich habe nur den Artikel der Stuttgarter Nachrichten zitiert, die S-Bahnen dürften wohl vor allem im Tunnel zwischen Schwabstrasse und Universität solche hohen Geschwindigkeiten erreichen.

    Marco

    Dekoratives Anführungszeichen

    Bzgl. der S-Bahn: wie oft (mal abgesehen von jetzt) muss denn eine S-Bahn über die Gäubahn umgeleitet werden? Das kann man denke ich an einer Hand abzählen.

    Das kann ich dir wenigstens so beantworten wie ich das mitbekomme. Da ich diese Strecke jeden Werktag nutze und auch die letzten Jahre genutzt habe. In meinem Fall kam es vor allem im Winter zu Störungen im S-Bahn Betrieb, nicht in jedem Fall wurde auf die Gäubahn umgeleitet, es kam des öfteren zu langen wartezeiten, aber ich würde sagen durschnittlich 2-3 mal im jahr bin ich auf der Gäubahn gefahren, dass das nicht viel ist, liegt auf der hand, es stellt sich alledings die Frage was wird gemacht wenn es diese möglichkeit nicht mehr gibt. Fallen dann einfach alle S-Bahnen aus?

  • Dekoratives Anführungszeichen


    zu den 140 km/h kann ich leider nichts sagen ich habe nur den Artikel der Stuttgarter Nachrichten zitiert, die S-Bahnen dürften wohl vor allem im Tunnel zwischen Schwabstrasse und Universität solche hohen Geschwindigkeiten erreichen.


    Laut vvs darf im Hasenbergtunnel (Schwabstraße-Universität) nur 100 km/h gefahren werden. Laut wikipedia gilt die 100 km/h nur in Bergrichtung. Bergabwärts wirds wohl aus Sicherheitsgründen weniger sein.

    Quelle: vvs.de Seite 13

    Dekoratives Anführungszeichen


    Das kann ich dir wenigstens so beantworten wie ich das mitbekomme. Da ich diese Strecke jeden Werktag nutze und auch die letzten Jahre genutzt habe. In meinem Fall kam es vor allem im Winter zu Störungen im S-Bahn Betrieb, nicht in jedem Fall wurde auf die Gäubahn umgeleitet, es kam des öfteren zu langen wartezeiten, aber ich würde sagen durschnittlich 2-3 mal im jahr bin ich auf der Gäubahn gefahren, dass das nicht viel ist, liegt auf der hand, es stellt sich alledings die Frage was wird gemacht wenn es diese möglichkeit nicht mehr gibt. Fallen dann einfach alle S-Bahnen aus?


    Ich könnte mir vorstellen, dass bei einem schwerwiegerendem Zwischenfall die S-Bahnen durch den Fildertunnel geführt werden und dann quasi andersum nach Vaihingen geführt werden. Allerdings würd ich mich da auch mal über Informationen seitens der Projekt-Betreiber freuen.

    Edit: Zwischen Böblingen-Hulb und Ehningen sowie Gärtringen und Nufringen sind scheinbar 140 km/h laut wikipedia möglich.

  • @ Pretender: da bist du mir nun zuvorgekommen, den gleichen Link wollte ich eben auch Posten ;) Soweit ich weiß fahren die S-Bahnen zwischen Rohr und Goldberg max. 120 km/h.. das müsste auch die schnellste Strecke sein... (alles nur unter Vorbehalt)

    @ Ohlsen: ich war auch schon einige Male davon betroffen, denke auch, dass das so 2-3 mal im Jahr vorkommt. Da werden dann denke ich vereinzelt Züge ausfallen. Sicher ärgerlich, aber ich denke verkraftbar.

  • Pretender:

    wie gesagt ich habe nur zitiert und nachdem in dem artikel steht dass es dadurch zu weiteren fahrplanproblemen kommen wird, und dies auch so von der bahn bestätigt wird, wird es wohl so sein?

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich könnte mir vorstellen, dass bei einem schwerwiegerendem Zwischenfall die S-Bahnen durch den Fildertunnel geführt werden und dann quasi andersum nach Vaihingen geführt werden. Allerdings würd ich mich da auch mal über Informationen seitens der Projekt-Betreiber freuen.

    und wo sollen die dann noch halten? haltestelle 1: filderbahnhof, dann hbf und dann eventuell cannstatt? alle zwischenhalte würden ausfallen, österfeld, vaihingen rohr etc., ich denke nicht dass das wirklich eine alternative ist, im übrigen wird der fildertunnel bestimmt nicht dafür ausgelegt sein, bis zu 6 s-bahnen pro stunde in jede richtung zusätzlich zu verkraften (nur eine vermutung)

    es hätte ja die möglichkeit gegeben mit dem sog. nordkreuz aber da wurde halt wieder gespart

  • Drexler tritt zurück.

    Quelle: StZ online

    Sicher die richtige Entscheidung angesichts der peinlichen Kursänderung seiner Partei.
    Auch wenn er in seinem Amt nie wirklich Erfolg hatte, er wirkte ehrlich und stand immer voll hinter S21 und hat sich in keinem Interview von den Gegnern beeindrucken lassen. Im Vergleich dazu merkte man z.B. OB Schuster gestern im SWR eine deutliche Unsicherheit an. Man merkt, dass die ganze Sache an seinen Nerven zehrt, auch wenn er es nicht zugibt.

    Ich bin gespannt auf den Nachfolger, im Gespräch sind wohl mehrere Kommunikationsexperten. Vielleicht können die ja das Image von S21 ein wenig aufpolieren. (Quelle: s. oben)

    Einmal editiert, zuletzt von Marco (17. September 2010 um 12:37)

  • Damit war zu rechnen. Ein bisschen amtsmüde wirkte er ja ohnehin schon seit Langem, was man ihm sicher nicht verdenken kann. Dass die Umfaller-Partei hier ihren langjährigen treuen Diener so vorgeführt hat, ist bedauerlich. Standfestigkeit und Glaubwürdigkeit sind für mich jedenfalls keine Attribute, mit denen sich die Sozen für die nächsten 20 Jahre schmücken sollten. Diese Art von Fähnlein-im-Wind-Populismus brauche ich zumindest nicht.

    Ich halte übrigens wenig davon, irgendwelche "Kommunikationsexperten" hier die Nachfolge antreten zu lassen, die erstens keine Sau kennt und zweitens von Großunternehmen kommen. Man muss bedenken, dass Drexler zuvor durchaus in der Bevölkerung als volksnah galt und sogar relativ hoch angesehen war. Selbst dieser hat es nicht geschafft, gegen die geballte Anti-S21-Halbwahrheiten-Maschinerie passende Mittel zu finden. Ein aalglatter Unternehmenssprecher wird da nur noch eine noch leichtere Beute sein. Da muss etwas Erfrischenderes, etwas ganz anderes her.

    Ich z.B. würde eine gut aussehende, halbwegs schlagfertige und trotzdem sympathische Frau bevorzugen. Ich denke etwa an Charlize Theron... :angel:

  • Ja, es ist wirklich schade, dass er geht. Ich kann aber auch absolut verstehen, warum jetzt einer mit Erfahrung das Ruder übernehmen soll. Drexler konnte gegen diese Übermacht nichts mehr ausrichten, der Volksnah-Bonus war schon längst aufgebraucht und kann nicht mehr genutzt werden.

    Richtig krass ist es ja, wenn es wirklich stimmt, dass er das Ganze nur ehrenamtlich gemacht hat. Das Sahnehäubchen wäre da noch "Teilzeit". Jetzt ist mir auch klar, warum vom Kommunikationsbüro in den letzten Wochen nur noch so wenig kam. Da hätte deutlich schneller reagiert werden müssen, also vor mindestens vier Monaten. Valium, ick hör dir klopfen...

    Es muss jetzt jemand her, der was versteht von Kommunikation, der freundlich aber in der Sache kämpferisch auftritt und den Gegnern mal ein wenig Wind aus den Segeln nimmt. Das ist zumindest meine Hoffnung. Vielleicht tritt der Neue auch den Projektleitern gegenüber selbstbewusster auf und holt dann mal alle Fakten aus den Schubladen, um die Halbwahrheiten der Gegner zu zerbröseln. Eine Kommunikationsoffensive wäre das Mindeste. Und wenn er richtig clever ist, dann vernetzt er sich gleich mit der immer größer werdenden Facebook-Gruppe, die für S21 ist. Dann könnte der kalte Winter für die Gegner richtig heiss werden (sorry, der musste sein).

  • Dekoratives Anführungszeichen


    Ich z.B. würde eine gut aussehende, halbwegs schlagfertige und trotzdem sympathische Frau bevorzugen. Ich denke etwa an Charlize Theron... :angel:

    Da ja laut Gegner inzwischen die ganze Welt auf Stuttgart schaut wäre es evtl. einen Versuch wert sie anzuwerben ;)

    Aber ich gebe Wagahai recht. Jetzt muss eine Person her, die das Ruder rumreist. Ist KTG zu haben? :)

    madmind: Er hat es ehrenamtlich gemacht. Das wurde schon öfter von Seiten der Befürworter bestätigt.
    Ohne Hr. Drexler nun auf ein Treppchen heben zu wollen, aber sein "des isch doch Quatsch was Sie da schwätzet" wird mir schon fehlen :)

  • S21-Befürwortergruppen organisieren sich

    Es ist faszinierend, wie die Anzahl und die Größe der S21-Befürwortergruppen und Befürworterorganisationen zunimmt. Scheinbar gibt es doch sehr viele, denen die "wir-sind-gegen-jedes-grossprojekt" Demos langsam so auf die Nerven gehen, dass sie sich selbst jetzt auch organisieren.

    Am größten dürfte derzeit die Facebook-Gruppe "FÜR Stuttgart 21" mit ~ 25.000 Zustimmungen sein.

    Die seriöseste Gruppe scheint mir ProStuttgart21 zu sein.

    Daneben gibt es aber auch viele kleinere (zum Teil hier schon genannte) Gruppierungen wie:
    http://www.stuttgart21-kommt.de
    http://www.stuttgart21-ja-bitte.de
    twitter.com/fuerstuttgart21
    http://www.fuerstuttgart21.de
    http://www.laufen-fuer-stuttgart.de
    http://www.das-neue-herz-europas.de

    Ich bin mal gespannt, wieviele Befürworter sich auf diesem Weg zusammenfinden werden.

  • erste S21 - Kundgebung

    Hallo,

    eine erste (soweit ich weiß) Pro S21 - Kundgebung hat am vergangenen Donnerstag am Rathaus stattgefunden. Es waren ca. 1000 Leute anwesend. Leider kann ich nicht mehr über die Veranstaltung sagen, da ich zu spät war.

    Die offensichtlich letzte Veranstaltung mit Drexler als Sprecher. OB Schuster hat sich nach seiner Ansprache nach der Kundgebung relativ schnell in das Rathaus verdrückt.

    Holger

  • interner Prüfbericht von Pricewaterhouse Coopers kommt zu einem kritischen Resultat hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit von Stuttgart 21

    Zitat aus dem Artikel der Stuttgarter Zeitung:

    "In den Unterlagen zur Aufsichtsratsentscheidung im vorigen Dezember wird von den DB-Bauexperten jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, die Einsparmöglichkeiten seien "ohne vertiefte Planung abgeschätzt" worden. Zur Umsetzung sei "zum Teil die Zustimmung des Eisenbahnbundesamts (Eba), der Architekten, der Projektplaner, der Bauherren und Gutachter notwendig". Insbesondere die Annahme eines geringeren Quelldrucks auf die Tunnelbauten, der das größte Einsparvolumen bringe, sei vom Eba "noch nicht genehmigt".

    Anders als bei den DB-Kontrolleuren stießen diese deutlichen Hinweise der Planer bei den Wirtschaftsprüfern auf Skepsis.

    Quelle: Stuttgarter Zeitung