Beiträge von Neall

    Wobei es auch bezeichnend ist, das sich scheinbar das Hotel nicht selbst um ein sauberes Aushängeschild bemüht. Auch wenn es ärgerlich und eine öffentliche Fläche ist, sind das doch keine Mengen an Müll, für die man einen eigenen Straßenkehrer oder spezielles Gerät bräuchte.


    Die Gehwege um meinen Brötchengeber herum werden alle paar Tage kurz vom Hausmeister gereinigt.

    Das wäre auch echt noch zu früh gewesen.

    Ich tippe mal ins blaue, das der Innenkletterer den Ausbau des Kerns mit Aufzugstechnik oder ähnlichem behindert hat und deshalb weichen musste. Da die anderen drei Türme jeweils mit einem Innen- und Fassadenkletterer errichtet werden, ergeben sich bei denen dann solche Lösungen.

    Hat das einen bestimmten Grund, dass nicht der gesamte Kran abgebaut wurde?

    Die Hälfte des Wetterschutzes hängt auch sein Wochen noch dran, obwohl ein Abbau ohne Kran fast unmöglich sein dürfte, und überhaupt ist es ziemlich ungewöhnlich so früh bereits einen Kran zu demontieren. Es würde mich nicht wundern wenn der Ausleger bloß abgebaut werden musste, also irgendwann doch wieder montiert wird.

    Die Problematik mit dem Gleisbogen ist mir ehrlich gesagt unverständlich.

    Es gibt inzwischen doch wirklich genügend Beispiele, das solche Viadukte funktionieren, angenommen werden und ein Viertel im Idealfall bereichern können. Was natürlich mit davon abhängt, wie es umgesetzt und schlussendlich in die Umgebung eingebunden wird. Der Radschnellweg in Mühlheim ist sehr gut angenommen worden und gilt inzwischen sogar schon als kleine Sehenswürdigkeit, auch die Promenade Plantee in Paris ist seit Jahrzehnten ein Erfolg.

    Sitze übrigens gerade in einem IC in Richtung Hamburg (Stuttgart-Köln), und werde hoffentlich demnächst Koblenz mit aktuell 20 Min. an Verspätung erreichen. In solchen Momenten hätte ich schon gerne User wie Regent oder ippolit neben mir sitzen, damit sie schwärmend davon berichten können, wie in zwei Jahren alles einwandfrei läuft.


    Leider bleibt es dabei, die größten Befürworter des Projektes sind doch diejenigen, welche die Bahn am wenigsten nutzen (müssen).

    Das eigentliche Thema wird sein, das hinterher aus den 10 Jahren 20 werden, die Landschaft von jahrzehntelangen Baustellen verschandelt ist und sich das Projekt um 300% verteuert. Die Begriffe Tunnel und DB passen nicht zusammen, dafür agiert sie zu inkompetent.

    Auffallend ist, das der T3 wieder "klassisch" mit gegossenem Beton und nicht mit Fertigteilen wie beim T1 und T4 errichtet wird. Am Anfang dachte ich noch, das es bloß die ersten Etagen mit einem womöglich besonderen Grundriss betreffen könnte, aber inzwischen ist man an der vierten dran.

    Es sind doch die bösen Gegner _immer_ daran Schuld, das es nicht vorwärts geht. :)

    Ohne Gegenwind wäre S21 schon längst in Betrieb, damit dank des digitalen Knoten ICEs im 10-Minutentakt durchrauschen könnten.


    Schlussendlich werden hinterher auch die Gegner Schuld daran tragen, das die geplante IC-Strecke Tübingen-Würzburg (über Heilbronn) nun doch nicht realisiert wird. Aber wer braucht denn überhaupt einen Fernverkehrsanschluss, wenn in zwei Jahren endlich alles besser ist, mit optimalen Anschlüssen zum neuen Edelbahnhof in der Landeshauptstadt.

    Ich glaube ehrlich gesagt das Hauptproblem ist eher die unsägliche Menge an Gift und Galle die die Gegner gesäht haben...


    Was für ein unsäglicher Stuss, aktuell gibt es hier bloß einen, der "Gift und Galle" säht... :rolleyes:

    Dass das Rosensteinquartier enttäuschend ausfallen wird, ist mit dem Ideenwettbewerb vor ein paar Jahren schon eindrücklich vermittelt worden, keine Ahnung warum nun wieder solche Kommentare fallen müssen. Auf dem Gebiet war jedenfalls noch nie eine großstädtische bzw. gar metropolische Bebauung vorgesehen. Etwas Hoffnung hege ich dagegen für das unmittelbare Gleisvorfeld am Hbf, bislang existieren dafür nämlich keine konkreten Planungen (abgesehen von "keine weiteren Hochhäuser), zumal der Bereich auch in absehbarer Zeit nicht bebaubar sein wird. Vielleicht weht in zehn Jahren dann ein anderer Wind, zu wünschen wäre es.

    Andersherum ließe sich auch damit argumentieren, wie traurig es ist wenn der Staat für solche Investitionen aufkommen muss, weil man bei der Bahn selbst kein ausreichendes Interesse an einem funktionsfähigen Nahverkehr zeigt. Es kommt immer auf die eigene Perspektive an. ;)


    Ich möchte nicht wissen, wie es um den ÖPNV in BaWü in drei Jahren bestellt wäre, wenn das Land nicht ständig eingreifen und/oder die Initiative ergreifen würde. Schließlich lag die Verantwortung für etliche Ausbaumaßnahmen der letzten Jahre eben nicht bei der Bahn. Und leider wird sich diese Kluft zwischen beiden Parteien durch solche Themen wie den Unstimmigkeiten bei der Übernahme über Mehrkosten eher noch vertiefen statt verringern. Es wäre nicht verwunderlich, wenn die DB bei zukünftigen Projekten bloß noch zum Stinkefinger greift.

    Etwas indirektes:

    Vom Land sind gestern für zweieinhalb Mrd. € 130 neue Doppelstockzüge bestellt worden, welche im Nahverkehr für den Stuttgarter Raum ab 25 eingesetzt werden sollen. Es handelt sich um "Coradia Stream" Züge von Alstrom mit eigenen Abteilen, üblichem Schnickschnack wie WLAN oder Steckdosen und für S21 geeignete, moderne Signal- und Automatisierungstechnik.


    Wegen S21: BW kauft 130 neue Doppelstockzüge


    In dem Beitrag gibt es auch eine kleine Animation der neuen Züge im dann ebenfalls neuen Bahnhof zu sehen.

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    Dieser Trend mit den Fernbussen hat sich hierzulande aber auch wahnsinnig schnell gelegt. Vor 10 (?) Jahren gab es in Ba-Wü in jeder besseren Mittelstadt schon Diskussionen um solche großangelegten Busbahnhöfe, verwirklicht worden ist davon aber kein einziger. Dafür konnte sich der Fernbusmarkt einfach nicht stark genug entwickeln, und in den entsprechenden Städten wird man auch heilfroh darüber sein, zumindest in der Hinsicht keine Millionen versenkt zu haben.

    ^ Schwarz-Stadt, bitte. :)


    Lidl-Gründer Dieter Schwarz baut sich eine Stadt


    Wobei, das klingt nun wieder ziemlich gehässig und Neidzerfressen. Es gibt wirklich genügend Unternehmen in Deutschland, deren angebotenes Engagement für eine Stadt nicht gewürdigt wird, und insofern macht man in Heilbronn alles richtig, gerade solche Möglichkeiten auch zu nutzen. Wer später einmal für (hervorragende) Bildungseinrichtungen, Wohnungen oder Infrastruktur verantwortlich gewesen ist, das ist dann zweitrangig.

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    Danke für den Film, ich wusste es noch selbst nicht, wo zukünftig der Einzelhandel und Gastronomie untergebracht sein werden. Ebene 1 ist ja bislang schon entsprechend genutzt worden (Gastroecke mit McD und Buchladen), neu sind dagegen vor allem weitere zugeteilte Flächen auf der unteren Ebene. Grundsätzlich darf man trotzdem keine Einkaufsmeile wie in Berlin, Leipzig oder Mannheim erwarten, dafür bleibt der Platz weiterhin zu begrenzt. Somit ist es auch fragwürdig, ob die Bahn es tatsächlich schafft, die Halle von etwaigen Buden freizuhalten.


    Wirklich Glücklich bin ich mit dem Gesamtensemble aus Passage, Bonatz-Bau und der Bahnsteighalle sowieso nicht. Die Klett-Passage bleibt ja weiterhin versifft, bis man sich bei der Stadt dann irgendwann einmal zu einer Sanierung durchringen kann, während der Bahnhof zu einer Verteilerebene mit ein paar Läden und Hotel degradiert wird. IMHO hätte hier mit einem kompletten Abriss und Neubau des Hbfs mehr erreicht werden können.

    Nach den derzeitigen Planungen sollen im Mai die Bauarbeiten starten, das Baufeld ist inzwischen geräumt. Bis in die 90er befand sich ein größeres Autohaus auf der Fläche, danach mehrere Gebrauchtwagenhändler. Ursprünglich geplant waren Wohnungen und/oder Einzelhandel, aber bedingt durch die Lage im Zwickel von zwei stark befahrenen Straßen und einem belasteten Untergrund hielt sich das Interesse daran in Grenzen.


    Noch ein paar Fakten zu dem wirklich beeindruckenden Komplex:

    47.000m² an Nutzfläche

    Baukosten von 180 Mio. €

    Geplant für 1000 Mitarbeiter


    Der Umstand, das besagte Mitarbeiter bislang auf mehrere Gebäude in der Oststadt verteilt arbeiten müssen, ist übrigens der Anlass der Planung für einen zentral organisierten Bau gewesen. Die Entwürfe gefallen mir soweit richtig gut. Backsteinbauten kann es nicht genug geben, besonders da hier nicht die üblichen roten oder natursteinfarbenen verwendet werden, sondern gräulich-grüne. Auch die Bögen der zurückversetzten Geschosse sind ein Hingucker. Mein einziger Kritikpunkt wäre, das der Baukörper selbst eckig bleibt, und vor allem die abgeflachte Spitze so doch unharmonisch wirkt.

    Wie hatte es schon Planck so treffend formuliert: ;)


    Die Wahrheit triumphiert nie, ihre Gegner sterben nur aus


    Schöner Bahnhof übrigens, soweit gefällt er mir richtig gut, bloß die Lichtaugen fehlen leider weiterhin. Auf Youtube gibt es ja auch immer wieder gute Videos über den aktuellen Baufortschritt zu sehen. Trotzdem ist es schade, das der nicht in Frankreich oder Spanien gebaut wird, so bleibt es am Ende doch eine Villa für Schweine, welche kaum ihr Futter finden.

    Denn wir sollten um jeden Job der entsteht extrem Dankbar sein, denn ich kenne auch Regionen wo es andersherum läuft ganz gut!

    Jaein. Es sollte nicht allein im Fokus stehen, neue Arbeitsplätze zu schaffen, sondern vor allem auch attraktive Arbeitsplätze. Wenn von 8000 Stellen hinterher 6000 auf Mindestlohn und unattraktiven Arbeitszeiten basieren, werden sich solche gängigen Themen wie Wohnungsnot, steigende Armut oder ständige Leerstände wegen Personalmangel trotzdem nicht gebessert haben.


    ippolit zwecks besserer Ausnutzung vorhandener Flächen auf natürliches Tageslicht zu verzichten klingt nach Arbeitsbedingungen aus den 50ern. In manchen asiatischen Ländern gibt es tatsächlich unterirdische EKZ, und ich kann dir versichern, das keines davon wirklich attraktiv ist. Sonnenlicht lässt sich selbst mit modernster Technik nicht simulieren, zumal in Deutschland schon gesetzliche Vorgaben dagegen sprechen.


    Um indirekt noch etwas zum eigentlichen Thema beizutragen:


    Neckar-Alb-Bahn wieder voll gesperrt

    Krankheitswelle: Zugverkehr bricht ein


    Natürlich wird S21 eine Katastrophe, daran gibt es keine Zweifel. Wenn man bei der DB nicht einmal imstande ist, den Verkehr auf einer Regionalstrecke aufrecht zu erhalten, wie soll das erst nebenan bei der "Magistrale für Europa" funktionieren. Als nach Weihnachten (...) zwischen Stuttgart-Tübingen keine Züge fuhren, ist den Fahrgästen am Stuttgarter HBF geraten worden, zum Flughafen zu fahren, um die Expressbusse nach Reutlingen und Tübingen zu nutzen, weil zeitweise auch kein SEV möglich gewesen ist. Trotz aller Versprechen auf eine bessere Zukunft bleibt das die bittere Realität der Bahn im Jahr 2022.

    Während der Rohbau des T4 demnächst steht und auch die Sockelbauten des T1 und T3 schon größtenteils betoniert wurden, zeigt sich beim T2 weiterhin keinerlei Bautätigkeit (über das Straßenniveau hinaus). Für ein Hochhaus zwischen 150 bis 200m muss man mit einer Bauzeit von rund drei Jahren rechnen, in Extremfällen wie beim Grand sogar mit vier. Damit ist der anvisierte Zeitraum bis Ende 2023 mit Sicherheit hinfällig, selbst wenn nächste Woche nun der Bau starten sollte, ließe sich bei 48 Geschossen bis dahin kaum der Rohbau fertigstellen.


    Es ist zumindest schon arg verwunderlich, warum hier seit Monaten nun Stillstand herrscht, bzw. auch der Tiefbau am längsten zog. Das ist also offenbar eine von Anfang an geplante Entwicklung, gerade den zweithöchsten Turm auf ein (noch) unbekanntes Ende hinauszuzögern.

    Nachdem die Kampagne stark durchstarten konnte, sogar mit einem großzügigen sechsstelligen Betrag, kann man sie inzwischen für gescheitert betrachten.

    Nach zwei von drei Monaten steht der Stand bei gerade einmal 246.294€ von rund 700.000€. Das die restlichen 450.000€ innerhalb eines Monats noch gespendet werden, ist jedenfalls mehr als unwahrscheinlich... leider.