Beiträge von Neall

    1. dürfte das (wieder) ein ziemlicher Klotz werden.

    Beim Milaneo sind zwar auch 400 Wohnungen realisiert worden + das EKZ mit 43.000 m² Verkaufsfläche + ein Hotel, allerdings auf _drei_ (6, 8, 9) statt einem recht großen Feld. Dazu noch Büros und Einzelhandelsflächen, also das ist schon eine sportliche Leistung.


    2. warum lässt sich das Areal erst entwickeln, wenn es nicht mehr als Logistikfläche benötigt wird?

    Sicher, es gibt Fristen für Genehmigungsverfahren und generelle zum Ausführen eines Bauprojektes, aber bis überhaupt einmal eine Baugenehmigung steht vergehen eben auch Jahre. Das Viertel hat echt etwas von einem mittelalterlichen Kirchenbau.

    Nachtrag:

    In einigen (SWP) regionalen Blättern (Tagblatt) ist heute davon berichtet worden, das der Baustart nun im Herbst ab Oktober erfolgen soll. Und beim GEA kann man sich auch ohne Bezahlschranke darüber informieren. Demnach fehle noch eine Finanzierungszusage der Banken, bevor die Baugenehmigung erteilt werden kann.


    Geplant ist weiterhin ein gehobenes Hotel mit 190 Zimmern und entsprechenden Angeboten, Gastronomie und Service-Appartements.

    Manchmal muss man sich schon fragen, was manche Nutzer vom Ländle so mitbekommen. :/

    Diese Fahrradtürme stehen in etlichen Städten und bleiben tatsächlich ziemlich unscheinbar, auch weil sich die Höhe auf rund drei Stockwerke bezieht. In Tübingen wird aktuell übrigens eine Fahrradtiefgarage für 1100 Fahrräder am Hbf gebaut. Selbst wenn sich vier Fahrradfahrer stattdessen ein Auto teilen (theoretische Annahme), entspräche das immer noch 275 Autostellplätze bzw. eineinhalb Parkhäuser.

    Fürs Gerümpel gibt es einen stark wachsenden Markt an Mietlagern. Leider bleibt eine solche Box weiterhin deutlich teurer als die heimische Garage, auch wenn mit mehr Sicherheiten geworben wird. Und ja, ein Fahrrad benötigt zwar ebenfalls seinen Platz, aber dann doch wieder deutlich weniger als ein vergleichbares Auto.


    Mit einem Bikesafe lassen sich auf der Fläche von zwei Garagen bis zu 190 Fahrräder unterbringen, was den Stellplätzen für Autos in einem durchschnittlichem Parkhaus entspricht.

    Im Tagblatt gab es diese Woche einen kurzen Artikel zu lesen, dass das Projekt lebt und sich weiterhin bloß verzögert.


    Hotel: Scheidtweiler will bauen


    Hinter dem Ganzen steckt (mal wieder) eine bewegte Vergangenheit: Die Ursprungsplanung sah ein siebenstöckiges, architektonisch auf die Stadthalle abgestimmtes Hotel vor. Kurz vor Baubeginn sprang der Investor ab, andere wollten einen neuen Wettbewerb ausloben, da der Entwurf von Dudler zu hochwertig gewesen sei, und Dudler selbst machte Rechte auf ein "Gesamtpaket" aus Hotel und Stadthalle geltend. Schlussendlich einigte man sich auf das nun von ihm entworfene Hochhaus. Baubeginn hätte spätestens 2022 sein sollen. Aus bekannten Gründen kam es dann bislang nicht zum Spatenstich, der Investor hält aber weiterhin daran fest.

    Bevor du dich jetzt in etwas verrennst und weiterhin missverstehst: Ich habe die Verteilerebene mit keiner Silbe in Zweifel gezogen, sondern vielmehr als Argument herangezogen, warum es gerade deshalb nicht nötig wäre, mit dem Bahnhof auch die Klettpassage zu verlegen.


    So oder so ist das ganze müßig, weil es bloß frühe, längst aufgegebene Gedankenspiele der DB gewesen sind und man sich schlussendlich mit der Tiefgarage zufrieden gegeben hat.

    Von einem solchen Bahnhof wäre man dank der zukünftigen Verteilerebene im Tiefbahnhof schnell in der Klettpassage gewesen.

    Aktuell wird von Reisenden, welche um den bestehenden Bahnhof einen sprichwörtlichen Bogen machen müssen schon mehr abverlangt, und in anderen Großbahnhöfen wie z.B. im Münchener darf man zumindest von den Gleisen her auch erst einmal 10 Min. bis zur U/S-Bahn laufen.

    Die Bahn hatte eine Zeitlang mit dem Gedanken gespielt, auf der Fläche den eigentlichen Hbf für S21 zu errichten. Was IMHO die bessere Lösung gewesen wäre, weil der Bonatzbau den heutigen Anforderungen an einen Bahnhof (trotz Umbau) weiterhin nicht genügen wird, und so im Vorfeld schon eine mangelhafte Situation aus modernster Bahnsteighalle und unzureichendem Empfangsgebäude vorgegeben ist.


    Eine nicht-öffentliche Nutzung lässt sich durch die fehlende Tiefgarage auch praktisch ausschließen. Es wird allgemein ein sehr hinderliches Thema für die Entwicklung der Fläche sein, denn selbst bei einer kulturellen Nutzung werden solche Untergeschosse nämlich für gewöhnlich für die Logistik benötigt.

    Dieser Hass und Hetze auf die Gegner wird wohl nie verebben, das hat sich als Trauma dem Stuttgarter zu tief ins Gedächtnis eingebrannt. Wobei am Bahnhof ja auch immer noch mit einem K21-Infostand gemahnt wird, fairerweise betrifft das also beide Parteien.


    Hoffe bloß darauf das in drei Jahren dann tatsächlich der neue Bahnhof steht, gleich mit welchen Brandschutzvorschriften, damit endlich (endlich) wieder nach Jahrzehnten ein halbwegs vernünftiger Betrieb ohne Verzögerungen und Baustellen möglich ist.

    Für mich bleibt es schon unverständlich, warum man sich überhaupt derart daran aufhängt, die Stuttgarter Altstadt besaß nie einen überregionalen oder gar regionalen Ruf. Keine herausragenden sakralen Bauten wie das Ulmer oder Freiburger Münster, keine herausragenden Bürgerhäuser, stattdessen profane Fachwerkbauten und das wirklich überdimensionierte Rathaus ist 1905 eingeweiht worden.


    Im Grunde braucht es sowieso kein solches Zentrum, auch wenn diese Städtevergleiche lästig sein mögen, gibt es doch selbst in Deutschland genug weitere Städte, welche ebenfalls ohne Altstadt trotzdem genug bieten können. Eine attraktive Fläche wie den überwiegend intakten Schlossplatz würde man sich andernorts wünschen.

    Die RSB lebt, bleibt aber weiterhin ein Gordischer Knoten, in welchem auch der Große stranguliert werden würde. Widersprüchliche Aussagen von Politkern und Medien, Verflechtungen mit sonstigen Projekten des schienengebunden ÖPNVs oder die stets mangelhafte Zusammenarbeit der drei Landkreise (trotz koordinierendem Verband) sorgen schon allein deshalb für spannende Umstände. :)


    Im Fokus der letzten Wochen stand die Strecke Tübingen-Horb über Rottenburg (Neckar), welche kurioserweise bislang immer wenig Beachtung fand. In Horb zeigt man sich nicht begeistert über einen für Pendler uninteressanten Stundentakt, und auch darüber, das der geplante Halbstundentakt auf der Strecke im Nichts endet. Andererseits werden in Tübingen weiterhin starke Positionen für eine Gäubahn-Umleitung über die Neckarbahn vertreten, zumindest eine zeitlich befristete. Da Tübingen und Reutlingen zu den Verlierern des S21-Projektes gehören, soll ein dadurch "entstandener Schaden" minimiert und die Bedeutung der Strecke insbesondere für die Elektrifizierung doch noch erhöht werden. Eine solche Umleitung wäre für Horb selbst wiederum mit Nachteilen verbunden.


    Die Talgangbahn wird nun ebenfalls reaktiviert und eingebunden.


    Unklar bleiben weiterhin die Aussichten auf der Zollern-Alb-Bahn, die Vorplanungen zum Streckenausbau sollen zumindest bis Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein. Prinzipiell können die anschließenden Schritte von der Planfeststellung bis zur endgültigen Bauausführung dann recht zügig vergehen, was das Thema anbelangt wird je nach Aussage der Verantwortlichen und Medien ein Zeitraum von Mitte 20er bis Anfang der 30er angepeilt.


    Nichts neues im Westen Tübingen und Reutlingen zu den ISS. In Tübingen ist man weiterhin nicht zufrieden was den Ausgang des Entscheids betrifft, die sich darum drehenden Diskussionen über eine mögliche Lösung zum überlasteten Busnetz erstrecken sich über Expressbuslinien, alternative Routen für die Stadtbahn bis dahin ihn einfach zu ignorieren. In Reutlingen dagegen vermarktet man die Unstimmigkeiten zur Streckenführung nun als Touristenattraktion, Interessierte können die möglichen Strecken bei einem Trassenspaziergang erkunden. Das Angebot ist inzwischen auch auf die Gomaringer Spange ausgeweitet worden, deren Trassenführung eigentlich längst beschlossene Sache gewesen ist...


    Etwas gutes zum Abschluss: Die Bauarbeiten zum ersten Teilabschnitt liegen voll im Zeitplan, da die bestellten Tramtrains aber erst ab 2026 zur Verfügung stehen, verkehren bis dahin modernisierte Elektrozüge aus Augsburg auf der ausgebauten Strecke. Auf Google Maps kann man inzwischen richtig gut die neue Haltestelle "Bösmannsäcker" samt Zuwegung in Reutlingen erkennen, spätestens zur Eröffnung werde ich davon dann ein Bild nachreichen.

    Die Gegenseite würde mich dann noch interessieren, also was der Stadt durch solche Veranstaltungen und Märkte überhaupt an Einnahmen zufallen. Einmal auf den Weihnachtsmarkt und die bloßen Standgebühren bezogen (welche unter anderem eben für Reinigung und Instandhaltung erhoben werden): Laut der Faz betrugen in Frankfurt die Standkosten für einen Glühweinstand vor neun Jahren schon rund 5000€, für Stuttgart wurden damals Quadratmeterpreise bis 300€ genannt. Über die Innenstadt verteilt sollen es übrigens 300 Stände sein. Bislang bezieht sich das allerdings rein auf besagte Standgebühren. Der Erfahrung von ein paar wenigen Verwandten nach, welche selbst mit Ständen auf solchen Märkten vertreten (gewesen) sind, greifen die Städte jeden möglichen Cent ab.


    Das Luftbild sieht jedenfalls etwas ulkig aus, weil man wirklich die Position der Stände bzw. Schmutzränder drumherum erkennen kann. Soll das Bratöl als vermeintlicher Verursacher in bester Mittelalter-manier aus dem Fenster gekippt worden sein? Viel plausibler erscheint mir doch eine Kombination aus an den Ständen "klebenden" Menschentrauben und einer wochenlangen Trockenheit, welche zu einer zu starken Beanspruchung führte. Vielleicht sollte man die Beschicker in Zukunft dazu auffordern, Matten und ähnliche Unterlagen auszulegen, zumindest für solchen Zeiten in denen weder natürlich noch mit Gerät gereinigt wird/werden kann.

    Finde es generell faszinierend, das dieser gesamte Stahlbau samt darüber liegenden Geschossen auf ein paar (dünnen) Zinken aufliegt und mit Bändern verschraubt wird. Ich zweifle zwar sicher nicht an der bemessenen Tragfähigkeit des ganzen, aber von der eigenen Logik her würde man es doch stärker absichern wollen.

    Das Europaviertel ist von Beginn an als Geschäftsviertel geplant worden, und heutzutage würde man ein solches sicher offener und lebendiger gestalten. Siehe Frankfurt, dort diskutiert man aktuell ja rege um abgeschottete Hochhäuser. Aber die Planungen speziell für dieses Viertel reichen bis in die 90er zurück, und schlussendlich werden Banken oder sonstige Unternehmenssitze immer ein geringes Interesse daran haben, sich für die Allgemeinheit zu öffnen.


    Um es etwas pragmatischer anzugehen: Das Viertel ist immer noch eine Baustelle, ebenso wie S21, während sich die anderen Viertel bislang nicht einmal im Bau befinden. Wenn in 20 Jahren die Gleisanlagen bebaut sind, wird erstens das Europaviertel nicht mehr ganz so drastisch herausstechen, sondern tatsächlich als Teil eines größeren wahrgenommen. Und zweitens durch die stärkere Wohn- bzw. Geschäftsbebauung in den anderen Bereichen wohl auch stärker frequentiert sein.

    Die Höhe des Turmes wird schlussendlich immer an dessen Drehung und der Schräge des Daches gebunden sein. 12m entsprechen drei Etagen, bzw. sollten es eher 16-20m sein, damit die Marke auch wirklich geknackt ist.


    Das lässt sich nicht mehr mit einer leichten Erhöhung bewerkstelligen, sondern erfordert größere Änderungen am Gesamtentwurf, solange er stimmig bleiben soll.

    Wobei es auch bezeichnend ist, das sich scheinbar das Hotel nicht selbst um ein sauberes Aushängeschild bemüht. Auch wenn es ärgerlich und eine öffentliche Fläche ist, sind das doch keine Mengen an Müll, für die man einen eigenen Straßenkehrer oder spezielles Gerät bräuchte.


    Die Gehwege um meinen Brötchengeber herum werden alle paar Tage kurz vom Hausmeister gereinigt.

    Das wäre auch echt noch zu früh gewesen.

    Ich tippe mal ins blaue, das der Innenkletterer den Ausbau des Kerns mit Aufzugstechnik oder ähnlichem behindert hat und deshalb weichen musste. Da die anderen drei Türme jeweils mit einem Innen- und Fassadenkletterer errichtet werden, ergeben sich bei denen dann solche Lösungen.

    Hat das einen bestimmten Grund, dass nicht der gesamte Kran abgebaut wurde?

    Die Hälfte des Wetterschutzes hängt auch sein Wochen noch dran, obwohl ein Abbau ohne Kran fast unmöglich sein dürfte, und überhaupt ist es ziemlich ungewöhnlich so früh bereits einen Kran zu demontieren. Es würde mich nicht wundern wenn der Ausleger bloß abgebaut werden musste, also irgendwann doch wieder montiert wird.

    Die Problematik mit dem Gleisbogen ist mir ehrlich gesagt unverständlich.

    Es gibt inzwischen doch wirklich genügend Beispiele, das solche Viadukte funktionieren, angenommen werden und ein Viertel im Idealfall bereichern können. Was natürlich mit davon abhängt, wie es umgesetzt und schlussendlich in die Umgebung eingebunden wird. Der Radschnellweg in Mühlheim ist sehr gut angenommen worden und gilt inzwischen sogar schon als kleine Sehenswürdigkeit, auch die Promenade Plantee in Paris ist seit Jahrzehnten ein Erfolg.