Wohnbauprojekte

  • Wohnbauprojekte

    Da ich sie im Bahnstadt-Thread genannt hatte, hier mal einige aktuelle Wohnbau-Projekte in Heidelberg, die wir noch nicht so hatten. Da auch einige "größere" dabei sind nicht in "Kleinere Projekte", da gehts nur unter. Mehr ein Sammel-Thread, ich denk mal ich schieb später noch ein paar nach.


    "Klostergarten"


    http://www.wohnen-in-heidelberg-ziegelhausen.de/


    - Neubau mehrerer Stadthäuser in Hanglage
    - direkt angrenzend zum Stift Neuburg (westlich Ziegelhausen)
    - Investition > 5 Millionen Euro
    - 23 Wohnungen



    Bildquelle: Immobilien Winter



    "MyWEST"


    http://www.mywest-heidelberg.de/


    - Neubau und Nachverdichtung in der Römerstraße in der Weststadt.
    - 34 Wohnungen.
    - Investition < 10 Millionen Euro.



    Bildquelle: Immobilien Winter



    "Merian"


    http://www.merian-heidelberg.de/


    - Neubau an der Neuenheimer Landstraße, Neuenheim-Ost
    - 18 Luxuswohnungen
    - Investition > 10 Millionen Euro



    Bildquelle: Immobilien Winter



    "Schlosshotel"


    http://www.wohnen-im-schlosshotel.de/


    - Sanierung des ehemaligen Schlosshotels am Hang oberhalb des Schlosses (Baujahr 1875) mit 23 Luxuswohnungen
    - Angrenzend Neubau ("Schloßgarten") von zwei Stadthäusern mit 16 Wohnungen
    - 1A-Lage, Schloß-Wolfsbrunnenweg 1
    - Eigentumswohnungen um ca 4.000 (Neubau) bis 6.500 (Altbau) €/m², einzelne Wohnungen im Bereich bis über 2 Millionen Euro Kaufpreis.
    - Investition vermutlich deutlich über 40 Millionen Euro



    Bildquelle: Hochtief

  • Projekt Handschuhsheim Dossenheimer Landstr.


    - im Bau seit ein paar Wochen, Fertigstellung Mai 2011
    - 50 m² Gewerbe im EG, 16 Wohnungen, 2 Stadthäuser
    - verstärkter Schallschutz zur Dossenheimer Landstr. (B3 mit ca 27.000 Kfz/Tag, Straßenbahn im 3,3-Minuten-Takt)
    - Investition geschätzt ca 4-5 Millionen Euro



    Bildquelle: Kraus Immobilien


    Der runde Eckturm bildet eine 5-Zimmer-Wohnung über drei Stockwerke.

  • Das *Merian* gefällt mir recht gut, vorallem der Ausblick ist natürlich fantastisch. Der größte Teil ist ja auch schon verkauft.

  • Ich find bei der kompletten Straße dort die Parksituation einfach grausam. Es hat zwar jedes Haus eine Tiefgarage auf Straßenebene, aber das rein- und rausfahren aus diesen Garagenausfahrten birgt quasi ein 50/50 Risiko dass dir einer von der Seite reinfährt, weil du halt direkt durchs Tor ohne jegliche Sicht auf die dichtbefahrene Straße kommst.


    Das Merian ist wenn ich mich richtig erinnere eigentlich mehr eine Vollentkernung und Komplett-Neugestaltung anstelle eines Neubaus. Ich glaub das war sogar ein Bürogebäude.


    100 Meter weiter östlich vom Merian wird übrigens auch noch mal was in ähnlicher Größe und Ausführung gebaut, die sind aber erst noch am Fundamente legen.

  • Gefällt mir optisch sogar fast besser als das Merian.
    Das Konzept *Garage darüber etwas zurückversetzt die eigentliche Wohnbebauung und das Dach der *Garage intensiv zu begrünen ist ja derzeit recht gefragt. Gefällt mir aber ehrlich gesagt auch. Man wohnt nicht direkt an der Straße, hat etwas mehr grün und je nachdem in welchem Stock man wohnt sieht man die Straße nicht mal wirklich (hören natürlich schon).


    Es sollte solche Projekte auch in Ma geben *

  • Mit Verlaub, aber die bislang vorgestellten Neubauten sind architektonisch völlig belanglos, eine wohnflächenoptimierte Langeweile löst die andere ab. Einzig das Projekt Handschuhsheim ähnelt noch irgendwie der Postmoderne, wie sie in den 1990er-Jahren üblich war, ist aber dennoch schlecht proportioniert. Ein besonderer Tiefpunkt ist der Umbau des Schlosshotels. Das ist doch nun wirklich keine Architeketur mehr, was da zu sehen ist. Irgendwo auf der Homepage ist zu lesen, dass der Altbau in seiner Substanz erhalten bleibt. Da frage ich mich angesichts der Visualisierung: Wo eigentlich? Im Sockelbereich? Auf gleicher Website kann man zudem entnehmen, dass der Altbau völlig entkernt werde, was ja dann vollkommen widersprüchlich erscheint. Es ist weder ein Umbau, noch eine Sanierung, sondern ein lupenreiner wie bemerkenswert gesichtsloser Neubau, der nur mit seiner maximalen Wohnraumausnutzung auf sich aufmerksam macht.

  • Ob mans glaubt oder nicht, das Schlosshotel sah schon immer fast exakt genauso häßlich aus - zumindest seit den 20ern.


    Allerdings nahm auch der Umbau in den 20ern schon die neobarocke Fassadenform von 1875 auf. Das Gebäude wurde damals im wesentlichen "verbunkert": Anstelle der ursprünglichen verglasten Salons in der Westfassade kam die jetzige Lochfassade. Am jetzigen Umbau neu sind in der Westfassade im wesentlichen nur die Balkone, die diese Lochfassade etwas auflockern dürften. Im Sockel unter der Terrasse wird außerdem in einer Fortführung des 20er-Jahre-Umbaus die Glasfassade des Konferenzraums umgebaut, um dort eine Wohnung unterzubringen. Der Hauptumbau mit deutlichen Änderungen findet im hinteren Baukorpus statt.


    Man vergleiche, vor dem Baubeginn:
    http://www.heidelberg-images.c…1881/e1926/index_eng.html


    Wirkung des Gebäudes im Jahr 1881, das ganz oben aufm Berg:
    http://www.flickr.com/photos/s…eritage_board/3353584408/

    3 Mal editiert, zuletzt von kato2k8 () aus folgendem Grund: ausführlicher

  • ^ Das Schloss ist/war, so habe ich es vor meinem Beitrag auf der Website gelesen, ein 1920er-Jahre-Umbau des 1875 errichteten Vorgängerbaus. Zugegeben, optisch gesehen war das auch schon nicht zum Besseren. Das jetzige Vorhaben mit den herausstechenden Balkonen ist m.E. eine weitere deutliche Verschlechterung. Sicher wird den künftigen Bewohnern, die sich rundum wohl fühlen sollen, und dem Investor, der viel Geld verdienen will, mit diesem Bauvorhaben genügend Rechnung getragen, jedoch die exponierte und wahrscheinlich weit ins Umland sichtbare Lage im Grünen hätte zu einer einfühlsameren und architektonisch anspruchsvolleren Lösung führen müssen.


    Teilweise mit dem Edit von kato2k8 überschnitten

  • die exponierte und wahrscheinlich weit ins Umland sichtbare Lage im Grünen hätte zu einer einfühlsameren und architektonisch anspruchsvolleren Lösung führen müssen.


    Für mich war das schon immer der "Betonbunker aufm Berg" - insbesondere da es sich visuell ja eher um einen isolierten Solitär handelt, die Bebauung im Umfeld fällt kaum ins Auge. Es handelt sich übrigens um das älteste Gebäude in jener Straße oben um den Berg herum; die Nachfolgebauten wurden da wesentlich behutsamer reingesetzt, unter anderem hat dort auch die Familie Speer ihre Villa.


    Meine Vermutung ist, dass da auch der Denkmalschutz mitgespielt hat - nach dem Prinzip "entweder ihr erhaltet im wesentlichen die 20er-Jahre-Fassade oder versetzt das ganze zurück in den Originalzustand von 1875".

  • ich finde es erschreckend, dass normalbürger keine chance auf eine solche wohnung haben... das ganze neckartal wird mit millionenbunkern zugepflastert...

  • Der Schloßwolfsbrunnenweg oben war schon immer so teuer - seit der vor 100 Jahren bebaut wurde. In den umliegenden Häusern dort kann man sich auch einmieten, der Quadratmeter liegt so um die 12 Euro Kaltmiete (was für Heidelberg nicht so besonders ist - nur liegt man wegen der Größe der Wohnungen dann eben meist bei um die 2000 Euro für 4 ZKB).
    Kaufpreis für die Durchschnittswohnung in der Lage so um die 3200 bis 3600 Euro pro Quadratmeter, wenns nicht ganz exklusiv oder Neubau sein soll. Kann man genauso auch in der Weststadt oder Neuenheim hinlegen.


    Ich kenn übrigens Leute, die da oben wohnen - da sind durchaus "Normalbürger" dabei... allerdings muß man auch sagen, daß ein ganzes Stück vom Schlowo mittlerweile von Tschira aufgekauft worden ist. Für seinen Stiftungs-Komplex rund um die Villa Bosch.


    Mir war dieses Schlosshotel früher ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen


    Mir war das immer nur als "der Betonbunker" im Auge... vor allem im Winter durchaus auffällig.

  • Thematisch passts...


    Heidelberg hat seine Wohnraumbedarfsanalyse aktualisiert.


    Aktuell geht man aus von:
    - 5200 WE Neubau bis 2020 (Bahnstadt, Konversionsgebiete)
    - 6200 WE weiterem Bedarf bis 2030


    Das entspricht einem Bedarf an Wohnungsbau über die Bestandsprojekte hinaus von etwa 330 Wohnungen pro Jahr - was effektiv heißt, daß wie bisher weiter gebaut werden kann, ob der großen Projekte der sonstige Bereich aber nicht vernachlässigt werden darf. Der Neubaubedarf ist im großen Rahmen mit rund 5000-6000 Einheiten pro 10 Jahren in Heidelberg die letzten 50 Jahre recht konstant, wird aber generell um 20-30% unterbedient.


    Problematisch ist insbesondere im weiteren Bedarf die Schaffung von ca 1100 EFH/DHH bis 2030, die notwendig wären um den bisherigen Umsatzumfang zu bedienen (die Nachfrage liegt natürlich deutlich höher).


    Auf die Stadtteile verteilt prognostiziert die Analyse im wesentlichen fast überall stagnierende Bevölkerungszahlen (+-<5%), mit Ausnahme der Südstadt (+37%), Kirchheims (+24%), Rohrbachs (+7%), Bergheims (+7%), Boxbergs (-8%).
    In der Südstadt und Rohrbach ist dies im wesentlichen auf Konversion abzustellen, Kirchheim ist aufgrund seiner Fläche designiertes Erweiterungsgebiet für RH-Siedlungen und dergleichen, in Bergheim fällt als Konversionsprojekt hier das Altklinikum an.
    Nicht ausgewiesen diesbezüglich sind die Bahnstadt und die PHV als reine Konversionsstadtteile. Korrigiert man die in der Studie angegebenen Bevölkerungszahlen um die Abweichung des EU-Zensus, ist für 2030 von einer voraussichtlichen Bevölkerungszahl von etwa 160.000 Personen auszugehen, wobei das Hauptwachstum bis 2020 stattfindet.


    Das Ganze findet sich hier (122 Seiten).