Neu-/ Umbauten der Universität

  • monotoner klotz

    bin vor kurzem an dem gebäude vorbei gefahren und war entsetzt. die ersten entwürfe und visualisierungen hatten mir ja noch ganz gut gefallen. man kann so ein gebäude höchstens als solitär auf die grüne wiese setzen, aber sicher nicht neben ein solches sehr eigenständiges wie das uni-hauptgebäude. es nimmt in keiner weise bezug. die vordere fassade ist extrem langweilig, die rückwärtige völlig aufgebrochen, was aber durch die monotone in verschiedenen grau-tönen gehaltene fassade gleich wieder nivelliert wird. der gipfel allerdings sind die fensterlaibungen in giftneongrün...bitte wer soll das länger als drei wochen erträglich finden??? die meisten anderen uni-gebäude gefallen mir auch...aber dieses.....einfach nur misslungen!

  • 2:3 gegen das Gebäude! Aufgrund der Resonanz noch eine Ansicht (temporär eingestellt) von der Front und dem Umfeld,
    damit der geneigte Mitleser sich ein Urteil bilden kann.
    Die grüne Fassade zitiert das Portal des historischen Gebäudes. :D


    Bild entfernt.


    Die Uni baut auch zukünftig in größerem Stil und freut sich vielleicht über ein Feedback. Vielleicht sollte der Threadt über die Klinikbauten der Uni auf alle Unigebäude globalisiert werden?

    Einmal editiert, zuletzt von K-Restaurieren () aus folgendem Grund: Verwaisten Link entfernt, ansonsten unverändert.

  • 2:3 gegen das Gebäude!


    Ok dann steht's jetzt 3:3 :)
    Habe das Gebäude noch nicht in echt gesehen, aber alleine von den Fotos her gefällt es mir. Hier wurde dieses verspielte Schachteln mal wirklich nicht nur angedeutet sondern konsequent durchgezogen. Die unterschiedlichen Grautöne lassen das Ganze viel plastischer und lebendiger erscheinen. Und das Grün fügt sich doch ganz gut in die umgebende Natur ein (Zumindest in der warmen Jahreszeit).


    Zur Hauptseite hin greift es Höhe, Geschossigkeit und Flucht des Hauptgebäudes wieder auf, was nach meiner Meinung auch ausreicht. Ich empfinde den Altbau aus den 1930er Jahren nicht wirklich als einladend, sondern eher als ausgesprochen nüchtern und streng. Als Vorlage für Neubauten würde ich den nicht hernehmen wollen. Der Uni-Campus ist ohnehin ein Sammelsurium aus unterschiedlichsten Gebäudetypen. Daher finde ich diesen modernen Neubau als Solitär hier mal gut aufgehoben.

  • Ich kann mich den Ausführungen von Tilou nur anschließen. Anfangs konnte ich mit den grünen Fenstern nichts anfangen - habe mich aber inzwischen daran gewöhnt - und kann ihnen sogar etwas abgewinnen. Das diese gar als Zitat des Eingangsbereiches des Hauptgebäudes gesehen werden könnten, wie 'K-Restaurieren' schrieb war mir bislang noch garnicht aufgefallen.

  • Auch auf der Rückseite nimmt der Neubau die kammartige Struktur des Hauptgebäudes auf. Das sieht man deutlich, wenn man etwas weiter entfernt steht.
    Auf jeden Fall polarisiert das Gebäude. Ein Theaterregisseur wäre über eine solche Wirkung glücklich.

  • Studierenden-Service-Center

    Da irgendwie die hier schon mal eingestellten Bilder des Studierenden-Service-Center im nahezu fertiggestellten Zustand abhanden gekommen sind, stelle ich meine Aufnahmen von Anfang August ein.


    Als herrliches Geschwafel empfinde ich die Ausführungen zu dem Gebäude auf der Seite der Architekten schusterarchitekten.de: "Die städtebauliche Leitidee basiert auf einer konsequenten Raumbildung zu den Strassen und einer morphologisch strukturierten Auflösung zu den Grünbereichen. Es bildet sich eine terrassierter Raum, der gleichsam als gebaute landschaftliche Metapher hohe Aufenthaltsqualität sowie Erlebnis in der Bewegung durch Innen- und Aussenraum gewährt." etc., etc. bla bla bla


    Zunächst die konsequente Raumbildung zu den Strassen, d.h. zur Universitätsstrasse ... man könnte auch böse sagen, die öde dunkle Wand mit grünen Fenstern






    und nun noch die morphologisch strukturierte Auflösung bzw. die gebaute landschaftliche Metapher




    Ich fühlte mich beim Anblick dieser Klötzchen in unterschiedlichen Grautönen an die Metastadt Wulfen erinnert, ein erfreulicherweise zwischenzeitlich abgerissenes bauliches Experiment der 70er Jahre. Hoffentlich ereilt auch bald dieses Gebäude das gleiche Schicksal. :Nieder:


    Eigene Bilder

  • Also die Formgebung finde ich klasse. Der Riegel zur Universitätsstr. fasst diese ein, und zitiert die Strenge des Hauptgebäudes. Zum Grüngürtel dann die Auflösung alles Strengen. Gefiel mir sehr gut - als Rohbau. Die Gestaltung der Fassade finde ich allerdings ebenfalls ziemlich grausam.


    Heller Sichtbeton hätte dem Bau etwas leichtes gegeben, z.B. aufgerauht wie an der Moschee. Oder wenn schon dunkel dann im Natursteinlook wie am Westgate.

  • also

    da können die giftgrünen fenster tausendmal als zitat der grünschimmernden fenster des hauptgebäudes gemeint sein, diesen bezug stellt erstens kaum jemand her und zweitens ist es dank der heftigkeit der farbgebung der penetranz auf der kompletten fassade auch gar nicht zu vergleichen. desweiteren finde ich nicht, dass das gebäude die strenge des hauptgebäudes zitiert. das ist zwar streng, öffnet sich aber auch symmetrisch zum platz. dieses neue gebäude dagegen schottet sich ab, wirkt monoton und gleichförmig und abweisend durch seine zu dunkle farbgebung und die fehlende öffnung zur hauptseite....ich finde das gebäude gänzlich misslungen. die idee, besonders der gestaltung der rückseite, find ich eigentlich grandios, aber leider durch die farbgebung in ihrer wirkung völlig zerstört.

  • Bin heute Vormittag zum Semesterstart am neuen Servicecenter vorbeigekommen und habe ein paar Photos vom straßenabgewandten Teil des Gebäudes gemacht.








  • ^ Naja, man kann gespannt sein..


    Der bisherige Verlauf ist mehr als ernüchternd. Nachdem die Sanierung des Hauptgebäudes jetzt 2 Jahre her ist, ist der Haupteingang immer noch mit Graffiti übersät und die Bauzäune wildern da auch nur vor sich hin. Das grüne Monster (Neubau links daneben) ist auch keine tolle Ergänzung.

  • http://www.rundschau-online.de…en,15185496,31490968.html


    In Kürze werden die Arbeiten für das „Centrum für Integrierte Onkologie Köln-Bonn“ (CIO) auf dem Gelände der Uni-Klinik beginnen :daumen:. 77,5 Millionen Euro werden bis Ende 2018 verbaut. Das Gebäude gefällt mir sehr gut


    Darüber hinaus wird das Zentrums für Molekulare Medizin Köln (ZMMK) erweitert. Das 2009 in Betrieb genommene Laborgebäude an der Robert-Koch-Straße mit derzeit gut 6000 Quadratmetern soll um dieselbe Größenordnung ausgebaut werden. In seiner Architektur wird der Neubau das bestehende ZMMK-Gebäude spiegeln wie eine Doppelhaushälfte.

  • Interessanter Artikel zum aktuellen Stand der Neu- und Umbauten an der Uni in der Rundschau: http://www.rundschau-online.de…asen-fuer-denker-24459160


    Dort wird auch erwähnt, dasss es mit dem neuen Laborkomplex für das Department für Chemie und die Didaktiken der Naturwissenschaften jetzt losgeht.


    Aus diesem Anlass habe ich mir nochmal die Visualisierungen von Code Unique angeschaut. Dabei ist mir (jetzt erst) aufgefallen, dass der Neubau ja zum größten Teil auf dem Gelände der jetzigen zwei Flügelbauten des langen Hauptriegels der Chemie gebaut wird.


    D.h. die unsägliche Parkplatzbrache am Unicenter ist gar nicht Teil der Planung? Ist für dieses Gelände denn überhaupt irgendetwas vorgesehen?

  • An der Zülpicher Straße wird das hässliche gekachelte Gebäude des Instituts für Geologie und Mineralogie durch einen ansehnlichen Neubau ersetzt. :daumen:


    Aktuelle Situation:

    Quelle: Bilderbuch-Koeln.de


    Geplanter Neubau:

    Quelle: agn Niederberghaus & Partner GmbH