Bau- und Immobilienwirtschaft

  • Bau- und Immobilienwirtschaft

    Hier nun ein Thread fuer deutschlandweite Zahlen. Im 3. Quartal sind fuer alle grossen Buerostandorte gute Zahlen gemeldet. Ich denke v.a. Muenchen, was in meinen Augen bisher etwas zurueckhing, hat wieder aufgeholt. Berlin als einzigst grosser Standort ist aber noch leicht abgehaengt von der Entwicklung.



    Quelle: http://www.joneslanglasalle.de…r/kurzkommentar2007q3.htm

  • Interessant. Tendenziell ziemlich andere Zahlen kommen vom DIP Deutsche Immobilien-Partner, demnach steht Berlin doch recht gut da, mit einem Wachstum in den ersten 3 Quartalen von 30% (Jones Lang LaSalle: +9% ... Interessant dabei auch, die einen melden 330.000 und die anderen 430.000...gab es da einen Zahlendreher von 100.000?), allerdings hat Muenchen nur ein Wachstum von 16% (Jones Lang LaSalle: +28%)


    Erschreckend teilweise die Zahlen zu ostdeutschen Staedten beim DIP fuer die ersten 3 Quartale:
    Dresden (15.000 m²; - 9%)
    Leipzig (61.000 m²; -18%)
    Rostock (8.000 m²; -36%).
    Das was komplett in Dresden umgesetzt wird, wird in Muenchen in einer Woche umgesetzt.


    http://www.property-magazine.d…base=details&news_ID=7627

  • ^^ Oha, demnach haben Düsseldorf und Köln mit 65 bzw. 58% den stärksten Umsatzzuwachs der betrachteten Städte. Insg. 572.000m² für die beiden rheinischen Metropolen ist ein sehr ansehenlicher Wert und für beide Städte jeweils ein Allzeitrekord - da breche ich auch gerne ein Tabu und addiere die Werte der alten Antagonisten.


    Unglaublich, was sich auf den Immobilenmärkten derzeit tut.

  • Also solchen Zahlen traue ich noch nicht. Ich wuerde von beiden Quellen die von LaSalle als realistischer einstufen, aber lieber mal noch mehr Quellen abwarten. Diese beiden differieren echt so unglaublich stark, dass sie solche Auswertungen ad absurdum fuehren.

  • Ein Teil der Differenzen geht auf unterschiedliche Abgrenzungen der Standorte (nur Stadtgebiet oder auch die Vororte X oder Y?) zurück. Gerade bei Frankfurt und Düsseldorf macht das sehr viel aus.


  • Pressemitteilung: Atisreal



  • Tabelle dazu


    Pressemitteilung: Aengevelt

  • PM IHK Region Stuttgart vom 20. Dezember 2007


    "Trendwende bei Büromieten: Nachfrage und Preise ziehen an
    Stuttgart hat geringste Leestandsquote unter Großstädten


    Nach einem Rückgang der Büromieten zwischen 2005 und 2007 ziehen Nachfrage und Preise wieder an. Das ergibt eine aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart. „Der Büromarkt in der Region Stuttgart wird für nationale wie internationale Investoren immer attraktiver“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Richter. Schließlich sei das Flächenangebot in der Region Stuttgart mit über 17,8 Millionen Quadratmetern annähernd so groß wie der Büromarkt Berlin, der als der größte in Deutschland gilt. „Investoren finden hier einen stabilen und kalkulierbaren Markt vor“, meint Richter. In Boomzeiten habe es hier zwar nicht die spekulativen Spitzenmieten anderer Metropolen gegeben, dafür in Zeiten weniger rasanten Wachstums aber auch keine großen Leerstände oder dramatische Mieteinbrüche.


    Nach der IHK-Untersuchung haben die Mietpreise für Büros 2007 gegenüber der letzten Erhebung 2005 im Schnitt um 0,27 Euro auf 8,41 Euro pro Quadratmeter nachgegeben. Dabei wurden nicht allein die Neuabschlüsse, sondern der Bestand der Mietverträge insgesamt erhoben. Rund 70 Prozent der Mieter meldeten, dass es in den letzten fünf Jahren keine Erhöhung gegeben habe. „Im Vergleich mit 2005 spiegeln sich Rückgänge der letzten Jahre wider“, erläutert der IHK-Hauptgeschäftsführer. Angesichts der guten konjunkturellen Entwicklung rechnet er in den nächsten Jahren mit einem Aufwärtstrend bei den Mietpreisen.


    In Stuttgart liegen die Durchschnittspreise mit 10,00 Euro pro Quadratmeter am höchsten, gefolgt von den Landkreisen Böblingen (8,20 Euro), Esslingen (8,00 Euro), Ludwigsburg (7,90 Euro), Rems-Murr (7,30 Euro) und Göppingen (7,20 Euro). Einzelne Spitzenwerte von 15 bis fast 18 Euro wurden registriert in Stuttgart (Bezirke West/Süd: 17,80 Euro, Bezirke Innenstadt/Nord und Feuerbach: 16 Euro), Ludwigsburg (17,20 Euro), Leonberg (16,50 Euro), Backnang (16 Euro), Leinfelden-Echterdingen (15,40 Euro) und im Unteren Filstal (15,10 Euro).


    Sowohl bei den Spitzenmieten wie auch im mittleren Preisbereich liegen andere Metropolen wie Frankfurt/Main, München, Hamburg, Düsseldorf, Berlin und Köln vor Stuttgart. Die Landeshauptstadt Baden-Württembergs verzeichnet aber mit 6,1 Prozent bundesweit den geringsten Wert beim Leerstand. Bezogen auf die Region beträgt er sogar nur 4,3 Prozent. Dagegen müssen derzeit die Vermieter von Büroflächen in Frankfurt (19,3 Prozent), in Köln (12,4 Prozent), Berlin (11,6 Prozent), Düsseldorf (11,4 Prozent), Hamburg (9,7 Prozent) und München (8,1 Prozent) deutlich höhere Quoten hinnehmen.


    Die Übersicht der Büromietpreise in der Region Stuttgart finden Sie in der linken Servicespalte. Sie enthält zahlreiche Tabellen mit Angaben zu einzelnen Städten in der Region Stuttgart."


    Link: http://www.stuttgart.ihk24.de/…_und_Preise_ziehen_an.jsp

  • Die Zahlen von Frankfurt sind aber steinalt, nur als Ergänzung:
    Im ersten Halbjahr 2007 beträgt die Leerstandsquote 14,7% (2006 16,2%).
    Quelle: http://www.eurohypo.com/media/…hte/MB_Frankfurt_2007.pdf


    Trotzdem wird Stuttgart noch einsam an der Spitze verweilen. ;)


    /EDIT:
    Die Daten von Stuttgart sind übrigens von 2007 (http://www.eurohypo.com/media/…hte/MB_Stuttgart_2007.pdf), bei Frankfurt hat man einfach die Daten von 19?? genommen! Das ist schon dreist von der IHK Stuttgart. :Nieder: :nono:


    Wenn das nicht explizit von der Marketing-Abteilung der IHK-Stuttgart wäre, dann wäre jetzt mein Weltbild zerstört. :cool: Aber so ist das halt im Leben... :lach:

  • Diese Studie wurde laut der obigen Seite nur für Stuttgart erhoben. Eurohypo hat zeitgleich die Daten aller Deutschen Metropolen. Das ist wirklich dreist von der IHK Stuttgart! Die Zahlen von Eurohypo decken sich im Leerstand absolut, nur hat man bei Frankfurt auf ältere Studien zurück gegriffen. ;) Die 6,2 % für Stuttgart sind von 2007, die über 19% für Frankfurt von 19??. :nono:

  • Nach dem aktuellen Colliers-Bericht sind es 15,9% in Frankfurt und in 6,1% in Stuttgart, jeweils im 3. Quartal 2007. Doch ist mir ohnehin nicht klar, warum die IHK Stuttgart stolz wie Bolle auf die Leerstandsquote ist und diese so in den Vordergrund stellt. Steht diese Quote doch eher für Zurückhaltung bei Investitionen. Ein Indikator für einen prosperierenden Büromarkt ist das jedenfalls nicht, das ist vielmehr der Büroflächenumsatz (Jan.-Sept. 2007: 460.000 m² in Ffm. und nur 128.000 m² in Stuttgart) und die Bürospitzenmiete (3. Quartal 2007: 36,50€ in Ffm und 17,50€ in Stuttgart).

  • Ich glaube da gibt es deutlich unterschiedliche Meinungen, ich z.B. sehe als Indikator für einen prosperierenden Büromarkt eher die Nettoabsorption und die prognostizierte Fertigstellung.


    Eine geringe Leerstandsquote sehe ich auch nicht als Indiz für die zurückhaltung von Investitionen.


    Stadt - Fertigstellung Q1-Q3 2007 - Leerstand


    Berlin 47.800 m 9,5 %
    Düsseldorf 55.800 m 11,3 %
    Frankfurt/M. 34.000 m 14,5 %
    Hamburg 196.100 7,4 %
    München 127.900 9,9 %


    Werte von JLL(Quartal III.)


    Wenn man München und Berlin vergleicht hat die Leerstandsqoute nichts mit zurückhaltung bei Investitionen zu tun. Auch wenn man dazu noch die Nettoabsorbtion in Relation setzt. Diese Werte gibt es leider noch nicht für 2007 von JLL

  • Schmittchen
    Ein Indikator für einen prosperierenden Büromarkt ist das jedenfalls nicht, das ist vielmehr der Büroflächenumsatz (Jan.-Sept. 2007: 460.000 m² in Ffm. und nur 128.000 m² in Stuttgart) und die Bürospitzenmiete (3. Quartal 2007: 36,50€ in Ffm und 17,50€ in Stuttgart).
    Na, da ist aber einer stolz wie Bolle ;)


    Niedrige Leerstandsquote bedeutet wohl nach allgemeiner Auffassung in erster Linie, dass weniger spekulativ gebaut wird. Das kann sich je nach Marktlage positiv wie negativ auswirken.

  • Wagahai
    ich denke die Hoehe der Leerstandquote und Durchschnittsmiete sind Zahlen die direkt zueinander korrelieren. Also eine hohe Miete => viele Investoren, die diese abstauben wollen => hohe Leerstandsquote. Bestes Beispiel dafuer ist ja Frankfurt. Und mit 10 Euro Durchschnittsmiete ist Stuttgart nun wirklich nicht gut dran.


    Zahlen fuer 2007:
    Laut einer ersten Prognose der endgueltigen Zahlen fuer 2007 hat Muenchen 2007 einen Jahresumsatz von 833.600 m² erreicht. Durchschnittsmiete Stadt: 15,58 €/m² (+1,6%), Umland 10,96 €/m² (+16,5%), wobei besonders in Richtung Flughafen viele Flaechen nachgefragt wurden.

  • „Der Büromarkt in der Region Stuttgart wird für nationale wie internationale Investoren immer attraktiver“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Richter. Schließlich sei das Flächenangebot in der Region Stuttgart mit über 17,8 Millionen Quadratmetern annähernd so groß wie der Büromarkt Berlin, der als der größte in Deutschland gilt.


    17,8 Millionen qm in der Region Stuttgart? Tja...wenn man die Region nur gross genug waehlt wird sogar das groesste Marktgebiet uebertrumpft. Der Büroflächenbestand im Gebiet Stuttgart liegt aber hingegen bei 7,25 Millionen. Der in Berlin bei 18,10 Millionen qm und bei dem im groessten Marktgebiet - Muenchen bei 21,35 Millionen qm.


    Quelle: http://www.colliers-sls.de/dow…dte-Vergleich-deutsch.pdf

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    Die Region Stuttgart ist ein Regionalverband und besitzt als Körperschaft des öffentlichen Rechts ein direkt gewähltes Parlament. 5 Landkreise und der Stadtkreis Stuttgart gehören zu dieser Region, in der ca. 2,7 Mio Menschen leben. Wenn also von der Region Stuttgart die Rede ist, ist immer dieser Verband gemeint. Dies vielleicht mal zur Info, da es in Deutschland ja nicht viele Regionen mit einem eigenen Parlament gibt.
    Bei solchen Statistiken wie von der IHK wird also nicht willkürlich irgendwo eine Grenze gezogen, damit man andere Gebiete übertrumpft.
    Vorsichtig sein muss man natürlich, wenn es seitens der EU Metropolregion bzw. NUTS-2-Region Stuttgart heißt. Dies bezeichnet eine hierarchische Systematik zur Identifizierung und Klassifizierung der räumlichen Bezugseinheiten der amtlichen Statistiken.
    Hoffe, ein bisschen zur Aufklärung in diesem Gebiet beigetragen zu haben. :)