Baugeschehen: restliches Stadtgebiet

  • Baugeschehen: restliches Stadtgebiet

    Tja, in Chemnitz wird doch neu gebaut ;).


    Die Wohnungsbaugenossenschaft Chemnitz West eG baut in Siegmar für etwa 3,5 Millionen Euro ein Niedrig-Energiesparhaus mit 31 Wohnungen und Tiefgarage. http://www.freiepresse.de/NACH…N/REGIONALES/1440151.html


    Auf der Website gibt es eine, sagen wir mal Zeichnung davon. Die haut mich nicht vom Hocker:
    http://www.wcw-chemnitz.de/Akt…ntstehen-in-chemnitz.html


    Bürgelstr. 4 bis 8 ist jwd: http://maps.google.de/maps?hl=….019709,0.055618&t=h&z=15

  • Baugeschehen: restliches Stadtgebiet

    Ein paar Aufnahmen meiner jüngsten Tour durch Chemnitz dokumentieren, daß auch hier einige Sanierungen laufen. Diese positiven Beispiele sollten zukünftig in diesem Thema präsentiert werden, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen.


    Los geht es in der Straße der Nationen/ Ecke Emilienstraße, wo die B&V das Eckhaus saniert:


    In der Josephinenstraße wird folgendes kleine Häuschen saniert:


    Am besten gefällt mir die Sanierung in der Zöllnerstraße 19:


    Sanierungsträger ist hier die AtriumPlanBau, auf deren Webseite nicht nur ersichtlich wird, daß man einen guten Teil der Josephinenstraße in Schloßchemnitz saniert hat, sondern auch das auf meiner Aufnahme sichtbare Gebäude Zöllnerstraße 19 wird anspruchsvoll saniert (Verkaufsprospekt). Wenn man sich das und die Mietpreise so anschaut, möchte man bei der wirklich idealen Lage (Zentrum, Bahnhof, Busbahnhof etc. fußläufig zu erreichen, ruhige Seitenstraße) eigentlich gleich mieten (Luftbild).


    Immens wichtig für Chemnitz ist auch der Neubau der A72 nach Leipzig, deshalb füge ich noch drei Bilder von der Muldenbrücke bei Penig an, die ebenfalls große Fortschritte macht:




  • Im Januar hatte LE Mon. hist. das bereits entdeckt (Betiträge 155 und 157). Seitdem hat sich am Verkaufsstand der als Eigentumswohnungen angepriesenen Wohnungen aber nichts getan. Solange die Sanierung läuft, kann man das aber trotzdem auf der positiven Seite verbuchen, vielleicht ändert man nach Fertigstellung einfach von Verkauf auf Vermietung, was auch keine Schande wäre...

  • Weswegen ist denn der Bau der A72 für Chemnitz so immens wichtig?


    Die Antwort ergibt sich wenn man über die B95 nach Leipzig fährt.

  • Momentan ist die Straßenverkehrsanbindung nach Leipzig indiskutabel, wie von Cherubino angedeutet. Wichtig ist sie, weil dies Chemnitz von der Verkehrs- und Logistikdrehscheibe Leipzig abschneidet und lokale (Automobilwerke) und überregionale Absatzmärkte für die beachtliche Zulieferindustrie in Südwestsachsen schwerer erreichbar macht. Diese wichtigen Negativfaktoren entfallen künftig in der Betrachtung der Wirtschaftslenker. Und außerdem erschließt sich Chemnitz ein beträchtliches Arbeitskräfte- und Zuzugspotential aus dem Leipziger Raum :lach:.

  • Der landeseigene Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement saniert für den räumlichen Ausbau der Polizeidirektion dieses bisher leerstehende Gebäude (links hinter den Bäumen) auf der Schulstraße am Südring. Unter anderem werden Dach, Fenster und Fassade auf Vordermann gebracht. Zudem bekommt das Haus brandschutztechnische Anlagen, neue Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallationen. 20 Bedienstete der Gemeinsamen Fahndungs- und Kontrollgruppe ziehen ein, die Arbeiten beginnen im Oktober und enden voraussichtlich im Juni 2010. Es muß also nicht immer Abriß und Neubau sein.


    Quelle: Sachsen-Fernsehen (mit Video)

  • Du wirst nicht wissen, dass im Rahmen der Sanierungsarbeiten am Polizeipräsidium Süd, die beiden Nachbargebäude von diesem Haus abgerissen wurden ...

  • Das Sachsen-Fernsehen stellt ausführlich die Sanierung der Zeisigwaldschänke vor, die auch zum Tag des offenen Denkmals besichtigt werden konnte, mit Fertigstellung der Küche gegen Ende des Jahres wieder den kompletten Gaststättenbetrieb aufnehmen kann und insgesamt wohl ein Paradebeispiel für die Wiederbelebung eines denkmalgeschützten Objektes ist. (Video-Beitrag)

  • Deren Eigentümern gehört auch die Schüffnerche Kattundruckmanufaktur an der Müllerstraße. Diese ist zwar ausgezeichnet gesichert aber das Nachbargebäude, Chemnitz' letztes wunderbares Bürgerhaus aus der Biedermeierzeit macht Sorgen. Jetzt fängt dort an das Dach einzubrechen. Mit dessen Eigentümer, einem Münchner Prof. (?) hab ich mal telefoniert. Null Interesse am Objekt. Unverantwortlich, das es dann nicht zum Kauf angeboten wird.


    http://www.repage4.de/memberdata/schmalfuss/Biederm3.JPG


    eigene Fotografie 2007

  • Die Arbeiten am Baufeld B3 liegen offenbar gut im Plan, bis Ende des Jahres wird der Rohbau fertig sein. In 1 bis 2 Wochen werden die Fenster eingesetzt und bereits im November soll der Innenausbau erfolgen. Anfang Oktober 2010 will der Bauherr die neuen Räume übergeben. Einen Überblick über den aktuellen Stand bekommt man in folgendem Video.
    Auch die Vermietung macht Fortschritte, von REWE über diverse kleinere Läden (Optiker, Reisebüro, Fotostudio, Finanzinstitut) bis zu gastronomischen Einrichtungen (Cafe über zwei Etagen, Sushi - Restaurant) ist alles dabei. Nach wie vor etwas zweifelhaft scheint das endgültige Aussehen der Fassade zu sein.

  • Cherubino zeigt auf http://www.baudenkmäler-chemnitz.de/ eine laufende Sanierung auf der Annaberger Straße:



    Foto: Cherubino


    Dies würde gut zur Debatte im anderen Themenstrang passen, wo es auch um die Chancen von Denkmälern an verkehrsreichen Straßen geht. Leider finde ich das Gebäude auf den Luftbildern nicht. Könntest Du bitte verlinken, um welches Haus es geht, Cherubino? Danke.

  • Cherubino weiß nicht wie das geht :-(


    Es ist eine große Überraschung, das hier tatsächlich saniert wird. Ich kenne das Haus ein Leben lang nur leer stehend. Es werden sogar die Stuckköpfe von der Fassade wieder angebracht. Auch hinten am Wohnhaus der Richterchen Gießerei ist mit einfachsten Mitteln nach langem Leerstand nun wieder ein Bewohner eingezogen.


    Man muss wissen, das vorn an der Straße mehrere historische GGG Häuser (Welche auch noch zum Ensemble Spinnerei Schäfer gehören) stehen und diese zwangs leer gezogen wurden um die Abbruchabsicht durchzusetzen.

  • OK, die kurze Erläuterung sei mir im Interesse des Forums gestattet: Dem Link zu Bing Maps folgen (am besten als Lesezeichen speichern), dann oben unter dem Suchfenster auf "Orte" klicken. Anschließend im Suchfenster selbst "Annaberger Straße Chemnitz" eingeben und mit Enter bestätigen. In diesem Fall werden ausnahmsweise mehrere Standorte angezeigt, durch Klicken auf den ersten befindet man sich an Ort und Stelle. Über der Karte kann man dann zwischen Straße (Karte), Luftbild (Satellitenaufnahme) und Vogelperspektive wählen (und auch zoomen), wobei die Vogelperspektive die gewünschte Luftaufnahme ist. Anschließend schiebt man das Bild auf das gewünschte Gebäude und klickt auf den Punkt "weiterleiten" über der Karte. Den Link, den man dort erhält, kann man dann hier reinsetzen. Ich habe auch eine Weile gebraucht, bis ich den Bogen raus hatte. Da ich auch ab und an technische Dokumentationen schreibe, hoffe ich sehr, daß meine Erläuterungen hilfreich und verständlich waren und zum gewünschten Ergebnis führen :-).

  • Zu dem in Sanierung befindlichen Haus an der Annaberger... darf ich, ja? ;-)


    Vergleich zu den Gebäuden an der Augustusburger aus dem Nachbarthread:


    - verkehrsreichere Ausfallstraße
    + vorm Haus fließender, kein stauender Verkehr
    + auf der Straßenseite auch neben dem betroffenen Grundstück/Gebäude Nutzung durch Gebäude, sprich: nicht das einzige Dach im ansonsten weiten, wilden Grün
    + um und vor allem hinter dem Haus ein großes Grundstück
    - ÖPNV-Anbindung wird wohl etwas weniger günstig getaktet sein
    - Abgelegenheit innerhalb der Stadt


    Fazit: Wenn ich von der Abgelegenheit/Erreichbarkeit absehe, steht da für Haus und Grundstück allein ein deutliches Plus. Spricht aus meiner Sicht nicht gegen meine Position in Sachen der Augustusburger-Häuser, schließlich plädiere ich immer wieder für die Einzelfallprüfung. So wie ich an der Augustusburger gegen das "unbedingt erhalten" war, freue ich mich hier sehr über die Sanierung dieses Objektes.

  • - verkehrsreichere Ausfallstraße
    + vorm Haus fließender, kein stauender Verkehr


    Gaststätte gegenüber


    + auf der Straßenseite auch neben dem betroffenen Grundstück/Gebäude
    Nutzung durch Gebäude, sprich: nicht das einzige Dach im ansonsten weiten, wilden Grün


    auf der Augustusburger ist gegenüber alles saniert, sogar neu bebaut


    + um und vor allem hinter dem Haus ein großes Grundstück


    ist verpachtet


    - ÖPNV-Anbindung wird wohl etwas weniger günstig getaktet sein


    aller 30 min citibahn


    - Abgelegenheit innerhalb der Stadt




    der Bereich dort am Gablenzplatz, wo abgerissen wurde, kann als Stadtteilzentrum betrachtet werden. Gewerbe wäre dort gegangen.

  • Der Rote Turm, Wahrzeichen der Stadt Chemnitz, geht wieder in kommunale Verwaltung über (http://www.sz-online.de/Nachri…zurueck/articleid-2313792). Nach fünf Jahren Leerstand fließt jetzt Geld aus dem Konjunkturpaket II, unter anderem in die Sanierung der Fassade. Was danach im Turm zu sehen sein soll, ist wohl noch nicht ganz klar, zur Debatte stehen „Teile des Clara-Mosch-Archivs sowie eine stadtgeschichtliche Ausstellung“. Zeitpunkt der Eröffnung: spätestens 2011. Das wäre zwar besser als nichts, aber insgesamt noch kein atemberaubendes Konzept. Leider wurde der Rote Turm konzeptionell überhaupt nicht in die Neugestaltung des Stadtzentrums einbezogen, was sich heute rächt.