Gasometer Schöneberg - EUREF-Campus

  • Der Artikel ist, glaube ich, noch etwas detailreicher...
    Die Uni (Global Energy Insitiute ) soll auf jeden Fall kommen in Kooperation mit Fraunhofer-, Max-Planck- und die Helmholtz-Gesellschaft, das Europäisches Energie Forum steht wohl aber auf der Kippe. Außerdem ist aus Kostengründen der Standort nicht mehr sicher. Anwohner reden trotzdem von "gigantomanisch".
    http://www.morgenpost.de/berli…Energie_Universitaet.html

  • so etwas uniartiges wie es hier geplant ist, würde sich auch gut im quartier heidestraße machen, wo ich noch nicht viel substanzielles gesehen hab, was da entstehen soll.
    oder was könnten eurer meinung nach noch für standorte in frage kommen?
    eine uni ist halt oft eine belebung für ein quartier, studenten ziehen in die nähe, cafés etc entstehen...
    eigentlich ein gewinn für jede gegend.

  • Laut MoPo wurden seitens der Investoren für das Gasometer-Areal die Bebauungspläne geändert. Um auch die Kritiker von ihrem Vorhaben zu überzeugen und selbige mit "ins Boot zu holen", sind die geplanten Gebäudehöhen um einiges abgesenkt worden. In der zum Text zugehörigen Grafik fallen vor allem bei den höheren Gebäuden Verringerungen von 20 m auf. Aber auch die kleineren Gebäude werden um teilweise knapp 5 m kleiner ausfallen. Ein geplanter Neubau fällt ganz weg.
    Außerdem wurde der Wunsch der Projektentwickler, den Gasometer im Innern komplett zu bebauen und oben eine Aussichtsplattform zu errichten, abgelehnt.
    An sich kann ich diese Entscheidung noch nachvollziehen, wenn man das Gasometer als Denkmal erhalten möchte.


    ABER


    Den Grünen geht das allerdings noch nicht weit genug, so sprach Ralf Kühne davon, dass sich an der Rücksichtslosigkeit gegenüber der Umgebung nichts geändert hätte. :nono:

  • Laut heutigem Mopo-Artikel gibt es wohl nur noch 2 wirkliche Optionen: Entweder bleibt es beim Gasometer als Standort für das Energieforum inklusive Energieuni, oder das Euref kommt gar nicht. Offenbar gab es ein Zerwürfnis zwischen Reinhard Müller und Klaus Groth, die zusammen das Euref geplant hatten. Müller hat wohl Klauseln einarbeiten wollen. Er wollte ohne Wissen der Unterstützer die Energie-Uni fest ans Gasometer binden. Das soll Groth nicht gepasst haben.


    Daher wollte Groth alleine und anderswo die Energieuni unter dem neuen Namen "Global Energy Institute Berlin" (GEI) aufbauen. Er hat wohl auch entsprechende Gerüchte streuen lassen, das Energieforum oder zumindest die Energieuni ziehe um. Müller beharrte weiter auf Schöneberg und ließ alle Gerüchte umgehend dementieren. Die Uni ist wohl auch Teil seiner Gesamtpanung, sodass Müller Baurecht verlieren könnte, falls die Uni tatsächlich woanders entsteht.


    Das Gestreite hat bereits potentielle Partner und Sponsoren abgeschreckt, sodass im Moment das ganze Projekt gefährdet ist. Im Moment sieht es so aus, als wenn Müller zwar die Oberhand hat, aber auf politische und private (finanzielle) Schützenhilfe angewiesen ist. Zumindest die politische Untertützung hat er aber wohl bereits. So wird auch weiter fest angekündigt, dass nächstes Frühjahr mit den Bauarbeiten für das Energieforum in Schöneberg begonnen werden wird.


    Link: http://www.morgenpost.de/berli…et_geraet_ins_Wanken.html


    Naja, mal abwarten. Das konzept klang so vielversprechend. Schade um dieses Rumgezanke. :nono:

  • Energie-Uni ist wohl abgesagt - Zoff der Betreiber

    Die Anwohner des Gasometer-Projekts, von denen sehr viele eine Energie-Uni (benötigt würden dafür etwa 10.000 m² Geschossfläche) auf diesem Gelände für sinnvoll halten, verfolgen die Bemühungen der EUREF um ein solches Anker-Projekt etwas genauer. ;)


    Bisher gibt es keine Organisation. Ursprünglich sollte nach den Verlautbarungen des Projektentwicklers am 05.11.2008 feierlich eine Stiftung gegründet werden, welche die Uni finanziert und betreibt. Dafür sollten (so die erste Darstellung) "bereits 200 Mio. EUR eingeworben" worden sein. Später wurde daraus die Absicht, einen solchen Betrag einzuwerben. Die Stiftung existiert bisher nur auf einem Organigramm; sie wird auch am 05.11.2008 nicht gegründet. Statt dessen soll auf dieser vom Projektentwickler seit langem angekündigten Veranstaltung die "feierliche Übergabe des Grundstücks" erfolgen; dies ist aber mit Sicherheit nur symbolisch gemeint. Wirtschaftlicher Eigentümer des Grundstücks ist und bleibt nach Darstellung des Projektentwicklers eine andere seiner Firmen.


    Das massive Zerwürfnis zwischen dem früheren Vorstand Klaus Groth der Euref und Reinhard Müller wurde im Artikel der Morgenpost vom 04.10.2008 bereits dargestellt. Geblieben ist das Problem, dass sich die "Macher" des Uniprojekts, nämlich Groth (der nach eigener Aussage die gesamte Aquistion der Spendenmittel betrieben hatte) und vor allem die Buccerius-Stiftung (welche die inhaltliche Seite der Universität betreuen sollte) sich im Groll von Müller und der EUREF abgesetzt haben. Die Euref selbst lässt in einer Presseerklärung hierzu vom "Pulverdampf am Gasometer" sprechen.


    Das für die Vergabe von Titeln (an einer Uni werden u.a. Promotionen verliehen) notwendige Zulassungsverfahren wurde bisher noch nicht einmal eingeleitet; es gibt (Stand: Juli 2008) keinen entsprechenden Antrag oder auch nur eine Anfrage bei der Wissenschaftsverwaltung. Die Buccerius-Stiftung bzw. deren Macher haben laut Darstellung der EUREF ihre Tätigkeit für das Projekt spätestens zum 30.09.2008 eingestellt; es gibt demnach keinerlei wissenschaftliche- oder aquisitorische Betreuung mehr für diese Uni.


    Nach Aussage von Groth verlangte sein damaliger Geschäftspartner Müller von ihm für die Nutzung des Grundstücks und noch zu errichtenden Gebäudes (die EUREF ist ja nicht Eigentümerin des Areals) saftige Mietpreise und langfristige Vertragsbindung - darüber kam es zum Zerwürfnis. Die Darstellungen der Parteien hierzu füllten die Berliner Zeitungen im August und September 2008.


    Schade für das Gebiet, aber die UNI wird -so meine begründbare Prognose- dort innerhalb der nächsten 3 Jahre nicht kommen.


    Und wenn die EUREF und Herr Müller verlauten lassen, es werde ab Frühjahr 2009 gebaut, dann betrifft das jedenfalls nicht diese Energie-Uni. Die ist allenfalls Mieterin. Und braucht im übrigen auch nicht 57 Meter hohe Gebäude und 160.000 m² Geschossflächen.

  • Rede mal

    Ja. Eine Uni (auch eine Privatuni) ist natürlich eine Belebung für ein Quartier.

    Ich gebe Dir recht - zumindest für die allermeisten Standorte. Aber rede mal mit den Anwohnern rund ums Gasometer :D


    Ja. Das solltest Du mal tun. Rede mal mit den Anwohnern. Die finden (jedenfalls die meisten, mit denen ich darüber gesprochen habe) eine Uni/Privatuni ganz ok.:)


    DAS ist jedenfalls nicht das Problem. Problem ist nur, dass diese Uni nur ein PR-Trick zu sein scheint und außerdem eine solche Ansammlung gruseliger Stahlbetonmassen auch eher nicht benötigt.

  • Also doch wieder Uni? Wie der TS heute schreibt sollen möglichst schon im nächsten Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden. Eine interessante Grafik ist im Artikel auch enthalten.

  • Ich glaub an dieses vermeintliche "Uniprojekt" erst, wenn ein realexistierender Student mit Einschreibungsbeleg in einem konkret erbauten Seminarraum sitzt.
    Keine Sekunde vorher.

  • http://www.morgenpost.de/berli…ni_geht_an_den_Start.html


    Gestern war wohl nun Pressetermin, dabei stellte man den ehemaligen DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière als Geschäftsführer der Gründungs-GmbH für die Hochschule vor („Ich habe einen Staat abgewickelt, jetzt will ich etwas aufbauen.")


    Als wissenschaftlicher Berater beim Aufbau der Uni ist das Wissenschaftszentrum Berlin im Boot.


    Beim Gründungsakt gestern im Rathaus Schöneberg waren unter anderem Bundesumweltminister Siegmar Gabriel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier anwesend.


    Die 200 Mio. € für die Stiftung sollen in Deutschland, Europa, Russland und im arabischen Raum gesammelt werden. Das Grundstück stellt der PE kostenlos zur Verfügung.


    Noch 2008 werde begonnen den kontaminierten Boden abzutragen und einen Park zu errichten. Nächstes Jahr solle als erstes Projekt ein "grünes Hotel" einer Hotelkette entstehen.


    So stellt sich Speer Jr. das ganze vor:


    http://www.morgenpost.de/multi…ergieuni_BM_B_224513b.jpg



    So sehr ich eure Skepsis teile, man verfährt scheinbar nach dem Motto "Nicht kleckern, sondern Klotzen". Man darf auf den weiteren Verlauf gespannt sein.

  • Heute wird es in der Torgauer Straße den symbolischen 1. Spatenstich für das EUREF geben. Baubeginn ist dann im neuen Jahr. Änderungen am bisherigen Konzept gibt es keine und wenn alles glatt läuft dann ist mit einer Realisierung spätestens 2012 zu rechnen..."wenn". Der Investor meinte ja schon, dass die Finanzierung im Zuge der Finanzkrise etwas erschwert wäre. Wollen wir das Beste hoffen.


    Ärger gibt es dagegen weiterhin mit den Anwohner die ihre Lebensqualität durch das Projekt beeinträchtigt sehen. So sei etwa die Bebauung zu dicht, die Gebäude zu hoch, das Projekt überdimensioniert, die Parkplatzsituation würde sich verschlechtern und Leerstand wird befürchtet. Zwar lege der Investor laut eigener Aussage Wert auf das Wohlwollen der Nachbarschaft, doch Anwohner beklagen dessen mangelnde Kompromissbereitschaft und fühlten sich auch seitens des Bezirksamtes in Stich gelassen.


    Link Tagesspiegel