Leipziger Wohnungsbau

  • Dafür, dass du von "Bunkerarchitektur" sprichst, haben diese Gebäude aber sehr viele Fenster...das ist mir bei nem Bunker noch nie aufgefallen! Ich finde sie nicht Athemberaubend, aber qualitativ hochwertig. Besser als manch dürftig instand gesetzter Altbau.


    Das sind Luftlugen und Schießscharten - LOL


    Adios


    Wir sind nicht das Forum mit dem rot-orangen Hintergrund. Von daher dürfen deine Beiträge schon gehaltvoller ausfallen. Ansonsten werden sie in Zukunft ohne Vorankündigung gelöscht. Cowboy

  • Gute Nachrichten oder nicht? Ich weiß es noch nicht.


    Die LVZ berichtet in ihrer neuesten Ausgabe unter der Überschrift "Kehrtwende der Kirche ", dass das Gelände für das Stadthausprojekt am Schletterplatz jetzt doch von der Evangelischen kirche bzw. dem evangelischen Schulzentrum gekauft werden soll. Das klingt zunächst gut, weil der Schletterplatz als der Innenstadt nächstegelegener Kirchplatz m.E. eine urbanere Bebauung verdient hat. Allerdings will die Kirche das Gelände für Sport-, Spiel- und Aufstellflächen (etwa bei einem Feueralarm) für die Kinder nutzen und auch Parkplätze seien wichtig. Erst mittelfristig soll es einen Erweiterungsbau für Mittelschule und Hort geben. Der dann hoffentlich straßenbündig ist und die hässliche Lücke direkt gegenüber der Kirche schliesst - was aber aus dem Text nicht hervor geht. In jedem Falle wird aber die Baulücke für die nächsten Jahre bestehen bleiben.


    Schade natürlich für die betroffenen Familien, dies wäre das am Innenstadtnächsten gelegenene Stadthausprojekt gewesen.

  • Naja, in der östlichen Südvorstadt gibts noch genügend Platz! Auch in der Nähe des Bayerischen BHFs. Brauchst nur mal links und rechts der Arthur-Hoffmann-Straße zu schauen. Leider sehr sehr viele Kriegslücken!


    Das was man da optisch in direkter Nachbarschaft zur Kirche geplant hatte, fand ich ohnehin extrem unpassend. Stadthäuser der billigsten Sorte! Warum müssen die Stadthäuser in Leipzig zudem so breit und flach sein?


    Die im Berlin-Strang gezeigten Stadthäuser (http://www.deutsches-architekt…hp?p=194007&postcount=539) würden auch unserem Leipzig wesentlich besser stehen, da sie sich von der Höhe her den schönen Gründerzeithäusern anpassen. Dafür wären sie eben nicht ganz so breit. Die Leipziger Stadthäuser sehen aus wie die ersten Dorfhäuser in Leipzig Anfang des 18. Jh.. Zudem sind die Fenster der Berliner Stadthäuser ähnlich langgezogen wie die bei den Gründerzeitbauten. Diese Form modernen Bauens gefällt mir durchaus. Auch die Kleinteiligkeit. Und vor allem städtebaulich eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem, was man bislang hier bei uns vorfindet. Aber scheinbar gibts dafür von der Stadt Leipzig keine Richtlinien. Warum eigentlich nicht?

  • schick diese berlin-bilder mal an die selbstnutzer-bande. vielleicht wissen die einfach noch nicht, wie schön stadthäuser aussehen könnten... ;p

  • warum es unterschiede zwischen den berliner townhouses und den leipziger stadthäusern gibt?
    die grundstückspreise in berlin-mitte sind viel höher als in leipzig und es gibt eine andere bauherrenstruktur. in leipzig ziehen zumeist junge familien in stadthäuser - mit kindern auf fünf etagen zu leben, wäre nicht nur zu teuer, sondern auch unpraktisch.
    im übrigen werden viele dieser stadthäuser in den ehemaligen dorfkernen errichtet. gerade am kantatenweg war die gründerzeitliche überformung keineswegs abgeschlossen. in solchen gegenden passen diese bauvorhaben besser, als mehrgeschossiger mietwohnungsbau oder eigenheime marke "grüne wiese".
    zum schletterplatz: das dortige projekt zeigt(e) meines erachtens, dass die idee stadthaus nicht überdehnt werden darf. fünf solcher häuser in einer strasse sind völlig okay. bei über 25 vom selben architekten geplanten, nebeneinander stehenden objekten, gehen individualität und charme flöten.
    eva schulze hat einen guten ruf. über kurz oder lang wird sie sicher einen erweiterungsbau benötigen.

  • Das klingt sehr nach LICON. Das Unternehmen hatte das ganze Areal von der BW gekauft- Der "nördliche Teil der südlichen Feldpost" (so etwas wie Ostwestfalen) :D wurde bis vor kurzem von der Bundeswehr genutzt. Die Gebäude aus gelbem Backstein sind in einem recht guten Zustand- Hier ist, wie schon diskutiert, ein neuer Stadtteil geplant.
    Der südliche Teil ist arg verfallen und zugewuchert. Die Gebäude sind größtenteils olle Garagen und Baracken aus der Zeit 1945-1990.
    AAAAAAAABER: das Eckgebäude undmittelbar an der Ecke Olbricht/Tresckow ist eine Wucht. Das Gebäude sieht aus wie eine Villa. Leider arg zugewachsen- deshalb noch keine Photos. Wenn das erhalten werden würde, wäre das eine riesige Bereicherung.
    http://maps.live.de/LiveSearch…ne=10791965&style=b&lvl=1

  • ^ Also die Lage ist wirklich extrem genial: Kein Durchgangsverkehr, S-Bahn- sowie Tram-HS direkt vor der Haustür, und dazu noch der im Norden verlaufende Abschnitt des Mittleren Rings.


    Was ist das eigentlich für ein Riesenkomplex südlich der S-Bahn-HS "Olbrichtstraße"? Mir scheints, als hätte man extra deswegen eine zusätzliche HS gebaut. Ein paar Hundert Meter weiter ist nämlich schon die HS "Slevogtstraße".

  • ^ Genau, das Sozialversicherungszentrum ist eine ehemalige Kaserne, umgebaut in den 90ern. Sehr schöner Komplex, sieht jetzt beinahe schlossähnlich aus. Leider versteckt hinter dem Neubau des Arbeitsamtes. Hier ein paar Bilder, werde die nochmal ein wenig bearbeiten und dann zusammen mit anderen in die Galerie packen.


    Das Hauptportal, von der Allee aus gesehen, die an der Georg-Schuhmann-Straße beginnt:



    Der künstliche See im vorgelagerten Park:



    Der Westflügel:


  • DaseBLN:


    Auf dich ist Verlass! Bilderwünsche stell ich zuküntig an dich. ;)


    Bin gerade von einer kleinen Radtour gen Norden zurück und hab mir natürlich auch die Olbrichtstraße angeschaut. Auf dem Weg dahin bin ich auch die Max-Liebmann-Straße langgefahren. Also die ist ja richtig langweilig. Die meisten Gebäude dort müssten so 50er Jahre Bauten sein, vor allem südlich der Straße, oder?
    Daher war ich umso überraschter, als ich dann in die ruhige und aus meiner Sicht recht verlassende Olbrichtstraße einbog und die umgebauten Kasernengebäude mit ihren gelben Klinkerfassaden bewundern durfte.


    Die Häuser stehen recht weit von der Straße weg. Und die Straße an sich ist auch riesig breit. Da kommt man sich schon recht verloren vor. Aber die Häuschen und Gärten sich schon recht liebevoll gestaltet.
    Dort entstehen z.Zt. übrigens auch die schon einmal angesprochenen Kaisergärten. Die LICON scheint sich also ein großes Stückchen vom Kuchen schon gesichert zu haben.
    Westlich der Olbrichtstraße habe ich, hinter Bäumen versteckt, auch ein Plakat der VICUS AG gesehen: Kaiserliche Hofbäckerei o.s.ä.!
    Die von DrZott angesprochene Villa ist wirklich recht schick! Aber aufgrund der dichten Vegetation müssen wir wohl bis November warten, um davon Bilder hier einstellen zu können.

  • ^ du meinst wahrscheinlich die max-liebermann-straße, oder? sonst hättest du ja die superabkürzung von reudnitz nach gohlis-nord gefunden ;)
    ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie sich der stadtteil dort mausern wird. ich habe als rotzer in den alten kasernen herumgestromert... das waren noch abenteuer...

  • Die von mir erwähnten gelben Klinkerbauten der ehemaligen Bundeswehrkaserne sehen so aus:
    http://www.fotos-hochladen.net[/IMG]


    Der Blick von der Tresckowstraße in das Gelände:
    http://www.fotos-hochladen.net[/IMG]
    http://www.fotos-hochladen.net[/IMG]


    Die unschönen Baracken made in USSR:


    http://www.fotos-hochladen.net[/IMG]


    Villa hinter grün (warten wir auf den sonnigen November):
    http://www.fotos-hochladen.net[/IMG]
    http://www.fotos-hochladen.net[/IMG]
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    Unmittelbar gegenüber im westlichen Teil ein weiteres noch versteckteres Kleinod:
    http://www.fotos-hochladen.net[/IMG]


    Die Olbrechtstraße gen Norden;
    http://www.fotos-hochladen.net[/IMG]


    Die Kaisergärten sind schon voll in der Sanierung. Das Plakat der VICUS AG hängt übrigens schon sehr lange da. Wie ich das interpretiere, wollen die das Gebäude nur verkaufen. Ich laß mich aber gern eines besseren belehren.
    Alle Photos von mir. Leider sind es zwar eher Impressionen herbstlich gewandeter Bäume, aber vielleicht machen sie Lust auf Erkundungen. (die Photos)

  • In diesem Forum wurde schon oft das Thema Stadthäuser im Umfeld der Gründerzeithäuser diskutiert. Ich möchte mal ein paar Beispiele aus dem Norden Leipzigs zeigen, bei denen Stadthäuser unmittelbar neben Gründerzeitbaueten stehen:
    In der Gothaer findet sich dieses Beispiel:
    http://www.fotos-hochladen.net[/IMG]
    http://www.fotos-hochladen.net[/IMG]
    Gut hieran, daß nicht halbherzig versucht wurde, die Nachbarfassade zu imitieren, sondern etwas eigenes zu schaffen. Leider ist am Neubau die Vertikale zu stark betont.


    Zweites Beispiel, Eisenacher, Höhe Natonek:
    http://www.fotos-hochladen.net[/IMG]
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    Hier wirkt die neue Fassade in sich heterogen (vermutlich zwei Gebäude). Die linke Variante mit den horizontalen Bändern ist durchaus wertig


    Als letztes Beispiel die schon diskutierten Häuser in der Menckestraße Höhe Schokofabrik:
    http://www.fotos-hochladen.net[/IMG]
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    http://www.fotos-hochladen.net[/IMG]
    http://www.fotos-hochladen.net[/IMG]
    Die Fassaden sind modern und durchaus gelungen. Was man jedoch sofort erkennt: kein Bezug zum Nachbarhaus und vor allem um mehrere Meter zurückversetzt. Warum?
    Was man nicht sofort sieht: steht man unmittelbar davor, haben die Häuser irgend etwas erdrückendes.
    Die Photos sind von mir.

  • Positive Überraschung bei den Stadthäusern Elsterstraße: im Gegensatz um Ursprungsentwurf hat man bei den zwei jetzt fertiggestellten Häusern eher Geschosswohnungsbau betrieben. Erinnert vom Fassadenformat her an die Townhouses am Friedrichswerder (wenn es auch architektonisch nicht ganz mithalten kann):



    die bisher gebauten Gebäude tagsüber:



    und nachts:



    Blick aus der Mendelssonstraße:



    Es besteht also Hoffnung für den Eckbau.

  • ^ Das letzte Foto zeigt die katastrophale Wirkung dieser neuartigen Murkshäuser. Was soll das? Gibt es bei der Stadt keine Stelle die für die optische Verträglichkeit von Neubauten in gewachsenen Gründerzeitquartieren zuständig ist und entsprechend eingreift?
    Warum lässt man so etwas an solch markanten Orten zu?
    Dann lieber 'ne Grünfläche. Wer in Leipzig bauen will, sollte sich auch im Ansatz an der vorhandenen Bebauung in gewachsenen Vierteln orientieren. Ich rede hier nicht von Paunsdorf oder anderen Mischmasch-Stadtteilen. Das ist einfach nur peinlich! So versaut sich Leipzig sein Image qualitativ einheitlicher, hochwertiger Wohnviertel mit Stil und nähert sich den langweiligen westdeutschen Mischmasch-Standards an.

  • ^ abwarten, bis die Bebauung lückenlos bis zur Ecke Gottschedstraße ist. Die Elsterstraße ist jedenfalls das blanke Gegenteil von dem, was man einheitlich nennen kann. Besser als die langezogenen 50er Jahre Blöcke am Ende zur Käthe Kollwitz-Straße ist es allemal.

  • Ich finds auch gar nicht so schlecht.


    @ Dase
    Bist du ganz zufällig auch ein Stück weiter in die Alexanderstraße reingefahren. Dort wird ja auch an einem recht großen Neubau gefeilt?