Bahnstadt (in Bau)

  • Beim Landschaftspark Bahnstadt? Von der Bahnstadt aus aufm Zubringer Richtung Autobahn raus, nach etwa 800 Meter weiter rechts, Höhe Pleikartsförsterhof und Recyclinghof, die sind gleich daneben. Wurde nach 9/11 zum Heliport degradiert, weil ne Straße quer über die alte Landebahn verläuft (der "Diebsweg", der an der zukünftigen Gartenbauakademie beginnt und von dort ziemlich geradlinig nach Kirchheim läuft). Neben ner halben Helikopterstaffel (Abordnung aus Coleman) ist da vor allem auch die Berufsfeuerwehr für die USAG Heidelberg stationiert.

  • Nichts neues. Aus der Mark-Twain-Village werden bis Ende des Jahres sämtliche Flächen im Stadtteil Rohrbach zurückgegeben (knapp 200 Wohnungen), das wars so ziemlich erst mal.

  • Hier erfährt man derzeit nicht viel neues, nur das für die unter Denkmalschutzstehenden Bauten der Turley Barracks ein Invester gefunden sei... aber nicht mal welcher etc...


    Hoffe die Informationspolitik in HD ist besser.


    200 Wohneinheiten - sollen die Saniert und Vermietet werden, oder Abriss und Neubau ?



    Kann man das verschieben? ist ja in Bahnstadt eher unpassend. DANKE!!!

  • Die sind relativ neu saniert (Wärmedämmung vor allem), werden also wohl erst mal so wie sie sind vermietet.


    Ich bin allerdings mal gespannt, ob der Zaun außenrum vorher weg kommt, oder wir jetzt hier schon "gated communities" kriegen. Der Zaun wurde erst 2003 installiert, und ist in Teilstrecken mit zwei Meter tiefen Fundamenten und Sandstein-verkleideten Stahlbetonsäulen auf das Aufhalten von kleinen LKWs ausgelegt.


    Nebendran ist ein dazu gehöriges Baseball-Feld und ein größerer Spielplatz, die nach meiner Schätzung drauf gehen werden wenn daneben der Rewe abgerissen und neu bebaut wird (nach 2011/12 oder so).


    Außer daß das ganze Gelände erst mal an den Bund geht gibt es allerdings kaum offizielle Informationen.

  • Also genau wie hier, würde dem Wohnungsmarkt aber gut tun ein paar neue Wohneinheiten - aber das wird dann ja kein Hochpreissegment.

  • Hochpreissegment gibt es in Heidelberg eh schon genug - und die Bahnstadt dürfte auch in diesem liegen. Ich erwarte mal für die Bahnstadt-Wohnungen einen Index von locker um die 140 bis 145% aufm Mietspiegel, während sich die US-Siedlungen über den Daumen gepeilt eher bei 110% bewegen dürften (100% ist der Emmertsgrund als "Minimalstandard"). Schlicht aufgrund der Lage. Wenn man dann die Ausstattung reinrechnet, werden die US-Wohnungen vermutlich bald 40% unter den Bahnstadt-Wohnungen liegen.


    Kurzfristig (ca nächstes Jahr) werden in beiden Lagen dann rund 200 neue Wohneinheiten zur Verfügung stehen. Was in Heidelberg natürlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, es gibt seitens der Stadt die Vorgabe bis 2020 gegenüber 2000 zwischen 6.000 und 10.000 neue Wohneinheiten zu schaffen.
    An sich bräuchte man da fast schon eine neue Großwohnsiedlung, aber die Felder sind den Stadtteilen ja hochheilig - und wenns an manchen Stellen vermülltes Brachland ist, keinen Meter darf man ohne Bürgerinitiative dagegen zubauen...

  • Genau das habe ich mich auch schon öfters gefragt: Wo diese 10.000 Wohneinheiten unterzubringen sind. Man könnte am Neckar weiterbauen und langfrsitig die Lücke zw. Heidelberg und Mannheim schließen. Das Zubauen der Felder sollte ökologisch kein Problem sein. Monokultivierte Felder weisen weitaus niedrigere Lebensvielfalt auf als Wohngebiete.
    Selbstverständlich bräuchte man ein umfassendes stadtplanerisches, stadtklimatisches und städtebauliches Gesamtkonzept für das Zusammenwachsen der beiden Großstädte. Das mag für die gesuchten 10.000 Wohneinheiten sicherlich überdimensioniert sein, ein langfristiger Trend, (nach der Vergreisung Deutschlands) geht jedoch sicherlich in diese Richtung und ist, gut geplant und ausgeführt, sinnvoller als das weitere Ausufern des ziegelroten Flickenteppichs querfeldein in die ganze Kurpfalz hinein.

  • Zitat

    Das Zubauen der Felder sollte ökologisch kein Problem sein. Monokultivierte Felder weisen weitaus niedrigere Lebensvielfalt auf als Wohngebiete.


    Generell bin ich deiner Meinung, aber vergiss die "Grünen" und die Bürgerinitiativen nicht. Selbst Monokultivierte Felder werden als wichtige Luftschneisen etc. betitelt...

  • Genau das sollte ja moderner Städtebau leisten. Bei uns an der Uni gab es letztes Jahr dazu einen programmatischen Entwurf: Klimaaktiver Städtebau. Ziel davon ist kein geringeres, als die "urbanen Aktivitäten der Menschheit möglichst vollständig in das umgebende Ökosystem zu integrieren".

  • Generell bin ich deiner Meinung, aber vergiss die "Grünen" und die Bürgerinitiativen nicht. Selbst Monokultivierte Felder werden als wichtige Luftschneisen etc. betitelt...


    Die monokultivierten Felder sind bzgl. einer anderen Verwendung gar nicht so das Problem in Heidelberg - da gabs nur bei der PHV-Erweiterung Proteste von Bauern, die sich dann natürlich mit Leuten zusammenschlossen, die generell gegen alles sind, was mit der US Army in Heidelberg zu tun hat. Diese Flächen sind dann nämlich meistens auch nicht für eine "Naherholung" erschlossen, d.h. es gibt nur wenige Feldwege etc.


    Die meisten Flächen, bei denen sofort eine Bürgerinitiative aufspringt, sind zu mindestens 40% Brachflächen - im Handschuhsheimer Feld z.B. die Flächen, auf die 30 Jahre lang der Aushub vom Bau im Neuenheimer Feld geschaufelt wurde, im Rohrbacher Feld geht es um Flächen, auf denen eh nix wächst.


    [kann an letzten Post angeschlossen werden]


    Man könnte am Neckar weiterbauen und langfrsitig die Lücke zw. Heidelberg und Mannheim schließen.


    Tut man, allerdings nicht mit Wohnbebauung. Die Lücke zwischen Heidelberg und Edingen wird die letzten Jahre mit einem Industriepark geschlossen. Vom westlichen Bebauungsende, abgeschlossen durch eine Schule, sind es vielleicht noch 250 Meter bis zur Edinger Bebauung.


    Das Problem in Heidelberg ist mit Einschränkungen die "politische Kleinteiligkeit", in allen Bereichen. Das geht so weit, daß z.B. im Rugby regelmäßig der "Heidelberger" Verein gegen die Neuenheimer um die Deutsche Meisterschaft spielt. Oder vor einigen Jahren bei der Festsetzung der Stadtteilgrenzen ein Kleinkrieg zwischen dem Rohrbacher und dem Süd-/Weststädter Bezirksrat um die Verschiebung der Gemeindegrenzen im Jahre 1929 (!) los ging - den "Heidelberg" zum Glück gewonnen hat.


    Übrigens ist das Gebiet westlich Heidelbergs (die Achse zwischen A656 und Bahnstrecke) das Haupt-Trinkwasserproduktionsgebiet für die Heidelberger Versorgung. Da stehen um die 20 Tiefbrunnen und zwei Wasserwerke im Feld. Zubauen wäre diesbezüglich also etwas ungünstig.


    [kann an letzten Post angeschlossen werden]


    Selbstverständlich bräuchte man ein umfassendes stadtplanerisches, stadtklimatisches und städtebauliches Gesamtkonzept für das Zusammenwachsen der beiden Großstädte.


    Dafür gibt es den Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim, der gemeinsam den Flächennutzungsplan und die ökologischen Gesamtkonzepte für was Kreativität.

  • Hmm, da hat zwar jemand zusammengeschoben, ist aber einiges bei drauf gegangen, grad beim letzten von den drei Posts ;)


    Zusammenfassung letzter Post:


    Dafür gibt es den Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim, der gemeinsam den Flächennutzungsplan und die ökologischen Gesamtkonzepte für fast 500 km² erstellt.


    blah Kernbildung statt Zusammenwachsen
    blah Wachsen von Heidelberg Richtung Leimen
    blah Großsiedlung "Hasenleiser II", Siedlung "Emmertsgrund-Hang"

  • Hatte ich in dem Post, der verloren gegangen ist. Ging darum, daß Heidelberg evtl. schauen sollte, entlang der Verkehrsachsen Richtung Norden und Süden weiterzubauen, und in dem Sinne u.a. den Hasenleiser ins Rohrbacher Feld zu erweitern, bis zur Querspange der B3.

  • Ok, ich habe mir den Flächennutzungsplan auch mal angeschaut, die größten Siedlungsprojekte befinden sich in Heddesheim und Ladenburg, also genau in der Mitte zw. Mannheim und Heidelberg.

  • Naja, zumindest aus Heidelberger Sicht schon etwas nach Norden von der Achse verschoben. Aus der Sicht liegt zwischen Mannheim und Heidelberg höchstens Edingen. Wobei es dort ja auch große Wohnbauprojekte gibt.


    Aber besagte 6.000 bis 10.000 WE sollen ja in Heidelberg entstehen. Das einzige was man da in Richtung Westen wirklich noch in größerem Maßstab zu bauen kann (und nicht verplant ist), ist der Raum zwischen dem Wieblinger Gewerbegebiet und der Autobahn.

  • *52
    Es tut mir leid, dass beim Zusammenführen der drei Posts etwas untergegangen zu sein scheint. Wir haben derzeit ein technisches Problem beim Editieren längerer Posts, möglicherweise aber nun auch beim Zusammenschieben kürzerer Posts zu einem langen Post. Wir arbeiten daran. Wagahai

  • Was ist denn das genaue Problem mit den Brunnen? Kann nicht heutzutage, durch sinnvolles Regenwasssermanagment und relativ wenig versiegelte Fläche, der Grundwasserspiegel trotz möglicher Bebauung auf gleichem Niveau gehalten werden?

  • Masterpläne für ganze Metropolen sind doch extrem im Kommen. Köln macht gerade einen, Paris, Amsterdam & Co. ebenso. Könnte die oft gelobte gute Zusammenarbeit in unserer Region denn nicht auch mal in so ein visionäres Planwerk münden? Aber das wird wohl erst was, wenn der aktuell sich in Arbeit befindliche Raumordnungsplan wieder ausläuft. Also 2020.

  • Der 2020er Plan ist nicht in Arbeit, der ist an sich fix (und war ursprünglich auf 2015 angelegt, und wurde auf 2020 fortgeschrieben). An dem wird nur immer wieder "nachträglich" rumgedoktert.


    Der Plan basiert auf den Raumordnungsplänen der einzelnen Teilgemeinden, in Heidelberg das "Modell räumliche Ordnung" (MRO) von 1999, in Mannheim das 1998 fortgeschriebene MRO von 1992, die restlichen Gemeinden steuern ihre örtlichen Vorstellungen bei. Beide laufen m.W. grundsätzlich um 2015 aus, der Mannheimer eventuell schon früher.
    Die Bahnstadt - um etwas beim Thread zu bleiben - war dort schon 1999 vorgesehen, als Mischgebiet mit geplanter Zentrenfunktion in der Umgebung des jetzt vorgesehenen Fachmarktzentrums im Westen.


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    Das Problem mit den Brunnen ist, daß praktisch das komplette Gebiet zwischen Wieblingen, Edingen, Friedrichsfeld, Eppelheim und Grenzhof ein geschlossenes Wasserschutzgebiet ist, und die Brunnen darauf sowohl auf Heidelberger als auch teilweise Edingen Gemarkung sehr verteilt sind. Und es gilt nun mal gesetzlich eine totale Bebauungssperre im Umkreis von 50 Tagen Fließzeit (bis über 100 Meter Abstand) um Brunnen.