Masterplan

  • Neues vom Masterplan! Als eines der dringlichsten Projekte, sollen die Ringstraßen sowie deren Plätze (Theodor-Heuss-Anlage/Ebertplatz/Friesenplatz/Rudolfplatz/Ebertplatz sowie der Ubierring) kurzfristig in Angriff genommen werden.


    Die Lenkungsgruppe Masterplan Köln schlägt dazu eine dreigliedriges Werkstattverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung (ähnlich wie beim Masterplan) vor. Dies soll noch in 2010 durch die entsprechenden Gremien gehen und angestoßen werden.


    Der Umbau der Ringe soll so ausgelegt sein, dass er in mehreren Schritten und über einen längeren Zeitraum umgesetzt werden kann. Auch sollen die Seitenstraßen in den Blickpunkt rücken und der ursprüngliche hochwertige Boulevardcharakter wieder hergestellt werden. :daumen:


    Nachzulesen unter:


    http://ratsinformation.stadt-k…kvonr=24007&voselect=4739

  • Im KStA erschien heute ein Artikel zum Masterplan, bzw. zum Stand der Umsetzung einzelner Projekte.


    http://www.ksta.de/html/artikel/1288741423890.shtml


    Als Ersters sollen demnach


    - der Umbau der Cälilienstr.
    - der Ausbau des Inneren Grüngürtels
    - die Umgestaltung der Ringe
    - der Umbau des Ebertplatzes
    - die Umgestaltung der Brückenköpfe
    - der Umbau der Ostseite der Domumgebung


    in Angriff genommen werden. Am weitesten fortgeschritten dürften hierbei die Planungen für die Umgestaltung der Cäcilienstr. und der Umbau der Ostseite des Domumfeldes sein.
    Für die Cäcilienstr. liegen bereits konkrete Planungen (wie hier bereits gepostet) vor, der Umbau der Domostseite soll laut frau Müller (Stadtplanungsamt) bis 2014 abgeschlossen sein (die 5 Mio. Fördermittel des Bundes sind bereits geflossen). Für die Ringe soll im nächsten Jahr ein Werkstattverfahren stattfinden, für die Umgestaltung des Ebertplatzes liegt eine Machbarkeitsstudie vor.


    Bezüglich der Umgestaltung der Brückenköpfe habe ich noch nichts Konkretes gelesen, ich fände es allerdings sehr gut, wenn dieses Thema endlich angegangen würde.


    Am 10. Januar soll das ' 6. Innenstadtforum' stattfinden, auf dem über den neuesten Planungssstand informiert wird. Der Ort und der genaue Zeitpunkt werden noch bekanntgegeben.

  • Lt. Rundschau und KSta findet das nächste (öffentliche) Innenstadtforum zum Masterplan am Montag, 10. Januar, um 19 Uhr im Gürzenich statt.


    Hier sind noch weitere Informationen zum 6. Innenstadtforum Masterplan.


    http://www.koeln.de/koeln/stad…tadtforum_ein_413414.html


    Diesmal keine reine Podiums-/Vortragsveranstaltung - sondern unterschiedliche Projekte des Masterplans sollen in diversen 'Kojen' im Foyer des Gürzenich detaillert dargestellt werden.


    Beiträge zur besseren Lesbarkeit zusammengeführt. rec

  • Streit um die Cäcilienstraße

    Ich habe gerade zum Umbau der Cäcilienstraße recherchiert und diesen KStA-Artikel gefunden. Die Straße soll schmaler gemacht und zum begrünten Boulevard umgestaltet werden. Weniger auf den Autoverkehr ausgerichtet, freundlicher für die Fußgänger. Der Masterplan steht für die Abkehr vom Konzept der autogerechten Stadt, steht im Artikel. Jeder Student weiß inzwischen, dass dieses Konzept nicht funktioniert und überall gescheitert ist. Warum will die FDP trotzdem, dass es weiterhin verfolgt wird und die CDU das "teilt", aber sich der Stimme enthält?


    Erwartet uns in den Gesundheitsdebatten generelle Ablehnung der modernen Medizin von der FDP und der CDU, die behaupten werden, Krankheiten seien nichts als Gottes Zorn? Beantragen die die Zusammenlegung der Krankenversicherung und der Kirchensteuer nach den Lehren des Heiligen Mittelaltus von der Inquisition? Ich mag Bauwerke des Mittelalters, aber in den politischen Debatten zum Städtebau sollte man den gegenwärtigen Stand der Wissenschaft berücksichtigen.


    Nicht nur bei uns hat man den Straßenrückbau vor, auch in Frankfurt (Mainkai und Berliner Straße auf zwei Spuren verengt) und Duisburg. Dort sind die Kommunalpolitiker wohl in der Moderne angekommen.


    Die vorsorgliche Verlängerung der Haltestellen für Drei-Wagen-Züge ist eine vernünftige Massnahme. Weniger halte ich von der gleichen Höhe der Fahrbahn und der Bürgersteige, durch den Höhenunterschied und die Bordsteinkante fühle ich mich geschützt. Normalerweise sind nur die Fußgängerquerungen niveaugleich.

  • Am Montag, den 10.01. fand im Kölner Gürzenich das 6. Innenstadtforum zum Kölner Masterplan statt. Ich war anwesend und gebe mal meine Eindrücke und ein paar Infos wieder.
    Die Rundschau berichtet unter der Überschrift "Bürger wollen mitentscheiden":


    http://www.rundschau-online.de…tikel/1288741876924.shtml


    Wie die Rundschau auch berichtet, konnte man sich im Foyer in diversen "Kojen" über die verschiedenen sogenannten Interventionsräume, sowie über Einzelprojekte, die im Rahmen des Masterplanes umgesetzt werden, informieren.
    Es standen zu allen Themen Ansprechpartner zur Verfügung, teilweise auch wirklich hochrangige Gesprächspartner. So waren u.a. Frau Luise Müller (Leiterin Stadtplanungsamt), Herr Streitberger (Baudezernent), Herr Harzendorf (Leiter des Amtes für Straßen- und Verkehrstechnik), Herr Fischer (Projektkoordinator Opernquartier) oder Herr Soenius (IHK Köln) anwesend und standen für für Gespräche zur Verfügung.


    Die anschließende Diskussion, die von der Rundschau als "Diskussion, während der Bürger mehrmals bessere Information und Mitbestimmung forderten" beschrieben wird - habe ich etwas anders erlebt. Die Veranstaltung stand nach meinem Erleben auf der Kippe, da eine knappe handvoll Personen immer wieder Redebeiträge platzierten, die an den behandelten Themen komplett vorbei gingen oder die Stadt frontal angriffen - dies auch auch noch auf unsägliche Art und Weise ("...ihr seid doch sowieso alle komplett unfähig", "Mafia..") und Ähnliches.
    Die Protagonisten, die sich hier hervorraten, waren keine Unbekannten, sondern mir schon auf anderen Veranstaltungen zum Masterplan oder zum Opernquartier aufgefallen. Wenn ich mich nicht täusche, stellte sich eine einer dieser Leute als von "Köln kann auch anders" vor.
    Nunja... der Großteil des Publikums war hiervon sichtlich angenervt. Ein Vernünfiger Austausch zum Masterplan kam so nicht zustande. Schade.


    Das komplette Protokoll der Veranstaltung wird in Kürze nachzulesen sein unter:


    http://www.masterplan-koeln.de/


    unter dem Punkt "Umsetzung".


    Ich hatte die Veranstaltung im Vorfeld genutzt, um mich in den Kojen zu informieren und u.a mit Frau Müller vom Stadtplanungsamt und Herrn Fischer, dem Projektkoordinator Opernquartier gesprochen.


    Zum Opernquartier:
    - Das komplette Ensemble bleibt erhalten
    - Die Unterkellerung des Bereiches zwischen Schauspielhaus, Oper und Terassen wird erfolgen. Hierbei wird der Übergang zwischen Oper und Schauspiel (Brücke) abgetragen und später wieder aufgebaut.
    - Die Planungen für die Terassen (evtl Studiobühne) liegen auf Eis, da die Politik noch nicht entschieden hat, ob Studiobühne (als Ersatz für die wegfallende Schlosserei) und Kinderoper im Opernquartier - oder andernorts angesiedelt werden sollen. Herr Fischer fürchtet, dass die Studiobühne komplett gestrichen werden könnte).
    - Der Innenhof wischen Oper und Schauspiel wird für Publikum geöffnet und wird Gastronomie aufnehmen.
    - Die Überbauund des Ehrenhofes (Krebsgasse) wird realisiert


    (mehr zum Opernqaurtier später im entsprechenden Thread)


    Ottoplatz / Deutz
    - Eine Bebauung des Grundstückes, auf dem ehemals das Cologne-One- Hochhaus geplant war, wird nur bis zu einem max. Höhe von 60 Metern genehmigt werden.
    - eine Bebauung westlich der Siegburger Str. zwischen Deutzer und Severinsbrücke wird aus Gründen des Hochwasserschutzes nicht erfolgen.
    - die Stadt hat sich ebenfalls gegen eine Bebauung des südlichen Brückenkopfes der Deutzer Brücke (als Pendant zum ehem. Lufthansa, künftig MaxCologne-Haus) entschieden, totz Investorenanfragen für dieses Grunstück.
    - eine ebenerdige Querung von der Deutzer Freiheit zu Rheinboulevard wird konkret geprüft und soll - wenn möglich realisiert werden.


    Innerer Grüngürtel
    - Die Ausschreibung für das neue Stadtarchiv ist erfolgt
    - Am Rande habe ich mitbekommen, dass die Unigebäude (Chem./Psys. Institut) mittelfristig abgerissen werden sollen


    Domumfeld
    - Hat absolute Priorität und wird als Erstes umgesetzt werden. Es hat eine Arbeitsgruppe mit Anliegern, Herrn Schaller (Architekt Domplatte) den Architekten Busmann/Haberer (Museum Ludwig/Philharmonie) u.a. stattgefunden, in der alle Streitpunkte geklärt werden konnten (a.a. Enfernung "Betonpilze oder Verkürzung des Plateaus vor dem Museum Ludwig).

  • Citysurfer


    Vielen Dank für die ausführlichen Informationen.


    Die Einigung mit den Architekten zum Domumfeld hört sich sehr gut an, wobei die Betonpilze leider erst zum Schluss entfernt werden sollen.


    Die Bebauung in Deutz muss abgeartet werden. Ich hoffe auf ein architektonisch ansprechendes 60m Häuschen auf dem "ehemaligen" C1 Gelände.

  • Auch von mir vielen Dank @ Citysurfer, habe es am Montag leider nicht geschafft zum Forum zu kommen.


    Hätte zu 3 Punkten noch ein paar ergänzende Fragen, vielleicht habt Ihr das ja auch angesprochen:


    Oper:


    Warum soll die Brücke wieder aufgebaut werden, und was passiert mit der Brücke zwischen Oper und Parkhaus? (die Dinger sollten echt verschwinden)


    Deutzer Brücke:


    Wurde im Zusammenhang mit der nicht erfolgenden Bebauung am Deutzer Rheinufer das kürzlich vorgestellte Konzept „Deutzer Feuer“ erwähnt?


    Innerer Grüngürtel:


    Gibt es schon Pläne für eine Nachfolgebebauung der Uni-Gebäude? Und wann wird endlich das Uni-Center revitalisiert… :)


    Danke!

  • Hallo Lunke, zu deinen Fragen:


    Oper:
    Das Gesamtensemble steht unter Denkmalschutz. Also Opern - und Schauspielhaus, Opernterassen inklusive der Brückenübergänge vom Parkhaus zur Oper und von der Oper zu den Opernterassen. Beide Brücken bleiben erhalten.
    Da die Brücke im Zuge der Bauarbeiten für die unterirdisch angelegten Lagerstätten unterhalb des 'kleinen Platzes' zwischen Oper, Schauspiel und Opernterassen evtl abgetragen werden muss - wird sie - da unter Denkmalschutz, anschließend wieder aufgebaut.
    Welchen praktischen Nutzen (Funktion) diese später haben soll, konnte mir Herr Fischer auch nicht sagen. Dies hängt davon ab, welcher Nutzung die Opernterassen später einmal haben werden. Die angestrebte Nutzung als Studiobühne ist vom Rat ja noch nicht beschlossen.
    Auf jeden Fall wird die (heutige) provisorische Büronutzung wegfallen, angedacht ist eine Gastronomienutzung.
    Lt. Herrn Fischer ist der denkbare "worst case" für die Terassen eine lediglich äußerliche optische Ertüchtigung, damit die Erscheinung selbiger im Gesamtensemble nach Renovierung nicht negativ auffällt. :Nieder:


    Deutz/Deutzer Feuer:
    Das "Deutzer Feuer" wurde nicht thematisiert. Es handelt sich hierbei auch nicht um ein Projekt im Rahmen des Masterplanes - sondern ist ein auf privater Initiative basierendes Projekt. Jedoch steht man diesem Projekt (wie ja auch der Presse zu entnehmen war) seitens der Stadt durchaus positiv gegenüber.
    Das Projekt dürfte aber an Bedeutung gewinnen, da klar ist, dass es keine Bebauung der gegenüberliegenden Straßenseite gegen wird. Damit bleibt diese Häuserfront die Stadtkante zum Rhein von Deutz und somit des rechtsrheinischen Teils der Innenstradt - und sollte dringend attraktiver gestaltet werden. Für die Hausbesitzer ist dies ein zusätzlicher Anreiz, da ihre Aufstockungen eine Premiumwohnlage mit unverbaubaren Blick auf Rhein und Innenstadt bieten würden.


    Innerer Grüngürtel:
    Ich habe, wie erwähnt, nur am Rande Gesprächsfetzen eines Gespräches mitbekommen, in dem (seitens eines Vertreters der Stadt) der Abriss der erwähnten Unigebäude erwähnt wurde (wurde bestätigt).


    http://www.masterplan-koeln.de…tadt_K_F6In_AS_P_GmbH.pdf (Seite 31)


    Auf obigen Plänen des Masterplanes ist eine Gegenüberstellung der Pläne mit dem Ist-Zustand gut zu sehen.
    Die Rede ist von einer Nachverdichtung des Uni-Areals und der Ausbildung eines Uni-Hochhausensembles. Generell spricht der Masterplan ja von einer städtischeren baulichen Fassung des Inneren Grüngürtels.


    Tja, eine, wie auch immer geartete Revitalisierung des Uni-Centers wird wohl auf längere Zeit Wunschdenken bleiben. Die Fassade (Balkonseiten) wurde ja vor einigen Jahren durch einen neuen Anstrich "verschönert" - die Stirnseiten, mit den verwitterten braunen Blechprofilen hatte man allerdings "vergessen" und unangetastet gelassen.
    Nur der niedrigste der 3 Flügel ist Studentenwohnheim - der große rest sind Eigentumswohnungen. Hier dürfte m.E. die größte Schwierigkeit liegen (unterschiedliche Eigentümerinteressen, hohe Fluktuation, keine Identifizierung mit dem Objekt).
    In Bezug auf das Uni-Center sollten wir uns keine großen Hoffnungen machen... :mad:

  • Super, vielen Dank für Deine ausführlichen Antworten!


    Es ist schon krass, dass der Denkmalschutz keinen Einfluss auf solche Dinge wie Abriss von alter Hauptpost und Stadthaus (standen die überhaupt unter Schutz?) oder vor allem dem Bau der Domplatte hatte, aber zwei zergliedernde, hinterhofartige Unorte schaffende Brücken, die an ein repräsentatives Gebäude „geklatscht“ wurden, können im Rahmen einer Sanierung und Revitalisierung für über 250 Mios nicht zurückgebaut werden… ist denn dadurch das Ensemble gefährdet? Schaller z.B. hat doch mittlerweile auch eingesehen, dass die Betonpilze an der Domplatte nicht mehr zeitgemäß sind.
    Und die Terrassen wurden doch - soweit ich weiß - von Riphahn auch erst einige Jahre nach Fertigstellung von Oper und Schauspiel gebaut - damit ist das Ensemble-Argument hier doch hinfällig?
    Sehr gefreut habe ich mich allerdings über die Nachricht, dass der Hof zwischen Oper und Schauspiel geöffnet wird – das habe ich mir immer als kleine Passage vorgestellt, wenn ich dort lang gelaufen bin.


    Das Deutzer Feuer wäre natürlich toll, und soweit ich weiß hat die Stadt ja unabhängig davon, dass es eine private Initiative ist, schon Gesprächsbereitschaft signalisiert (Soenius? Streitberger? Stand im ksta, glaube ich). Und finanzierbar ist es aufgrund der Premium-Lage sicher sehr einfach. Habe übrigens einen tollen Bericht dazu aus der „Lokalzeit“ gefunden: http://www.wdr.de/mediathek/ht…t-koeln-deutzer-feuer.xml


    Klar, bei Eigentümergemeinschaften in der Größe des Uni-Centers wird es sicher schwierig, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Aber mit der Entfernung der Blechprofile (darunter evtl. polierter Sichtbeton, traumhaft aber teuer wären natürlich Natursteinplatten) wäre schon eine ganze Menge erreicht.
    Gibt es denn schon eine Tendenz bei der Nachverdichtung was die Höhe angeht? Dort im Süden dürfte doch auch eine UNESCO keinen Einfluss mehr haben, oder?

  • Lunke


    - eine "Passage" zwischen Oper und Schauspiel wird es nicht geben. Der "Innenhof" wird von der Eingangsseite Schauspiel her geöffnet (ist heute durch einen Stabgitterzaun o.ä. verschlossen). Die Seite zur Krebsgasse wird baulich geschlossen sein. Die im Opernhaus zu diesem Innenhof hin gelegene Mitarbeiterkantine soll für alle öffentlich zugänglich sein.
    - Über die geplante Höhe, der für die Uni neu zu errichtenden Gebäude ist mir nichts bekannt. Ich gehe davon aus, dass man bei der Bebauung sich an der Höhe der Bestandbebauung anpassen wird. Ziel ist, lt. Masterplan die Bildung "einer markanten städtebaulichen Silhouette und Kante" der Universität.


    Ja - und beim Unicenter glaube ich, werden die k...braunen Blechprofile erst abgenommen, wenn sie so verrottet sind, dass sie runter müssen bevor sie von selbst abfallen!!! :D

  • Nochmals danke für Deine Antworten. Was wurde denn gesagt über ein öffentliches Protokoll des Innenstadtforums, oder vielleicht sogar die Projektübersichten aus den "Kojen"? Das ist jetzt eine Woche her, man findet noch nichts?

  • Hier noch ein Nachtrag zum 6. Innenstadtforum im Gürzenich. Habe noch ein paar Unterlagen gefunden, die ich verlegt hatte. Hierbei handelt es sich um den Sachstandsbericht zu o.g. Forum.


    Nennenswertes (und nicht schon längst Bekanntes) hieraus:


    - Derzeit wird ein Gestaltungshandbuch für eine durchgängige Gestaltung der öffentlichen Räume in der Kölner Innenstadt erarbeitet, das neue Oberflächenstandards für die Kölner Innenstadt festlegt. Das Gestaltungshandbuch wird den Gremien des Rates im ersten Halbjahr 2011 vorgelegt.
    - Ein Entwicklungskonzept für die südl. Innenstadterweiterung wird erarbeitet. Die Ergebnisse der vorbereitenden Sanierungsuntersuchung werden dem Rat im ersten Halbjahr 2011 vorgelegt.
    - Eine interdisziplinäre Planungswerkstatt zu den Ringstraßen wird 2011 durchgeführt. Ziel ist die Entwicklung eines abgestimmten, städtebaulich und gestalterischen, attraktiven Gesamtkonzeptes für die Neugestaltung der Ringstraßen von Theodor-Heuß-Ring bis Ubierring. (Zu den vorrangigen Projekten, gehört die Erstellung eines Ringstraßenkonzeptes, wie auch die bauliche Umgestaltung von Ebert - und Barbarossaplatz- entsprechend diesen Konzeptes. Die bauliche Umgestaltung der kompletten Ringe zählt derzeit noch nicht zu den vorrangigen Projekten).
    - Zur Umgestaltung des Barbarossaplatzes wurde ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, um zu prüfen, inwieweit die Tieferlegung einer oder mehrerer Stadtbahntrassen möglich ist. Ergebnisse werden in der 1. Hälfte 2011 erwartet. Sobald das Gesamtkonzept für die Ringstraßen vorliegt, kann die Planung für die Umgestaltung der Platzfläche beauftragt werden.
    - Eine Machbarkeitsstudie zur Durchführung einer Bundesgartenschau (Aufwertung des südl. inneren Grüngürtels) wird erstellt. Eine Entscheidungsvorlage soll dem Rat in der ersten Jahreshälte vorgelegt werden.


    Planungs,- und Baukosten für vorrangige Projekte, soweit diese bereits ermittelt sind:


    - Rheinboulevard rechtsrh / Planung und Bau > 18,081 Mio. €
    - Sanierung Rheinpromenade linksrhein. /Pl. u. Bau > 600.000 €
    - Planungswerkstatt Kölner Ringe / Planung > 250.000 €
    - Umgestaltung Ebertplatz / Pl. u. Bau (grobe Schätzung) > 7,0 Mio. €
    - Neubau Hist. Archiv / Wettbewerb, Pl. u. Bau > rd. 98,0 Mio. €
    - Umgestaltung L.-Fritz-Gruber-Platz / Pl. u. Bau > rd. 540.000 €
    - Umgestaltung N-S-Fahrt (zw. Breitestr. u. Brüderstr.) / Bau > 425.000 €
    - Umgest. Kulturquartier Neumarkt / Pl. u. Bau > ca. 1,6 Mio €
    - Umgest. Cäcilienstr. (Rasengleis) /Pl. u. Bau > geschätzt ca. 6,0 Mio. €
    - Umgestaltung Dionysoshof am Dom / Pl. u. Bau > rd. 19,5 Mio. €
    - Gestaltungshandbuch /Erstellung > rd. 40.000 €
    - Neugestaltung des Ottoplatzes / Pl. und Bau > rd. 4,8 Mio. €
    - Bühnen am Offenbachplatz / Pl. und Sanierung > rd. 253 Mio. €

  • Auch koelnarchitektur berichtet gleichlautend:


    http://www.koelnarchitektur.de…/de/home/aktuell/2553.htm


    Was mich stets verwundert ist die Langatmigkeit der Prozesse hier bei uns. So sollen z. B. das Rasengleis Cäcilienstraße und die Umgestaltung des Straßenraums erst nach 2013 begonnen werden. Die Reduzierung der Fahrbahnbreite der Nord-Süd-Fahrt erfolgt frühestens 2013. Zu vielen anderen Projekten gibt es gar keine Terminangaben. Während Köln plant und überlegt, entstehen anderswo ganze Städte.

  • Sehr interessanter Artikel über eine Diplomarbeit zum Thema Fahrgastaufkommen KVB/Ost-West-Trasse mit Ausführungen zur Traktion der Bahnen und einem tollen Rendering über die mögliche Umgestaltung der Aachener Str. bei Verlegung des Individualverkehrs in die Richard-Wagner-Str.:


    http://www.ksta.de/html/artikel/1297433569201.shtml


    Kontakt zur Stadt und zur KVB soll bestehen, hoffentlich hat Streitberger die Prioritätenliste zum Masterplan bereitliegen... :) Tolle Sache.

  • Grundstücke nördlich der Severinsbrücke/Perlengraben

    Auf der Veranstaltung zur Zukunft des Grundstückes des ehemaligen historischen Stadtarchives wurde auch kurz über die Grundstücke zwischen Löwengasse und Severinsbrücke und zwischen Perlengraben und Tel-Aviv gesprochen. Die beiden Grundstücke nördlich des Perlengrabens sollen laut Masterplan bebaut werden.


    Der Baudezernet Herr Streitberger verkündete gestern, dass es für beide Grundstücke Interessenten gibt, Gespräche hierzu finden wohl nächste Woche statt.


    Wenn er sich mit solchen Nachrichten an die Öffentlichkeit wagt, kann man wohl hoffnungsvoll sein, dass beide Flächen möglichst bald bebaut werden!
    Das größte Problem dieser Gegend sind die, wie auch mehrfach in der Veranstaltung angesprochen und moniert, die viel zu überdimensionierten Straßen, die das ganze Georgsviertel als Insel mitten in der Altstadt zurücklassen. Hier wünschten sich die Anwohner eine Besserung, leider hat zu diesem Punkt keiner der städtischen Repräsentanten Stellung bezogen.

  • Salzufler : Von welchen "beiden" Grundstücken sprichst du dabei? Das Areal auf dem das Hochhaus steht welches in ein Hotel umgebaut werden soll? Ich habe vor einigen Tagen gesehen das vor dem Finanzamt Köln-Mitte ein Baukran steht. Es bestand vor einiger Zeit ein Verbindungstrakt zum ehem. Hauptzollamt an der Tel-Aviv Straße, welcher vor einiger Zeit abgebrochen wurde. Ich hatte gehofft das dieser gesamte Gebäudekomplex incl. Finanzamt Köln-Mitte abgerissen würde. Jetzt sieht es so aus als würde dort ein neuer Verbindungstrakt gebaut werden. (???)


    Finanzamt Köln-Mitte:

    Ehem. Zollamt:


    Quelle: Bilderbuch-Koeln

  • Im folgenden Bild habe ich die beiden Grundstücke markiert (jeweils nur die roten Flächen):



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    Auschnitt von http://www.masterplan-koeln.de; bearbeitet von mir.



    Das westliche Grundstück ist derzeit nicht bebaut, auf der östlichen Fläche steht ein Haus an der Severinstraße. Das Haus steht inzwischen leer.


    Eine Neubebauung auf dem östlichen Grundstück soll aber nicht so groß wie hier eingezeichnet werden, sondern die östliche Bebauungsgrenze soll die Linie der Weberstraße fortführen.