Masterplan

  • vielleicht meint er auch die Flächen östlich der Nord-Süd Fahrt die Gegend um Kolumba? immerhin soll hier die Oberfläche eines kleinen Platzes erneuert werden.

  • @mischakr/kölner84 Welche Flächen östlich der Nord-Süd-Fahrt er denn nun meint ist für mich erstmal zweitrangig. Hauptsache es tut sich irgendwo etwas. Das zieht dann vermutlich andere Sachen in diesem Bereich nach sich.


    Viel interessanter finde ich die Aussage zur Untertunnelung des Barbarossaplatzes! Von diesbezüglichen Planungen seitens der Stadt hatte ich bis jetzt noch nichts gehört. Sollte es wirklich so kommen, fände ich das eine sehr, sehr erfreuliche Entwicklung!

  • Die Verlängerung des Ringbahn-Tunnels ist ein alter Traum, hoffentlich ziehen sie das dann bis zum Chlodwigplatz durch. Wäre eine Riesenchance für die Ringe. Dafür, dass das garnicht zur Debatte stand, und Streitberger gerne mal seltsame Prioritäten setzt, ist das eine fantastische Entwicklung.

  • ich kann mir nur vorstellen, dass durch eine Verlängerung die Platzfläche überwunden werden soll. Eine weitere Verlängerung bis zum Chlodwigplatz wäre sehr teuer, zu teuer für den hier doch etwas vorstädtisch geprägten Ring

  • Lunke Die optimale Lösung wäre für mich ein Tunnel der Nord-Süd-Strecke bis hinter den Barbarossaplatz und der Ost-West-Strecke bis zum Eifelwall mit Haltepunkt am Süsbahnhof. Das wird aber mit Sicherheit nicht realisiert, da zu teuer.
    Eine U-Bahn bis zum Chlodwigplatz finde ich gar nicht nötig. Ab Salierring fährt die Bahn auf eigener Trasse. Es wäre aber toll, wenn am Barbarossaplatz so gebaut würde, dass ein späterer Kreuzungsbahnhof realisiert werden könnte.

  • Interessant, wie die Kölner Politik und Wirtschaft den Masterplan aufnehmen. Anstatt sich auf das zu konzentrieren, was im Plan explizit vorgeschlagen wird, setzen unsere Politiker urplötzlich andere Prioritäten.
    Das fing schon unmittelbar nach der Veröffentlichung des Masterplans, als auf einmal die überhaupt nicht vorgesehene Überdeckelung der Nord-Süd-Fahrt diskutiert wird. Abgesehen davon, dass es für die Stadt viel zu teuer ist, sprechen sich die Architekten doch gerade nur für eine Verschmählerung der Stadtautobahn aus, was auch finanziell einige Größenordnungen unter den Kosten einer Überdeckelung liegen würde.
    Man lebte 40 Jahre mit der Schneise in der Stadt und auf meinen einige Leute, man muss spontan etwas daran ändern...
    Und nun soll auch noch der Barbarossaplatz untertunnelt werden, wovon im Plan kurz- und mittelfristig nie die Rede war.

  • Dooo? Du hast Recht. Eine Tieferlegung der N-S Fahrt vor der Oper halte ich auch für überflüssig und zu teuer. Zumal ein jeder Straßentunnel auch Rampen benötigt, die sich im Stadtbild i.d.R. nicht gerade als optische Highlights präsentieren.


    Einer Verlängerung des U-Bahn Tunnels über den Barbarossaplatz hinweg könnte ich aber trotzdem etwas abgewinnen - auch wenn es nicht im Masterplan steht.

  • Ich finde es gut, dass Herr Streitberger das Thema Barbarossaplatz, auch wenn vom Masterplan nicht als vordringlich (wegen der Kosten) angesehen, mit anspricht, da für diesen Platz aus Sicht vieler Kölner besonderer Handlungsbedarf besteht.


    Um von West nach Ost des Platzes zu gelangen muss man heute fast unzumutbar viel Zeit für Ampelüberquerungen mitbringen, einmal abgesehen davon, dass man sich als Fußgänger nicht unbedingt sicher fühlt. Die Verlängerung der Ringstrecke (hoffentlich mit viel Fördergeld vom Land) bis hinter den Eifelwall würde eine riesige Chance eröffnen, den Ring auch hier wieder neu zu er- und beleben. Vielleicht könnte wieder ein großer Springbrunnen in die Platzmitte gesetzt werden.

  • Warum sollte denn gerade die Ringbahn unter die Erde verlegt werden? Das macht für die kreuzende Linie 18 viel mehr Sinn, weil sie keine Niederflurline ist und damit unförmige Bahnsteige am Barbarossaplatz erspart blieben und weil man sie am Südbahnhof direkt mit der Regionalbahn/RE/später evtl. S-Bahn verknüpfen könnte.Zudem müsste sie dan nicht mehr die scharfen Kurven in die Trierer Straße fahren und könnte somit beschleunigt werden. Außerdem wäre eine große Verkehrsinsel wie im Masterplan dargestellt in der Mitte des verkehrsreichen Platzes ohne wirkliche Funktion als Haltestelle der Straßenbahn auch ziemlich sinnlos verschwendeter Raum. Was sollte man denn dort einrichten, damit die Leute dafür extra die Fahrbahnen überqueren?
    Spricht aber auch nicht gerade für die Zeitung, dass sie die Leser derart im unklaren lässt. Ich bin mir allerdings sicher, dass (wenn nicht beide Strecken tiefergelegt werden) eher die 18 bis zum Eifelwall gemeint ist und nicht die Ringlinien.

  • Neues von der Stadt

    Der Masterplan scheint wirklich von den Oberen angenommen zu werden.


    "Im Haushalt des Jahres 2009 stehen bereits zwei Millionen Euro für den Masterplan Innenstadt zur Verfügung. Diese Mittel sollen in den kommenden Jahren je nach Bedarf auf Beträge zwischen fünf und zehn Millionen Euro erhöht werden."


    ... ich finde das ist nicht gerade viel! Was will man mit zwei Millionen umsetzen?



    http://www.ksta.de/html/artikel/1231173621085.shtml

  • @ kölner 84 Enzo Molinari hat natürlich Recht. Die genannten Beträge sind Planungs/Dokumentations/Personalkosten. Mit den genannten Beträgen bekäme man kein einziges Projekt gestemmt.


    Das Gelesene stimmt mich verhalten optimistisch. Der Masterplan scheint wirklich ernst genommen zu werden und die Stadtspitze scheint gewillt, Projekte konkret - und auch schon relativ zügig - angehen zu wollen.


    Sehr gut finde ich, dass regelmäßig ein Zwischenfazit gezogen werden soll, das man die Arbeit dokumentieren will - und auch künftig externer Sachverstand mit einbezogen werden soll.


    Hoffentlich werden die Dinge genau so auf den Weg gebracht - und nicht, wie im Artikel auch schon angesprochen, während des Wahlkampfes im Parteien klein-klein zerredet.


    Aber, wie gesagt: Ich bin verhalten optimistisch.

  • Es spricht wohl immer mehr für den Tunnel am Barbarossaplatz:


    http://www.rundschau-online.de…tikel/1231175783811.shtml


    Selbst die KVB und auch die Grünen befürworten einen Tunnel der Linie 18, für die Grünen kommt ein Tunnel der 12 und 15 nicht in betracht, wie gestern im Planungsausschuß deutlich wurde.
    AS&P sehen den Tunnel skeptischer, denn er würde keine Verbuindungen zwischen den Strecken zulassen(Die man mit der Nord-Süd-Stadtbahn aber auch nicht mehr braucht).


    Alles weitere müssten Stadt und KVB errechnen, dannach kann man mit genauen Kostenprognosen eher eine Entscheidung herbeiführen.


    Dabei dürften die Kosten wohl relativ hoch sein, da man bei der (wie ich finde einzig richtigen und machbaren) Lösung den Tunnel von der Haltestelle Poststraße zur neuen U-Haltestelle Barbarossaplatz, dann zur neuen U-Haltestelle Südbahnhof bis zur Rampe an Stelle der heutigen Station Eifelwall bauen müsste.


    Da der Abstand zwischen Barbarossaplatz und Südbahnhof sehr gering ist würde die Station Eifelwall entfallen. Im Masterplan wird der Grüngürtel an dieser Stelle zum Rhein hin durchgebrochen. Das heißt 1. sollen die Gebäude in diesem Gebiet arrondiert werden und 2. behindert die Haltestelle die Querung der Straße im Zuge des Grüngürtels. Aus genau diesem Grund müsste vielleicht sogar der Tunnel noch ein wenig weiter Richtung Klettenberg verlängert werden.
    Durch eine U-Bahn erhält man so also die tolle Möglichkeit von der Bahn (und hoffentlich irgendwann S-Bahn s.u.) am Südbahnhof auch in die Linie 18 umzusteigen. Der U-Bahnhof müsste dann südlich des Bahndammes beginnen und würde auch Ausgänge in Richtung Süden bekommen.
    Der Bau insgesamt müsste wie bei der Nord-Süd-Stadtbahn unterirdisch erfolgen, nur die Bahnhöfe und Rampen würden in offenen Gruiben errichtet. Was man auf keinen Fall machen sollte ist, dass man analog zu den 60er Jahren diese U-Bahn an den Straßenverlauf anpasst (also oberirdische Bauweise: größere Behinderungen.)


    Zum S-Bahn-Westring: AS&P nannten den S-Bahn-Westring im Falle einer BuGa eine erstrebenswerte Verkehrsanbindung. Für einen FH-Neubau in der Südstadt sei diese Verkehrsanbindung aber unabdingbar.

  • Für eine Tieferlegung der Linie 18 sehe ich auf jeden Fall Bedarf. Eine Tieferlegung der Linien 12 und 15 am Barbarossaplatz ist unnötig (das kann ich als Fachmann bestätigen). Vielleicht sollte man jedoch eine mögliche Stadtbahnstation für die Ringelinien vorbereiten.
    Das Hochflurstadtbahnnetz sollte in Richtung "U-Bahn-ähnliches" System weiterentwickelt werden. Das "Niederflurstadtbahnnetz" sollte (ähnlich zu Brüssel und Porto) als moderne Niederflurstadtbahn wahrgenommen werden.

  • Die IHK hat sich nun ja auch zum Masterplan geäußert, und das recht kritisch - zu wenig visionär. Das wurde hier im Forum ja schon angesprochen, Stichwort NSF an der Oper, Domumgebung und der hier diskutierte Bereich.
    Ich finde den Masterplan - die Tatsache, dass Köln das überhaupt in Angriff genommen hat und jetzt so ernst nimmt - großartig, aber auch durchaus noch ergänzunswürdig.
    Aber zum Thema: Ich verstehe ja, wenn man argumentiert, eine Verlängerung des Ringtunnels ist nicht nötig wg eigener Trasse usw. ... aber städtebaulich? Man hätte die Chance, die Ringe überall so zu gestalten wie zwischen Christophstr. und Friesenplatz - großstädtisch, repräsentativ, edel. Ganz abgesehen davon habe ich eine kleine Symmetrieneurose, un der Rest der Ringbahn ist nun mal im Tunnel... :)

  • Ebertplatz zuschütten oder Quartiergarage?

    Zur Frage, auf welcher Grundlage der Ebertplatz umgestaltet werden soll, gehen die Meinungen auseinander. Ob er zugeschüttet oder eine Quartiergarage gebaut wird, ist noch nicht klar.
    Nachzulesen auf rundschau-online.
    Ich persönlich bin für eine Garage. Auf die Weise kann man evtl. im Umkreis unansehnliche Parkplätze am Straßenrand auflösen und somit das Straßenbild verschönern. Außerdem werden die Städte von heute sowieso mehr und mehr vertikal gebaut; insofern wäre alles andere Platzverschwendung...;)

  • Persönlich wäre ich für einen Art großen Kreisverkehr wie z.B. in Berlin (Siegessäule) mit einer/m imposanten Figur/Säule/Brunnen oder ähnliches in der Mitte und begrünte Aufenthalflächen. Drunter kann ja wieder eine Garage gebaut werden. Köln braucht auch was Großstädtisches und da ist dieser Platz, der ja eh nicht so bleiben kann/wird, ideal. Wird auch gut zu den Ringen passen.