City & Wallring | Hauptbahnhof [Umbau I. BA]

  • Hochhaus!

    In diesem Artikel gibt es Spekulationen zu einem neuen HH am Bahnhof!!!:daumen: Zudem könnte ein Parkhaus auf der Südseite des Hbfs entstehen. Ach ja, und der ZOB-Umzug in Richtung Nordausgang sei auch "wahrscheinlich". Nun noch einmal zum 2. Bauabschnitt: Keine Panik, er wird sehr bald kommen! Warum meine Zuversicht? Erstens wegen dem RXX, zweitens will die Bahn zusätzliche Einahmen generieren (durch weitere Einzelhandelsflächen), drittens, weil das "Fahrstuhlproblem" kaum anders lösbar ist und viertens, weil der negativ formulierte Artikel vom Käseblatt No1 ist. Natürlich ist damit die WAZ gemeint.

  • Der dritte Tunnel

    Hab eine interessante Entwurfszeichnung des Hbf entdeckt! Zu sehen ist auch der dritte Tunnel ("Westtunnel"). Der dunkel markierte Bereich ist übrigens das "berühmte" Hbf-Grundstück auf der Nordseite. Eine Frage stell ich mir aber: Verläuft östlich der Stadtbahnlinie etwa ein vierter Tunnel?



    Quelle: TU Dortmund

  • 3.Tunnel, ehem. Posttunnel

    Nick


    Das es den 2. Ba geben wird sehe ich auch so.Wie Du erwähnt hast ist er eine Vorraussetzung für den RRX. Außerdem können die Bahnsteige 8-31 Aufzugstechn. nur über den 3.Tunnel erschlossen werden.Vollkommen richtig!


    Nun zur Lage des ehem. Posttunnels:
    Der Eingang befindet sich genau zwischen Fahrradwerkstatt und Mc Donalds im Westflügel.
    Wenn man durch die weiße Glastürfront in den Tunnel schaut, sieht man zuerst nur einen schmalen Schlauch der dann vor einer gemauerten Wand endet und nach links bzw. Westen abknickt.Die Ursache hierfür liegt darin, das sich das Ladenlokal des Fastfood Restaurants im Bereich des besagten Tunnels befindet.
    Hinter der Wand müßte der Tunnel min. die Breite der Fußgängeranlage Königswall (U-Bahn) aufweisen.
    Der Tunnel verläuft von der beschriebenen Eingangssituation in nördlicher Richtung um dann denke ich hinter einer Linie mit der Rückseite des Empfangsgebäudes ein Stück weit nach Nordwesten abzuknicken. Der weitere Verlauf ist an der Lage der jeweils 2Lastenaufzüge der Gleise 8-31 erkennbar.
    Der Tunnel ist im zweiten Drittel leicht abschüssig um dann hinter dem letzten Aufzugspaar nocheinmal leicht Nordöstlich abzuknicken und dann in Form einer Rampe auf den Hof der Dt. Post AG zu münden.
    Der "Posttunnel" ist größtenteils kein durchgehender Schlauch. Es gibt einige schmale Seitengänge u. ähnliches.
    Die Anlage wird als Müllumladebereich, Lagerstätte f. allerlei Bahnhofsinventar und als Aufenthaltsbereich für Mitarbeiter der DB Reinigung bzw. Sicherheit genutzt.
    Eine direkte Verbindung zur Empfangshalle wird es in Zukunft eher nicht geben.
    Sonst würde die Bahn wertvolle Ladenlokale verlieren.
    Ich denke das der jetzige Eingang vielleicht unter Einbeziehung der Fahrradwerkstattfläche vergrößert wird und dann der Tunnel im w. Verlauf an mehreren Stellen zwischen den bestehenden westlichen Bahnsteigaufgängen des noch abzusenkenden DB Personentunnels verbunden werden wird.
    Der Rampenbereich zur Dt. Post wird mit Sicherheit geschlossen.
    In die best. Schächte der Lastenaufzüge wird man mit Sicherheit Personenaufzüge einbauen.
    Daher wird man um die gesamte Maßnahme nicht herumkommen. In den best. DB Fahrgasttunnel ist der Einbau von Aufzügen aus Platzgründen niemals realisierbar.

  • Einen vierten Tunnel halte ich für sehr warscheinlich, da ich vor einiger Zeit mal im Innenhof der Bundespolizei war und mich über 1 oder viell auch 2 Aufzugsschachteingänge gewundert habe.
    Ich meine mich auch an ein großes Tor zw. CineStar und Bahnhofsmauer zu erinnern. Genau weiß ich das leider nicht.

  • dokom21

    Danke, danke, sehr interessant! Habe übrigens einen Artikel der Ruhrnachrichten gelesen, in einem ähnlichen Tenor wie der, der WAZ (trotzdem ist die WAZ ein Käseblatt), siehe hier. Die Intention der DB dürfte eine ganz einfache sein: Der Steuerzahler soll den Umbau soweit irgend möglich berappen, die DB will die Ladenmieten abkassieren.

  • Nick
    Die Berichte der WAZ in Sachen HBF waren in der Vergangenheit wirklich immer sehr pessimistisch. Das sehe ich so wie Du.
    Das die Abkassierer von der DB alles Versuchen um an soviel Staatsgeld wie
    möglich zu kommen ist eine Zumutung!
    Der DB Eigenanteil am 3do betrug übrigends lächerliche ca. 4-5 mio€.
    Das Mehdorn keinen Cent mehr zahlen wollte lag an der Tatsache, das sämtliche Ladenlokale auf den Sonae Sierra Ebenen angesiedelt worden wären und die Bahn ihre Eigenmittel niemals hätte refinanzieren können.
    Das war der Grund des Scheiterns!
    Dies ist auch ein Grund, weshalb es eine 2. Finanzierungsvereinbarung geben wird. Die Bahn bleibt Herr im Hause und kann an vielen neuen Läden verdienen.
    Da wird man letzten Endes auch etwas mehr Eigenanteil aufbringen.
    Aber vorher Mauern und Betteln ohne Ende! Grauenhaft!

  • Weiß eigentlich jemand was zu Plänen bezüglich der Fußgängeranlage unter dem Königswall? Ich persönlich finde hier steckt riesen Potenzial was einfach niemand auschöpft. Es sieht heruntergekommen aus und könnte doch so attraktiv sein...


    Wär ich im Veranstaltungsgewerbe hätte ich glaubich sogar versucht da mal eine Party zu organisieren. Ich find die Location nicht allzu schlecht und ist so zentral wie das Thier-Gelände, wenn nicht sogar noch zentraler. Problematisch wären sicherlich die 4 dort gelegenen Läden, doch mit diesen könnte man sich bestimmt auch arrangieren.

  • @ dokom21 + Buddhabrot

    3do: Wenn ich das richtig in Erinnerung hab, war doch mit dem Bahnhofsprojekt im Prinzip alles klar (nach langem Hin und Her). In letzter Sekunde kam doch das Thema nächtliche Gefahrentransporte Seitens der Bahn auf. Die Bahn blockierte den Neubau durch genau dieses Argument (zu gefährlich + Sicherung der Baustelle zu teuer). Das skandalöse war/ist, dass eine Umgehungsbahn für Güterzüge existiert. Genauer: Eine Umgehungsbahn die Gütertransporte am Dortmunder Hbf vorbeileitet. WAZ: Die pessimistischen Artikel zum Hbf sind ja nur die Krönung des Ganzen. Fast schon verleumderisch wurde die Berichterstattung um die Thier-Arkaden. So behauptete die WAZ, dass die Finanzierung des EKZ noch nicht stehen würde. Fremdfinanzierungen bzw. Vorfinanzierungen sind aber absolute Geschäftsgeheimnisse, d.h. alles um dieses Thema herum ist Top-Secret²!!! Ein unterdurchschnittliches Blatt wie die WAZ kommt nicht einmal in ihren Träumen an solche Infos! Fußgängeranlage Königswall: Wenn die U-Bahnhaltestelle Hbf umgebaut wird, bekommt die Fußgängeranlage bestimmt auch eine Schönheitskur.

  • @ Nick


    Ich glaube, dass die Bahn sich beim Thema Gefahrentransporte mit Sonae geeinigt hatte. Gescheitert ist das Projekt wahrscheinlich eher deshalb, weil sich nach der ersten Ausschreibung für den Bau von 3do herausgestellt hat, dass das Projekt deutlich Teurer werden würde als ursprünglich geplant. Da hat die Bahn dann die Reißleine gezogen, weil sie keinen Cant mehr zahlen wollte als geplant. Ich finde es immer noch Schade, dass die Bahn damals kalte Füße bekommen hat.


    Nun müssen wir uns mit der kleinstmöglichen Lösung abfinden. Wenigstens beim 2. Ba habe ich noch hoffnung auf eine große und gute Lösung. Dort wird die Bahn sehr viel Geld in die Hand nehmen müssen. Denn zu einem großzügegen Ausbau des engen Tunnels gibt es keine vernünftige Alternative.
    Wenigstens dort kann sich die Bahn nicht vor einer großzügigen Lösung Drücken.

  • Eine kleine Spielerei!

    Es geht noch einmal um das Thema "Brücke über den Wall zum Haupteingang", siehe hier und hier. Nachdem PhilDo Mitte 2007 eine Projektstudie der "Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus und Grund" gepostet hat, siehe hier, habe ich einen Entwurf gefunden, der ebenfalls eine Brückenkonstruktion über den Wall vorsieht.




    Quelle: dipl. ing uwe matt


    Dieser ist natürlich sehr gewöhnungsbedürftig, naja eigentlich ist er sogar richtig schlecht, aber er zeigt auch, dass es ganz unabhängig vom 3do immer wieder Bestrebungen/Ideen gab, das Gefälle im Innenstadtbereich baulich auszugleichen. Zum Vergleich noch ein Rendering der "Haus und Grund Projektstudie", meiner Meinung nach ein sehr, sehr gelungener Entwurf.



    Quelle: Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus und Grund

  • Mir gefallen die beiden Entwürfe nicht. Der erste hätte das ohnehin nicht sehr ansehnliche Empfangsgebäude nur hässlicher gemacht!


    Beim zweiten Entwurf von Haus und Grund gefällt mir nur die Brücke, die von der Katharienenstraße direkt zu den Gleisen führt und ähnlich auch beim UFO- und 3do - Entwurf geplant war. Den rest finde ich nicht so gelungen.


    Ich könnte mir für den Dortmunder Hauptbahnhof sehr gut ein Projekt wie die Living Bridge vorstellen. Statt Wohnungen wie in Hamburg könnte man über dem Hauptbahnhof Bürohäuser entwickeln. Dadurch könnte man man eine attraktive Verbindung zwischen Innen- und Nordstadt schaffen. Das Projekt stammt übrigens vom Architekturbüro Bothe, Richter, Teherani. Die hatten 1996 mit dem UFO schon einmal einen Entwurf für einen neuen Hauptbahnhof präsentiert.


    Aber leider hat bereits die Vergangenheit gezeigt, dass Bahn und Weitsichtige Projekte (UFO/ 3do) nicht zusammenpassen. Daher glaube ich nicht, dass die Bahn ein solches Projekt wirklich entwickeln würde. :Nieder:


    http://www.youtube.com/watch?v…l&feature=player_embedded


    http://www.livingbridge-hamburg.de/main.html

  • Du meinst also soetwas wie den Lehrter Bahnhof in Berlin.


    Die Bahn ist nicht unbedingt gegen solche Projekte, nur die Ruhrgebietslobbie fehlt einfach.
    Stuttgart, Berlin, Dresden und ein paar Kleinstädte haben da mehr interessenten oder einfach die Städte finden eher Investoren und somit der Bahn alles abnehmen.

  • Herzlich Wollkommen und vielen Dank für den Hinweis.


    Ich frage mich ob es nicht irgendwo ein Rendering aufzutreiben gibt, dass die neue Fassadengestaltung etwas detailreicher zeigt. Das was auf dem Bauschild vor dem Bahnhof zu sehen ist hat Nick ja hier schon reingestellt. aber es kann doch nicht sein, das bei einem Investitionsvolumen von 23 mil Euro der Architekt nichts besseres gemacht hat, bzw. so etwas nicht veröffentlicht wird. Es sei denn es gibt einen bestimmten Grund dafür. Übrigens wie ich auf Basis des Renderings von Nick schon gesagt habe, wird es wohl eine Fassade mit blau-grauen Klinkern bzw. so glasiertem Material geben. Denn die Fassade wird ja schließlich komplett erneuert und nicht einfach nur gestrichen.
    Mir ist nicht ganz klar was mit den alten Fenstern passiert, die schließlich das einzige sind, was am Bahnhof erwähnenswert ist. Werden sie wieder so eingebaut?

  • @ ChrisDO + Aleon

    Auch von mir ein herzliches Willkommen und ein Dankeschön! Zu den Fenstern: Ich glaube dieser Punkt wurde im DAF schon thematisiert, hab den Beitrag auf die Schnelle aber auch nicht entdeckt. Soweit ich weiß werden die alten Fenster durch komplett neue ersetzt. Allerdings werden diese dann mit bedruckten Folien versehen (mit den altbekannten Motiven). Was ich davon zuhalten habe, weiß ich aber auch noch nicht so genau.

  • Vermutlich sind richtige Bleiglas-Fenster in der größe einfach zu teuer. Oder hat es sogar irgendetwas mit Wärmeschutzverglasung zutun?
    Den Zustand der alten Fenster kann ich leider nicht beurteilen und ob eine Reinigung überhaupt möglich ist.
    Ich finde sie aber auch erhaltungswürdig, notfalls auch in einem Museum für die Stadt- oder Industriegeschichte.

  • Danke für die Willkommensgrüße ...


    Zu den mit Folie beklebten Fenstern : ich denke, dass eine originalgetreue Nachbildung in der Tat zu teuer geworden wäre und speziell in dem Fall sollte man der DB mal keinen Vorwurf machen... wenn man mal ehrlich ist, denke ich, dass trotz DFB-Museum, die vorhandenen Fenster in nachgebildeten Zustand (echte Fenster, keine Folie) kein wirklicher Blickfang gewesen wären... daher halte ich die Folienlösung für gut und auch ein entfernen der Motive hätte mir persönlich nicht wirklich Kopfzerbrechen bereitet...


    Anbei mal ein Foto vom bereits angesprochenen Abgang im Blumenladen des Dortmunder Hauptbahnhofes... offensichtlich tatsächlich ein Lagerraum in einem Keller...


  • Katakomben (größte Bunkeranlage Deutschlands!)

    Ich habe mich eigentlich nie intensiver mit unserem hässlichen Bahnhof beschäftigt, eher mit dem UFO oder dem 3do. Aber je mehr ich von dem Komplex erfahre, desto interessanter wird dieser. Der Bahnhof besitzt ein sehr interessantes Innenleben. Wusstet ihr z.B. Folgendes: Der größte Zufluchtsort in Dortmund während des Zweiten Weltkriegs war ein Tiefstollen unter dem Stadtzentrum. Die deutschlandweit größte und noch heute erhaltene Bunkeranlage beginnt im Bereich Katharinenstraße/Hauptbahnhof und führt entlang des Walls mit mehreren Seitenstollen bis zum Westpark bzw. in Richtung Martinstraße. Die Anlage hatte ursprünglich Platz für mehr als 80.000 Menschen:eek:. Der Stollen liegt in einer Tiefe von 12 bis 16 Metern unter der Straßenoberfläche.

  • @ Nick

    Da biste mir zuvor gekommen. Als die Rede vom Keller des Blumengeschäfts war, ist mir eingefallen, dass ich von einem Freund einmal gehört habe, dass unter dem Hauptbahnhof Bandproberäume sind. Er meinte er wär da schonmal unten gewesen. Hab leider keinen Kontakt mehr zu ihm sonst würd ich nochmal nachfragen. Vielleicht bietet der von außen so lanweilige HBF ja tatsächlich ein sehr interessantes Innenleben, von dem der Umbau profitieren könnte... :daumen: Aber mit Bunkern in 12 Meter tiefe wird die DB wohl wenig anfangen wollen. Aber wer weiß was es da sonst noch so für Räumlichkeiten gibt. Vielleicht waren die Banproberäume ja gar nicht im Bunker, sondern nur eine Etage unter dem begehbaren Bereich...

  • Echt interessant, welche Geheimnisse unter dem Hauptbahnhof schlummern. Ich hätte nie gedacht, dass er unterkellert ist. Vielleicht hat man nach dem Krieg eine unterirdische verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und der Bunkeranlage an der Katharienenstraße geschaffen? Die Bunkeranlange war mir auch bekannt. Ich wusste nur nicht, dass sie so groß ist. Der Eingang zu dieser Bunkeranlage liegt wohl an der Katharienentreppe. Vielleicht könnte man diese Bunkeranlage der öffentlichkeit mal zugänglich machen. Zum beispiel bei einem Tag des offenen Denkmals. Man könnte dort vielleicht auch eine Dauerausstellung zum Thema Dortmund während des 2. Weltkriegs einrichten. Damit bekäme die Museumsmeile eine weitere interessante Attraktion.