Münchner Biergartenratsch

  • Ahhh … … … , der Hornochse mäht schon wieder.

    Hornochs.jpg

    Wurde auch Zeit. Der Rasen wurde seit mindestens 8 Tagen nicht geschnitten und überschreitet das in Wimbledon zulässige Maß um mehr als 4 Millimeter! Krieg den Wildbienen und den Schmetterlingen!

  • https://stadt.muenchen.de/infos/kommissi…gestaltung.html

  • An der geplanten Apple-Chipdesign-Zentrale an der Seidelstraße sind die Tiefbauarbeiten seit einiger Zeit in vollem Gange.

    Hat jemand schon Entwürfe oder Visualisierungen gesehen, wie die Entwicklung aussehen soll?

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Bzgl. Brüdermühlstraße: … denke ich, Platzhalter für alles mögliche sein, nicht nur für Architektur (bspw. Angst vor Verkehrszunahme).

    Ich kann mich gut daran erinnern, daß sich die Proteste dezidiert gene die Architektur richtete. Die "vielen Erker" würden nicht in die Gegend passen. Das bedeutet im Klartext, daß den Beschwerdeführern die Architektur nicht langweilig genug war.

    Ähnlich war der "Sturmlauf der Bürger" gegen die ersten Entwürfe der Siemenszentrale gerichtet. Ungewönhlich, inspiriert, gewagt, verspielt, abwechslungsreich === böse ("Des is doch nimmer normal!").

    Ein anders Beispiel: Hohenzollernstraße 150. Hier haben "Bürger gegen Dachgauben gekämpft", weil sie "nicht in die Gegen passen".

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das bislang umfassendste Meinungsbild über Architektur in München gab es zu Beginn des Wiederaufbaus. Es ist den zahlreichen Protesten und Initiativen der damaligen Stadtbewohner zu verdanken, dass wir viele der heute so geschätzten historischen Gebäude wiedererhalten und nicht wie von Teilen der Politik und Architektur- und Stadtplanungsszene vorgesehen, "zeitgemäßen" Ersatz vor die Nase gesetzt bekommen haben. Man stelle sich vor, damals hätte das jemand als "kleingeistig-kleinbürgerliche Renitenz" abgetan.

    Ich würde mir daher vielmehr das Gegenteil wünschen: Dass die Bürger auch bei der konkreten Architektur wieder mehr mitreden und mitdiskutieren (dürfen), nicht nur bei der Stadtplanung und -entwicklung, wie das derzeit der Fall ist. Die Formate fehlen dafür bislang weitgehend: In der Bauleitplanung ist die konkrete Architektur in den meisten Fällen noch kein Thema und wenn das, wie hier, doch der Fall ist, dann wurde zuvor schon alles in nicht-öffentlichen Wettbewerben entschieden. In der SGK sitzen zwar BA-Mitglieder, aber meiner Erfahrung nach beschränken sich die Wortbeiträge auf parteiprogrammatische Aspekte, die eher wenig mit Architektur zu tun haben. In den BAs wird noch am ehesten auf der architektonischen Ebene diskutiert, aber auch dort hindert das Parteienwesen meist eine unvoreingenommene Debatte. Statt um Architektur geht es dann schnell nur noch um Baumasse, Verkehr oder Nutzungsmix.

    Was ich mir gut vorstellen könnte: Bei der Erarbeitung von Gestaltungsleitfäden, wie etwa in Neufreimann, werden die Bürger explizit miteinbezogen. Um etwas anderes als um Architektur geht es in diesen Richtlinien nicht - ein Abdriften in Grundsatzfragen wäre nicht möglich. Wenn wir solche Leitfäden konsequent auf alle mittleren bis großen Entwicklungsgebiete anwenden, wäre der Architektur vermutlich schon sehr geholfen.

    Ich bezweifle, ob etwas Gutes dabei herauskommt, wenn die Bürger zuviel mitreden. Ich gebe zu, daß es ein Glücksfall ist, daß man sich in München dafür entschieden hat, die historische Substanz weitgehend zu erhalten und nicht wie in Frankfurt oder Hannover vorzugehen. Was ich jedoch in den letzten 30 Jahren wahrgenommen habe erweckt in mir den Eindruck, daß der teil der Bürgerschaft, die sich einbringt, vor allem Langweile im öffentlichen Raum will.

    Auf der anderen Seite habe ich auch wenig Vertrauen in die Architekten. Ich verstehe zwar Zwänge durch ökonomische Notwendigkeiten und moderne Produktionsweisen sowie gesellschaftliche Veränderungen - aber alleine die Tatsache, daß sich Architekturprofessoren hinstellen und allen Ernstes sagen, daß Schönheit kein ästhetisches Kriterium sei (weil subjektiv) macht mich sprachlos. Bei aller Problematik des Subjektiven muss dennoch Schönheit das oberste (wenn auch schwerlich fassbare) Kriterium der Ästhetik sein.

  • Neues aus der Politik...

    Ex-Wirtschaftsreferent und Vize-OB Josef Schmid (56, CSU) wird zum 01.10. neuer bayerischer Justizminister. Das verkündete heute MP Söder. Schmid ist Partner in der auf Immobilienrecht spezialisierten Kanzlei GSK Stockmann und gilt daher in der Branche als einer der profiliertesten Politiker in den Bereichen Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung. Neben der vor einiger Zeit bereits umgesetzten Novelle des Bayerischen Baugesetzbuchs erhofft sich die Branche weitere Vereinfachungen / Entbürokratisierungen im Baurecht, bei Genehmigungsverfahren und den rechtlichen Rahmenbedingungen für Investitionen in den Wohnungsbau.

    Georg Eisenreich (55, CSU), scheidender Justizminister, begründete seinen Rückzug vor einigen Tagen damit, sich beruflich wieder auf die Tätigkeit als Anwalt fokussieren zu wollen (Bereich Digitalisierung, Start-Ups). Schrittweise werde er sich ganz aus der Politik zurückzuziehen (Vorsitz CSU-Bezirksverband München bis 2027; Landtagsmandat bis 2028).

    Der Vollständigkeit halber: Der Junge-Union-Vorsitzende Manuel Knoll (36, CSU) wird neuer Staatsminister für Jugend und Demokratie. Dafür muss Eric Beißwenger gehen.

    https://www.br.de/nachrichten/ba…l-knoll,VVqFE5u

    https://www.iz.de/personen/news/…ster-2000048393