Die Angst vor Veränderung bremst die Stadt massiv aus. Wie bereits im Paketposthalle-Thread angesprochen, gibt es eine sehr laute Minderheit, die offenbar jedes Projekt verwässern, jedes Gebäude niedriger machen und möglichst viele neue Entwicklungen verhindern möchte. Statt sich konstruktiv mit Wachstum und den städtischen Herausforderungen auseinanderzusetzen, dominiert häufig eine grundsätzliche Ablehnung – unabhängig vom tatsächlichen Bedarf an Wohnraum, Arbeitsplätzen und einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung.
Dass sich der Stadtrat aufgrund der Stadion-Umplanung dazu entschließt, die Wohnungsentscheidung zu vertagen, halte ich ebenfalls nicht für sinnvoll. Im Gegenteil: Es verzögert die Schaffung von künftig dringend benötigtem Wohnraum, anstatt sie zu beschleunigen. Zudem vermischen sich in Deutschland Politik und freier, kommerzieller Wohnungsbau inzwischen so stark, dass der Neubau von Wohnungen in innerstädtischen Lagen wirtschaftlich kaum noch darstellbar ist (Außer für Luxus Neubau >15k/m²). Immer neue Auflagen, Eingriffe von der lokale Politik und Unsicherheiten bei der Planung führen dazu, dass selbst grundsätzlich sinnvolle Projekte finanziell an ihre Grenzen stoßen oder ganz aufgegeben werden.