Spreedreieck [realisiert]

  • Spreedreieck [realisiert]

    Die Beiträge wurden aus dem Friedrichstraßen–Thread hierhin verschoben. Es geht um das Spreedreieck, mit dessen Bau im Herbst 2006 nun endlich begonnen werden soll.
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    Hab noch einen anderen Entwurf eines anderen Architekturbüros zum Thema Spreedreieck gefunden, Grüntuch Architekten haben wohl 2004 damit den zweiten Platz belegt, auch ein schöner Entwurf IMO, das wäre eine schönes Ding für diese Ecke:


    http://www.gruentuchernst.de/


    müsst dann entern und dann ein stück nach rechts scrollen, schöner, Wasser assozierender Entwurf, der eine tolle Dachgestaltung hat.


    Wenn das so oder so ähnlich gebaut werden würde, wäre ich ganz angetan.:D :Koenig:

  • @ b-a-t-o: war mir nicht sicher, kam mir aber auch bekannt vor, erinnert mich persönlich an den Spree-Sinus, von den vorhanden Entwürfen für das Areal gefällt mir der Mark-Braun-Architekten Entwurf eigentlich am besten, nicht zu verspielt aber trotzdem transparent und gelungen.

  • Spreedreieck - Sonntag kommt alles raus!

    Tja Leute, dann kauft am Sonntag mal schön die Welt am Sonntag. Da wird im Immo-Teil ein Riesenartikel über das Spreedreieck drin stehen. Einige hier haben immerhin schonmal die richtigen Namen genannt. Aber weder der im letzten "Wettbewerb" gennante 1. Preis von Diener+Diener noch Armand Grüntuch hat das Rennen gemacht, sondern ein nochmals völlig überarbeiteter Entwurf von Mark Braun Architekten.


    Und ich sage nur: "Bananen für den Osten"...


    Im Moment wird ein B-Planverfahren vorbereitet. SenStadt will unbedingt, dass nicht mehr als 10 Geschosse gebaut werden. Müller-Spreer und der Architekt wollen aus gestalterisch sehr gut nachvollziehbaren Gründen den zweigliedrigen Baukörper in einen 12 und einen 10-geschossigen Turm unterteilen, was eine interessante Höhenentwicklung mit sich bringt.


    Wie immer ist man in Berlin empfindlich, was die Höhe und die Konzentration von Fläche an einem Punkt angeht, verkennt aber total, dass dieses Grundstück einen besonderen Baukörper nicht nur verträgt, sondern geradezu verlangt.


    Die Fassaden werden sehr gläsern, folgen mit einer vertikalen Lisenvorblendung jedoch einem aktuellen Trend (siehe C&A/Swissotel am Kudamm). Immerhin setzt sich der Architekt hier gegen die vorherrschende Stimmansche Steinerkeit durch. Für dieses Haus gibts garantiert keinen Preis der deutschen Natursteinindustrie.


    Zu den Terminen: Bauantrag Anfang Juli 2006. Fertigstellung des Hauses Ende 2008.


    Und wer der Hauptmieter ist, was mit dem Tränenpalast passiert und welche Schwierigkeiten der Berliner Untergrund bereiten wird... Das werden wir alles noch erfahren...

  • 12 Geschosse und immer noch zu viel, oh Mann! Selbst im Provinznest München sind 12 Geschosse kein Problem...

  • tja

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    Tja, es gibt eben Regeln und die besagen, dass man eben nur eine bestimmte Gfz bauen darf und die wird schon stark überschritten. Es ist wirklich unglaublich, dass diese Berliner Sesselfurzer mit ihrer Bürokratie und spießigen Kleingeistigkeit an dieser Stelle einen immerhin schon als Kompromiss formulierten Entwurf klein reden. Die Ämterbeteiligung zur Erstellung des B-Plans umfasst übrigens 45 (!) Behörden!!! Und jede kann ihren Senf dazu geben und eine weitere Veränderung (meistens Verschandelung) des Gebäudes fordern. Sei es der Behindertenbeauftragte oder die Verkehrsbehörde. So wird große Architektur klein geredet und gemacht. Und am Ende wundern und beschweren sich die Menschen, warum in Berlin immer nur Durchschnitt raus kommt. Das liegt nicht daran, dass die Architekten keine Ideen hätten, nein, die Ideen werden von den Behörden kaputt gemacht! Berlin ist dafür bekannt, dass die bekanntesten Architekten der Welt hier nur noch ihre schlimmsten Entwürfe abwerfen. Ein Gebäude wie "The Gherkin" in London wäre hier nie möglich gewesen. Berlins Vorstellung einer gelungenen Stadt rührt aus einer romantischen Verklärung eines Stadtideals aus dem 19. Jahrhundert. Wir leben aber im 21. globalisierten Jahrhundert mit neusten Technologien, Dienstleistungen und auch einem weltumspannenden Design. Diese Gedanken sind natürlich einem verbeamteten Karosackoträger, der seine beste Zeit in den 70ern hatte und nur noch die Zeit bis zur Pension absitzt, schwer beizubiegen. Er hält sich lieber an seinem Regelwerk fest und macht allein schon aus Wut auf die verpassten eigenen Chancen in seinem Leben den kreativen Köpfen in der Stadt das Leben schwer.

  • Andererseits hätte ein 12-stöckiges Gebäude wenigstens realistische Chancen auf Verwirklichung in den nächsten beiden Dekaden :D

  • alles neu....

    Johnny


    das ist der alte entwurf aus dem gutachten 2004. das haus wird jetzt komplett anders aussehen. sicher wird auch der neue entwurf nicht jedem gefallen, aber die fassade ähnelt wieder mehr dem ersten spreedreieck entwurf von mark braun architekten aus dem jahr 2003.


    und man darf nicht vergessen: das haus muss knallharte wirtschaftliche kriterien als vermietobjekt erfüllen. sonst wäre kein so bekannter mieter bereit gewesen, die hälfte der flächen sofort anzumieten. der mietvertrag ist schon unterschrieben... wers ist, steht sonntag in der welt.

  • @ schneewittchen


    Wenn man "Insiderwissen" von sich gibt und ununterbrochen darauf hinweist, dass man etwas weiß, was der "Normalsterbliche" am Sonntag in der Zeitung lesen kann, dann ist es schon eine berechtigte Frage. Kann ja auch sein, dass Du nur Promo für die WaS machst:D.

  • Manuel


    jetzt messt dem ganzen doch nicht so eine große bedeutung bei. es ist alles letztendlich unspektakulärer als man vielleicht annimmt. wir sind in berlin. was soll da spektakuläres passieren. aber gut ist, dass endlich klarheit herrscht. und ich denke, dass nach der veröffentlichung hier hitzige diskussionen losgehen. gut so!

  • Dem ganzen wird vor allem durch die Bedeutung des Geländes und dessen Geschichte von uns große Bedeutung zugemessen. Die Vision von Mies v. d. Rohe und einige andere Entwürfe für diese Ecke haben einige (mich mit eingeschlossen) in ihren Bann gezogen. Deswegen bin ich sehr gespannt auf den Entwurf.


    Ps. Hatten wir den Spangenberg-Entwurf eigentlich schonmal? Finde ich auch nicht schlecht.


    http://www.gerhardspangenberg.…/header_spreedreieck.html

  • @b-a-t-o



    Ich meinte auch, dass man meiner Identität jetzt nicht so viel Bedeutung gben sollte. Der Spangenbergentwurf ist mir neulich auch aufgefallen. Eine sehr interesante Kubatur und sicher ich elegeanter und schöner Entwurf. Gibt es eigentlich von Zaha Hadid Entwürfe für irgendein herausragendes Gebäude in Berlin? Die Tatsache, dass sie inzwischen in vielen deutschen Großstädten und sogar in Wolfsburg bauen durfte, aber in Berlin nicht, spricht sicher Bände...


    Ich habe die Hoffnung, dass mit dem Abtreten von Herrn Stimmann vielleicht doch ein neuer Wind wehen wird. Nur hört man, dass er schon in den entscheidenden Stellen seine Leute untergebracht hat und damit wohl die Berliner Pieseligkeit weiter Bestand haben wird. Ein Gebäude wie das Phaeno wäre in Berlin nicht entstanden.


    Und dass es für das dem Spreedreieck gegenüber liegende Grundstück (also auf der gleichen Seite des Ufers) mal einen Entwurf von Ingenhoven gab, der einiges besser war als diese Naturstein-Lochfassade jetzt, ist ja auch schon in Vergessenheit geraten, oder? Ich finde leider weder auf der Homepage noch auf Google Bilder dazu.


    Neben dem BE soll ja auf der gegenüberliegenden Seite "Am Zirkus" das Büroprojekt "Canyon" von Bothe Richter Teherani entstehen, das allerdings auch schon wieder umstritten ist weil die Nachbarn klagen und Peymann das Haus nicht gut findet... Investor ist die Deutsche Immobilien AG.


    Hier ein Bild dazu:
    http://www.stadtentwicklung.be…rojekte/de/amzirkus.shtml

  • Ich finde Stimmann hat mit seiner "Pieseligkeit" wesentlich dazu beigetragen, das Berlin wieder an Urbanität und Einheitlichkeit gewinnt. Ein Entwurf wie Spangenberg passt überhaupt nicht an diesem Ort.


    Der Entwurf von Grüntuch-Ernst passt da schon eher hin.