Eintracht-Stadion

  • Das Fanhaus ist ein schönes Projekt und wird ja auch bald fertig sein. Ich bin gespannt, wie es dann aussieht. Eine Frage in die Runde, da ich in dieser Hinsicht ahnungslos bin: Gibt es eigentlich vergleichbare Projekte im Umfeld anderer Vereine / Stadien?

  • Also wenn deine Frage darin besteht, ob auch andere Vereine ein Fanhaus haben, dann kann man dies bejahen, dies ist eigentlich Standard in der ersten Liga und auch bei einigen Zweit- und Drittligisten. Wenn deine Frage darauf abzielt, ob Fans selbst bei Bauprojekten anpacken, fällt mir spontan nur noch Union Berlin ein, bei denen viele Fans in ihrer Freizeit beim Stadionbau geholfen haben. Aber eigentlich ist dies unüblich und mir von anderen darüber hinausgehenden Vereinen so nicht bekannt. Prinzipiell passt sowas auch nur zu Kultvereinen wie Eintracht. Beim VFL dagegen wird das Fanhaus von VW gesponsort und fertig hingesetzt. Auch das passt zur öffentlichen Meinung über diesen Verein


    Insgesamt ist das Fanhaus ein beachtenswertes Projekt und gerade die Nutzung für viele soziale Themen ist begrüßenswert. Aber in den letzten Jahren sind auch viele Ultras in der Braunschweiger Szene durch soziales Engagement aufgefallen. So kamen bei einem Benefizturnier für den kleinen Jannes in diesem Jahr über 10.000€ zusammen. Wenn man sich in der Öffentlichkeit mit der Ultrakultur in Stadien kritisch auseinander setzt, was sicherlich auch vollkommen richtig ist, sollten man jedoch auch mal positives hervorheben.


    http://www.braunschweiger-zeit…nken-jungen-id851727.html

  • Eine Rasenheizung gibt es bereits seit 2006. Diese ist für die zweite und erste Liga auch eine Lizenzauflage, soweit ich weiß. In der ersten Liga muss auch ein Trainingsplatz über eine Rasenheizung verfügen. Das wird soweit ich weiß auch zukünftig bei Eintracht so sein. Für den Fall, dass der Aufstieg diese Saison unerwarteter weise nicht geschafft wird, wird es wohl aber darauf hinauslaufen dass die Rasenheizung auf dem Trainingsplatz nicht eingeschaltet wird. Weil alleine die Inbetriebnahme für wenige Tage zu Kosten im mittleren vierstelligen Euro Betrag führt.


    Auch wenn es gestern nichts mit dem Sieg sein sollte und Lautern auch noch gewonnen hat, gehe ich davon aus dass in der nächsten Saison Erstliga fußball in Braunschweig gespielt wird. :)

  • Es gibt neues von der Baustelle am Stadion.
    Auf einem kurzen Video (Link unten angeführt) kann man einen kurzen Einblick bekommen. Insgesamt ist die Tragschale der Überdachung der Marathontore vorhanden, das Dach soll demnächst gedeckt werden. Die Logen sind noch nicht angelegt, aber die Fassaden stehen bereits. Außerdem gibt es zwei neue Zugänge von der Haupttribüne zum Businessbereich.
    Wie bereits erwähnt sind die Treppen vom Vorplatz auf die Verteilerplattform fertig.


    Am Kubus ist die Fassade in Arbeit. Diesen Monat soll diese inklusive Dach fertig gestellt werden. Für den Kubus ist im Süden auch ein Außenbereich für den Gastronomiebereich vorgesehen. Während im Westen die Geschäftsstelle integriert sein wird. Die alten Toiletten der ehemaligen Haupttribüne wurden komplett entkernt und werden zur Zeit neu aufgebaut. Darüber hinaus werden zwei Kioske neu in die Haupttribüne integriert.


    http://www.eintracht.com/eintr…3cf163f5681715efabdc5a40c


    So konnte ich euch in meiner Mittagspause mal wieder kurz auf den neusten Stand bringen :)

  • Aktuelles zum Stadion in der Neuen Braunschweiger

    Aktuelles zum Stadion in der Neuen Braunschweiger vom 20.2.2013


    Stadion: Zügiger Baufortschritt
    Eintracht-Vizepräsident Reiner Ottinger im Interview über den Stand der Arbeiten
    (http://www.neue-braunschweiger…n_Zuegiger_Baufortschritt)


    Bemerkenswerterweise keine Aussage, wann die Tribünen fertiggestellt werden (im Gegensatz zu Kubus bzw. Fanhaus, die beide in den Sommermonaten fertig werden sollen)

  • Ok, ich nehm das mal ein bisschen zurueck - heute schreibt die BZ ueber den aktuellen Stand. Mit Fakten und Fotos. Aussage der Stadt: Die Arbeiten werden bis Saisonbeginn beendet sein

  • Auch zur hier bereits geführten Diskussion um eine mögliche Stadionvergrößerung in Form einer Überbauung der Kurven bzw. Absenkung des Spielfeldes gibt es neue Informationen:



    "Stadtsprecher Adrian Foitzik erklärt es so: „Zunächst ist das Stadion uneingeschränkt erstligatauglich. Bleibt die Eintracht dann wie etwa Freiburg oder Mainz längerfristig Erstligist, wird man diese Frage konkret angehen.“ Beide Klubs, sagt Foitzik, seien auch jahrelang mit vergleichbaren Kapazitäten in der Bundesliga erfolgreich gewesen.


    Platz für 24 400 Besucher wird Eintrachts Heimstatt bieten, wenn der letzte Handwerker plangemäß im Sommer die Werkzeugkiste zuklappt und die Baustelle verlässt. Knapp 24 Millionen Euro wird die Stadt dann in den Ausbau von Nordkurve und Westtribüne gesteckt haben, dazu kommen 450.000 Euro Eigenanteil des Hauptnutzers Eintracht. Die Arena an der Hamburger Straße wird dann zeitgemäß sein, freundlicher und komfortabler fürs Publikum, tauglicher für Sponsoren – sie wird aber nicht mehr Fußball-Fans fassen können als jetzt.


    Unser Leser Bernd Reupke findet das nicht gut. „Meiner Meinung nach steckt man viel zu viel kostbares Steuergeld in einen zu kleinen Kasten“, sagt der Braunschweiger, Eintracht-Fan seit 1975. Er fürchtet, dass der Verein die Kartennachfrage im Fall des Aufstiegs noch schwerer werde befriedigen können als jetzt. 35.000 Zuschauer seien das Mindeste für einen Erstligisten mit beträchtlicher Fangemeinde.


    Immerhin, den größeren Teil der Geldausgabe haben die Bewohner Braunschweigs ihrer Stadt selbst zugebilligt, als sie bei der Bürgerbefragung Anfang 2011 zu 60 Prozent für den Ausbau der Haupttribüne stimmten. Das Investitionsvolumen war seinerzeit auf 14,5 Millionen Euro taxiert, mittlerweile hat es sich um knapp zwei Millionen ausgedehnt.


    In der 1. Liga würde Eintracht ziemlich hinten stehen, was das Fassungsvermögen der Stadien angeht. Weniger können allein in Freiburg (24.000 Plätze) zuschauen, und Greuther Fürth gibt sein Erstliga-Kurzgastspiel gegenwärtig vor einer Heimkulisse von maximal 18.000 Menschen.


    Braunschweigs Stadtsprecher sagt: Es gibt zurzeit keine konkrete Planung zur Erweiterung des Stadions. Foitzik räumt aber ein: Natürlich habe es schon Überlegungen zu Varianten gegeben. Eine Möglichkeit zum Raumgewinn jenseits des Spielfeldes könnte die Aufstockung der Tribünen mit einem zusätzlichen Oberrang sein, so wie es etwa die Leverkusener vor vier Jahren vorgemacht haben. Eine Variante, die in der Braunschweiger Bauverwaltung noch nicht näher untersucht wurde. Foitzik sagt: „Eine Überbauung der Kurven ist aus Platzgründen problematisch, müsste dann noch genauer geprüft werden.“


    Eine andere Variante wäre eine Absenkung des Innenraumes nach Bremer Muster. Das Spielfeld des Weserstadions ist vor knapp zehn Jahren tiefer gelegt worden, die Laufbahn verschwand für 8000 zusätzliche Plätze.


    Die Stadt Braunschweig hat diese Möglichkeit bereits vor einigen Jahren untersucht. Ein Zuwachs von 2000 Plätzen wäre möglich, aber eine politische Grundsatzentscheidung gegen die Leichtathletik nötig gewesen. Seit der Jahrhundertwende war Braunschweig dreimal Ausrichter der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften. Im nächsten Jahr wird die Stadt die kontinentalen Spitzenkönner der Zunft zur Team-EM begrüßen. Das Eintracht-Stadion gilt in Fachkreisen wegen seines Zuschnitts, seiner Größe und seiner Atmosphäre als die Leichtathletik-Arena in der Republik mit höchster Tauglichkeitsstufe.


    Die Politik hat sich dafür entschieden, diese Option nicht zu versperren – unabhängig von der Frage, welche kostspieligen Folgen ein Laufbahnverzicht zugunsten zusätzlicher Zuschauerplätze für die gerade erst fertiggestellte Dachkonstruktion haben würde.


    Das Rathaus warnt ohnehin vor ungestümer Offensive: „Wir sollten zunächst den Aufstieg abwarten und dann die Spielzeit“, so der Stadtsprecher. „Wie man es überstürzt falsch machen kann, zeigt das Beispiel Aachen. Die haben nach dem Aufstieg gleich ein tolles neues Stadion gebaut – und sind mittlerweile in der 3. Liga und dadurch praktisch ruiniert.“ Auch Dresden und Kaiserslautern hätten sich bei ihren Stadionbauten übernommen.


    Manfred Pesditschek ist Aufsichtsratschef der Stadthallen GmbH, die das Stadion im Auftrag der Stadt betreibt. Er spricht von einem schmucken Stadion für Fußball, Leichtathletik und anderes. Auch er sagt: „Dabei wird es wohl bleiben. Einen nochmaligen Umbau sehe ich in absehbarer Zeit nicht.“ Pesditschek, der auch die Rats-SPD anführt, verweist auf das Abstimmungsergebnis der Bürgerbefragung: „Da die Fraktionen erklärt haben, diese Befragung als verbindlich anzusehen, ist für die nächsten Jahre gar kein Raum für eine Veränderung der Entscheidung.“ Sollte Eintracht aufsteigen, viele Jahre in der 1. Liga bleiben und stets vor ausverkauften Rängen spielen, sei es am Verein, neue Überlegungen anzustellen, so Pesditschek.


    Eine Erweiterung würde übrigens unweigerlich eine zweite Diskussion nach sich ziehen: Wohin mit den zusätzlichen Autos?"

  • Das Fanhaus scheint fast vollständig fertig zu sein. Außentreppe ist bereits installiert. Wie desöfteren im Stadion auch zu hören war, fehlen bislang leider noch Monitore im Stadion Außenbereich, wie es in jedem Bundesligastadion üblich ist. Konnte jedoch leider nicht erkennen, ob diese in den Umbauplänen in irgendeinerweise vorgesehen sind.

  • Neues vom Eintrachtstadion

    Die BZ schreibt:
    Endspurt beim Stadionbau hat begonnen
    http://www.braunschweiger-zeit…at-begonnen-id972279.html


    ... und spekuliert beim Artikel mal wieder (etwas reißerisch), dass der Zeitplan nicht eingehalten würde...


    Auf http://www.eintracht.com gibt's aktuelle Bilder:


    Außenanlagen
    Ab der kommenden Woche wird der Vorplatz gepflastert.
    Außerdem wurde mit dem Bau des Kassenhauses begonnen.


    Stadion
    Die Fassade des Businessbereichs wird gerade verglast. Im Innenbereich läuft der technische Ausbau auf Hochtouren.


    Kubus
    Die Fassade ist fertig, da werden derzeit die Träger für den Sonnenschutz angeschweißt. Im Innenbereich sind die Wände angelegt und die Räume können betreten werden.

  • Der geradezu sensationelle Aufschwung, den die Eintracht momentan erlebt, ist ohne große finanzielle Aufwendungen ermöglicht worden. Das macht den Verein sympathisch und unterscheidet ihn vom Nachbarn im Nordosten.


    Für etwas ältere Semester, die noch wissen, wie die Rangordnung im niedersächsischen Fußball bis Mitte der 1980er Jahre aussah, mag die Aussicht, dass der BTSV nur noch ein Underdog ist, zwar ernüchternd anmuten. Doch allein die Tatsache, dass der Verein zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder die Chance hat, in der Ersten Bundesliga zu spielen, sollte das ausgleichen.


    Die Bescheidenheit, die bei Eintracht eingekehrt ist, hat durchaus ihre Vorteile. Man sollte nicht vergessen, dass es gerade der Stadionausbau war, der dem Verein Anfang der 1980er Jahre finanziell das Genick brach und dazu zwang, dass Stadion an die Stadt zu verkaufen.


    Sosehr ich mir als Fan auch ein größeres Stadion wünsche und als „auswärtiger“ Anhänger bereits jetzt erlebe, wie schwierig es geworden ist, an Karten zu gelangen: Die konservative Strategie in Sachen Stadionausbau kann ich nachvollziehen.


    Mag sein, dass ein Stadion nach Wolfsburger Zuschnitt eine bessere Stimmung erzeugen und dem Verein künftig vielleicht sechs zusätzliche Punkte bescheren könnte. Doch das allein ist nicht alles. Auch so ist das Eintracht-Stadion dank der Fans extrem laut.


    Insofern plädiere ich zwar nach wie vor für einen Ausbau der alten Gegengerade (Osttribüne), doch kann ich nachvollziehen, wenn man seitens des Vereins und der Stadt damit erst einmal warten möchte.


    Entscheidend ist schließlich nicht allein die kommende Saison. Der BTSV wird es, sollte er aufsteigen, in der Ersten Bundesliga sehr schwer haben. Daher muss man auch einkalkulieren, dass der Verein in den kommenden Jahren wieder zweitklassig werden könnte. Ich will das nicht hoffen, sehe aber auch, dass man gut daran tut, sich an Clubs wie Freiburg oder Mainz zu orientieren. Daher sollte man an der bisherigen Strategie festhalten, die ein Wachstum ja keineswegs ausschließt. Für das Stadion bedeutet das m. E. nur, dass man, auch wenn erst einmal keine Ausbauten erfolgen, zumindest entsprechende Pläne bereithalten sollte.

  • Nicht direkt zum Thema Stadion, aber erwähnen muss ich es dennoch: Jaaaaaa! :applaus:


    Ich war als kleines Kind einmal dabei, als Eintracht noch in der 1. Liga gespielt hat - in der Abstiegssaison bei einer 0:4-Pleite gegen Mönchengladbach. Den Glauben, dass sie es je wieder zurück ins Oberhaus schaffen würden, hatte ich schon lange aufgegeben. Traurig ist nur, dass mein Opa, der mich damals ins Stadion mitgenommen hatte, im vergangenen Sommer gestorben ist. Er war sein Leben lang ein Fan; dieser Tag heute wäre ein würdiges Abschiedsgeschenk für ihn gewesen!


    Und was den Verlauf des kommenden Jahres angesichts einer bei Lichte betrachtet erstliga-untauglichen Mannschaft angeht? Ist mir doch egal! Bis zum Beweis des Gegenteils bin ich davon überzeugt, dass wir es zumindest bis in die Championsleague schaffen werden. :cheers: Olé!

  • Die Mannschaft hat es sich diese Saison wahrlich verdient und selbst wenn sie nächste Saison absteigen sollten, wäre das kein Beinbruch solange man die sportliche Führung nicht austauscht. Aber da habe ich ehrlich gesagt mittlerweile keine Sorge mehr. Die letzten Jahre haben gezeigt mit was für einer Ruhe in der Vereinsführung gearbeitet wird. Spielerisch sollen wohl 6 Neue kommen u.a. gehandelt werden Namen wie der Leverkusener (Ex-Braunschweiger) Bellarabi. Das klingt doch alles recht gut. Wenn man mit den "jungen Wilden" versucht die Bundesliga aufzumischen :) Es ist ein Verein der es schafft eine ganze Region zu elektrisieren.


    Die Pflasterarbeiten auf dem Vorplatz schreiten voran und sollten demnächst beendet sein. Das Fanhaus ist offensichtlich bis auf den Innenausbau fertig.


    Man sollte der Mannschaft wirklich ein Denkmal setzen. Auf dem Stadiongelände wäre das doch gut aufgehoben?;)