Beiträge von Die Feder

    Ideen gesucht für die Rahmenplanung „Am Alten Bahnhof“ Informationsabend am Mittwoch, 6. Juli

    PM der Stadt Braunschweig.
    "Die Stadt Braunschweig sucht die besten Ideen für die Flächen entlang des Stadteingangs Theodor-Heuss-Straße/Am Alten Bahnhof. Eine Rahmenplanung soll aufgestellt werden. Dazu gibt es eine Bürgerinformationsveranstaltung in Präsenz am Mittwoch, 6. Juli, um 18 Uhr in der Kantine "Alte Schmiede", Am Alten Bahnhof 5.


    Obwohl das Gebiet in fußläufiger Entfernung zum Stadtkern von Braunschweig liegt, befinden sich an dieser Stelle im Stadtgebiet große städtebaulich untergenutzte Bereiche, wie z.B. Stellplatzanlagen oder unbebaute Grundstücksflächen. Die Stadtverwaltung entwickelt deshalb einen städtebaulichen Rahmenplan für das gekennzeichnete Areal beiderseits der Straße "Am Alten Bahnhof" zwischen Europaplatz und Fabrikstraße. Ziel ist eine zukunftsorientierte städtebauliche Lösung mit stärker urbanem Charakter. Hierzu wurde das Planungsbüro Machleidt aus Berlin beauftragt, das auch die Rahmenplanung zur Bundesgartenschau in Heilbronn entwickelt hat. In der Rahmenplanung "Am Alten Bahnhof" sollen Belange der städtebaulichen Gestaltung und einer urbanen Nutzungsmischung unter Berücksichtigung erhaltenswerter bestehender Strukturen berücksichtigt werden.


    Die Verbesserung der Freiraumqualitäten mit Anbindungen an den Bürgerpark sowie eine angemessene Erschließung sowohl für den motorisierten als auch für den nicht motorisierten Verkehr soll unter Zuhilfenahme von Freiraum- und Verkehrsplanern erreicht werden. Dabei sind die vielfältigen Interessen der Eigentümer und Anlieger (Anwohner, Betriebe) im Plangebiet und auch im benachbarten Quartier mit der Planung in Einklang zu bringen. "

    Hier gibt es einen Link zum betroffenen Rahmenplangebiet

    Veranstaltungstipp: Stadtspaziergang durch die "neue Nordstadt"


    Eine Veranstaltung im Rahmen der "Architekturzeit" der Architektenkammer Niedersachsen. Vom Konzept zur gebauten Realität. Neues Wohnen im nördlichen Ringgebiet. Haben sich die Pläne, hier bezahlbaren und qualitätvollen Wohnraum zu errichten, erfüllen können?

    Die Architekten und Stadtplaner Sandra Morese und Prof. Walter Ackers führen durch das Quartier und stellen sich Fragen der Mitspazierenden.

    25. Juni 2022, 14:00 Uhr

    Startpunkt: Haus der Kulturen, Am Nordbahnhof 1, 38106 Braunschweig

    Sartorius Quartier.

    Um dem Thema Göttingen auch wieder ein wenig Schwung zu geben: Seit ein paar Jahren entsteht in der Nordstadt das "Sartorius Quartier", Göttingens derzeit größte Quartiersentwicklung.


    Auf dem 2,3 ha großen früheren Werksgelände der Sartorius AG, zwischen Weender Landstraße, Daimler- und Annastraße wächst ein urbanes Viertel mit einer breiten Funktionsmischung: Einzelhandelsflächen, Büros, Miet- und Eigentumswohnungen, ein Hotel, ein Reha-Zentrum und - wir sind in Göttigen - eine so genannte Life Science Factory (letztere, im historischen Kern im Zentrum des Quartiers, ist ein eigenes Projekt der Sartorius AG).

    Der erste Bauabschnitt, 96 Wohnungen an der Annastraße, wurden bereits im September 2021 fertiggestellt. Ende 2022 soll das gesamte Quartier fertiggestellt sein.

    Hier gibt's auf der Website des Projekts mehr Infos

    Fakten:


    Grundstück ca. 23.766 m²


    Projektvolumen ca. 45.500 m² BGF


    Architektur Masterplan: Holzer Kobler Architekturen Zürich/Berlin; Entwurfs- und Ausführungs planung: Bieling Architekten, Hamburg, Charles de Picciotto Architekt, Hamburg, Grüntuch Ernst Architekten, Berlin (Entwurf), Thüs Farnschläder Architekten, Hamburg (Ausführungsplanung)


    Zeitplan Projektierung 2016–2019, Bauzeit 2019–2022


    Wohnen 17.939 m² BGF (ca. 170 Miet- und 53 Eigentumswohnungen)


    Kita 800 m² BGF


    Hotel 6.626 m² BGF (Pächter: FREIGEIST & FRIENDS Hotelgesellschaft)


    Smart Apartments 4.850 m² BGF (Pächter: FREIGEIST & FRIENDS Hotelgesellschaft)


    Gastronomie 760 m² BGF


    Einzelhandel 930 m² BGF


    Büro/Forschung/Bildung 13.950 m² BGF


    Parken ca. 339 Tiefgaragenstellplätze, ca. 28 Stellplätze im Außenbereich

    Kleine Ergänzung aus dem Artikel hinter der Paywall - das Projekt bleibt wohl bis auf Weiteres beim aktuellen Entwickler Development Partner in Düsseldorf:

    "Nach Informationen der Redaktion könnten auch Überlegungen eines Verkaufs der Burgpassage dabei eine Rolle spielen. Offenbar gibt es bereits Gespräche mit möglichen Interessenten. Dies bestätigt Ralf Ulrich Kapfer von Development Partner auf Nachfrage ausdrücklich nicht und erklärt: „Wir haben vor, das Projekt zu realisieren.“

    „Projektgesellschaft soll Hochbaubereich entlasten“

    Das Thema kam hier im Forum zuletzt bei der Stadthallensanierung zur Sprache. Die Braunschweiger Verwaltung schlägt jetzt die Einrichtung einer weiteren Unternehmenssparte bei der Struktur-Förderung Braunschweig GmbH vor.


    Die Verwaltung schlägt dem Rat zur Sitzung am 24. Mai vor, eine Hochbau-Projektgesellschaft aufzubauen und diese als eine weitere Unternehmenssparte bei der städtischen Struktur-Förderung Braunschweig GmbH (SFB) zu verankern.

    Die neue Gesellschaft soll vorrangig Hochbau-Sonderprojekte wahrnehmen, die außerhalb des Standardportfolios der städtischen Bauverwaltung liegen und damit angesichts der enormen Aufgaben der Kernverwaltung im Hochbaubereich temporär für Entlastung sorgen, so Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. Ein mögliches Projekt sei etwa die Sanierung der Stadthalle.

    Dabei sollen Dienstleistungen für den Hochbau erbracht werden, jedoch keine Betriebsleistungen. Nach Fertigstellung von Projekten sollen diese ins Eigentum und in die Bewirtschaftung durch die Stadtverwaltung übergehen.

    Für die Koordinierung mit der Hochbauverwaltung und zum Vorgehen nach einheitlichen Standards soll Hochbaudezernent Holger Herlitschke im Aufsichtsrat der SFB sitzen.

    Ein richtiger und wichtiger Schritt, finde ich.

    Quelle: Stadt Braunschweig

    Ein urbanes Quartier der Zukunft?

    Das 18. Braunschweiger Immobilienfrühstück fand neulich im Lilienthalhaus statt. Neben den, von Chief oben genannten, "üblichen" Prognosen durch den Oberbürgermeister und den GF des Flughafens gab es auch einen Vortrag durch Vertreter des Immobilienentwicklers Robert C. Spiess aus Bremen, die den Flughafen seit Oktober 2021 beraten.
     
    Thema: "Der Forschungsflughafen Braunschweig als urbanes Quartier der Zukunft"

    Jens Lütjen, geschäftsführender Gesellschafter, und Geschäftsführer Andreas Fuchs veranschaulichten die Auswirkungen von Megatrends auf die Gestaltung neuer Stadtquartiere am Beispiel des Braunschweiger Forschungsflughafens.


    „Ein ansprechendes Umfeld mit hoher Aufenthaltsqualität wird für Unternehmens- und Institutsstandorte immer wichtiger, um hochattraktiv für Fachkräfte zu sein“, so die Referenten. Urbane Quartiere der Zukunft lebten von der engen Verbindung aus Wissenschaft, Technologie und Innovation mit den Bereichen Wohnen, Freizeit und Unterhaltung sowie modernsten Mobilitätsangeboten.


    Das Unternehmen begleitet die Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH bei der städtebaulichen Entwicklung ihrer Potenzialflächen von rund 70.000 Quadratmetern im direkten Umfeld des Flughafens.

    Hier geht es zur entsprechenden Pressemitteilung der Braunschweig Zukunft GmbH, hier geht es zu einer Pressemitteilung auf der Website des immobilienentwicklers RC Spiess....

    Und hier kommt ein Bild von der Veranstaltung, auf dem grundsätzliche Ideen (wohlgemerkt, nix ist fix) der Immobilienleute für das Quartier zu sehen sind. Interessant, wenn man sich das als ein vollständiges Urbanes Quartier vorstellt:

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    Foto: Die Feder


    PS: Es gibt eine Aufzeichnung der Veranstaltung auf Youtube

    Oh, lange nichts gehört davon. Der CoLiving Campus (ein Konzept aus dem TU Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik (ISE) von Prof Brederlau) spukt ja schon seit Jahren durch das ISEK, war auch schon Thema des Johannes-Göderitz-Preises 2018.

    Jetzt scheint endlich der Sprung vom studentischen Entwerfen zum städtischen Planen vollzogen zu sein. Ein Schritt vorwärts.
    Wobei: "... befindet sich aktuell in der Konzeption und Vorbereitung. Sobald diese abgeschlossen ist, wird umfassend über den bevorstehenden Bürgerbeteiligungsprozess informiert..." klingt noch nicht so ... sagen wir mal ... energisch...

    Mehr von TU Seiten hier...

    Aktuelle Lage Gewerbeflächenentwicklung

    Auf Anfrage einer Fraktion im Rat hat die Stadt zusammengefasste Auskünfte über die derzeitige Entwicklung von Gewerbegebieten gegeben. Von größerem Interesse dürften die interkommunalen Gewerbegebiete (unter 3.) sein.


    1. Welche Standorte werden momentan verfolgt?


    Seit Beschluss im Jahr 2016 hat die Stadt folgende Aktivitäten entfaltet:

    Wenden-West: Der Bebauungsplan ist rechtskräftig, die Erschließung wird vorbereitet.

    Peterskamp-Süd: Seit mehreren Jahren verhandelt die GGB mit den Eigentümern über die Grundstücke. Viele, aber nicht alle Grundstücke konnten bislang aufgekauft werden.

    Ehemaliges Ausbesserungswerk: Seit Jahren arbeitet die Verwaltung im Rahmen des Projektes Bahnstadt daran, eine planerische bzw. Umsetzungsperspektive für diesen Bereich zu entwickeln. Im Zuge dieser Aktivitäten soll diese Fläche zu einem Gewerbestandort entwickelt werden.

    Heinrich-der-Löwe-Kaserne (Teilbereiche): Der Bebauungsplan ist rechtskräftig, die Erschließung fertig, das Gelände teilweise bebaut.

    Stiddien-Beddingen: Die Verwaltungen der Städte Braunschweig und Salzgitter haben in den Jahren 2017 und 2018 eine detaillierte Machbarkeitsstudie erstellt und hierzu auch die Bürgerschaft beteiligt. Ergebnis: Der Rat der Stadt Braunschweig folgte dem Vorschlag der Verwaltungen, der Rat der Stadt Salzgitter nicht. Das Vorhaben wurde seither ad acta gelegt.

    Thiedestraße-Ost: Kapazitätsbedingt hat die Verwaltung die Planung in diesem Bereich noch nicht aufgenommen.


    2. Was sind die nächsten Schritte der Verwaltung?

    Die Stadtverwaltung arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Umsetzung des ISEK-Projektes „Integriertes Flächenmanagement“. In diesem Zusammenhang wird ab April d.J. von der verwaltungsinternen Projektgruppe geprüft, wie sich die Stadt zukünftig besser aufstellen kann, um quantitativ und qualitativ die richtigen Gewerbeflächen vorzuhalten. Die Ergebnisse werden im Jahr 2022 den Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden.


    3. Wie ist der aktuelle Sachstand in Bezug auf die interkommunalen Gewerbegebiete (mit Wolfenbüttel an der A36, mit Helmstedt, Wolfenbüttel und Wolfsburg bei Scheppau und mit Salzgitter)?


    Sachstand interkommunales Gewerbegebiet Braunschweig - Wolfenbüttel

    Im Anschluss an den Ratsbeschluss zur Prüfung der Machbarkeit des interkommunalen Gewerbegebiets auf Wolfenbütteler Stadtgebiet wurde eine Projektierungsvereinbarung geschlossen, in der die Ziele, die Organisationsstruktur des Projektes sowie die Vorgehensweise verbindlich festgelegt wurde.

    Auf Basis der Vereinbarung erfolgte in Zusammenarbeit beider Verwaltungen die Erstellung eines städtebaulichen Entwurfs. Des Weiteren wurde ein Schallgutachten beauftragt.


    Im Sommer 2021 wurde unter Federführung der Braunschweig Zukunft als dritter Baustein das Gutachten zur wirtschaftlichen Machbarkeit ausgeschrieben und an die CIMA Beratung und Management GmbH vergeben. Die Ergebnisse werden im 2. Quartal 2022 erwartet. Es ist vorgesehen, den Ratsgremien baldmöglichst eine Entscheidungsgrundlage für die weiteren Planungen zum interkommunalen Gewerbegebiet vorzulegen.


    Sachstand interkommunales Gewerbegebiet A2/A39

    Die Machbarkeitsprüfung für ein interkommunales Gewerbegebiet an der A2/A39 soll in Zusammenarbeit der Landkreise Helmstedt und Wolfenbüttel sowie der Kommunen Wolfsburg und Brauschweig erfolgen. Bisher wurde ein Entwurf für ein Leistungsverzeichnis für die Machbarkeitsprüfung erarbeitet. Um die kommunalen Haushalte zu entlasten, wird parallel geprüft, ob die Untersuchung unter Nutzung von Fördermitteln aus der Richtlinie zur Förderung des Strukturwandels im ehemaligen Braunkohlerevier Helmstedt finanziert werden kann. Die Richtlinie hierfür wird Mitte des Jahres erwartet.


    Parallel erfolgt eine rechtliche Prüfung zur Ausgestaltung der Projektstruktur zwischen den Gebietskörperschaften sowie einer Beauftragung eines externen Projektmanagements. Es ist davon auszugehen, dass nach Vorliegen der Förderrichtlinie weitere Schritte zur Prüfung der Realisierbarkeit unternommen werden.


    Sachstand interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet Braunschweig-Salzgitter

    Nach der Ablehnung des Vorhabens im Rat der Stadt Salzgitter wurden bisher von der Verwaltung keine weiteren Schritte unternommen. Dennoch bleibt die Verwaltung bei der ursprünglichen Bewertung, dass der Standort aufgrund seiner Lage, Größe und trimodalen Anbindung ideal für ein interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet

    Oh, das hab ich ein bisschen aus den Augen verloren ... ein leckeres Gebiet für jeden Planer, denke ich... Bin auf die Ergebnisse sehr gespannt.

    Aus der Ratsinfo habe ich die folgende Geländeübersicht rausgezogen ... die Dr. Morgenstern-Schule hat laut Beschluss schon mal Anspruch auf eine Fläche von 2.000 m 2 zur Erweiterung erhoben ...




    Fotonachweis: Stadt Braunschweig
    Quelle: Ratsinfo der Stadt

    zum Thema "Baulücken" bzw. Schandflecken in der Innenstadt (im Bohlweg-Thread angesprochen)


    Ein weiterer Schandfleck, bzw. nah dran an potenzieller Baulücke: Das fast schon abbruchreife Fachwerkhaus Güldenstraße 5 (18. Jahrhundert), hat einen neuen Besitzer. Zumindest vermeldet das die Braunschweiger Zeitung: "Nach Jahren des Verfalls wird Braunschweiger Fachwerkhaus saniert". Hinter der Paywall, hier die Synopse:

    Dachdeckermeister und Zimmermann Rico Wendt (mit "Netzwerk und Namen", Fachmann für „Problemfälle“) steht mit dem Projekt noch ganz am Anfang, kennt sich aber mit Denkmalschutz und Behörden aus und moniert schon mal die bürokratischen Hürden (die ohne Zweifel gerade in unserer schönen Stadt nicht die die niedrigsten sind). Die Stadt äußert sich vornehm zurückhaltend.

    Bin gespannt, ob er, wie die vielen Vorbesitzer, auch schon bald das Handtuch wirft

    Braunschweiger - eine etwas schiefe Darstellung des Sachverhalts ... es geht mitnichten um eine Thematisierung der Bohlwegfassaden (allenfalls am Rande), sondern um eine Mitteleinstellung in den Haushalt 2022, um gezielt die Immobilieneigentümer der Nachkriegsbaracken anzusprechen.

    Mit einem Finanzzuschuss sollen sie geködert werden, wenigstens eine Planung in Auftrag zu geben (für die Zukunft sollen weitere Fördermittel für eine Umsetzung eingestellt werden). Bin mal gespannt, wer sich da zurückmelden wird...

    Insgesamt acht besonders markante Standorte wurden identifiziert, davon zwei am Bohlweg.

    Die anderen Stellen:

    1. Kattreppeln 14 (Dönereck)

    2. Kattreppeln 12 (schräg gegenüber)

    3. Kattreppeln 2-5 (Lee Cuisine, Juwelier und Modegeschäft)

    4. Vor der Burg 14 (Grillhaus, früher Eisdiele)

    5. Sack 21-23 (Weiß Bürobedarf/Vodafone)

    6. Marstall 2 (Schnickschnack)

    Einige sind sehr auffällig - andere fallen mir gar nicht so sehr auf. Man guckt doch oft daran vorbei bzw. nicht hoch

    Im Link zur Mitteilung der Stadt ist sowohl eine Karte, wie auch eine bildliche Darstellung der Baulücken zu finden.

    Handlungsbedarf sehe ich auch (die Stadt übrigens ebenso), aber wenn sich die Eigentümer sperren, kannst du erstmal nix machen. Die Öffentlichkeit auch nicht.

    Die CDU fordert den Abriss und Neubau der Stadthalle. Da die Stadthalle unter Denkmalschutz steht müsste dieser erst aufgehoben werden.

    Autsch ... ich möchte hier keine Diskussion über Sinn und Unsinn von Denkmalschutz lostreten - aber das was die CDU hier macht, ist populistisches Getröte. Es ist tatsächlich höchst peinlich, dass es einen nun schon mehrjährigen Stillstand bei der Sanierung der Stadthalle gibt - aber die Ursache dafür liegt wohl eher nicht im Denkmalschutz ...


    Dafür einen Totalunternehmer finden zu wollen, war schon ein wenig blauäugig ... die Gründung einer Projektgesellschaft scheint mir der vernünftige Weg... das hätte man von Anfang an machen sollen.
    Mich erinnert das fatal an das Geschachere um die Stadthalle in Göttingen - auch ein langer, langer Prozess. Der im Übrigen noch nicht beendet ist ... (die Halle ist seit Ende 2018 geschlossen) ...

    [Edit] PS: Man muss übrigens keine neue Gesellschaft dafür gründen - mit der Strukturförderung Braunschweig GmbH hat die Stadt eigentlich schon das passende Tool zur Hand.

    Interessant, der Flyer. Der kursiert wahrscheinlich schon seit der Expo-Real im letzten Herbst. Das meiste ist nachvollziehbar. Aber Details davon hatte ich nicht mitbekommen.

    So war mir nicht bewusst, dass das Business Aviation Center an der Grasseler Straße derart aufgewertet werden soll

    „Der Gebäudekomplex des General Aviationbereichs dient als Entrée und wesentliches identitätsstiftendes Merkmal des neuen Gebiets für die allgemeine Luftfahrt. lm Gebäude werden luftseitige Funktionalitäten und Prozesse mit gewerblichen Flächen, Gastronomie und Verkaufsflächen für den Flugbedarf kombiniert.“

    Bis zur Umsetzung sind noch so einige Details glattzuziehen - die endgültige "Freiräumung" des technischen Rathauses bis 2024 hängt natürlich ursächlich mit der geplanten Fertigstellung des Business Centre III im BraWopark zusammen ...

    Die Eigentums- bzw. Nutzerfrage auf der Grundfläche des Rathauses ist einigermaßen verworren ... ich habe mal versucht, was dazu rauszubekommen in der Ratsinfo:

    1. Der Rathaus-Neubau (Langer Hof 2 B bis 2 F und Bohlweg 24 bis 31) steht über den Geschäftsräumen, d. h. ab und einschließlich Zwischengeschoss bis zum obersten Geschoss im Eigentum der Stadt Braunschweig. Zusätzlich ist der Eingangsbereich mit den beiden Aufzügen (Bohlweg 30) im städtischen Eigentum.

    2. Die Ladengeschäfte im Erdgeschoss und das dazugehörige 1. OG befinden sich im Eigentum Dritter. Es handelt sich um sogenanntes Miteigentum (Teileigentum mit Sondereigentum zur Exklusivnutzung der jeweils zugeordneten Innenflächen).


    3. Die Grundstücksfläche des Arkadenbereiches (überdachter Bereich des Fußweges) steht im Eigentum der Stadt.


    4. Das Grundstück Bohlweg 32 (nicht mit dem Rathaus Neubau überbaut) befindet sich in Dritteigentum.


    5. Zudem steht der Rathaus Zusatzbau (Dankwardstraße 2/Bohlweg 33) komplett (seit dem Ankauf der Fläche) im Eigentum der Stadt. (Bohlweg 33 war mal die Commerzbank)


    6. Die Stadt als Miteigentümerin hat keine Rechtsgrundlage außerhalb ihres Eigentumsbereiches von Dritteigentümern Angaben zu Mietverhältnissen (Abschluss und Inhalt von Mietverträgen, Kündigungen etc.) abzufordern.


    7. Aktuell hat die Stadt Anmietungen im Bereich des Bohlwegs 31 A/B sowie 32. Ab Mitte 2022 ist die Anmietung des Bohlweg 28 beschlossen. Ab 2023 ist zudem die Anmietung der Flächen Bohlweg 29 beschlossen.


    Aufgrund der unmittelbar angrenzenden Lage zum derzeitigen Rathaus Eingang wurden die Flächen Bohlweg 28, 29 und 31 im Wettbewerb mitbetrachtet.


    8. Die Fläche Bohlweg 24 ist im Leerstand, jedoch derzeit noch vermietet. Nutzungsmöglichkeiten durch die Stadt werden derzeit geprüft. (ehemals Deutsche Bank, scheint zu Munte zu gehören).


    Wie gesagt, recht komplex. Bin mal gespannt, wie schnell man sich da einig wird ...

    Direkt am Nordpark soll es dann zügig weitergehen ... Die Stadt will den den dritten Bauabschnitt angehen:

    "Dritter Abschnitt des Wohnbauprojekts „Nördliches Ringgebiet“ soll geplant werden

    Stadtverwaltung schlägt Aufstellung des Bebauungsplans „Jütenring“ vor


    ... In diesem Jahr soll nun mit dem Bebauungsplanverfahren "Jütenring" der dritte und letzte Bauabschnitt des Gesamtquartiers in Angriff genommen werden, um damit dem weiterhin dringenden Bedarf an neuem, attraktivem und zugleich bezahlbarem Wohnraum in der Stadt Braunschweig nachzukommen. Die Verwaltung hat den Gremien einen entsprechenden Beschlussvorschlag unterbreitet....

    Entstehen soll, angrenzend an den Nordpark, ein hochwertiges Wohnquartier in verdichteter Bauweise mit der zentralen Grünachse des Nordangers. Klimagerecht und nachhaltig soll es geplant werden, mit entsprechenden Standards zur Nutzung von Solarenergie, Dachbegrünung, Fahrradstellplätzen etc.

    .... "Jütenring" wird eine noch nicht existierende Erschließungsstraße im künftigen Baugebiet heißen. Der zuständige Stadtbezirksrat der Nordstadt hat sie nach dem historischen Volksstamm der Jüten benannt, analog zum bereits bestehenden Gotenweg.


    Weitere Details und eine Karte mit dem Geltungsbereich in der Beschlussvorlage 22-17625 unter www.braunschweig.de/ratsinfo."

    Der doppelstöckige, verglaste Raum gibt dem Bau nach Süden ein Gesicht, das er vorher nicht hatte (als das Technische Rathaus errichtet wurde war das Schloss bereits abgerissen). Schön auch, dass diese Geste an der Kreuzung Bohlweg / Dankwardstraße wiederholt wird.

    Ich pflichte dir in deinem Urteil bei ...

    Die Nordseite ist mir, ehrlich gesagt noch ein kleines Rätsel ... in der Aufrisszeichnung, die in den Juryunterlagen am rechten Rand leider abgeschnitten ist, findet sich dort:
    - eine zweite Terrasse, die allerdings nach Norden von der Dankwardstrasse getrennt wird durch
    - einen weiteren Baukörper (Altbau?) sowie erschlossen wird durch
    - eine Treppe

    Man darf gespannt sein ... vor allem, wie die Grundeigentümer mitspielen werden, von denen ja nun alles abhängt ...