Neues aus Berlin

  • Dekoratives Anführungszeichen
    Zitat von AeG


    Dort plant die Bauherrin WBM zwei Wohngebäude, die Erichs Wohnviertel "Otto-Grothewohl-Straße" zu den Ministergärten / zum Mahnmal hin abschließen soll. Fertigstellung sollte allerdings bereits in 2004 sein. Architekten sind Hemprich/Tophof.

    und das wird anscheinend 2007 in Angriff genommen, aus einem Artikel über die (vorübergehenden) Pavillons am Holocaustmahnmal:

    "Denn das aktuelle Konzept sieht eine Zwischennutzung vor. Dauer: drei Jahre. Danach soll auf dem Gelände an der Cora-Berliner- Straße ein achtstöckiges Wohnhaus entstehen, das seit langem geplant ist – und Händler in dessen Erdgeschoss ziehen."

    http://www.berlin.de/stadtplan/map.…f&id=1982&num=5

  • Wenn ich das richtig überschaue und das so weitergeht, dann werden die beiden Wohngebäude dort in 2007 das größte Berliner Projekt sein. :D

  • Das ist ja mal wirklich eine sehr erfreuliche Nachricht. Ich liebe es, in historischen Schwimmtempeln meine Runden zu drehen, leider gibt es in West-D viel zu wenige.

  • "Cinegate GmbH zieht in den Gewerbepark City West"

    "Wie die Vivico Real Estate GmbH, Frankfurt am Main, meldet, hat die Hamburger Firma Cinegate 3.550 qm Büro, Service- und Lagerfläche im Gewerbepark City West in Charlottenburg gemietet. An dem neuen Standort wolle das Unternehmen ein Aufnahmestudio und einen Verleih von Filmgeräten betreiben. Die Vivico wird dafür eine neue Halle errichten, die in den nächsten Monaten bezogen werden kann."

    http://www.immobilien-zeitung.de//htm/news.php3?id=15130&rubrik=

    EDIT:

    Außerdem prüft Sony Deutschland den Umzug ihrer Unternehmenszentrale ins Sony Center:

    "und prüft auch einen Umzug der Deutschlandzentrale von Köln ins Berliner Sony Center."

    "Alles mögliche stehe zurzeit auf dem Prüfstand - auch ein Umzug nach Berlin. "Wir müssen darüber nachdenken, wie wir unsere Flächen effizient nutzen ", räumte Gerdes ein. "Es ist aber noch keine Entscheidung über einen Umzug gefallen.""
    (das alles sagt Sony Deutschland Chef Gerdes)

    http://www.boerse-online.de/ftd/artikel.html?artikel_id=772870

  • Dazu habe ich vor Jahren mal einer Ausschusssitzung beigewohnt.

    Das, was da gezeigt und angedacht wird, ist reine Theorie. Es gibt kurzfristig überhaupt keine Möglichkeiten, den enormen Verkehr von der Grunerstraße sinnvoll umzulenken. Darüber streitet sich der Verkehrsausschuss schon lange mit den Planwerk-Machern. Des Weiteren ist überhaupt nicht klar, welche Qualität eine Bebauung haben müsste, die das - nach heutigen Maßstäben wertvolle - Stadthaus verstellen sollte.

    Sicher, der Bereich wird vom Autoverkehr dominiert. Aber auch die Fahrer sind zumeist Bürger dieser Stadt! Das Abwägen zwischen mobiler und stationärer Lebensqualität geschieht heute m. E. sehr einseitig unter dem Motto: "nieder mit den (sicher auch überzogenen Mobilitäts-)Idealen der Elterngeneration." :nono:

    Aus ökologischer Sicht erscheint mir das Vorhaben auch nicht sonderlich sinnvoll. 65.000 Autos, die freie Fahrt haben, verursachen weniger Lärm- und Schadstoff-Emissionen, als 40.000 Autos, die später im Stau stehen. Bestenfalls verlagert man so einen Teil der Emissionen vom Nadelöhr Leipziger-/ Ecke Charlottenstraßeauf in diesen Bereich (die genannte Kreuzung ist auch ein Beleg dafür, das der Verkehr durch Flächenverknappung nicht wesentlich vermindert wird). Die parallel laufende U-Bahn Linie kann das zusätzliche Fahrgastaufkommen in Spitzenzeiten aus Gründen sicherheitsrelevater Zugfolgezeiten auch kaum aufbringen. Alternativ eingesetzte Busse würden dann auf dieser Strecke auch nur im Stau stehen, der Fortbestand der bisherigen Busspuren im neuen Straßenraumprofil dagegen für den totalen Kollaps sorgen.

    Weder gibt die umliegende Bebauung einen sinnvollen Rahmen für Kleinteiligkeit an diesem Ort ab, noch wären die kleinen Pazellen, die nach Planwerk vorrangig private Wohnnutzung enthalten, für Bauherrn an diesem Ort mit seinen zu erwartenden Emissionsbedingungen überhaupt attraktiv.

    Und die Stadt, die bei diesen Planungen gehörig in Vorleistung gehen müsste, ist viel zu klamm, als dass sie sich derzeit auf dieses Risiko einließe. Falls wider Erwarten doch, gibt's garantiert 'ne Klage wegen Veruntreuung! Die Grundstücke müssten wohl alle schon verkauft sein, bevor es los ginge.

    In nächster Zeit passiert dort garantiert garnichts.

    Gruss
    AeG

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Weder gibt die umliegende Bebauung einen sinnvollen Rahmen für Kleinteiligkeit an diesem Ort ab,...

    Meinst du die Rathhauspassagen? DNa wenn schon! Der Rest ist doch größtenteils kleinteilige Bebauung, vor allem das Nicolai-Viertel, aber auch entlang der Stralauer Str. Und vielleicht kommen die, bis es daa Mal losgeht auch weg ;)!

    @Verkehr
    Könnte/sollte man dann nicht erst mal hinter der Charlottenstr. anfangen, die Leipziger zurückzubauen und (natürlich auch wieder netspr. zu bebauen!)? Dann könnte man die südl. Seitenstr. wieder öffnen, sodass man auch in die Parallelstraßen ausweichen kann und bei geringerer Breite auch von der einen Straßenseite in die ggü.liegenden Seitenstr. ausweichen kann. So könnte man den Verkeher richtung Molkenmarkt doch bestimmt etwas reduzieren. Die einzige Ecke, wo ich da Probleme mit "Staus" habe, ist Leipziger/Wilhelmstr.. Danach sind es eben einfach die Ampeln, an denen man etw. warten muss, aber das ist ja wohl normal...

  • Ben,

    ich war heute abend im Zusammenhang mit der Langen Nacht der Museen dort. Ich denke, so kleinteilig ist die Bebauung an der Stralauer Straße auch nicht. Das einzige, was in in diese Richtung geht, ist das Nikolaiviertel (das allerdings heute wie ein Fremdkörper in der Umgebung wirkt)

    Wenn man die Gegend etwas urbaner machen möchte, dann ließe sich das m. E. auch erreichen, indem man das bestehende Profil geringfügig verschmälert und dann links und rechts der Fahrbahn Baurecht schafft. Das wäre zwar nicht ganz so effektiv, da zwischen Litten- und Klosterstraße kein Platz geschaffen würde (drei Meter nördlich davon beginnt aber eh der großmaßstäbliche Alex), würde aber die Realitäten besser berücksichtigen.


    Die Leipziger Straße kann auf der nördlichen Seite nicht per Bebauung verschmälert werden, da die bestehenden Abstandsflächen bei Erhalt des Bestandes zu schmal dafür sind. Ein Abriss könnte nur in die Planung einbezogen werden, wenn der Eigentümer dies wünscht (und nicht, weil irgend jemand die Bauten nicht sonderlich schön findet! ;)) Mittelfristig ist geplant, das Profil westlich der Gertraudenbrücke durch Kopfbauten so zu verändern, dass die heutige Nord-Fahrbahn zum Park (innerstädtische Hunde-Pisswiese) umgestaltet werden kann.

    Die Leipziger Straße nach Süden hin durchlässiger zu machen, ist schon lange vorgesehen. In den neuesten Plänen der Senatsverwaltung (2003) ist der Durchstich der Kreuzberger Lindenstraße zur Leipziger sogar schon als Ist-Zustand ausgegeben. Dieser geschieht an der Stelle, an der heute noch ein Warenhaus steht (früher "Exquisit Obertrikotagen" :D, heute "Ebbinghaus").

    Ich kann mir natürlich vorstellen, dass das den bündnisgrünen Verkehrsverhinderungs-Ideologen, die zufällig in der verlängerten Lindenstraße ihre Büros haben, nicht so recht in den Kram passt. Dann ist's dort auch aus mit der Kreuzberger Zonenrand-Gemütlichkeit. :lach:


    Gruss
    AeG

  • Naja, "kleinteilig" ist vielleicht etw. zu viel gesagt. Sind natürlich keine Townhouses, wie sie es auf dem Friedrichswerder werden. Aber immerhin weisen einige Blöcke 2-3 Fassaden zur Straße hin auf und sind nicht solche monotonen Klötze, wie die Rathauspassagen oder die Platten an der Leipziger. Und wenn man Fläche vor dem Stadthaus kleinteilg bebaut wird, dann ist der prozentuale Anteil an Kleinteiligkeit (mit - noch so hässlichem - Nico) doch um einiges höher. Sind schließlich 3,5 Blöcke. Müssen ja auch nicht alles Wohnhäuser sein.

    Dass man die Häuser an der Leipziger nicht einfach Mal so abreißen kann, ist mir auch klar ;). Wer ist denn der Eigentümer? Irgendwas großes à la GSW? Oder wurde einzelne Wohneinheiten bereits an Privatleute verkauft (wer auch immer in so einem Haus was kaufen würde). Die Pläne zur Umgestaltung der Nordseite zu einem "Park" kenne ich, aber das kann doch auch keine endgültige Lösung sein.

  • Wenn ich Aussagen lese, wie: plakativ futuristisch (zum Sony Center), dann krieg' ich wirklich Pickel! Man sollte diesen Ressort-unkundigen Schreiberlingen mal klar machen, was diese Phrasen bedeuten, mit denen sie um sich werfen. Am Besten, man schickt denen mal ein großes Poster mit Begriffserklärungen, das sie sich dann an die Wand hängen können. :nono: (das zeigt auch nebenbei, dass der Autor selbst Kollhoff nicht wirklich verstanden hat)

    Dafür finde ich dieses Kollhoff-Zitat absolut zutreffend: Das ist doch das Dilemma der heutigen Architektur: Das Neue wird gar nicht mehr aus der Kenntnis des Alten heraus beurteilt. Das Neue ist halt immer das Plakative, das nie Dagewesene. Das allein erregt heute Aufsehen. Aber vieles von dem Neuen würde seinen Reiz verlieren, wenn man wüßte, daß es dort und dort schon einmal vorgekommen, also so neu gar nicht ist. :daumen:


    Ben,

    keine Ahnung, wem die Bauten gehören. Ich denke, das Östliche gehört vielleicht der WBM und die beiden anderen sind m. E. vor Jahren schon zu Hotels umgebaut worden. Muss aber nicht stimmen.


    Gruss
    AeG

  • http://www.berlinonline.de/berliner-zeitu…lin/478500.html

    "Italiener gehen gern in Berlins Designerläden shoppen
    Billigflieger bescheren der Stadt viele Touristen aus Rom, Neapel, Mailand

    Anne Vorbringer

    Es ist so sauber hier. Diesen Satz hört man von italienischen Touristen häufig als Erstes, wenn man sie nach den Eindrücken ihrer Städtereise fragt. Sauber? Na ja, das ist wohl nicht die hervorstechendste Eigenschaft der Hauptstadt, mag man als Berliner denken. Und doch beteuern die Italiener, wie schön sauber hier alles ist, im Vergleich zu ihren Städten. "Und so schön grün", fügt Tiziana Belvedere aus Neapel hinzu. Sie ist mit ihrem Freund Nino Gaetano für drei Tage nach Berlin gekommen. "Wir wollen uns alle europäischen Hauptstädte ansehen", sagt die 30-jährige Tiziana Belvedere. "Dieses Jahr war Berlin dran. Seit es so billige Flüge gibt, sind Städtereisen eine tolle Gelegenheit, spontan dem Alltag zu entfliehen."

    ..."

  • http://www.berlinonline.de/berliner-zeitu…lin/478767.html

    "Abriss von Plattenbauten geht weiter


    MARZAHN. Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses hat 22 Millionen Euro für weitere Projekte im Rahmen des Stadtumbaus Ost freigegeben. Das Geld stammt aus Landes- und Bundesmitteln sowie aus Eigenmitteln und Krediten. Die zur Degewo-Gruppe gehörende Wohnungsbaugesellschaft Marzahn (WBG) will an drei Standorten - dem Schorfheide-Viertel, den Ringkolonnaden und dem Cecilien-Viertel - Plattenbauten abreißen. Von insgesamt 1 630 Wohnungen bleiben 374 erhalten. Diese sollen nach dem Beispiel der "Ahrensfelder Terrassen" modernisiert werden.

    ..."

    :daumen:

  • http://www.berlinonline.de/berliner-zeitu…lin/479068.html

    "Eine Million Euro fürs Strandbad

    NIKOLASSEE. Einen Scheck in Höhe von einer Million Euro übergeben heute Vertreter der Werbefirma Ströer an die Stiftung Denkmalschutz Berlin. Das Geld fließt in die Sanierung des Strandbades Wannsee, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Derzeit wird Europas größtes Binnenseebad in Stand gesetzt und modernisiert.

    ..."

    :applaus::applaus::applaus:

  • "Umbau der Mohrenstraße einschließlich des Zietenplatzes"

    "Ab Montag, den 5. September 2005, wird die Mohrenstraße einem grundhaften Ausbau unterzogen. Die Fahrbahn sowie die Gehwege werden dort komplett erneuert. Außerdem wird zeitgleich der Zietenplatz rekonstruiert."

    Dieser Umbau ist Bestandteil der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme
    „Hauptstadt Berlin – Parlaments-und Regierungsviertel“.

    "Zeitgleich zu diesen Arbeiten erweitert das Bundesministerium für Gesundheit das vorhandene Bürogebäude und saniert die Altbausubstanz."

    "Am Tag des Baubeginns wird ein Fahrbahnprovisorium errichtet, um so den Verkehrsfluss im betroffenen Bereich gewährleisten zu können. Gleichzeitig wird zunächst mit dem Bau der südlichen Richtungsfahrbahn begonnen. Während der gesamten Bauzeit steht für den Kfz-Verkehr je eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung."

    "Die Gesamtbauzeit wird Voraussetzung 20 Monate betragen und somit ca. bis April 2007 andauern."

    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/presse…hricht2033.html

    :daumen: