Ringe (ohne Plätze)

  • Georges Henri


    Seit einem Urteil von 2006 hat die Stadt, selbst bei Denkmalschutz, kaum noch Chancen so ein Haus zu erhalten:


    https://www.focus.de/immobilie…tztes-haus_aid_21354.html


    Da die Erhaltungskosten dieser Häuser immer weiter steigen, werden in Zukunft leider sehr viele Gründerzeithäuser unter dieses Gesetz fallen - überall in Deutschland.

    3 Mal editiert, zuletzt von tieko () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Das war der letzte seiner Art weit und breit.


    Weit und breit das letzte seiner Art? .....Direkt gegenüber (keine 20 m entfernt !) gibt es ein weiteres Gründerzeithaus!....im Radius von 200 m gibt es dutzende weitere! Wie kommst du also darauf, dass das (leider) abgebrochene Gründerzeithaus das letzte weit und breit gewesen sei?????


    Sowas passiert in der Kölner Neustadt immer wieder. Dafür kann man diese Stadt wirklich nur verachten.


    Immer wieder? Wieviel Gründerzeithäuser wurden denn deiner Meinung nach in den letzten 10 Jahren in Köln abgebrochen??? Von ca. 1200 Gründerzeithäuser in Köln wurden in der Tat lediglich 4-5 Häuser abgerissen...Wenn überhaupt....Die Zahl der Rekonstruktionen ist um einiges höher!


    Wie also kommst du darauf, dass immer wieder Altbauten in der so verachtenswerten Stadt Köln abgebrochen werden????

  • Die Zahl der Rekonstruktionen ist um einiges höher!


    Kannst du mir die Rekonstruktionen der letzten Zeit benennen? Ich wäre wirklich sehr gespannt.

  • Beispiele von Rekonstruktionen der letzten Jahre:
    Hansaring 35
    Brüsseler Platz 15
    Albertusstraße 5
    Marzellenstraße 58
    Aachener Straße / Ecke Brabanter Straße.....
    hinzu kommen unzählige Rekonstruktionen von Dachaufbauten, Türmen etc...


    Aber um Rekonstruktionen ging es bei meinem Betrag nicht... Ich stellte Fragen im Zusammenhang von angeblich massenhaften Abrissen von Gründerzeithäusern.


    1.) Wie kommt Georges Henri zu der Behauptung, dass das abgrochene Gründerzeithaus weit und breit das letzte sei?
    2.) Wieviele Gründerzeithäuser wurden in den letzten Jahren abgebrochen?


    Zum Thema Rekonstruktionen gibt es übrigens einen eigenen Strang im Forum.

  • D.T.68. Dann fahr doch mal den Ring entlang und suche die Häuserflucht auf der östlichen Ringseite ab!


    Der abgebrochene Altbau war tatsächlich der letzte verbliebene Gründerzeitler auf der gesamten Strecke zwischen dem südlichen Sachsenring 30 auf Höhe der Kartause und dem nächsten Altbau an der weit, weit nördlich gelegenen Ecke Hohenzollernring 28 und Ehrenstraße.


    Die östliche Seite des großen Kölner 'Prachboulevards' weist nun also auf einer Strecke von 2,2 km keinen einzigen Gründerzeitler mehr auf.


    Dass dir dieser Verlust so schnurzpiep zu sein scheint, weist dich als echten Kölner aus - Gratulation! (Auch dass die Montage des einen oder anderen Sims bei dir gleich das Gütesiegel der 'Rekonstruktion' erhält, spricht für sich.)

  • D.T.68. Dann fahr doch mal den Ring entlang und suche die Häuserflucht auf der östlichen Ringseite ab!


    Diese Strecke fahre ich jeden Tag ab! In deinem Bericht behauptest du aber nicht, dass auf den Ringen keine weiteren Gründerzeithäuser stehen, sondern du behauptest WEIT UND BREIT würde keines stehen. Und das ist definitiv FALSCH! Wie geschrieben, im Radius von 200 m gibt es dutzende Gründerzeithäuser (rund um die Zülpicher Straße und Seitenstraßen).


    Dass dir dieser Verlust so schnurzpiep zu sein scheint, weist dich als echten Kölner aus - Gratulation! (Auch dass die Montage des einen oder anderen Sims bei dir gleich das Gütesiegel der 'Rekonstruktion' erhält, spricht für sich.)


    Deine Antwort ist unverschämt und hat m.E. hier im Forum nichts zu suchen....Wo schreibe ich, dass mir Altbauten unwichtig sind? ......In meiner Nachricht steht übrigens das Wort "leider" im Zusammenhang mit dem Abriss!
    Ich habe lediglich auf deine Aussagen reagiert:
    Aussage 1.): Zitat: Weit und Breit steht kein Gründerzeithaus mehr: definitiv Falsch
    Aussage 2.): Behauptung, dass sowas (Abriss Gründerzeithäuser) in der Kölner Neustadt immer wieder passiert: Wieviele Gründerzeithäuser wurden deiner Meinung nach in den letzten Jahren abgebrochen?


    Rekonstruktionen:
    https://www.deutsches-architek…hp?p=537175&postcount=166


    und das:
    http://www.bilderbuch-koeln.de…alte_fassade_stuck_375241


    sind für dich keine hochwertigen Rekonstruktionen?

  • Hier ein paar Bilder von den Bauarbeiten am zukünftigen Ruby Hotel.


    Blick vom Friesenplatz in den Innenhof des Blocks.

    Das Gebäude hat seine Endhöhe von sieben Obergeschossen mittlerweile erreicht.


    ruby_4bz7jap.jpg


    Es soll Platz für 183 Zimmer bieten.

    Erste Fassadenteile wurden angebracht, sie bestehen aus Glas und Sichtbeton; später soll das Gebäude aufwendig begrünt werden.

    Laut Architekten (Ingenhoven) ist die Leitidee des Projekts: "das Bild einer gestaffelten Pyramide als grüne Lunge inmitten des neuen Hotels."


    ruby_2brkk6x.jpg


    ruby_1bz4kmh.jpg


    Zum Projekt gehören noch zwei Bestandsgebäude am Hohenzollernring, von denen eins früher das Capitol-Kino war.

    Bei beiden werden die Fassaden aufwendig erneuert. Hier sieht man das ehemalige Kino, in das ein großer Supermarkt einziehen wird.


    hzr_1bn9jkf.jpg

    Alle Bilder: tieko


    Matt reflektierende Metallelemente - sieht ganz gut aus.

  • Die Umbau des ehemaligen Capitol Kinos am Hohenzollernring ist fast fertig.




    Auch das Nachbargebäude wurde saniert; gemeinsam mit dem Ruby-Hotel im Innenhof, bilden sie das Carre' Belge.



    Bilder: tieko


    CARRÉ BELGE

    CARRÉ BELGE


    CARRÉ BELGE

  • Das war der letzte seiner Art weit und breit, mit zahlreichen Schmuckgiebeln etc.


    Sowas passiert in der Kölner Neustadt immer wieder. Dafür kann man diese Stadt wirklich nur verachten.

    .... nicht die Stadt aber zumindest die Stadtverwaltung. Bei solchen Fauxpas wird einem immer wieder deutlich, dass der Klüngel in Köln echt noch eine Rolle spielt. Anders kann man sich das irgendwie nicht erklären.

  • Es ist nicht nur Klüngel, sondern auch extreme Gleichgültigkeit. Solange abends fünf Kölsch auf den Tisch stehen, ist es drissegal, in welchem Stadtbild man sie runterkippt.

  • Es ist nicht nur Klüngel, sondern auch extreme Gleichgültigkeit. Solange abends fünf Kölsch auf den Tisch stehen, ist es drissegal, in welchem Stadtbild man sie runterkippt.

    Das sicherlich auch, ich würde es aber nicht insgesamt auf Köln beziehen sondern auf die versch. Verantwortliche in der Stadtregierung. Es gibt genügend Bürgerinitiativen die sich gegen Bausünden, schlechte Städtebauprojekte uvm. richten. Selbst der Stadtanzeiger hat hierfür einen eigenen Hashtag.

  • Ich habe 15 Jahrein der Kyffhäuserstraße in einem erhaltenen Altbau gewohnt. Dort sind kürzlich einfach die beiden Balkone an der Hauptfassade ersatzlos entfernt worden. Die Fassade ist im Eimer. Gleich um die Ecke in der Hochstadenstraße standen zwei fantastisch schöne Altbauten mit herrlichen, neubarocken Balkonen. In den letzten Jahren wurde auch dort alles abgeschlagen, als wäre es irgendein Driss, der da halt vor die Hunde geht. Das interessiert in Köln fast niemanden. Deshalb sieht die Stadt ja so aus.


    Und schau dir doch einmal an, durch was für einen missgestalteten Mist der Altbau am Ring ersetzt wurde. Viel zu schmal, viel zu hoch und dann auch noch diese schmerzhaft eingequatschen Balkone. Wo findet man Architekten, die solch einen Dreck entwerfen!?

  • Vielleicht war der Balkon schwer marode und musste ohnehin weg. Kann mir nicht vorstellen, dass ein Hauseigentümer in unserer Zeit leichtfertig Balkone entfernen lässt.

    Dann wäre es aber in jedem Fall schlecht kommuniziert.

  • ^

    Wahrscheinlich hast Du recht, obwohl man auf dem Foto weder Risse noch abgeplatzte Stellen sieht.

    Dazu habe ich einen lesenswerten Artikel im Internet gefunden:


    https://www.bauhandwerk.de/art…r_Gruenderzeit_33542.html


    Zur damaligen Zeit gab es noch keinerlei Normen für Materialien und Statik, so dass die Lage und dicke der Bewehrung und deren Überdeckung sehr unterschiedlich ausgeführt wurden.

    Wenn man bei Google genau hinsieht, erkennt man am rechten Gründerzeitler eine Blechüberdeckung am Balkon; vielleicht hat diese nachträgliche Maßnahme die Standsicherheit gerettet.

  • Wenn du bei Google geanu hinschaust siehst Du auch, dass am Balkon des 2. Stockwerks links unten ein Riss vorliegt und der Sockel der Säule weit über das Maß der Verzerrung der Kamera hinaus nach rechts geneigt ist.

    Die Sanierung solcher Balkons mit durchlaufenden Säulen ist extrem schwierig (=teuer, Zeitbedarf), weil man eigentlich bis in die Geschossdecken hinein neue statische Grundlagen schaffen muss.

    Wenn man die Möglichkeit hat, eine dauerhafte Abstützung zum Boden hin vorzunehmen, kann man sie manchmal retten, das geht aber meist nur zur Hofseite. Oder eben das gesamte Gebäude für Monate räumen, Wände abstützen, Decken aufbrechen und erneuern.... Und dabei wahlweise mit aktuellem Brandschutz oder Denkmalschutz in Konflikt kommen.

  • Gleich um die Ecke in der Hochstadenstraße standen zwei fantastisch schöne Altbauten mit herrlichen, neubarocken Balkonen. In den letzten Jahren wurde auch dort alles abgeschlagen

    ^ Welche beiden Häuser in der Hochstadenstraße sind gemeint?