RebellHAI Wieder mal ein "nicht schöner Artikel" ist aber extrem positiv formuliert!
Der Verfasser des 'Leitartikels', Herr Pauls, unterstellt der Stadt in ihrem Handeln "eine Mischung aus Dreistigkeit und Naivität". Als naiv und vor allem dreist würde ich eher den sogenannten Leitartikel bezeichnen.
Wer nach wochenlanger, intensiver Diskussion pro und contra Neubau noch nicht einmal die Basisinformationen korrekt wiedergibt - der ist entweder unfähig, oder betreibt bewusste Fehlinformation! Herr Pauls möge sich das für ihn passende aussuchen!
Herr Pauls schreibt, dass man, nachdem man das Schauspiel hat systematisch verkommen lassen (was zugegebenermaßen stimmt, die Oper aber noch mehr), lasse man lieber abreissen und neu bauen. "Schließlich soll der Neubau ja nur 295 Millionen Euro kosten"!
Das schlägt dem Fass den Boden aus. Ist Herrn Pauls etwa entgangen, dass die 295 Mio € für das gesamte Opernquartier vorgesehen sind - und zwar für die Sanierung der Oper und den Neubau des Schauspielhauses?
Die Kosten: 160 Mio. € allein für die Sanierung des Opernhauses, 120 Mio. € für einen Neubau des Schauspielhauses - der Rest für die Sanierung der ausgelagerten Probebühnen und Werkstätten. Auch bei einer Sanierung des Schauspielhauses fallen die Kosten von 160 Mio. € für die Sanierung der Oper an.
Dies nicht zu wissen - und einen sog. Leitartikel zum Thema zu schreiben, ist naiv!! Die Sachlage zu kennen und mit Fehlinformation Stimmung zu schüren, ist dreist!!!
Herr Pauls fragt, wo denn die umfassende Studie zur Sanierung des Schauspielhauses sei, die über grobe Schätzungen hinaus geht? Wo seien belastbare Zahlen?
Im Sommer 2009 wurden die Sanierungskosten von externen Fachleuten geschätzt. Die Opernsanierung beläuft sich danach auf rund 160 Mio. Euro, die des Schauspiels auf rund 60 Mio. Euro, plus 37 Mio. für ein 'Kleines Haus' an der Stelle der jetzigen Opernterrassen mit Kinderoper, Studiobühne, zwei Probebühnen und Lagerräumen.
Wo sind eigentlich die genauen, belastbaren Zahlen der Sanierungsbefürworter?? Ich höre und lese immer nur - das geht alles viel billiger. Sehr konkret.
Herr Pauls, schreiben sie doch bitte demnächst die Wochenmarkttermine im Kölner Wochenspiegel. Das dürften sie einigermaßen fehlerfrei hinbekommen. Und vor allem wäre es nicht so tendenziös.