Sonstige Bauprojekte

  • Thüringen ist vermutlich das schönste unter den neuen Bundesländern. Gerade die Städte entlang der BAB 4, in der hügeligen Landschaft zwischen Thüringer Wald und Harz gelegen, sind überwiegend saniert. Natürlich gibt es auch hier noch jede Menge zu tun. Gera z.B. hat trotz Bundesgartenschau-Ausbau noch erheblich zu kämpfen. Die Vorzeigestadt ist aber Jena. Jena ist nach meinem Wissen die einzige Stadt im Osten, in der es gelungen ist, Betriebe, die bis zum II. Weltkrieg hier ansässig waren, mit nunmehrigen Tochterunternehmen der heutigen Konzerne (Carl Zeiss AG, Oberkochen; Schott AG, Mainz), in der Stadt zu behalten.


    Die Tallage von Jena hat dazu geführt, dass die Betriebe in der Stadt geblieben, und sich nicht zwingend auf neuen Flächen ausserhalb der Stadt angesiedelt haben. Jena ist heute eine in sich geschlossene, moderne und junge Stadt mit viel Potential.


    Mit der teilweisen Vertunnelung der A4 wird die Lärmbelastung verringert.


    Jena ist an das ICE-Netz angebunden. Einen Hauptbahnhof sucht man vergebens - der heisst hier " Bf. Jena-Paradies"!



    Um die Schilleruniversität und die High-Tec-Firmen haben sich z.B. im Beutenbergcampus Forschungseirichtungen angesiedelt. Dort findet man interessante Bauten.









    Beutenberg- Managment- Gebäude







    Max-Planck- Institut für chemische Ökologie













    IOF Frauenhoferinstitut für angewandte Optik und Feinmechanik








    Die Schottwerke auf dem Areal in der historischen Stadtlage










    Konzernzentrale der Jenoptik AG im ehemaligen Hauptgebäude der Carl Zeiss AG









    Die alten Zeiss-Fertigungsgebäude in der City wurden umgebaut und erweitert.
    Heute dienen sie als Einkaufszentrum oder gehören zur Schilleruni.



    Goethe-Galerie







    Unibauten in der City













    Neue Bauten im Zentrum um den JenTower






























    Historische Gebäude und aktuelle Ergänzungen in der City











































    Reste der historischen Stadtbefestigung















    Neubau der Thüringer und Universitätsbibliothek







    Alles eigene Fotos

  • > Altbauten sind eher die Ausnahme, aber einige moderne Gebäude und auch einige die
    > ich auf kurz nach dem Krieg schätzen würde machen nen schönen Eindruck!


    Der Eindruck täuscht. Es gibt in der Innenstand noch eine ganze Zahl von Altbauten, viele davon sogar noch mit Kern aus der Spätgotik und der Renaissance. Die Bombardierung 1945 und der Flächenabriß in den 60er Jahren für den sogenannten penis jenense sowie spätere Abrisse haben zwar schmerzliche Lücken gerissen, aber v.a. die östliche Innenstadthälfte, v.a. die Oberlauengasse, ist trotz mehrerer Abrisse und kleinteiliger Plattenbauten der 80er Jahre noch weitgehend intakt. In der westlichen Hälfte der Innenstadt klafft die große Lücke mit dem Hochhaus [einst Uni-Riese, dann Intershop-Tower, nun .... ? -], aber auch da gibt es sowohl am südlichen Rand (collegium jenense) als auch am nördlichen Rand mit Johannisstraße und Jenergasse noch sehenswerte Altbausubstanz, die zum großen Teil neu saniert ist, z.B. das Haus Zur Rosen im Besitz der Uni Jena.


    Auf den Bildern sind jedoch auch einige Projekte zu sehen, die überaus kritisch bewertet wurden und werden, so etwa die Neubebauung der Marktwestseite, die wegen der verwendeten Farben den im Volksmund den Spitznamen Papageienhaus erhielt und bei der man sich bei Traufhöhe und Dachausbau an den Vorgaben der Denkmalpflege vorbeischmuggelte, oder das Cinestar-Gebäude, dem der Vorgänger aus den 50er Jahren (?) weichen musste.


    Hier noch ein Hinweis auf ein demnächst beginnendes Sanierungsprojekt eines der ältesten Häuser in Jena, das "Haus Zur Sonne" an der Südseite des Marktes mit Dendrodaten 1368/1370:


    Wohnungsgenossenschaft Carl Zeiss saniert die "Sonne" und in Lobeda 350 Wohnungen - Jahrelang dümpelte die "Sonne" vor sich hin, doch am 6. Dezember musste es dann ganz schnell gehen, um das Ergebnis einer langen Vorstands- plus Aufsichtsratssitzung der Wohnungsgenossenschaft Carl Zeiss eG als frohe Weihnachtsbotschaft unter die Leute zu bringen. Sie lautet: Die Genossenschaft wird die Brache am Markt ab nächstem Jahr sanieren und als Voraussetzung dafür noch im Dezember die Immobilie erwerben.
    http://www.jenanews.de/content_news.php?id=487
    http://www.wgcarlzeiss.de/immo…lle_Informationen/neubau/


    Und zur Symbiose von Alt und Neu der Stadtspeicher Jena bzw. die neue Stadtinformation im Markt 16, ein hochinteressanter Gebäudekomplex mit einem Vorderhaus von 1384 (d) und einem Hinterhaus von 1435 (d):


    http://jena123.blog.de/?tag=markt-16
    http://www.stadtspeicher.de/


    Fotos reiche ich nach, wenn ich demnächst mal wieder dort sein werde.

  • Wie versprochen war ich soeben in Jena mit der Kamera unterwegs und habe mehr geknippst als fotografiert. Das Wetter war eigentlich sehr schön, aber die Sonne stand zu tief und deshalb sind einige Bilder schlecht belichtet oder aus komischen schrägen Blickwinkeln aufgenommen, um in den Schatten von Lampen oder Bäumen zu kommen. Außerdem stürzen die Linien, aber für Korrekturen war ich zu faul. Lieber mache ich die Bilder noch mal später in Ruhe und bei besserem Licht. Es geht ja auch mehr darum, denn oben erwähnten Eindruck zu korrigieren, hier gäbe es kaum Altbauten. Ich habe mich daher auf einige ältere Häuser in der Innenstadt konzentriert und auf Neubauten, die sich mal mehr und mal weniger gut in die Häuserzeilen einfügen. Ich beginne am Markt und gehe dann etwas chaotisch durch die Stadt.



    Ostseite des Marktes, links des Hanfried-Denkmals Altbauten und rechts erst die moderne Fassade der neuen Touri-Information und daneben der Neubau des Kirstenschen Hauses an der Ecke zur Straße Unterm Markt.



    etwas näher rangepirscht



    Die Hologramm-Fassade von Ruairí O’Brien am Markt 16 - Stadtspeicher / Tourismus-Information, war und ist ziemlich umstritten in der Stadt:
    http://www.youtube.com/watch?v=E6DbValAP6A
    http://www.stadtspeicher.de/



    ehemaliges Kirstensches Haus, 1945 zerstört, 200x neu aufgebaut



    Marktsüdseite. Das gelbe ist keine Fassade, sondern eine bedruckte Bauplane, hinter der demnächst die Sanierung des Hauses "Zur Sonne", das derzeit zweitälteste Haus in Jena [1368/70 (d) mit erhaltenen Wandscheiben eines Vorgängerbaus, wohl noch 13. Jh.] durch die Wohnungsgenossenschaft Carl Zeiss beginnen soll. Siehe Links oben.
    Das Rathaus am rechten Bildrand wird auch gerade saniert.



    Nordseite des Marktes. Zwischen dem Altbau links und der kürzlich ebenfalls sanierten, d.h. im Obergeschoss neu aufgeführten Göhre mit dem Stadtmuseum ein wenig aufregender Lückenschluß aus dem Ende der 1990er Jahre.


    Bilder von der Marktwestseite mit dem "Papageienhaus", einem Kriegsverlust und umstrittenen Neubau aus dem Ende der 1990er, hat ja Stahlbauer schon gezeigt. Der Architekt hatte nicht nur Mut zur Farbe, sondern interessierte sich auch nicht sonderlich für Traufhöhen und Dachabschlüsse bzw. die diesbezüglichen Vorgaben des damaligen Landesamtes für Denkmalpflege.


    Rechts noch mal die spitze Ecke des "Papageienhauses" und links das eben gezeigte Ensemble von hinten. Von Osten hat Stahlbauer schon ein Bild gemacht.


  • Leider ist das Haus Markt 16 / Stadtspeicher heute wegen irgendwelchen Malerarbeiten geschlossen, daher gibt es nur einen Blick aus der neuen Tourismus-Information auf das Hinterhaus [1435 (d) mit Bohlenstube]


    So kommt man aus alt nach jung durch den ehemaligen Hinterhof. Da stand ursprünglich noch ein Hintergebäude aus dem späten 19. Jh. (?), das aber fallen mußte. Einen Querschnitt für das bessere Verständnis gibt es hier ganz unten:
    http://www.stadtspeicher.de/in…iew=article&id=2&Itemid=2



    Blick in die neue Tourismus-Information. Durch den Eingang blitzt das Sitznischenportal der Oberlauengasse 20. Das 1579 errichtete Haus wurde 2000 bis 2004 im Anschluss an das Gasthaus "Zur Noll" (Umbau des 16. Jh.) von dessen Betreibern saniert und dient nun als Hotel. Das nach 1600 entstandene Sitznischenportal ist hier erst 2004 eingebaut worden, ursprünglich gehörte es zu einem abgebrochenen Gebäude in der Schlossgasse.
    http://www.zur-noll.de/



    Gegenüber der Noll das "Haus im Sack", bauinschriftlich datiert 1596 und 1999-2001 zusammen mit dem um 1557 errichtete Gerberhaus in der Oberlauengasse 14 aufwändig saniert. http://www.weinbauernhaus-im-sack.de/



    Neubau am Haus im Sack, der dessen Kubatur bzw. Fassade spiegelt. Eigentlich keine schlechte Lösung, die das vorkragende Obergeschoß wieder ausgleicht und so einen weiteren Anbau ermöglichen würde. Jetzt steht da noch ein Trafohäuschen. Nur die Fenster passen meines Erachtens nicht so recht.



    Das mit dem Haus im Sack im Verband stehende Gerberhaus in der Oberlauengasse 14 (um 1557). Das grüne Haus ist die Noll, die innen etwas spektakulärer ist.



    Gegenüber die zum Markt führende Greifgasse, verkehrsberuhigt ;-).



    Nach Norden anschließend die Plattenbauten aus den späten 80ern zwischen Ober- und Unterlauengasse sowie Saalstraße, die sich aber ganz harmonisch einfügen. Das hätte durchaus auch anders aussehen können.



    Gegenüberliegend noch ein Plattenbau, dem man das aber erst auf den zweiten Blick ansieht. 1990 wurde die Fassade des Honigmannschen Wohn- und Geschäfthauses hier angebaut. Das Haus stand in der Leutrastraße 28 und mußte in den späten 60ern dem Unihochhaus weichen.



    In der Unterlauengasse steht noch das Platanenhaus, errichtet 1606, saniert 2005. Zu dem zur Saalstraße hin anschließenden Neubau und den Umständen seiner Entstehung sage ich besser nichts.



    Der Treppenturm aus dem 19. Jh., dahinter der besagte Neubau an der Stelle des ehemaligen Saaltores und am linken Bildrand einer der Plattenbauten in der Unterlauengasse.

  • Nun noch mal in den Westteil der Jenaer Altstadt:



    Die Nordseite der Johannisstraße im unglücklichen Licht. Aber Stahlbauer hat ja auch schon Fotos gezeigt. Dier andere Straßenseite wurde für den Uniturm abgebrochen. In der Bildmitte hinter Planen das "Haus Zur Rosen" während der Sanierung.



    Schon außerhalb der mittelalterlichen Stadt liegt die ehemalige Johannisvorstadt. Hier ein Neubau am Johannisplatz, mal mit einer runden Ecke.



    Der Johannisplatz noch mal aus einer anderen Perspektive.



    Noch ein wenig aufregender Neubau am Johannisplatz mit Blick in die Wagnergasse, die Kneipenmeile der Stadt.



    Ein paar Meter in die Wagnergasse hinein und dann wieder zurück.



    Die Rosensäle der Universität, 1787 als Konzertstätte erbaut, seit 1950 von der Universität als Bibliotheksgebäude genutzt, 2005 komplett saniert.
    Seltener Blick in den Dachstuhl während der Bauaufnahme:
    http://www.denkmal-aktiv.de/ve…n/aachen_trier/Praes1.pdf



    Unterhalb der Rosensäle das Accouchierhaus, 1778 als Entbindungsanstalt der Uni mit Hebammenschule errichtet, nach 1830 Museum, Rentamt und Quästur, später Wohnhaus und nun wieder Nutzung durch die Universität. Weitere Infos mit vorher / nachher-Fotos:
    http://www.med.uni-jena.de/kli…km103/kmonline/mosaik.htm



    Neubau von ca. 2000 zwischen Accouchierhaus und Café Immergrün. Vielleicht ein bißchen zu langweilig, oder?



    "Alte Wucherey" bzw. "Alte Universität", in der Mitte des 18. Jh. als Studentenburse auf einer erhaltenen Kelleranlage aus dem 16. Jh. errichtet, 1858 durch die Universität angekauft und zum Kollegiengebäude mit Hörsälen, Senatssaal und Dekanatsräumen umgebaut. Hauptgebäude der Uni von 1861 bis zum Umzug in das neue Hauptgebäude an der Stelle des Jenaer Schlosses. Momentan noch durch die Gerichtsmedizin genutzt, soll aber zusammen mit dem nach Westen anschließenden Haus Fürstengraben 25 (16. Jh.) demnächst durch die Uni saniert und anschließend durch Institute der Philosophischen Fakultät genutzt werden. Geplant und angekündigt ist das schon einige Jahre, aber irgendwie kam immer was dazwischen, zuletzt die notwendige Sanierung der Rose.
    http://www2.jena.de/stolpersteine/ArtikelOTZ.pdf



    Von hinten ist die Wucherey schon ganz ansehnlich, auch das Dach ist neu gemacht. Davor die Weintanne (1494) http://www.weintanne-jena.de/ ...



    .. und am noch unsanierten Nachbarhaus ein weiteres Sitznischenportal.

  • Und so gestärkt zum Schluss noch einmal ein Blick auf das Grauen: die sogenannte Neue Mitte, der neue Sockelbau für den nun so genannten JenTower. Das Ding ist als Provisorium für ca. 20 Jahre konzipiert, aber bekanntlich halten Provisorien länger ;-)





  • Wer im Januar nach Jena kommt, sollte auf jeden Fall noch einmal schnell in die kleine, aber feine Sonderausstellung "Jenaer Hausgeschichten" im Stadtmuseum Göhre, direkt am Markt gehen:


    28.02.2008 - 01.02.2009


    Jenaer Hausgeschichten
    Baugeschichte und Nutzung ausgewählter Gebäude Jenas.


    Jenaer Hausgeschichten ist eine Ausstellung, die sich mit der Baukultur Jenas im ausgehenden Mittelalter und der beginnenden Neuzeit auseinandersetzt. Mehrere stadtgeschichtliche Themen werden anhand einzelner Gebäude angesprochen. ...


    http://www.jena.de/sixcms/deta…2&_nav_id1=77034&_lang=de

  • Naja, die Studis müssen halt auch irgendwo einkaufen, da ist die Optik zweitrangig wenn Takko, Deichmann, Aldi und Co vor der Haustür und schön billig sind, leider....


    Schöne Fotos!

  • Weil ich an andere Stelle heute schon darauf hingewiesen habe und es sicherlich noch nicht jeder an Jena Interessierte kennt:


    Fotosammlung des Jenaer Stadtmuseums


    Das Jenaer Stadtmuseum besitzt u.a. eine umfangreiche Fotosammlung. Seit der Gründung des Museums im Jahr 1901 wurden Aufnahmen der Stadt und Umgebung, von Ereignissen und Feierlichkeiten angefertigt und archiviert. Eine Spendenaktion der Thüringischen Landeszeitung erbrachte innerhalb der letzten zwei Jahre die Summe für die Rettung der von 1903 bis 1947 aufgenommenen Glasnegative durch eine Digitalisierung der Platten. Ein Teil dieser Spezialsammlung, ergänzt mit bereits digitalisierten Positiven, steht nun im Internet zur Verfügung. Die Datenbank wird jährlich erweitert werden.


    http://egov1.kommunenonline.de/fotodb/index.php

  • Über die Sanierung des Hauses "Zur Sonne", eines der ältesten Häuser der Stadt an der Südseite des Marktes, hatte ich ja oben schon kurz geschrieben. Nach "hinten raus" wird sich ein moderner Anbau anschliessen, der sogenannte Sonnenhof. In ihrer jüngsten Ausgabe der Mitgliederzeitung "WIR" vom Dezember 2008 berichtet die Wohnungsgenossenschaft "Carl Zeiss" eG (potentiell im www, aber endlos groß oder kaputt: http://www.wgcarlzeiss.de/download/WIR%204-2008.pdf ): Hier ist es uns gelungen, ein ebenso renommiertes wie innovatives Architekturbüro zu verpflichten, das bereits international Maßstäbe setzten konnte. :


    J. MAYER H. Architekten
    Bleibtreustrasse 54. D-10623 Berlin
    http://www.jmayerh.de/


    Es folgt in dem Heft die kurze Vorstellung von neun Projekten, darunter wirklich großartige Häuser wie die Villa Dupli.casa bei Ludwigsburg: http://www.jmayerh.de/work/buildings/vmm/index.htm


    Der Entwurf für Jena ist dort leider nicht zu finden, aber die allwissende Müllhalde kennt eine Schweizer Architekturzeitschrift, in der schon ein erster Entwurf für den Sonnenhof in Jena enthalten ist:
    http://swiss.magazin-world-arc…jmayerh_sonnehof_jena.jpg


    Artikel: http://swiss.magazin-world-arc…nemagazin_gekurvt_de.html


    Der Bauplatz: http://maps.live.de/LiveSearch…&dir=0&tilt=-90&alt=-1000


    Ich bin jedenfalls ziemlich gespannt, wie das am Ende mal aussehen wird. Und finde es in dieser frühen Phase schon mal gut bzw. freue mich drauf. Zumindest dürfte es besser werden als all das (zusammen), was hier sonst seit der Wende hingestellt wurde Mal sehen, ob das Projekt tatsächlich auch halten kann, was es verspricht. Und wie es hier sonst so aufgenommen wird.


    Soll ich noch vorher-Fotos machen? Ich bin gerade hier.

  • http://www.lvz.de/aktuell/content/86789.html


    Neues Helmholtz-Institut in Jena im Gespräch - Erstes Treffen
    Jena. Die Stadt Jena könnte Standort für ein neues Helmholtz-Institut werden. Dazu soll es in der kommenden Woche ein erstes Gespräch zwischen der Landesregierung, der Friedrich-Schiller- Universität und der Helmholtz-Gemeinschaft geben, sagte der Sprecher des Kultusministeriums, Detlef Baer, am Montag. ...


    http://www.helmholtz.de/


    Die brauchen ja auch irgendwo Platz zum Forschen. ;)

  • Wenn das Institut kommt, wird es sich mit großer Wahrscheinlichkeit am Beutenberg ansiedeln. Platz wäre noch da und die Synergien mit den anderen Instituten, was Materialwirtschaft angeht, wird man nutzen wollen....


    denk ich doch...



    Quellen: Fehlanzeige

  • Interview mit Dr. Albrecht Schröter, Oberbürgermeister der Stadt Jena
    Dienstag, 03. Februar 2009 um 14:23
    http://www.jenanews.de/index.p…germeister-der-stadt-jena


    Dr. Albrecht Schröter: Die Sanierungsarbeiten an der „Sonne“ werden voraussichtlich 2011 abgeschlossen sein. Dann wird es dort unter anderem einen attraktiven Innenhof hin zum Löbdergraben geben – ich bin der Wohnungsgenossenschaft Carl Zeiss sehr dankbar, dass sie dieses Projekt realisiert.


    Zum AfroCenter: Das Haus steht zum Verkauf. Nach der Sanierung wird es als Wohnhaus dienen. Die zuvor dort beheimateten Vereine haben neue räumliche Möglichkeiten im „Haus auf der Mauer“ erhalten.


    Afrocenter Jena e.V.
    Knebelstr. 3
    http://maps.live.de/LiveSearch…&dir=0&tilt=-90&alt=-1000
    Öffentliche Ausschreibung: http://www.jena.de/fm/415/amt35_06.pdf

  • Als jemand, der mit der Weiterentwicklung des Jenaer Forschungsclusters sehr eng verbunden ist, vielleicht einige Infos zur Weiterentwicklung in 2009:


    a) Helmholtzzentrum kommt
    Die Pläne sind ja schon eine Weile im Gespräch. Was die thematische Ausrichtung sein wird, ist noch nicht klar. Ich tippe mal auf Infektionsbiologie oder Nanooptik. Das Institut wird in der Tat am Beutenberg errichtet. Dazu muss der Campus einen dritten Bauabschnitt erhalten. Dieser wird südlich der Winzerlaer Strasse sein, dort wo jetzt der Hagebaumarkt steht. Dieser wird wahrscheinlich abgerissen.


    b)Leibniz-Institut baut aus
    Der bereits 2008 errichtete Rohbau des neuen Leibniz Institutes für Altersforschung wird zügig fertiggestellt - schneller als geplant.


    c)Technologiezentrum baut wieder an
    Nach dem bereits 2008 ein Technikum errichtet wurde, reicht der Platz im Gründerzentrum wieder nicht aus. Alle Flächen sind vermietet, es besteht weiter Nachfrage. Die Campusverwaltung sucht daher nach Erweiterungsflächen. In Frage käme eine Erweiterung nach Westen hinter dem Bau des IPHT.


    d) Septomics-Gebäude kommt.
    Nach Gewinn des Exzellenzwettbewerbs mit dem Verbund SEPTOMICS wird im Bereich des Virologie-Gebäudes ein Institutsbau errichtet. Ähnlich wie beim Gebäude von Wacker Biotech (6 Etagen) gehts es aus Platzmangel in die Höhe (5 Etagen).


    e) Kindergarten wird gebaut.
    Gegenüber dem Center for Molecular Biotechnology wird auf der Fläche des jetzigen Parkplatzes eine Kindertagesstätte errichtet, die den mehr als 5000 Beschäftigten auf dem Beutenberg zur Verfügung steht.


    f)Medical Campus Lobeda
    Mit dem Endausbau des Universitätsklinikums in Lobeda entsteht dort ein neuer "Medical Campus" als Gegenstück zum Biotech-Campus am Beutenberg. Es gibt Überlegungen auch dort ein Technologie- und Gründerzentrum zu errichten.


    g) Mitteldeutsches Clusternetzwerk zieht um
    Die länderübergreifende Koordinationsstelle für die Entwicklung der Biotechnologie in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen zieht von Halle nach Jena um und nimmt seinen Sitz im Bioinstrumentezentrum. Damit wird Jena das Netzwerkzentrum für ganz Mitteldeutschland. Die Stelle wird von allen drei Bundesländern gemeinsam getragen.


    Es gab weit fortgeschrittene Planungen für eine großes Technologiezentrum am Felsenkeller. Wann hier Baubeginn ist, ist mir nicht bekannt.


    Alles in allem werden hier so 100 Mio. EUR ausgegeben. Mittlerweile wächst Jena aus sich selbst heraus.

    Einmal editiert, zuletzt von WolfsheimJena ()

  • Schön zu sehen, dass es in der Heimat positiv weiter geht. :daumen:


    Bin vor allem mal gespannt, wenn die Planungen zum Inselsplatz vorgestellt werden.


    Hab ich das richtig mitbekommen, dass es Pläne gibt, wie der Felsenkeller bebaut wird? Gibts da auch genauere Hintergründe?

  • Thüringer Wohnungsmarkt
    Jena bleibt Thüringens teuerstes Pflaster
    http://www.mdr.de/thueringen/6264869.html


    So liegen die durchschnittlichen Monatsmieten je Quadratmeter in mittleren Lagen in Jena bei 6,60 bis 6,80 Euro. In Erfurt und Weimar sind die Mieten in vergleichbaren Lagen etwa einen Euro niedriger.


    Eigentumswohnungen liegen in Jena mit Kaufpreisen von 1.750 Euro je Quadratmeter etwa 450 Euro über dem Thüringer Durchschnitt. Die Preise für freistehende Eigenheime mit gutem Wohnwert sind von etwa 200.000 Euro im Jahr 2003 auf derzeit etwa 280.000 Euro gestiegen.


    Jena ist Thüringens teuerstes Immobilienpflaster
    TLZ / MDR Videokanal
    http://www.tlz.de/tlz/ta.video…al_content/56/32920/37049


    15 Jahre Preisspiegel Thüringen
    Erstmals fast flächendeckende Zahlenübersicht
    Finanzkrise nicht auf dem Wohnungsmarkt durchgeschlagen
    Für 76 Städte sind fast 7000 Daten ermittelt worden
    http://ivd-mitte2.web-daten.de/preisspiegel.0.html


    OTZ 6.4.2009
    Kostspieliges Wohnen in Jena
    http://www.otz.de/otz/otz.nach…l&auftritt=OTZ&dbserver=1


    Eine sehr große Bandbreite zeichnet sich bei den Mieten in gut sanierten, vor 1948 errichteten Altbauten ab. Bei einem Unterschied von 1,89 Euro/m2 in Orten bis 10 000 oder Städten über 50 000 Einwohner ergeben sich Preisunterschiede für eine 70 m2-Wohnung von 132,30 Euro im Monat. Die Miete für guten Altbau in Jena beträgt 7,10, in Erfurt und Weimar 6,50 und in Gera 5,50 Euro/m2.