Innovative Architektur

  • Diese Säulen sehen ja extrem gut aus, so genial :-).
    Die Hausfrau in mir fragt allerdings: und wie kann man die dann putzen? Gehen die nicht schnell kaputt? Sind diese kleinen Details nicht sofort staubig?


    In Basel baut die Novartis, zum Beispiel dieses Gebäude hier:



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    das ist sicher "innovativ" im Sinn von: schwierig zu bauen, mit ungewöhnlichen Formen, ästhetisch ansprechend, und ja, bestimmt auch sehr teuer und von einem berühmten Architekten entworfen.


    Die Frage, die ich bisher noch nicht beantworten konnte: wie ist es denn, darin zu arbeiten? Ein (für mich) grosser Fehler ist schon der: da kann man nicht rasch die Fenster öffnen und lüften. Ich weiss auch nicht, ob und wie es an einzelnen Arbeitsplätzen möglich ist, Sonnenschutz/Licht/Schatten individuell einzustellen. und am ersten Tag nach den Weihnachtsferien in diesen hermetisch abgeschlossenen Gebäuden, wenn die Bakterien so schön Zeit hatten, die Klimaanlage gründlich zu bebrüten, als Erste reinzukommen und all dies einzuatmen... *puh* Muss ich nicht haben. Was natürlich nicht nur ein Problem von diesem Gebäude ist, sondern von allen, die so funktionieren.


    wenn ich als Kontrast dazu das anschaue, eine Szene hinter der Barfüsserkirche in Basel:



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    es ist traditionell und alt, aber es ist auch menschlich, flexibel, angenehm - einfach Lebensqualität.


    Ich wünsche mir mehr Neues, das nicht die Häuser von vor hundert oder zweihundert Jahren sklavisch kopiert, aber die Prinzipien begreift, die ein Haus oder einen Platz oder eine Stadt lebenswert machen.


    grüsse, barbara

  • Ein Beispiel aus Frankfurt

    Gestern habe ich an der Frankfurter Walter-Kolb-Straße einen Anbau fotografiert:







    Ich finde, mit einfachen Mitteln wurde ein interessantes Ergebnis erreicht - es wirkt ganz besonders im Vergleich mit dem auf dem ersten Bild sichtbaren Nachkriegs-Bürohaus in der Umgebung.


    Die Vorstellung auf der Webseite der Architekten - innovativ und interessant finde ich noch dieses Bankinnere in Zürich (leider nicht die dort dazugehörige Außenfassade).

  • Zwei Bankgebäude in Westfalen

    Der Eingang zum Gebäude in Beckum wurde zwar korrekt entworfen, ist aber an sich nicht besonders originell. Interessant fand ich die prismatische Glasscheibe, die die Lichter im Innenraum zum regenbogenhaftigen Dekor macht. Das gestern gemachte Foto habe ich wenig runterskaliert, damit man den Effekt möglichst gut sieht:





    Glasanbauten gibt es en Masse, doch gestern habe ich in Lübbecke welche aus gemustertem Glas fotografiert, die der Fassade besonders viel Leben einhauchen:





  • Glasverzierungen im Rheingau

    Ein weiteres Beispiel der verzierten Glasfassade habe ich am Samstag in Winkel (Rheingau) fotografiert - ein Gebäude der Nassauischen Sparkasse. Mit glatter Oberfläche würde dieser Anbau an das historische Haus wie ein Fremdkörper wirken:





    Offiziell nicht mehr im Rheingau, aber doch in der Nähe steht dieser verzierte gläserne Wetterschutz der Bushaltestelle vor dem Wiesbadener Hauptbahnhof (ebenfalls am Samstag von mir aufgenommen):



  • Eckhaus Lösungen bei ungünstigem Grundriß

    In Frankfurt am Main Höhenstraße/Ecke Burgstraße (Bornheim) gibt es eine ähnlich phantasievolle Ecklösung wie in der Walter-Kolb-Straße s. o. Bau Lcr).


  • Muss ich hier auch mal zeigen: Lücken-Neubau in der Kölner Florastraße, an dem die Blicke aller Passanten momentan hängen bleiben. Die filigrane Stahlfassade löst sich nach oben hin auf und gibt dem Haus einen unverwechselbaren Charakter. Hinter der EG-Verkleidung liegt eine Art Atelier, die oberen Geschosse sind Wohnraum (alle Bilder von mir gemacht)




  • ^ Vollständigkeitshalber muss ich darauf hinweisen, dass es im Kölner Wohnprojekte-Thread - wo das Haus ebenfalls präsentiert wurde - Zweifel gibt, ob es wirklich so sehr begeistern kann. Persönlich empfinde ich es als eher kalt.


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    Als Beispiel der originellen Verzierung eines Einkaufszentrums habe ich die in Duisburg aufgestellte goldene Leiter fotografiert - man beachte auch, dass Fassadenteile rechts und links vom gläsernen Eingang unterschiedlich (obwohl beide hochwertig) gestaltet wurden:





    Nicht minder positiv empfinde ich, dass um die Ecke die alte Fassade in das EKZ integriert wurde - sie sieht gut aus und lockert die Massstäblichkeit des Ensembles auf:





    In der Nähe habe ich noch diese bunte Fassade des Eckhauses aufgenommen. Es unterscheidet sich bautechnisch nicht von den Nachbarn und die Mehrkosten im Vergleich zur grauen Verputzung sind minimal - trotzdem wirkt das Gebäude viel hochwertiger und bietet eine individuelle Adresse:



  • Dezent in Düsseldorf

    Diese beiden Fotos habe ich am Montag in Düsseldorf-Oberkassel gemacht. Ich finde, die Putzfarbe ist perfekt auf die des Natursteins abgestimmt. Blumenmuster auf Glas verleihen der Fassade Lebendigkeit und Wiedererkennbarkeit:





  • Köln: Kontor 19 im Rheinauhafen

    Auf dieser Webseite findet man einige Daten über das kurz nach 2004 fertiggestellte Gebäude mit 5.400 Qm Fläche. Seine Fassade besteht aus eloxierten Aluminiumpaneelen - ich hoffe, dass meine gestrigen Fotos gut dessen feine Muster wiedergeben:









  • Bunt in Bochum

    Grau-grau ist passe (hoffen wir zumindest), bunt und abwechslungsreich ist angesagt. Heute habe ich in Bochum diese Gymnasium-Baustelle mit bunten gemusterten Platten auf der Fassade fotografiert:







    Zum Projekt siehe auch hier im Bochumer Unterforum.

  • Verspielt in Düsseldorf

    Diese Fassade mit verspielten Geländern habe ich heute in Düsseldorf-Bilk fotografiert. Ohne sie wäre es nur ein 0815-Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Wohnhauses - mit diesen spürt man keinen Verlust:



  • Fassadenkunst in Wesel

    Dieses Foto habe ich heute in Wesel (Niederrhein) gemacht - durch Fassadenkunst wird recht öde Wellblech-Fassade erträglicher gemacht (Link):



  • Das meiste der hier gezeigten Beispiele würde ich als normale Commerzarchitektur bzw.sogar als Trash einordnen wollen.


    Gut gefällt mir das haus in der Kölner Florastrasse,sowie der Volksbank Anbau.
    Während "Neue Stadtquartiere Derendorf" und "Kontor 19" im Rahmen des üblichen belanglosen Einerlei verbleiben,ist das verspielte Haus in Düsseldorf einfach Trash.

  • Altstadt-Hochhaus in Köln

    ^ Das Neue muss sich stets gegen das Alte durchsetzen, in diesem Fall gegen die vor einem Jahrhundert verkündete Ornamentlosigkeit. Meist wird das Standard-Wort Disneyland gerufen, diesmal Trash - dies scheint die einzige Innovation der Moderne zu sein. Ein einziges zur Diffamierung alternativer Gestaltungsmöglichkeiten dienende Wort, nach einem Jahrhundert.
    Wenn ich mir das verspielte Düsseldorfer Haus ohne Geländer vorstelle, ist das Ergebnis denkbar öde und abstoßend. Doch, die sind eindeutig ein Zugewinn - ohne viel Kosten erreichter.


    Als ein weiteres positive Beispiel hätte ich dieses Kölner Bürogebäude fast mit der Höhe eines Hochhauses, doch trotzdem gut in die umliegende Altstadt eingebunden - dank Verbeugung vor den traditionellen Gestaltungsprinzipien (beide Fotos von mir Anfang Juni gemacht):





  • Bunte Fassadenkunst in Köln

    Gestern fotografierte ich diese witzige Fassadenmalereien im Westen der Kölner Innenstadt:







    Ich finde es bedauerlich, dass solch originelle und belebende Wandmalereien nur auf fast baufällige Bestandsbauten kommen - nie auf Neubauten, die zu oft mit der weiß-grauen Verputzung für Grusel sorgen.

  • Mülheim/Ruhr: Motorsport-Ornamente

    Einmaliges kann mit einfachsten, preiswertesten Mitteln erschaffen werden und die Anzahl möglicher Ideen ist unendlich - dieses EFH mit Motorsport-Ornamenten habe ich vor einer Woche in Mülheim/Ruhr fotografiert: