• Das Yumas in der Taunusstraße hatte am Samstag sein Grand Opening. Mit ein bisschen Lokalprominenz, einigen Leuten die man sonst so nicht im Viertel sieht und Clubmusik bis spät in der Nacht. Und dieses Club-Programm soll es zukünftig jeden Samstag dort geben.

    Schön, dass das Viertel weiterhin für verschiedenste Gruppen attraktiv bleibt.

    Letzten Samstag war das Viertel übrigens bis spät nachts rappelvoll. Das hat zu tun mit dem Wetter, Eintracht Frankfurt, aber auch mit Neuzugängen wie dem Gibson Beach Club und dem Yumas, die neues Publikum ziehen.

  • Östliche Taunusstraße: Es tut sich einiges

    Nachdem das Yumas einen sehr vielversprechenden Aufschlag zur Aufwertung der östlichen Taunisstraße (Segment: zw. Elbe- und Weserstraße) gemacht hat, geht es weiter.

    Im ehemaligen Sexyland wird renoviert, EG, später sollen wohl auch oben die Wohnungen drankommen. MW noch unklar was da reinkomme soll, evtl. eine Shishabar.

    Dafür kommt die Shishabar in der Taunusstraße 20 ("Oceans") nicht, dort kommt etwas anderes rein und wird zeitnah eröffnet. Unter Beteiligung einer sehr prominenten Figur des Viertels: kann eigentlich nur gut werden.

    Das indische Restaurant an der Ecke zur Weserstraße ("Indigo") hat derweil geschlossen, dort kommt ein spanisches Restaurant rein.

    Damit wäre zumindest auf EG-Ebene fast der ganze Leerstand auf der Taunusstraße beseitigt, außer dem Premium-Projekt PULSE, aber das dürfte eine Frage der Zeit sein (Voraussetzung: der Dönerladen "Marmaris" wird wie angekündigt tatsächlich renoviert).

    PS: das ehemalige Yok Yok auf der Münchener, das ja als Erweiterung des Nekos neu eröffnet, ist auf der Zielgeraden. Grund der Verzögerung: Denkmalschutz.

  • Der mit viel Tam-Tam wiedereröffnete Kaisermarkt scheint schon wieder zu sterben. Die grüne Soße Frau (ein building block des Markts) ist insolvent, heute waren es gerade einmal 5 Stände. Ganz ehrlich: meiner Meinung nach braucht man den Markt nicht. Gastro in allen Formen und Farben haben wir mehr als genug und zur Lösung der Probleme im Viertel trägt der Markt nicht wirklich bei.

  • So sehen die vor zwei Jahren am Kaisersack öffentlichkeitswirksam installierten Blumenkübel seit Wochen aus: vertrocknete Müllhalden.

    Unfassbar, dass sich bei der Stadt zur Installation offenbar niemand Gedanken dazu gemacht hat, wie die Kübel gepflegt und bewirtschaftet werden.

    Peinlich, wie Frankfurt seine Gäste begrüßt.

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  • Am Wochenende an zwei roten Ampeln im Auto rund um den Bahnhofsvorplatz gewartet und an beiden Ampeln angebettelt worden. Als kein Auto bereit war Geld zu geben, wurde dem Auto vor mir direkt ans Fenster gespuckt. Am Platz lagen zahlreiche Personen völlig regungslos am Straßenrand wie in den 80er / 90er Jahren. Für mich ein Grund das Viertel nicht nur in Person weiterhin zu meiden, sondern auch großspurig zu umfahren. Sorry, aber diese Zustände leistet sich nur eine Stadt in Deutschland und bleibt weiterhin oft der erste und bleibende Eindruck den man von der lebenswerten Mainmetropole hat, die zudem Sitz der bald wichtigsten Zentralbank der Welt ist. Wenn das der Frankfurter Sonderweg (in die Sackgasse) sein soll, dann lieber den Düsseldorfer, Stuttgarter oder Münchener Weg ausprobieren.

  • Ob du es glaubst oder nicht, trotz deiner Beobachtungen ist es besser als noch Anfang des Jahres. Die gesamte Strecke "Am Hauptbahnhof" (inkl. Kaisersack) ist jetzt tagsüber für Familien begehbar, das ist ein Fortschritt.

    Ansonsten scheint von Mike Josefs Ambitionen im Viertel so viel Übrig zu sein wie von den Bemalungsstreifen auf der Kaiserstraße: sehr wenig.

    Gegen nächtliche Ruhestörung, Müll- und Hygieneprobleme scheinen Stadt und Land keinerlei Rezept zu haben, man versucht nicht einmal da etwas zu tun.

    Auch im Rahmen des Crackzentrums wird sich wohl nicht viel tun, denn die Stadt hat den Anwohnern ja zugesagt, dass alle Probleme im nördlichen Viertel verbleiben werden, na vielen Dank.

    Die Polizei scheint keine Konzepte zu haben die Verkaufsorte zu schließen, die machen immer schön ihre Razzien und kommen mit leeren Händen raus. Kein Verkaufsort ist dicht.

    Die Stadt lässt sich feiern für hippe Kultur-, Gastro- und Partyaktionen im südlichen Teil, der Norden bleibt - trotz punktueller Verbesserungen - eine anarchische Kloake.

    Wer den ganz normalen Wahnsinn im Viertel erleben will, dem empfehle ich die Instragram-Seite von Rusbeh Toussi: Link. Er nennt die Dinge beim Namen und beschönigt nichts, dafür hasst ihn die Stadt.

    Die Presse scheint es auch nicht als ihre Aufgabe anzusehen der Politik mal auf die Finger zu klopfen und die Zustände und die Passivität (insb.) der Stadt kritisch zu beleuchten, da kommt gar nichts.

  • Man muss nicht jede politische Meinung teilen oder in die pauschale Kritik an den Grünen einstimmen, aber eines steht außer Frage: Was Herr Toussi so treffend auf seinem Instagram-Kanal beschreibt, ist bittere Realität. Die Zustände im Frankfurter Bahnhofsviertel sind schlimm, nein, sie sind erschütternd. Und das Schlimmste daran: Sie weiten sich längst über die Grenzen des Viertels hinaus aus.

    Die Stadt? Sie schaut zu. Taten? Fehlanzeige. Es passiert einfach: nichts.

    Das viel beschworene "Crackzentrum“ wird an dieser Eskalation nichts ändern. Davon konnte ich mich gestern selbst überzeugen. Zwei Bilder vom François-Mitterrand-Platz zeigen es deutlich: Der Platz ist komplett von der offenen Drogenszene übernommen worden. Versteckte Konsumecken, offensichtliche Drogenverstecke, nichts wird mehr verborgen, alles ist öffentlich und ungestört. Rund 20 Menschen konsumierten dort offen. Und das war nur ein kleiner Ausschnitt. Die Szenen am Karlsplatz und in den umliegenden Straßen sprechen eine noch deutlichere Sprache.

    Die Wallanlagen? Längst wieder von der Szene okkupiert. Die vorderen Bereiche, direkt angrenzend an das Bahnhofsviertel, sind nicht mehr wiederzuerkennen.

    Die Ausweitung über die Wallanlagen der Szene reicht mittlerweile bis zum CineStar-Metropolis-Kino und darüber hinaus. Das Drogenkonsum- und Verkaufsparadies wächst, und niemand bremst es.

    Und der Oberbürgermeister Josef? Er schweigt, tut nichts, außer für Foto-OPs zu posieren. Reine Symbolpolitik und PR. Mehr bleibt nicht. Und das angesichts einer humanitären Katastrophe, die sich Tag für Tag verschärft. Und der Ruf Frankfurts wird so extrem geschädigt, jeden Tag aufs Neue. Wir waren vor Corona auf einem so guten Weg.

    Eine Schande. Für die Stadt. Für die Menschen, die hier leben und für alle, die auf Hilfe hoffen. Das Bahnhofsviertel ist für mich persönlich mittlerweile wieder absolute No-go-Area, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.

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    Das ist der Bereich, in dem wieder offener Konsum und Handel beobachtbar ist und es einfach erschütternd; wir nähern uns den späten 90ern und den frühen 2000ern an:

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    Bild: Google

    Bilder: Adama

  • Die Stadt Frankfurt, die ich in weiten Teilen angesichts der verfügbaren Ressourcen und der resultierenden Ergebnisses ohnehin für einen Restrukturierungsfall halte, ist mit ihren Latein komplett am Ende. Man kann nicht und man will nicht. Man ist in keiner Weise bereit sich mit den Abhängigen auseinanderzusetzen und versucht das schlimmste durch massiven Geldeinsatz zu verhindern, weitgehend vergebens. Beschränkt durch Ideologie, Bequemlichkeit und eben auch diesen aus meiner Sicht weitgehend unfähigen Stadtapparat.

    Wenn ich schon diese Streetworker immer sehe, wie sie zu fünft wie die Ölgötzen ewig lange um einen Abhängigen rumstehen ohne irgendwie mal in der Lage zu sein die Leute mal dazu zu drängen, ihren Müll in die Mülltonne zu werfen oder in das Pissoir statt an die Hauswand zu pinkeln.

    Die Reinigungsleute laufen wie Roboter da durch und nehmen den ganzen Dreck um sich nicht einmal war, geschweige denn mal richtig sauber zu machen. Die Kolonne inkl. Polizeibegleitung läuft da teilweise zu zehnt (!!) durch, kurze Zeit nach der Reinigung ist wieder alles dreckig. Was das alles kosten muss, da wird mir schlecht.

    Und auf Social Media überbietet man sich in Selbstbeweihräucherung.

    Unwille, Bequemlichkeit, Unfähigkeit, Ahnungslosigkeit, Eitelkeit, zu wenig Druck und viel zu viel Geld, das sind die Gründe für das Desaster.

    Wohlgemerkt es geht um das nördliche Viertel, im Süden ist schon immer alles weitgehend OK.

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  • Was ist die Überlebensstrategie der Stadt Frankfurt, angesichts dessen dass die Zustände derart katastrophal sind und man ja auch keinerlei Ideen hat, wie es mal besser werden könnte?

    Die Stadt Frankfurt sorgt dafür, dass nur zwei Gruppen in der Diskussion vorkommen, die beide von der Stadt abhängen, damit steuerbar sind und deswegen nie etwas kritisches sagen werden:

    1) die Mitarbeiter der Support-Organisationen. Diese werden direkt von der Stadt bezahlt, natürlich äußert man sich in der Öffentlichkeit immer nur so, dass es dem (einzigen) Kunden genehm ist.

    2) die Kleinunternehmer der hippen Gastro/Party/Kultur/Event-Szene aus dem Viertel (primär aus dem schönen Süden, aufinsViertel usw., Ausnahme Rusbeh, der deswegen aber auch weitgehend ausgegrenzt wird), die auch stark von der Stadt abhängen (gemeinsame Projekte und Initiativen, Fördergelder usw., Max Coga z.B. ist das Gesicht des Rooftop Days, das bringt ihm natürlich etwas, und so gibt es viele weitere Beispiele dieser Symbiose). Auch die äußern sich nie kritisch, man will einem so wichtigen Stakeholder natürlich nicht auf die Füße treten.

    Das ist kein Vorwurf an die Leute, ich mache es mit meinen Kunden und Stakeholdern genauso, würde mich öffentlich immer nur positiv und genehm äußern. Man muss es aber eben wissen.

    Diese Strategie der Stadt geht übrigens auf, es gibt angesichts der Zustände weiterhin relativ wenig Kritik.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    #47

    .

    Ich finde deine Zonierung sehr weitgreifend und würde auch noch einmal differenzieren wollen.

    1) Zombieland / Endstation: das sind die unten rot markierten Straßenabschnitte. Hier sieht man das ganze Versagen von Rechts- und Sozialstaat. Hier erwartet einen strenger Uringeruch, Fäkalien auf offenem Weg, offener Konsum von Crack, Heroin und Fentanyl. alle möglichen Leute die auf dem Gehweg rumliegen und Totalvermüllung. Die meisten Hotels in der Gegend sind eigentlich Puffs und da sind auch sehr viele Verkaufsorte. Dazu kommt die extreme nächtliche Ruhestörung (nicht am Wochenende wie in der Münchener, sondern jede Nacht DURCHGEHEND): Geschrei, fliegende Flaschen, laute Musik und mehrfach nächtlich das Martinshorn. Da sollte niemand mit Familie, Gästen oder Geschäftspartnern hingehen. Das dürfte die schlimmste Ecke Europas sein und kann sich auch absolut mit Cracolandia oder Skid Row messen (nur dass es eben in Frankfurt für Passanten nicht gefährlich ist).

    2) Das nördliche Viertel: der gelb zonierte Bereich. Überall offener Konsum, schmuddelig bis eklig, aber abgesehen von den roten Bereichen kann man da gehen.

    3) Alles darüberhinaus: Das sind die Ausläufer, da finden sich auch mehr oder weniger vereinzelt Verhaltensweisen des Viertels, aber vieles in der Nähe ist auch schön, z.B. die erhebliche Teile von Münchener - und Kaiserstraße oder der dazwischenliegenden Wasserstraßen.

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  • Danke für die Einordnung. Auch wenn es sich vielleicht nur um Ausläufer handelt, nehme ich in den letzten Monaten doch eine spürbare Verlagerung und teils auch Ausweitung der Szene wahr. Natürlich ist das subjektiv, und jeder empfindet solche Entwicklungen anders, mir persönlich ist es einfach besonders aufgefallen.

    Zur Einordnung: Ich lebe seit 1999 in Frankfurt und war auch vorher regelmäßig in der Stadt unterwegs. Ich erinnere mich noch gut an die wirklich gravierenden Zustände früherer Jahre. Insofern hast du recht, vor allem in den Wallanlagen ist die Lage heute nicht mehr so dramatisch wie damals. Trotzdem ist die derzeitige Verlagerung in bestimmte Bereiche deutlich sichtbar, und teils auch mit einer quantitativen Zunahme verbunden.

  • Ich würde hier nicht unbedingt von einer Verlagerung reden, denn das redet der Politik das Wort und ich nehme es auch anders war. Die Zahl der Crackkonsumenten steigt seit 2-3 Jahren in ganz Deutschland erheblich und damit eben auch in Frankfurt. Das nimmt man auch außerhalb des nördlichen Viertels wahr.

  • Es ist der ständige Widerspruch / Dualismus Frankfurts, dass die Stadt trotz dieser widrigen und teilweise apokalyptischen Zustände die AMLA anzieht, die viert meistbesuchte Stadt des Landes ist und beim Economist manchmal in den Top 10, aber fast immer in den Top 20 der lebenswertesten Städte weltweit landet.

    Es ist nicht auszumalen was für Potentiale noch schlummern, wenn die Stadt das Bahnhofsviertel für alle Frankfurter lebenswert machen und nicht als die heißeste Adresse für Drogentourismus in Westeuropa abdriften lassen würde. Ich bin mir sicher, dass das Polizeipräsidium, Interconti-Hotel oder der Ex Union Investment Tower bspw. nicht wie Mahnmale leer stehen würden.

  • Ergänzung zu meinem letzten Post:

    Wobei wir davon ausgehen können, dass der östliche Block der gelben Zone, also alles östlich der Elbestraße, kurz bis mittelfristig massiv aufgewertet wird und dann nicht mehr zum Problembereich nördliches BHV gezählt werden muss.

    Was alleine angrenzend so passiert: EZB, Fürstenhof, Canyon. das schicke Appartmenthaus in der Niddastraße, das tolle Restaurant Tokygon, das immer voll ist. Dazu möglicherweise bald das ga8. Dazu erwartet ich einen positiven Effekt durch das FOUR, das auch nicht weit weg ist.

    Schon jetzt schafft es das Yumas hier ein ganz neues Publikum in die Ecke zu locken, am Freitag kommt die neue Bar von Max Coga daneben (Miami).

    Begünstig wird das ganze dadurch, dass ein erheblicher Teil dieser Ecke im Besitz / unter Kontrolle einer einflußreichen Frankfurter Rotlichtgröße ist, die aber eher für seriöse Geschäftsmodelle, saubere Läden und eine anspruchsvolle Klientel steht.

    Am wichtigsten ist aber, dass der Druckraum in der Elbestraße geschlossen wird, dafür kommt ja bekanntermaßen das Crackzentrum weiter westlich. Generell werden wir eine Westverschiebung der Szene erleben.

  • Ein bekannter YouTuber hat gestern ein Video über „Crackfurt“, wie er Frankfurt nennt, veröffentlicht.

    Nicht alles, was er sagt, teile ich, aber das Gezeigte trifft den Kern der Realität. Und ehrlich gesagt: Es ist noch die harmlose Variante. Die Moselstraße habe ich schon deutlich schlimmer erlebt: voller, dreckiger, trostloser.

    Wirklich bezeichnend: Die Polizei hält im Video die beiden Filmer an und spricht sie auf das Drehen an, während keine 50 Meter entfernt offen gedealt und konsumiert wird. Und wer hat sich beschwert sich bei den Beamten? Nicht etwa besorgte Anwohner, sondern Drogendealer und Drogenabhängige. Verkehrte Welt.

    Der Müll auf den Straßen rundet das Bild ab. Es wirkt, als existiere die städtische Straßenreinigung nur noch auf dem Papier.

    Aber Hauptsache, OB Josef bekommt seine PR-Foto-OPs. Prioritäten setzen kann er.

    Und was die Wallanlagen bei den Bankentürmen angeht: Die sind, soweit ich das beurteilen kann, im Moment verloren. Was dort inzwischen abgeht, ist einfach nur noch erschreckend.


    Verweis zum Video, der Ersteller erlaubt das direkte Einbinden nicht. Titel: Inside Germany's Zombie Hood

    3 Mal editiert, zuletzt von Adama (9. August 2025 um 00:15)

  • Wahnsinn. Und als ob das nicht schon verrückt genug wäre, hat just am Tag der Veröffentlichung dieses Videos die Frankfurter Polizei ihre Bilanz der Kaisertor-Initiative veröffentlicht. Und wie so oft berichten sie voller Begeisterung von ihren Errungenschaften, nässen sich vor Eigenlob halb ein. Insbesondere macht folgender Satz (bezogen auf das ganze Bahnhofsviertel!) fassungslos:

    "Das polizeiliche Handeln wird sich auch zukünftig darauf konzentrieren, auf der einen Seite gezielt und konsequent gegen Rauschgiftstraßendealer vorzugehen und auf der anderen Seite jegliche Bildungen offener Drogenszenen im öffentlichen Raum entschieden zu unterbinden."

    Wir brauchen mehr öffentlichen, internationalen Druck. Erst wenn das (nördliche) Viertel nicht nur Frankfurt und Hessen, sondern ganz Deutschland blamiert, wird sich etwas tun. Das Video hat nach einem Tag 2 Mio Klicks bei Youtube, Clips bei Instragram kommen auf 10 Mio, auch bei X ist es viral. Bitte mehr davon, das ist die einzige Chance.

    Link zu PM.

    Randnotiz: bald wird eine sehr aufwendig erstellte Reportage eines deutschen Youtubers über das Viertel veröffentlicht werden.

  • Und gerade eben bin ich in der mittleren Niddastraße in eine Spritze getreten. Ich hatte festes Schuhwerk an, deshalb ist nichts passiert. Sicherlich, ich hätte einen anderen Weg nehmen können, denn ich kenne mich ja aus, und sicherlich, wenn ich da schon durchlaufe kann ich auch darauf achten wo ich hintrete. Aber was ist mit Touristen, was ist mit Leuten die Sandalen tragen, was ist mit Kindern, die alles anfummeln was ihnen in den Weg kommt oder mit Hunden? Da kann dann echt was passieren.

    Es müssen sofort zwei Dinge passieren:

    1) Die rote Zone (s.o.) muss mit Warnhinweisen markiert werden: keine offenen Schuhe, keine Familien, keine Tiere.

    2) Wer anderen eine gebrauchte Spritze vor die Füße wirft, riskiert fahrlässig die Gesundheit seiner Mitmenschen. Das muss bestraft und dadurch verhindert werden, es gibt überall Kameras, nutzt sie endlich. Die "Friede den Hütten, Krieg den Palästen"-Attitüde, gemäß der Leute, die nur hinreichen Mitleid erregen, einfach alles ungestraft tun dürfen, stößt allerallerspätestens dann an ihre Grenzen, wenn die Gesundheit anderer gefährdet wird.

    Das ist das Minimum vom Minimum vom Minimum, was Stadt und Land SOFORT tun können und müssen.

  • Ganz ehrlich, in diesem Land willst du doch auch kein Polizist mehr sein. Denn kaum benennt man Ross und Reiter ist man dran: jetzt wird der Frankfurter Polizei wegen der Kontrollen im Bahnhofsviertel Racial-Profiling vorgeworfen!

    Beleg soll Video einer Frau sein, die selbst darauf besteht, anonym zu bleiben, aber kein Problem damit hat, die Gesichter der Polizisten aufzuzeichnen. Und unser öffentlicher Rundfunk - "Ihre Gebühren für ein gutes Programm" - publiziert das auch noch willig.

    https://www.hessenschau.de/gesellschaft/r…wuerfe-100.html

    Dass Linke und Grüne willig auf den Zug aufspringen, überrascht nicht. Erschreckend jedoch, dass auch die anderen Parteien sich möglichst ausschweigen, wenn es um das Bahnhofsviertel geht:

    Erinnert sei an Yannick Schwander (CDU), der für Frankfurt in den Bundestag einziehen wollte, um dort sein Einkommen voran... äh Frankfurter Belange voranzubringen. Auf seinem Insta fragt er aktuell, was die Frankfurter bewegt. Sollte er das nicht wissen? Und kein Wort zum Bahnhofsviertel. Boris Rhein, da gab es doch vor der Wahl auch mal markige Ankündigungen, auch da nur noch Stille.

    Dabei werden die Zustände immer schlimmer, inzwischen breitet sich Zombieland ja die Mainzer runter bis Güterplatz/Skyline Plaza aus. Und machen wir uns nichts vor, die Düsseldorfer ist jetzt schon Horror, zieht das Crack-Zentrum auch noch die "Leute" in den Westteil der Niddastraße, werden Düsseldorfer bzw. die Haltestelle "Platz der Republik" unbetretbar für "normale" Menschen.

  • Man muss auch nicht auf jeden Ragebait anspringen. Die Polizei macht sehr cleveres Eigenmarketing und schafft es immer wieder Sympathien auf ihre Seite zu ziehen und alle Schuld an den Zuständen bei der Politik abzuladen. Auch die Arbeit der Polizei im Viertel ist ein Trauerspiel, man darf die auf keinen Fall aus der Verantwortung nehmen.

  • Mit dem Trauerspiel hast du recht, man schafft es ja noch nicht mal die Konsti Dealerfrei zu halten. Ich hab da früher gern aufm Markt eingekauft, inzwischen verzichte ich da - wie viele andere auch - meistens drauf, weil es mir zu aggro ist.

    Und natürlich ist nicht richtig, wenn man im Video sieht, dass der Filmer von der Polizei angesprochen wird, die Dealer und Junkies aber nicht. Aber es ist verständlich, denn bei dem Filmer können sie von einer "normalen" Reaktion ausgehen. Bei anderen "Gruppen" wissen sie dagegen, dass diese überhaupt keinen Respekt vor der Polizei haben und hochgradig gewaltbereit sind.

    Letztendlich haben wir es mit einem Kontrollverlust zu tun, der immer weitere Kreise zieht. Und den alle Beteiligten bestenfalls totschweigen oder wenigstens beschönigen wollen. Nichtsdestotrotz ist doch die Wurzel des Problems nicht verbesserungswürdige Polizeiarbeit, sondern eine Politik und eine Justiz, die glaubt, die Probleme mit Waldorfpädagogik lösen zu können.