Ruhrstadion - Aus & Umbau [in Bau]

  • Das Ruhrstadion wird zurecht als einer der Traditionsstandorte im deutschen Fußball wahrgenommen. Mit einer Kapazität von 26.000 Zuschauern sowie nur rund 1350 VIP-Plätzen in der Stadtwerke-Bochum-Lounge (SBL, 1200) und im Bestbeton-VIP-Treff (150) ist der VfL Bochum aber auf Dauer nicht konkurrenzfähig in der Bundesliga. Eigentümerin des Stadions ist die Stadt, der VfL Mieter. Bereits seit drei Jahren sollen Gespräche zwischen Club und Stadt, das Stadion aus- oder umzubauen laufen. Hierfür wurde 2021 eine Studie in Auftrag gegeben, diese wurde immer wieder erweitert und aktualisiert. Ein weiteres Gutachten wird in kürze erwartet.

    Alls realistische Zielkapazität stehen rund 33.000 Plätze im Raum, die Zahl der VIP-Plätze soll auf etwa 3000 steigen. Möglich wäre auch eine Erweiterung auf eine Kapazität von 35.000 bis 40.000 Zuschauern. Bochum hat dabei immer auch einen Abstieg in die 2. Liga im Blick, will nicht überdimensionieren. Für den Ausbau des Stadions stehen zwei Varianten im Raum.

    Variante 1 - Ausbau

    Bei der „kleinen Lösung“ könnte es eine Aufstockung um bis zu 3500 Sitzplätze auf der Haupt- und Osttribüne geben. Dafür gibt es allerdings baurechtliche Hürden, weil das Stadion sehr dicht im Stadtraum gebaut ist.

    Variante 2 - Versetzung

    Variante zwei wäre eine Versetzung des Stadions um einige Meter in Segmenten schräg Richtung Nordosten (hinter der Ostkurve) mit einem Ausbau aller vier Tribünen. Weichen müssten ein Parkplatz und ein Trainingsplatz. Ein Pachtvertrag mit dem Tennisclub verhindert die Erweiterung nach Osten. Der Bau der Rundsporthalle am alten Platz und Bauten an der Küpperstraße verhindern den Weg Richtung West und Südwest. Ein Knackpunkt ist, dass es bei einer Versetzung des Stadions wohl zu Problemen bei der Baugenehmigung käme.

    Ein Neubau auf der grünen Wiese ist kein Thema, nicht nur aus Kostengründen. Der VfL will an seinem traditionellen Standort festhalten. Seit 1911 spielt der Club an der Castroper Straße, das Stadion wurde 1921 eröffnet und letztmalig in großem Stil Ende der 70er Jahre umgebaut. Eröffnung des heutigen Ruhrstadions war 1979. Seitdem gab es nur kleinere und für den Betrieb erforderliche Maßnahmen etwa bei den Sanitäranlagen und der Technik sowie die Umwandlung von Steh- in Sitzplätze auf der Westtribüne 1997. Das Verwaltungsgebäude wurde 2003 als Stadioncenter unter anderem mit Büroräumen auf fünf Etagen eröffnet.

    Die Kosten für die Variante 2 werden auf ca. 150 Mio Euro geschätzt. Diese kann die Stadt aktuell nicht alleine tragen. Deshalb gibt es Überlegungen mit dem Land NRW wie beim Stadioncenter über eine Bürgschaft zu verhandeln. Zudem würde angestrebt, einen Investor mit ins Boot dieser Gesellschaft zu holen. Als Ausweichspielstätte in der Zeit der Umbauphase könnte das Lohrheidestadion in Wattenscheid herhalten, das bis 2025 zu einer modernen Leichtathletik-Arena mit 16.000 Plätzen umgebaut wird.

    Ende November soll es ein Spitzentreffen mit Vertretern vom VfL Bochum, der Stadt und der Politik geben. Danach könnte das Projekt konkretisiert werden. Man muss allerdings bedenken, das es aktuell keine manifeste und finale Pläne plus Maßnahmen zum Umbau des Vonovia Ruhrstadions gibt. Man steht erst am Anfang. Eine Umsetzung ist wohl erst mittelfristig realistisch.

    Quelle: WAZ - VFL Bochum plant Stadionausbau: der Stand, die Hintergründe

    49521385422_6af949dd5zncur.jpg

    52342938108_15e250de6vmiff.jpg

    31795128103_e00f9c3ecjjcdg.jpg

    52341736622_e039308417ods7.jpg

    Fotos: Lutz Leitmann/Stadt Bochum

  • Bei der WAZ sind offensichtlich neue Informationen über Sanierung oder Neubau des Ruhrstadions durchgesickert. Demnach sind nun zwei konkrete Optionen im Gespräch, die in den nächsten Tagen der Vereinsspitze des VFL präsentiert werden. Die Stadt ist auf jeden Fall bereit egal für welche der Optionen, 90 Mio € zu investieren.

    Option Castroper Straße:

    Die Osttribüne wird um rund 4000 Stehplätze erweitert, die Stadionkapazität würde dann rund 30.000 Plätze betragen. Das Stadion selbst wird komplett saniert. Außerdem finden umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen rund um das Stadion statt. Die Rundsporthalle hinter dem Stadion könnte abgerissen und auf dem Kirmesplatz ca. 200 m weiter neu gebaut werden. Dadurch könnten die Entwicklungsmöglichkeiten des Stadions deutlich erhöht werden.

    Option Neubau

    Der Neubau des Stadion könnte mit einer angepeilten Kapazität von bis zu 40.000 Plätzen deutlich größer ausfallen. Nach WAZ Informationen, gibt es sogar eine konkrete Fläche, die sich größtenteils im städtischen Besitz befindet. Es handel sich um das Dreieck im Bochumer Süden, in dessen Mitte heute das Tierheim Kleinherbeder Straße liegt. Begrenzt wird das Areal von der Universitätsstraße, der A 43 und der A 448. Hier ist besonders die verkehrlich hervorragende Anbindung interessant. Außerdem könne dann, die U 35 um eine oder zwei Haltestellen oder direkt ganz bis Langendreer verlängert werden.

    Der VfL soll bis Ende November entscheiden, welche Option umgesetzt werden soll und hat dabei weitgehend freie Hand. Bei der Favorisierung eines Neubaus müsste der Verein oder eine entsprechende Gesellschaft um die Finanzierung des reinen Stadionkörpers kümmern müssen. Außer der Bereitstellung der Fläche würde die Stadt dafür die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen stemmen.

    Standort Neubau - an der Universitätsstraße, unweit der Ruhr-Universität

    screenshot2023-11-101ivfvh.jpg

    Bild: Google Maps

  • Ein (Neubau)-vorschlag, der komplett aus der Zeit gefallen ist. Ein Stadion muss und kann nicht mehr in der Innenstadt oder Innenstadtnähe gebaut werden - das ist klar, aber komplett an der Stadtgrenze auf der grünen Wiese und hauptsächlich optimal gelegen für des Deutschen liebstes Kind?

    Zig Quadratmeter neu versiegelte Fläche, die am Ende vielleicht 20 mal im Jahr genutzt wird. Super Idee. Die könnte auch von den Initiatoren des FH Neubaus in Dortmund kommen.

    Und Verlängerung der U35 - seit 1993 steht die Brücke schon. 1999 wurde der Weiterbau beschlossen. Und ist davon irgendwas zu sehen?

    Man sollte nach Nordwesten schauen und die Lehren daraus ziehen.

  • Klarstellung: Kein Stadion auf der Fläche des Tierheims Bochum

    In den letzten Tagen wurde in einzelnen Medien immer wieder das Thema „Stadionum- bzw. neubau“ diskutiert. In diesem Zusammenhang hat die Stadtverwaltung mit großer Verwunderung wahrgenommen, dass Flächen rund um das Tierheim Bochum als möglicher Standort im Rahmen von Gerüchten über ein etwaiges neues Stadion ins Gespräch gebracht wurden. Leider haben diese Spekulationen zu einer deutlichen Verunsicherung bei den Mitarbeitenden, den Unterstützerinnen und Unterstützern sowie den Freundinnen und Freunden des Tierheims geführt. Richtig ist: Der erst am Freitag beschlossene Regionalplan Ruhr des RVR sieht -genau wie die vorherige Regionalplanung- keine bauliche Entwicklung auf dieser Fläche vor. Insofern ist eine Diskussion über die Fläche als denkbare Baufläche für ein etwaiges Stadion obsolet und weitere Spekulationen darüber sind gegenüber dem vor Ort tätigen Ehrenamt nicht zu verantworten.

    Pressemitteilung: https://www.bochum.de/Pressemeldunge…ierheims-Bochum

  • Ende November 2023 wurde klar gestellt: Das Stadion bleibt an der Castroper Straße in der Innenstadt. Nach aktuellen Informationen wird das Ruhrstadion saniert und um ca. 1500 Plätze erweitert. Im ersten Quartal 2024 soll es einen Beteiligungsprozess geben. Dann sollen auch die ersten Pläne für den Umbau präsentiert werden.

    Quelle: WDR - VfL Bochum behält sein Ruhrstadion

    Einmal editiert, zuletzt von Kostik (27. Dezember 2023 um 11:34)

  • Wie angekündigt wurden am 10.04.2024 die ersten Pläne für den Umbau des Stadions präsentiert. Die Stadt Bochum, das Architekturbüros Albert Speer + Partner (AS+P) als auch eine VfL-Delegation gaben einen Einblick in den aktuellen Planungsstand.

    Ein Neubau an gleicher Stelle wäre wegen neuen Lärmschutzregeln nicht möglich. Deshalb wird der VfL das Vonovia Ruhrstadion modernisieren, nicht neu bauen. Das Ziel sei jedoch, die Kapazität des Vonovia Ruhrstadions auf 27.500 Zuschauer zu erweitern.

    Die Sanierungsmaßnahmen werden in drei Bausteine aufgeteilt:

    Beim ersten Baustein steht die Südtribüne im Vordergrund. Die Verteilerfläche, der Kioskbestand und die Sanitäranlagen sollen erweitert werden. Bislang halten sich sechs Menschen pro Quadratmeter auf, auf der neuen Verteilerfläche wären es 3,3 Menschen pro Quadratmeter. Dies würde eine erhebliche Verbesserung der Sicherheitsbegebenheiten bedeuten.

    Der zweite Baustein betrifft besonders die Abteilung Spielbetrieb sowie den Hospitality- und Medienbereich. Bislang steht den VfL-Profis keine gesonderte Spieltagskabine zur Verfügung, sondern sie haben eine Kabine, die gleichzeitig für Trainingseinheiten und Spieltage fungiert. Das soll sich künftig ändern. Darüber hinaus werden die Wege vom Spielfeld zu den Kabinen kürzer. Der Hospitalitybereich soll erweitert werden. Dies ist speziell auch in der spielfreien Zeit wichtig, um jene Flächen vermarkten zu können. Dabei würde ein exklusiverer Blick auf den Innenraum bestehen. Auch der Medienbereich soll angepasst und mit dem Hospitalitybereich verbunden wenden.

    Der dritte Baustein beinhaltet vor allem die Verweildauer vor und nach dem Spiel. Einige Maßnahmen im Umfeld des Vonovia Ruhrstadions sind vorgesehen. Neben einer neuen Eingangssituation in den Bereichen Ost, Nord und Süd soll die Verteilerfläche ausgeweitet, eine „Plaza“ installiert werden. „Allein die Erweiterung der Verteilerflächen bringt große Qualitäten mit sich“, betonte Schöner. Denn rund um das Vonovia Ruhrstadion entstehen dadurch mehr Möglichkeiten für Fans – als Treffpunkt. Auch eine multifunktionale Parkfläche und witterungsgeschützte Zugänge sind in Planung.

    Pressemitteilung: https://www.vfl-bochum.de/de/news/2024/a…ons-vorgestellt

    Ruhrstadion-Visualisierung-10-04-24.jpg

    Bild: Architekturbüro Albert Speer + Partner (AS+P)

  • Neues Nachwuchsleistungszentrum

    Für den VfL Bochum soll an der Hiltroper Straße ein neues Nachwuchsleistungszentrum für die Jungen- und Mädchenmannschaften des VfL samt diverser Naturrasenplätze, Tribünen sowie weiterer Baumaßnahmen entstehen. Aktuell werden verschiedene Umsetzungsvarianten erarbeitet, um die bereits bestehenden Trainingsanlagen südlich der Hiltroper Straße zu ergänzen.

    Quelle: https://sha.de/aktuelles/nach…trum-vfl-bochum

    Nachwuchsleistungszentrum.jpg

    Bild: SHA · Scheffler Helbich Architekten

  • Ruhrstadion-Umbau

    Rund um das Ruhrstadion in Bochum haben die Bauarbeiten begonnen – erste sichtbare Maßnahmen markieren den Auftakt eines umfangreichen Stadionumbaus, der das in die Jahre gekommene Stadion nicht nur modernisieren, sondern auch erweitern soll. Auf dem Trainingsgelände des VfL Bochum wurde bereits ein Kunstrasenplatz abgetragen. An dessen Stelle entsteht derzeit ein Naturrasenplatz mit integrierter Rasenheizung. Damit verschafft sich der Verein mehr Flexibilität bei der Trainingsplanung – eine vorbereitende Maßnahme für den eigentlichen Umbau des Stadions, der Anfang 2026 startet.

    Auch am Stadion selbst ist Bewegung zu sehen: Besonders ins Auge fallen die Arbeiten an den markanten Sichelbindern, den charakteristischen Betonbögen, die das Stadion seit Jahrzehnten prägen. Sie werden geprüft, saniert und erhalten einen neuen grauen Anstrich.

    Die Planungen sehen vor, dass das Ruhrstadion nach dem Umbau rund 28.000 Plätze bieten soll. Neben einem größeren VIP-Bereich wird auch der Gästebereich flexibler gestaltet. Zudem sind umfangreiche Erneuerungen der Sanitäranlagen, Kioske und des Stadionumfelds vorgesehen. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf bis zu 90 Millionen Euro. Der Umbau erfolgt bei laufendem Spielbetrieb – das heißt, der VfL Bochum wird seine Heimspiele weiterhin im Ruhrstadion austragen können. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für das Jahr 2028 geplant.

    Parallel zum Stadion wird auch das Nachwuchsleistungszentrum ausgebaut. Besonders die Mädchen- und Frauenabteilung soll davon profitieren: Ein neuer Platz nördlich der Hiltroper Straße ist bereits in Planung und soll im Frühjahr 2026 fertiggestellt werden. Ziel ist es, auch dort eine Infrastruktur zu schaffen, die dauerhaft den Ansprüchen eines Erstligisten gerecht wird – sowohl im Profibereich als auch im Nachwuchs.

    Quelle: WAZ - Bagger rollen am Ruhrstadion: So ist der Stand beim Stadion-Umbau- hinter Paywall

  • Das Ruhrstadion in Bochum wird umfassend modernisiert und soll bis 2028 in neuem Glanz erstrahlen. Für die Sanierung, die mindestens 70 Millionen Euro kosten wird, plant die Stadt unter anderem eine Erhöhung der Stadionkapazität von 26.000 auf 28.000 Plätze sowie eine Erweiterung der VIP-Bereiche auf 2.000 Plätze. Auch der Komfort für die Fans soll verbessert werden: Mehr Kioske, zusätzliche Toiletten, eine neue Fan-Plaza vor der Ostkurve und ein Parkhaus hinter dem Stadioncenter sind vorgesehen.

    Bereits jetzt laufen verschiedene Vorbereitungen. Die Stadt hat mit der Gründung der „Besitzgesellschaft Bochumer Sportstätten“ die Zuständigkeiten rund um Stadion, Trainingsplätze und Nachwuchsleistungszentrum gebündelt. Technisch wurde ebenfalls einiges erledigt: Die markanten Sichelbinder des Stadions wurden überprüft und neu gestrichen, Blitzableiter und Flutlichtmasten kontrolliert, und ein Kunstrasenplatz wurde in Naturrasen umgewandelt.

    Derzeit finden am unteren Trainingsplatz Bodenuntersuchungen statt, um die Beschaffenheit des Untergrunds für die späteren Bauarbeiten zu prüfen. Parallel läuft eine europaweite Ausschreibung, um einen Totalunternehmer für das Großprojekt zu finden. Bis Ende Januar 2026 soll feststehen, welches Unternehmen den Umbau übernimmt. Danach können die eigentlichen Arbeiten beginnen.

    In der Sommerpause 2025/26 sollen die ersten sichtbaren Bauaktivitäten starten, etwa der Austausch von Stufen oder der Abriss alter Kioske. Ziel der gesamten Modernisierung ist es, das Ruhrstadion baulich, technisch und funktional auf den neuesten Stand zu bringen – mit mehr Komfort, besseren Sicherheitsstandards und moderner Infrastruktur, während der Spielbetrieb des VfL Bochum jederzeit weiterlaufen soll.

    Quelle: WAZ -  Ruhrstadion-Umbau in Bochum: Wann es endlich (richtig) losgeht - Paywall

  • Planungsstand - März 2026

    Der Umbau des Ruhrstadion in Bochum ist aufgrund erheblicher baulicher Mängel notwendig und soll ab der Sommerpause 2026 beginnen. Geplant ist eine umfassende Sanierung, insbesondere der Betonstruktur und der technischen Anlagen, die insgesamt etwa drei Jahre dauern und im Juli 2029 abgeschlossen sein soll. Die Kosten werden derzeit auf rund 90 Millionen Euro geschätzt.

    Während der gesamten Bauzeit soll der Spielbetrieb des VfL Bochum im Stadion fortgesetzt werden. Allerdings werden abschnittsweise Teile der Tribünen gesperrt, wodurch sich die Kapazität zeitweise von derzeit etwa 26.000 auf mindestens 18.000 Plätze reduziert. Ziel ist es, größere gleichzeitige Einschränkungen für die Zuschauer möglichst zu vermeiden.

    Neben der baulichen Instandsetzung sind auch Verbesserungen für die Besucher vorgesehen. Nach Abschluss der Arbeiten soll das Stadion rund 28.000 Plätze bieten sowie über mehr Kioske, Toiletten und zusätzliche VIP-Bereiche verfügen. Geplant sind außerdem eine neue Fan-Plaza vor der Ostkurve, ein fester Fanshop und ein Parkhaus.

    Die Stadt hat zur Organisation des Projekts eine eigene Besitzgesellschaft eingerichtet, die einen Totalunternehmer mit Planung und Umsetzung beauftragt hat. Nach der Sanierung wird erwartet, dass für etwa 30 Jahre keine größeren Baumaßnahmen mehr erforderlich sind.

    Quelle: WAZ - Umbau des Ruhrstadions in Bochum: „Wir werden Teile von Tribünen sperren müssen“ - Paywall

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Planungsstand - März 2026

    Der Umbau des Ruhrstadion in Bochum ist aufgrund erheblicher baulicher Mängel notwendig und soll ab der Sommerpause 2026 beginnen. Geplant ist eine umfassende Sanierung, insbesondere der Betonstruktur und der technischen Anlagen, die insgesamt etwa drei Jahre dauern und im Juli 2029 abgeschlossen sein soll. Die Kosten werden derzeit auf rund 90 Millionen Euro geschätzt.

    Während der gesamten Bauzeit soll der Spielbetrieb des VfL Bochum im Stadion fortgesetzt werden. Allerdings werden abschnittsweise Teile der Tribünen gesperrt, wodurch sich die Kapazität zeitweise von derzeit etwa 26.000 auf mindestens 18.000 Plätze reduziert. Ziel ist es, größere gleichzeitige Einschränkungen für die Zuschauer möglichst zu vermeiden.

    Neben der baulichen Instandsetzung sind auch Verbesserungen für die Besucher vorgesehen. Nach Abschluss der Arbeiten soll das Stadion rund 28.000 Plätze bieten sowie über mehr Kioske, Toiletten und zusätzliche VIP-Bereiche verfügen. Geplant sind außerdem eine neue Fan-Plaza vor der Ostkurve, ein fester Fanshop und ein Parkhaus.

    Die Stadt hat zur Organisation des Projekts eine eigene Besitzgesellschaft eingerichtet, die einen Totalunternehmer mit Planung und Umsetzung beauftragt hat. Nach der Sanierung wird erwartet, dass für etwa 30 Jahre keine größeren Baumaßnahmen mehr erforderlich sind.

    Quelle: WAZ - Umbau des Ruhrstadions in Bochum: „Wir werden Teile von Tribünen sperren müssen“ - Paywall

    Ich finde es grundsätzlich die richtige Entscheidung das fast 50 Jahre alte Ruhrstadion instand zu setzen und zu modernisieren, sodass es hoffentlich die nächsten 50 Jahre weiter genutzt werden kann - allein schon aufgrund der Nachhaltigkeit im Vergleich zu einem ebenfalls diskutierten Neubau des Stadions an anderer Stelle (mit der notwendigen Infrastruktur, Parkplätze etc.).

    Auch die sogenannte "Fan-Plaza" als Aufenthaltsraum/ Stadtplatz zwischen Stadion und Castroper Str. finde ich absolut notwendig und sinnvoll.

    Wurde die Planung für das ganze Projekt bereits veröffentlicht? Es wäre z.B. interessant zu erfahren, wo das neue Parkhaus entstehen soll etc.

    Steht die Planung der neuen, größeren Sporthalle auf dem "Kirmesplatz" direkt in Zusammenhang mit dem Umbau das Stadions?

    Ist bereits bekannt, ob die Rundsporthalle für den Stadionumbau auf jeden Fall abgerissen werden muss?

    Ist auch ein Umbau bzw. Vergrößerung der Straßenbahnhaltestelle "Ruhrstadion" geplant? Diese kleinen Bahnsteige sind ja schon lange ein unhaltbarer (und unsicherer) Zustand.

  • ^^ Nach meinem aktuellen Kenntnisstand sind die konkreten Umbaupläne für das Ruhrstadion bisher noch nicht öffentlich im Detail einsehbar. Man bekommt zwar immer wieder grobe Informationen und einzelne Aussagen mit, aber ein klarer, finaler Gesamtplan scheint noch (öffentlich) zu fehlen.

    Was die neue Sporthalle angeht, ist mein Eindruck, dass der Standort auf dem Kirmesplatz inzwischen recht fest vorgesehen ist. In dem Zusammenhang wird häufig davon ausgegangen, dass die Rundsporthalle Bochum langfristig abgerissen wird, da sie den heutigen Anforderungen wohl nicht mehr wirklich gerecht wird.

    Rund um die frei werdenden Flächen gibt es ja verschiedene Überlegungen – unter anderem die Idee, dort ein Parkhaus zu errichten. Das würde zumindest zur generellen Diskussion um die Infrastruktur im Stadionumfeld passen. Allerdings ist mein Eindruck insgesamt, dass vieles davon noch nicht final beschlossen oder offiziell bestätigt ist. Es wirkt eher wie ein Gesamtprojekt, das sich Schritt für Schritt entwickelt, als ein bereits vollständig ausgearbeiteter Masterplan.

  • Infoveranstaltung des VfL Bochum 1848 zur Sanierung des Vonovia Ruhrstadion

    Die Infoveranstaltung des VfL Bochum 1848 zur Sanierung des Vonovia Ruhrstadion am 28. April 2026 stieß auf großes Interesse: Rund 1.000 Personen nahmen vor Ort im RuhrCongress Bochum teil, zusätzlich verfolgten zeitweise bis zu 3.000 Zuschauer den Livestream. Vorgestellt wurden der aktuelle Planungsstand, der Ablauf der Bauphase sowie konkrete Auswirkungen auf Fans.

    Ausgangspunkt des Projekts ist die bauliche Notwendigkeit: Eine technische Prüfung aus dem Jahr 2022 ergab, dass ohne Sanierung der Weiterbetrieb des Stadions über die nächste vorgeschriebene Überprüfung im Jahr 2029 hinaus gefährdet wäre. Die Maßnahme dient daher primär der langfristigen Sicherung des Standorts für den Profifußball.

    Die Sanierung soll bei laufendem Spielbetrieb erfolgen und ist auf etwa drei Jahre angelegt. Dabei bleibt die grundlegende Struktur und der Charakter des Stadions erhalten; Eingriffe in die Substanz sind nicht vorgesehen. Ziel ist vielmehr eine umfassende Modernisierung des Innenbereichs sowie eine funktionale und optische Aufwertung.

    Nach Abschluss der Arbeiten wird die Kapazität weiterhin bei etwa 28.000 Plätzen liegen (baurechtliches Maximum). Innerhalb dieser Grenze wird es jedoch eine Verschiebung zugunsten der Heimfans geben: Pro Spiel stehen mindestens 1.350 zusätzliche Plätze für Anhänger des VfL zur Verfügung. Zudem wird der bisherige Familienblock H2 wieder in einen Stehplatzbereich umgewandelt.

    Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Infrastruktur. Die Anzahl der Kioske wird von 17 auf 21 erhöht, während sich die Zahl der Kassensysteme von 68 auf 132 nahezu verdoppelt, um Wartezeiten zu reduzieren. Ein neues Zapfsystem mit großen Tanks soll die Versorgung beschleunigen. Darüber hinaus werden insbesondere in der Ostkurve zusätzliche, ebenerdig erreichbare Sanitäranlagen geschaffen. Auch die Wege- und Umlaufbereiche im Stadion werden erweitert, um den Aufenthalt komfortabler zu gestalten.

    Ein zentrales neues Element ist die sogenannte „Plaza“ im Osten des Stadions. Sie dient künftig als Hauptzugang für Heimfans und als vorgelagerter Aufenthaltsbereich mit gastronomischen Angeboten, Fanshop und Begegnungsflächen. Ergänzt wird dieser Bereich durch ein neues Parkhaus zur Entlastung der Verkehrssituation.

    Die Verantwortlichen betonen übereinstimmend, dass es sich nicht um eine primär wirtschaftlich motivierte Maßnahme handelt, sondern um eine notwendige Modernisierung mit dem Ziel, den Stadionbetrieb langfristig zu sichern und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität sowie das Fanerlebnis deutlich zu verbessern. Dabei sollen bestehende Stärken des Stadions bewahrt und gezielt weiterentwickelt werden.

    Quelle: Großes Interesse an der Infoveranstaltung zur Stadionsanierung


    Bilder: BoSB mbH

  • Die vorgestellte Planung "Instandsetzung und Modernisierung des Ruhrstadions sowie der Infrastruktur und Stadionumgebung" ist aus meiner Sicht gut und richtig, da hier die nachhaltige Lösung gewählt wurde (alternativ zu einem Neubau).

    Bleibt die Frage, wie die notwendige Verbesserung / Erweiterung der Straßenbahnhaltestelle "Ruhrstadion" aussehen soll?

  • Hellmich baut das Bochumer Stadion um

    Die ersten Arbeiten am Stadion haben begonnen, der Boden hinter der West aufgemacht. Das neue Technikgebäude für Fernwärme, Strom und Wasser gegenüber der Rundsporthalle soll dort entstehen.

    Drei Jahre Baustelle schließen sich an. Kosten: 90 Millionen. Die Arbeiten koordinieren wird das Bauunternehmen Hellmich aus Dinslaken, Stadionbau-Spezi und beteiligt an Projekten wie Schalke, Duisburg, St. Pauli, Ingolstadt, Wattenscheid oder aktuell Münster. (Q: WAZ+)

  • Beginn Stadionmodernisierung I Update

    Ein Blick am 4. Oktober rund um und in das Bochumer Stadion zeigen bereits mehrere Aktivitäten des Dinslakener Bauunternehmens.

    Zu sehen ist das neue Technikgebäude im Rohbau an der Westseite, der eingezäunte, rückzubauende Vorbau an der Haupttribünen-Nordseite, die vorbereitenden Maßnahmen für den neuen Parkplatz im Bereich Nordost mit der Entfernung eines Trainingsplatzes sowie der Bereich hinter der Ostkurve für die später zu bauende Promenade. Dazu gibts noch einen Blick ins Innere mit dem Abbau der HT-Sitze. Dort an der Haupttribüne beginnen die modernisierenden Maßnahmen als erstes im Stadion. Abschließender Blick auf die südliche Gegentribüne ganz unten folgend.


    20261007-161640.jpg


    20261007-153656.jpg


    20261007-153858.jpg


    20261007-154107


    20261007-155931.jpg


    20261007-160757


    20261007-155634.jpg


    20261007-154320


    20261007-154712.jpg


    20261007-154330.jpg

    Fotos hanbrohat: Unter Benennung der Urheberschaft © hanbrohat gemeinfrei