^ Ein bisschen mehr Geld ausgeben...? Es sind die sehr hohen 'dynamischen' Preissteigerungen in fast allen Sparten rund um das Bauen was vielen Investoren und Bauherren immer noch Kopfschmerzen bereitet und auf Abwarten gesetzt wird. Sonst würden gerade in unserer Region viel mehr Bauprojekte laufen.
Neu- und Umbau als jetzige 'abgeknickte Einheit' passen zum Platz und zum Sparkassen-Hauptgebäude, eine teilweise gewellte helle Fassade aus Naturstein, sieht erstmal nicht nach Stangenware aus, sondern hochwertig. Ein Mehrwert für den Platz zum vorigen Zustand. Die Bayernkette von Wilma Wunder hat ein paar Tage früher eröffnet, was sogleich mal getestet wurde.
Das Immobilienzentrum der SPK nebenan trägt die Adresse Dr.-Ruer-Platz 6-8. Der gläserne Übergang im Dachbereich wurde montiert, oben sieht es dort noch nicht fertig aus, gleichfalls bekommt das Bestandsgebäude seine Angleichung mit den neuen Fassadenplatten. Rund die Hälfte ist geschafft.
Bei dem Wetter war es diesmal nicht schwer ein paar Hochglanzbilder zu produzieren.
Es geht hier aus meiner Sicht nicht um die Frage "wie teuer ist das Bauen", sondern um die Qualität dieses neuen Gebäudes und der Fassaden mit der Feststellung: das Gebäude und die neuen Natursteinfassaden werten den gesamten Platz bzw. die Innenstadt auf und die Qualität ist deutlich sichtbar.
Klar ist auch, dass diese Fassaden viel teurer sind, als z.B. WDVS. Meine These dazu: die Qualität wird sich langfristig auszahlen...
Sehr schön: ein attraktiver und (handwerklich) hochwertiger Neubau für die Innenstadt...
Allerdings muss der Trend für die "Stadt der Zukunft" natürlich sein: nicht nur Büro und Gewerbeflächen, sondern eine gute Nutzungsmischung mit attraktivem Wohnungsangebot.
Die vorgestellte Planung "Instandsetzung und Modernisierung des Ruhrstadions sowie der Infrastruktur und Stadionumgebung" ist aus meiner Sicht gut und richtig, da hier die nachhaltige Lösung gewählt wurde (alternativ zu einem Neubau).
Bleibt die Frage, wie die notwendige Verbesserung / Erweiterung der Straßenbahnhaltestelle "Ruhrstadion" aussehen soll?
Der Umbau des Ruhrstadion in Bochum ist aufgrund erheblicher baulicher Mängel notwendig und soll ab der Sommerpause 2026 beginnen. Geplant ist eine umfassende Sanierung, insbesondere der Betonstruktur und der technischen Anlagen, die insgesamt etwa drei Jahre dauern und im Juli 2029 abgeschlossen sein soll. Die Kosten werden derzeit auf rund 90 Millionen Euro geschätzt.
Während der gesamten Bauzeit soll der Spielbetrieb des VfL Bochum im Stadion fortgesetzt werden. Allerdings werden abschnittsweise Teile der Tribünen gesperrt, wodurch sich die Kapazität zeitweise von derzeit etwa 26.000 auf mindestens 18.000 Plätze reduziert. Ziel ist es, größere gleichzeitige Einschränkungen für die Zuschauer möglichst zu vermeiden.
Neben der baulichen Instandsetzung sind auch Verbesserungen für die Besucher vorgesehen. Nach Abschluss der Arbeiten soll das Stadion rund 28.000 Plätze bieten sowie über mehr Kioske, Toiletten und zusätzliche VIP-Bereiche verfügen. Geplant sind außerdem eine neue Fan-Plaza vor der Ostkurve, ein fester Fanshop und ein Parkhaus.
Die Stadt hat zur Organisation des Projekts eine eigene Besitzgesellschaft eingerichtet, die einen Totalunternehmer mit Planung und Umsetzung beauftragt hat. Nach der Sanierung wird erwartet, dass für etwa 30 Jahre keine größeren Baumaßnahmen mehr erforderlich sind.
Ich finde es grundsätzlich die richtige Entscheidung das fast 50 Jahre alte Ruhrstadion instand zu setzen und zu modernisieren, sodass es hoffentlich die nächsten 50 Jahre weiter genutzt werden kann - allein schon aufgrund der Nachhaltigkeit im Vergleich zu einem ebenfalls diskutierten Neubau des Stadions an anderer Stelle (mit der notwendigen Infrastruktur, Parkplätze etc.).
Auch die sogenannte "Fan-Plaza" als Aufenthaltsraum/ Stadtplatz zwischen Stadion und Castroper Str. finde ich absolut notwendig und sinnvoll.
Wurde die Planung für das ganze Projekt bereits veröffentlicht? Es wäre z.B. interessant zu erfahren, wo das neue Parkhaus entstehen soll etc.
Steht die Planung der neuen, größeren Sporthalle auf dem "Kirmesplatz" direkt in Zusammenhang mit dem Umbau das Stadions?
Ist bereits bekannt, ob die Rundsporthalle für den Stadionumbau auf jeden Fall abgerissen werden muss?
Ist auch ein Umbau bzw. Vergrößerung der Straßenbahnhaltestelle "Ruhrstadion" geplant? Diese kleinen Bahnsteige sind ja schon lange ein unhaltbarer (und unsicherer) Zustand.
Im Dezember 2024 haben die Bauarbeiten für das neue Polizeipräsidium Bochum am Harpener Hellweg begonnen. Das Projekt umfasst einen viergeschossigen, kubusförmigen Gebäudekomplex auf einem etwa 60.000 Quadratmeter großen Gelände, mit einer geplanten Fertigstellung bis September 2027. Der Neubau entsteht auf dem Gelände zwischen Sheffieldring und Harpener Hellweg und wird über moderne Infrastruktur sowie nachhaltige Bauweise verfügen. Mehr als 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dort ihren neuen Arbeitsplatz finden. Im Zusammenhang mit dem Bau mussten 59 Alleebäume am Harpener Hellweg gefällt werden, um Platz für das Präsidium und eine optimierte Verkehrsanbindung zu schaffen. Der Neubau soll den Anforderungen einer modernen Polizei gerecht werden und beinhaltet unter anderem eine hochmoderne Leitstelle sowie bürgerfreundliche Wartebereiche.
Das Grönemeyer-Institut ist in einen Neubau an der Herner Straße im Norden Bochums umgezogen. Trotz des emotionalen Abschieds vom bisherigen Standort an der Ruhr-Universität ist Institutsleiter Professor Dietrich Grönemeyer bewusst in seiner Heimatstadt geblieben – aus tiefer Verbundenheit zur Region und den Menschen im Ruhrgebiet. In dem neuen Gebäude auf 7000 Quadratmetern vereint das Institut modernste Medizintechnik mit dem ganzheitlichen Ansatz der sogenannten Weltmedizin, einer Verbindung aus Hightech-Schulmedizin und Naturheilkunde.
Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Mikrotherapie zur Behandlung von Rückenleiden, mit dem Ziel, stationäre Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Dafür stehen unter anderem neun Computertomographen und drei MRT-Geräte zur Verfügung. Finanziert wurde der Bau vom medizinischen Versorgungsunternehmen Med360°, das in weiteren Etagen zusätzliche Fachrichtungen anbietet. Ergänzt wird das Angebot durch Physiotherapie von Athera.
Obwohl der Eingangsbereich noch nicht vollständig fertig ist, ist das Institut bereits in Betrieb. Grönemeyer sieht den neuen Standort als Chance für Wachstum und neue Kooperationen, um seine medizinische Vision weiterzuentwickeln – fest verankert in Bochum.
Der medizinische Anspruch des Instituts ist hoch, die Verbindung aus innovativer Hightech-Medizin und ganzheitlichem Denken setzt bundesweit Maßstäbe. Umso bedauerlicher ist es, dass sich dieser Anspruch nicht in der äußeren Gestaltung des neuen Gebäudes widerspiegelt. Die Architektur wirkt klotzig und schwer, die Fassade banal und austauschbar. Gerade an einer so zentralen und stark befahrenen Straße wie der Herner Straße hätte man sich ein gestalterisch anspruchsvolleres, identitätsstiftendes Gebäude gewünscht – eines, das Offenheit, Zukunftsorientierung und regionale Verwurzelung auch architektonisch vermittelt.
Ein solches Haus hätte nicht nur dem Institut selbst besser entsprochen, sondern auch ein sichtbares Signal für die Aufwertung des Stadtteils setzen können. Stattdessen bleibt leider der Eindruck zurück, dass hier vorrangig funktionale Aspekte im Vordergrund standen – auf Kosten der städtebaulichen Qualität.
Ich hoffe, dass sich in Zukunft mehr Mut zu gestalterischer Qualität auch im medizinischen Bauwesen zeigt – besonders an so bedeutenden Standorten wie diesem.
Alles anzeigen
Diese Einschätzung finde ich richtig und würde es sogar noch klarer formulieren: Das Erscheinungsbild und die architektonische Qualität des neuen Institutsgebäudes ist absolut enttäuschend. Das gesamt Ensemble wirkt billig und ohne jeden Gestaltungsanspruch. Die angestrebte Aufwertung der "schwierigen" städtebaulichen Situation an der Herner Str. ist mit den Neubau nicht wirklich gelungen.