Post Yard: Quartier am historischen Postfuhramt (in Planung)

  • Bevor es mal " los geht" an diesen Projekt müssen noch Abriss und bzw Aufräumarbeiten Beginen. Hier wird das Objekt überwacht sonst tut sich nix am zukünftigen : Post - Yard an der Köpenicker Straße 131

    © Johannes_9065 ( heute)

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    ⬆️ hier wird das Objekt überwacht.

    ⬇️ das Gebäude wird evlt. Abgerissen vlt...?

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    Info Tafel ⬇️

    dsc_05292pld4p.jpgBau

  • Um dieses Projekt ist es still geworden, Patzschke Architekten hatten aber in der Zwischenzeit auf Instagram gesagt das Projekt sei noch in Realisierung. Auf der neuen Website von Patzschke Architekten gibt es nun alt bekannte und auch neue beziehungsweise leicht veränderte Visualisierungen. Das Projekt ist außerdem mit 2027 datiert. Scheint so als würde es doch wieder voran gehen.

    Als Bauherrin steht nun BUWOG, vorher war das meines Wissens nach immer unbekannt.

    https://patzschke-architektur.de/portfolio/post-yard/

  • Ich bete so sehr, dass er genau so kommt. Für mich ein unfassbar mondäner, beeindruckender Entwurf, der weit, sogar über das beste in Berlin etablierte Niveau hinausgeht. Falls überhaupt, erinnerte mich an die ersten, eher traditionell orientierten Entwürfe des Tacheles, die auch eine Mischung aus Paris und New York und Weltstadt versprüht haben, leider aber nie gebaut wurden, zugunsten des doch sehr seelenlosen, wenn auch natürlich nicht komplett schlechten Ergebnisses, das wir heute sehen können.

    Irgendwas an diesem Entwurf finde ich im Vergleich mit vielen anderen Patzkes irgendwie herausragend oder besonders. Eventuell ist mein Eindruck, dass die Geschosshöhen so wirken, als hätte man hier tatsächlich Altbauproportionen aufgegriffen und sich nicht mit den gestauchten Geschossen der modernen Iterationen traditioneller Stile begnügt. So oder so hoffe ich sehr, das Projekt ist nicht tot. Es wäre der allererste Entwurf, der so nicht von Berlin zermürbt wird.

  • So sehr ich mich anfangs über Joriks Optimismus gefreut habe, kommen bei mir langsam wieder einige Zweifel auf, dass es bald weitergeht. Das Projekt stammt noch aus Zeiten des Baubooms als für die Immobilienbranche weitaus günstigere Bedingungen herrschten als heute:

    • Spätestens mit dem Ukrainekrieg haben sich die Zinsen verteuert und viele Bauprojekte unwirtschaftlich gemacht, was auch dieses Projekt betroffen haben dürfte und den damaligen Baustopp erklärt. Dieses Zins-Problem besteht auch heute weiterhin fort.
    • Ab dem Jahr 2027 wird das Sanierungsgebiet "Nördliche Luisenstadt" aufgehoben. Die damaligen Sanierungsziele wurden in einer städtebaulichen Vereinbarung mit dem damaligen irischen Investor festgehalten. Da das Projekt in diesem Jahr an die Buwog veräußert wurde, muss diese wohl in den städtebaulichen Vertrag mit dem Bezirksamt Mitte einsteigen. Inwiefern es dabei problematisch wird, wenn das Sanierungsgebiet aufgehoben wird und sich der städtebauliche Vertrag nicht mehr darauf stützen kann, muss wohl geklärt werden (siehe auch diesen Link).
    • Erschwerend kommt noch die gegenwärtige allgemeine Verunsicherung von Immobilieninvestoren bezüglich der künftigen politischen Rahmenbedingungen in Berlin hinzu. Ob links-geführte Bezirksämter ein solches Projekt in dieser Formensprache gutheißen werden, da habe ich meine Zweifel, auch wenn zwischenzeitlich der Wohnanteil von 195 auf 260 Wohnungen erhöht wurde.
    • Das Projekt taucht, soweit ich es gesehen habe, auf der Webpräsenz der Buwog, überhaupt nicht auf.
    • Das Jahr 2027 dürfte die damals angestrebte Fertigstellung darstellen. Dass dieses Datum noch zu halten ist, da dürfte niemand dran glauben.

    Grundsätzlich würde aber auch ich mich sehr freuen, wenn es in der beabsichtigten Form doch noch realisiert wird.

    2 Mal editiert, zuletzt von Sidious (21. Oktober 2026 um 21:12)

  • Dekoratives Anführungszeichen
    • Dass dieses Datum noch zu halten ist, da dürfte niemand dran glauben.

    Sidious, ich vermute eher, dass der Eigentümer/Investor nächstes Jahr nochmals neu über das ganze Vorhaben nachdenken wird (Aufhebung Sanierungsgebiet, Zusammensetzung Berliner Senat steht dann fest). Sollten doch die Linken den Senat führen wird es mit Sicherheit vorerst keine Entwicklung auf diesem Grundstück geben, da dann alle Zeichen in der Immobilienbranche dann auf ein "Hold" stehen werden. Dies deshalb, weil eine Neu-Verhandlung mit linken aktivistisch geführten Bezirksämtern keine Planungssicherheit bringt und selbst ein von der SPD geführter Bausenat die gerade erst für alle sichtbare Durchsetzungsschwäche der Berliner SPD gegenüber der Linken nicht kaschieren könnte. Zugleich erfuhr man aber durch die Diskussionen im Bund seit der Wahl in Berlin, dass man als Investor Rechtssicherheit hat und die Eigentumsfrage unberührt bleibt.

    Unternehmen wie Buwog (gehört zum Vonovia-Konzern) setzen aller Wahrscheinlichkeit nach (wie schon beim letzten Linken-Bausenat unter Frau Lompscher) auf die einfache kapitalistische Rechnung, dass der Wert des Grundstücks und die erzielbaren Verkaufspreise schneller steigen als die Kosten und Risiken. Denn bei allem darf man nicht vergessen, dass Berlin sich trotz allem weiter entwickeln wird, das kann auch eine Frau Eralp samt Anhang nicht aufhalten. Und die Lage des Grundstücks zwischen Köpenicker und Melchiorstraße ist einfach zu gut und zu aussichtsreif.

    Einmal editiert, zuletzt von Schwammkopf (21. Oktober 2026 um 16:56)