Tesla Gigafactory bei Grünheide (Oder-Spree)

  • Odysseus Ich bin da mit fast allem bei dir was du schreibst, nur das mit der Verhältnismäßigkeit bei diesem Projekt sehe ich kritisch, bei vielen anderen Projekten hast du völlig Recht, ich finde z.b. es steht in keinem Verhältnis mehr wie lange z.b. man braucht die Bahnstrecke von Mannheim nach Frankfurt für Tempo 300 Neu zu planen und zu bauen, nur hier sind die Interessen von Millionen Menschen betroffen welche diese Strecke dringend brauchen auch um einen Umstieg vom Auto zur Bahn hin zu bekommen, vor allem auch für mehr Güter dann auf den Bestands-Strecken was wirklich die Umwelt schont!!! Hier geht es also um das Gemeinwohl, Nur bei Tesla sehe ich das nicht, ich sehen nicht das hier das Gemeinwohl betroffen ist sondern das eine amerikanische Firma mit einem unausgereiften Produkt, dessen Okö Bilanz höchst umstritten ist, gedenkt hier Kasse zu machen und obendrein noch unsere Schlüsselindustrie Automobilbau Konkurrenz macht, und zwar politisch ideologisch geförderte Konkurrenz. Das ist wie soll ich sagen, einfach nur Irre!!!


    Unser Land und auch die Umwelt trägt keinen Schaden wenn hier behutsam vorgegangen wird und man zumindest den Standort noch mal kritisch beleuchtet und überdenkt, leider ist der Wald nun schon gerodet aber noch ist kein Boden versiegelt...

  • Die Meldung des VDA war mir bekannt, typisches "Freundliches Lächeln" Statement eines Verbandes. Was sollen Sie auch sonst schreiben??? Momentan traut sich doch keiner mehr aus der Deckung wenn es um kritische Stellungnahmen gegen E-Autos geht und schon gar nicht gegen die Heilige Kuh Tesla. Das ist Politisch zu unkorrekt. Was die ICE-Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim angeht einfach mal die Projektwebseite der Bahn und den entsprechenden Wicki Eintrag lesen, dann wird recht schnell klar warum es hier extrem schleppend voran geht und woran es hakt. Ein massiver Bremsklotz ist unter anderem unser heutiges Planfeststellungsverfahren und die darin enthaltenen Klage und Einspruch Möglichkeiten. Ein ins Extensive aufgeblähtes Bürokratie Monster das sicher einmalig in der Welt ist.

  • Was das Planungsrecht im Allgemeinen und die NBS F<> MA im Besonderen angeht, hätte ich eine andere Sichtweise als die im Vorbeitrag anklingende, habe aber Zweifel, ob man das in diesem Thread ausbreiten sollte; würde doch arg off topic werden. Wäre aber interessant und wichtig zu diskutieren.

  • Die individuelle E-Mobilität kritisch zu hinterfragen, ist richtig und wichtig. Auto bleibt eben Auto, und ein paar Millionen weniger PKW täten unseren verstopften Straßen gut. Dennoch kann ich mich der Faszination für dieses (momentan in der Tat noch unausgereifte) Produkt nicht gänzlich entziehen.


    Für die Region Berlin-Brandenburg könnte sich die Ansiedlung des Technologie- und Marktführers, was Tesla zweifelsohne ist, als wahrer Glücksgriff erweisen - spätestens wenn Alphabet/Google Ernst macht und das "Amazon der Automobilbranche" in Brandenburg produziert und in Berlin entwickelt. Spricht was dagegen, dass Steuergelder in die Gigafactory fließen? Nö. VW, Porsche, Opel oder BMW wurden und werden gleichfalls subventioniert.

  • ^


    Dir ist nicht bekannt, dass VW, Porsche, Opel/PSA, Daimler und BMW direkt und indirekt subventioniert werden?


    (Das "Wurden" interessiert dich nicht?)

  • ^ Nein, es ist mir nicht bekannt. Genau deswegen frage ich ja schließlich dich, weil es mir eben nicht bekannt ist. :-)


    Das "Wurden" interessiert mich natürlich auch.

  • OK, dann gerne. :)


    Zwischen 2007 bis 2017 hat die deutsche Automobilindustrie weit über eine Milliarde Euro für Forschung, Entwicklung und Investitionen von verschiedenen Bundesministerien erhalten. Und es geht munter weiter (was ja pauschal nicht abzulehnen ist) wie zum Beispiel mit der PSA-Batteriefabrik in Kaiserlautern, dem Aufbau eines dichten Netzes an Ladestationen oder eben Tesla. Hinzu kommen unter anderem noch die milliardenschwere Abwrackprämie aus dem Jahr 2009, zu viel gezahlte Subventionen an BMW in Leipzig, die teils anrüchigen Verflechtungen zwischen deutscher Politik und Deutscher Schlüsselindustrie oder auch die nun aufgelegte E-Auto-Prämie. Die Aufzählung ließe sich ohne Weiteres fortsetzen.


    Interessant finde ich übrigens wie die Höcke-Partei gegen Tesla wettert. Alleine dieser Umstand sollte einen hellhörig werden lassen.

  • Probleme bei Tesla

    Die FAZ berichtet heute ausführlich über den Stand der Tesla-Fabrik in Grünheide. Nachdem der letzte Baum gerodet und der Bauplatz säuberlich planiert wurde, könnte es eigentlich losgehen. Eigentlich, weil nicht nur coronahalber das Genehmigugsverfahren ins Stocken geraten ist, sondern auch weil sich nach der Rodung gezeigt hat, dass der märkische Sandboden die Fabrik nicht in der bisher geplanten Form tragen kann; es braucht eine Pfahlgründung, wofür die Planunterlagen geändert werden müssen. Das ist bisher nicht geschehen, weshalb der Genehmigungsantrag nochmals öffentlich ausgelegt werden muss. Tesla hat nicht nicht einen normalen Bauantrag gestellt, sondern ein Genehmigungsverfahren nach BImschG beantragen müssen.

    Der ursprünglich für den 18.3.2020 angesetzte Anhörungstermin ist wegen der Ansteckungsfahr abgesagt worden, einen neuen Termin gibt es noch nicht und online-Anhörung ist gesetzlich (noch) nicht vorgesehen.


    Was das Erfordernis einer Pfahlgründung angeht, ist "Planunterlagen ändern" leichter gesagt als getan. Den erforderlichen statischen Prüfungen folgen evtl. wasserrechtliche Hürden. Wenn nämlich die Bohrpfähle bis in den Grundwasserleiter reichen wird's evtl. wasserrechtlich kompliziert. Geänderte Pläne setzten also aufwendige Baugrunduntersuchungen und hydrologische Gutachten voraus. Tesla kann für unproblematische Anlagenteile die Zulassung des vorzeitigen Baubeginns beantragen, die bewilligt wird, wenn mit der Genehmigung zu rechnen ist; das haben sie bisher nicht beantragt. Offiziell verbreitet das Unternehmen Zuversicht und hält am Produktionsbeginn im Juni 2021 fest.


    Q: FAZ v. 28.4.2020, S. 18 (Wirtschaft)

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • Interessant finde ich übrigens wie die Höcke-Partei gegen Tesla wettert. Alleine dieser Umstand sollte einen hellhörig werden lassen.

    ähmmm, ich mag den Höcke auch nicht sonderlich, von seiner Frisur bis zu seinem Duktus macht er bei mir keine Punkte, nur das ist meine Meinung, etwas anders sind "Fakten" und da liegt er und auch die Partei in der er ist mit seinen Aussagen zu diesem Thema gar nicht so Falsch...

    Also meiner Ansicht nach sollte es einem zu denken geben das alleine die Aussage das eine spezielle Person etwas gesagt haben soll schon falsch ist weil es die Person sagte, so etwas sollte einem wirklich zu denken geben und einem hellhörig werden lassen.


    Wenn wir anfangen Fakten und Tatsachen auszublenden nur weil wir jemand nicht mögen könne wir unser Demokratie direkt beerdigen, man kann über alles streiten aber Demokrat ist nur wer auch mal zugeben kann auf der Basis von empirischen Daten und/oder Beweisen das auch mal der Politische Gegner was richtig gesagt hat, auch wenn es in das eigene Programm nicht passt.

    Wer das nicht kann... die KP in China sucht Mitglieder.... Corona und co. sind z.b. die Folgen von solcher ideologischer Besserwisserei!

  • Fake-Fakten und -Tatsachen? Getroffene Hunde bellen eben laut. Wundert mich deshalb auch nicht sonderlich, dass du dich an meinen letzten 18 Wörtern abarbeitest und mir sogar den Eintritt in die KP nahelegst...

  • Also wo und warum ich nun als Hund "getroffen" wurde entzieht sich mir genau so wie dein Problem mit Fakten. Hammm...


    Dir geht es um Ideologie und das jemand der nicht Anhänger dieser Ideologie ist kein "Recht" haben darf etwas richtiges zu sagen! Wie der besagter Höcke dessen Fan ich nun absolut wirklich nicht bin. So etwas finde ich als Demokrat ziemlich traurig. Mir geht es aber um Lösungen und da ist mir völlig Egal wer die bringt oder hat und aus welcher Politischen Richtung der kommt.


    Wenn der Herr Ramelow, und den mag ich noch weniger wie den Mensch mit der schlechten Frisur was zu sagen hat das ich richtig finde, bekommt der genau so meine Unterstützung. Das ist gelebte anständige Demokratie.

    Na wenn ein Eintritt in die KPC für dich eine Option wäre, das Formular kannst du googel, auch das werde ich als Demokrat respektieren, erwarte aber bitte nicht das ich so ein "Anti Demokratische" Truppe gut finde.

  • Dass du den Kubitschek-Fanboy und Thorsten-Heise-Kamerad weniger unsympathisch findest, als den gemäßigten Linksaußen, überrascht nicht - deine Position ist nur allzu offensichtlich. Deine demokratische Sichtweise auf die Dinge, siehe auch die Klimakrise oder nun die Corona-Krise, seien dir im Übrigen unbenommen, nur vertreten je nach Topic gut 60 bis 85 Prozent der Deutschen konträre Auffassungen. Sind diese 60 bis 85 Prozent weniger Demokraten oder denken weniger lösungsorientiert als du?


    Aber das soll es von mir dazu auch gewesen sein - in diesem Strang geht es ja schließlich um die Gigafactory.

  • Zwei Wochen später - 19.06.2020

    Dort wo die drei Fragezeichen erscheinen - Min.2:44 - sollte erst der zweite Bauabschnitt sein, deshalb die Fragezeichen.

  • Die Fundamente wachsen wie die Pilze ;)

    Am Donnerstag sind noch mehr "Wohncontainer" aufgestellt worden, was auf noch mehr Arbeiter schließen läst.


    So sah es vor einem Monat aus.


    Credit: Tobias Lindh