Um mal ein wenig Atmosphärisches und Nebensätze aus beiden PKs nach meiner Wahrnehmung darzustellen:
- Es wird ein gewisser oberirdischer Bereich des Campus als Sperranlage bzw. "Perimeterschutz" über dem Geoldtresor abgesperrt und im Eigentum der Bundesbank bleiben. Es werden also keine Kinder auf dem Gold Springseil hüpfen.
- Wie groß dieser Bereich im Detail und damit die restliche, für den Kauf durch die Stadt zur Verfügung stehende Fläche werden wird, mochte niemand sagen. Oberbürgermeister Josef erwähnte, dass eine frühere 4,5 ha große Fläche als eher zu knapp für die Schule bewertet wurde. Von daher würde ich vermuten, dass wir schon über deutlich mehr als die Hälfte der 10,7 ha Fläche reden, die die Stadt erwerben soll.
- Entscheidend wird in mehrfacher Hinsicht sein, wie viele Etagen des Altbaus für die Schule genutzt werden. Und da wird der Bund ordentlich etwas mitzureden haben. Der muss den Umbau ja schließlich bezahlen. Josef erwähnte auch die Idee, in den Obergeschossen auch Mitarbeiter von EU-Behörden unterzubringen, die dann nahe bei ihren Kindern arbeiten könnten.
- Theoretisch könnte durch mehr Schulnutzung in den höheren Geschossen im Bestand die zu kaufende Fläche kleiner werden. So recht glaube ich nicht daran. Ich habe den eindruck, dass die Stadt sich da schon relativ viel sichern will.
- Ich habe auch den Eindruck, dass weitere Nutzungsformen, also etwa Wohnen, auf dem Gelände keinesfalls vom Tisch sind.
- Die Schule soll ebenfalls Zuwachspotenzial bekommen oder vielleicht sogar gleich größer geplant werden als die knapp 2.600 Kinder, für die der Bund bauen muss. Explizit wurde darauf verwiesen, dass man den Anteil von Schülern aus der Umgebung, die zu den Privatschul-Kindern hinzukommen erhöhen könne.
- Bundesbankpräsident Joachim Nagel ließ sich entlocken, dass man ein Objekt mit mehr als 50.000 qm Fläche suche. Das ist natürlich keine besonders verwunderliche Zahl.
- Die Innensanierung soll im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden.
- Relativ konkret scheinen mir die Überlegungen zur Verlagerung des Geldmuseums zu sein. Mir erscheint es ein wenig wie ein Herzenswunsch von Herrn Nagel, dafür einen Standort mit mehr Passantenfrequenz zu finden. "Vielleicht gar nicht weit von hier", meinte er während der Pressekonferenz in der Hauptverwaltung Hessen in der Taunusanlage.
Mod: Die Entscheidung steht: Die Bundesbank-Zentrale kehrt nicht auf ihr angestammtes Areal in Bockenheim zurück. Für die Wahl eines neuen Sitzes in der City lässt sich die Zentralbank Zeit, bis zu 18 Monaten. Für Spekulationen steht dieser Thread zur Verfügung. Hier ist vorerst geschlossen.