Spiegel-Online und Manager Magazin schreiben hinter der >paywall< , dass die Bundesbank momentan noch das ganze Planungsteam mit mehr als 100 Angestellten ohne konkrete Aufgaben beschäftigt, da der Umbau abgebrochen wurde.
Zitate aus dem Text von Katharina Slodczyk:
"Es klang nach einem klaren Schlussstrich: »Wir schließen ein Kapitel der Bundesbank-Geschichte«, verkündete Joachim Nagel, 59, vor einigen Wochen. Deutschlands oberster Notenbanker hatte entschieden, dass die Bundesbank ihre legendäre Zentrale im Frankfurter Norden aufgibt. Der asbestverseuchte Betonbau wird nicht umgebaut. Nicht saniert. Nicht bezogen. Die 168 Millionen Euro für die Asbestentkernung seien »sunk costs«, so Nagel.
Tatsächlich dürfte die Rechnung für das abgebrochene Vorhaben höher ausfallen. Was Nagel bei seinem Auftritt nicht erwähnte: Im Zentralbereich Baumanagement der Bundesbank arbeiten nach Informationen des manager magazins noch immer mehr als hundert Menschen – Architekten, Projektmanager, Bauingenieure. Viele waren eigens für den Umbau eingestellt worden. Trotz des offiziellen Stopps aber gibt es bisher keine Entscheidung, was mit den Spezialisten passieren soll. Ein Folgegroßprojekt, das ihre Arbeit rechtfertigen würde, ist nicht in Sicht. Versetzungspläne oder Abfindungsangebote gibt es ebenso wenig. Eine Abteilung im Leerlauf.
Offiziell heißt es, man arbeite an einem Plan für die neue Ausrichtung des Baumanagements und prüfe verschiedene Optionen. Eine Analyse des zukünftigen Stellenbedarfs und der organisatorischen Ausrichtung sei beauftragt."
Manager Magazin Ausgabe Mai 2026