Frag das Chemnitz-Forum

  • Vielen Dank für das Angebot.
    Informationen sind immer gut.:) Ich würde einfach mal ein paar Punkte nennen, die mich interessieren, vielleicht können Sie zu manchen Objekten/Vorhaben etwas sagen.
    Wie ist die Marktlage insgesamt in Chemnitz (Preisentwicklung, Nachfrage etc?)?
    Wie ist der aktuelle Sachstand zum Kulturpalast Rabenstein?
    Wie sieht es mit der Erweiterung der Arno-Holz-Siedlung in Adelsberg aus?
    Wie schätzen Sie eine Rettung der ehemaligen Wanderer-Werke ein?
    Vorab schon einmal vielen Dank.
    Sie können natürlich auch gern die Aussage verweigern:lach:

  • Wie ist die Marktlage insgesamt in Chemnitz (Preisentwicklung, Nachfrage etc?)?
    Die Preise und die Nachfrage steigen. Das liegt zum einen an den günstigen Zinsen und zum anderen am fehlenden Angebot: Da Dresden und Leipzig sowohl für Anleger als auch für Eigennutzer immer teuer werden und zeitgleich das Angebot sinkt, weichen Investoren und auch Eigennutzer auf Chemnitz aus. Zum Glück gibt es hier noch Baugrundstücke. Man merkt aber deutlich, wie diese immer weniger werden. Sollte sich nichts ändern, ist es hier genau so schwierig wie in Dresden und Leipzig ein Einfamilienhaus zu bauen.
    Wie ist der aktuelle Sachstand zum Kulturpalast Rabenstein?
    Das kann ich leider nicht beantworten. Mit dem Eigentümer haben wir (fast) gar nichts zu tun.
    Wie sieht es mit der Erweiterung der Arno-Holz-Siedlung in Adelsberg aus?
    Baurecht gibt es bereits seit vielen Jahren. Die Stadt Chemnitz prüft jedoch seit geraumer Zeit die Erschließung. Hier fallen den Ämtern immer wieder Punkte auf, die nach heutigem Stand der Technik so gar nicht mehr gebaut werden können. Bedeutet: Ist eine Sache geklärt, findet ein anderes Amt ein anderes Problem, welches dann auch wieder geklärt werden muss. Wann Baubeginn für unsere bauwilligen Kunden ist, kommuniziere ich daher erst, wenn ich Gewissheit habe, also wenn der erste Bagger steht.
    Wie schätzen Sie eine Rettung der ehemaligen Wanderer-Werke ein?
    Da bin ich der falsche Ansprechpartner - das Objekt betreuen wir nicht. Wenn ich eine sinnvolle und wirtschaftliche Nutzungsidee hätte, könnte ich entsprechende Investoren und Projektentwickler ansprechen.


    --EM

  • ^ auch ich sage Dankeschön für die durchaus Interresanten Fragen und auch deren Antworten.


    "Wie ist der aktuelle Sachstand zum Kulturpalast Rabenstein?"


    Zum Thema Kulturpalast gibt es etwas neues.


    Bekanntlich soll es im Sommer 2019 mit den Bauarbeiten losgehen.


    Artikel vom November 2018 <


    Zum Projekt der Projekte gibt es nun eine eigene Webseite, mit Visualisierungen, welches auch Realis Interessieren dürfte,
    da das Areal direkt an den ersten und fertigen Bauabschnitt von Neurabenstein angrenzen wird.


    Im Übrigen finde ich das Projekt Neurabenstein nun doch sehr gelungen, was ich anfangs etwas anzweifelte.
    Zuletzt vom Kindergartenbau im Wohngebiet hier berichtet <

  • Klar, es wäre sicher interessant, wenn auch mal die Marktlage oder ein Bauprojekt aus erster Hand vorgestellt werden. Ein Bautagebuch mit ehrlicher Darstellung aller Herausforderungen fände ich zum Beispiel spannend. Die Herausforderung ist dabei natürlich die Forenregel, dass Werbung nicht gestattet ist und ganz unterschiedliche Meinungen bestehen können, wann man die Grenze zwischen sachlicher Information und plumper Reklame überschreitet. Aber nur Mut beim Versuch...


    Bautagebücher wird es nicht geben, da wir oftmals "nur" der Vermittler sind. Das ist Sache der jeweiligen Baufirma. Ich denke aber, dass es vielleicht Fragen zum aktuellen Stand eines Projektes oder zur Architektur u.Ä. gibt.


    Werbung möchte hier jedenfalls nicht machen. Ich denke auch, dass wohl die meisten hier ohnehin über viele Projekte Bescheid wissen :-)


    --EM

  • Eine kurz gefasste Frage an Realis hätte ich auch..


    Gibt es Auswirkungen durch die Negativen Vorfälle in der Stadt aus 2018 auf dem Immobilienmarkt?
    Und, gibt es Leute, die nun wenn sie Chemnitz hören bereits abgewunken , oder sich dann zurückgezogen haben?

  • Eine kurz gefasste Frage an Realis hätte ich auch..


    Gibt es Auswirkungen durch die Negativen Vorfälle in der Stadt aus 2018 auf dem Immobilienmarkt?
    Und, gibt es Leute, die nun wenn sie Chemnitz hören bereits abgewunken , oder sich dann zurückgezogen haben?


    Ich weiß nur von einem Arzt mit ausländischen Wurzeln, welcher lange Zeit überlegt hat, sich mit seiner Familie in Chemnitz niederzulassen. Er hat sich dann gegen Chemnitz entschieden.


    Ich denke, dass sich die meisten Investoren/Anleger lediglich für eine gute Rendite interessieren und da sind Chemnitzer Immobilien nunmal sehr interessant. Eigennutzer wiederum ziehen m.E. wegen solcher Vorfälle auch nicht weg.


    --EM

  • Die Neubauten am Kulturpalast (Direktlink zur Galerie) sind ein Offenbarungseid der modernen Architektur. Quaderförmig, ohne Dachabschluss, ohne Fassadenstrukturierung, dafür aber mit wild gewürfelten Fensterschlitzen.


    Wenigstens kann ich jetzt mal die Frage loswerden, wie man als Investor eigentlich zu solchen Entwürfen kommt? Ist das eine rein wirtschaftlich getriebene Entscheidung für den absoluten Billigbau zu maximalen Verkaufserlösen oder sitzen da Bauherr und Architekt zusammen und sind von der zeitlosen Schönheit des Entwurfs überzeugt?

  • Die Neubauten am Kulturpalast (Direktlink zur Galerie) sind ein Offenbarungseid der modernen Architektur. Quaderförmig, ohne Dachabschluss, ohne Fassadenstrukturierung, dafür aber mit wild gewürfelten Fensterschlitzen.


    Wenigstens kann ich jetzt mal die Frage loswerden, wie man als Investor eigentlich zu solchen Entwürfen kommt? Ist das eine rein wirtschaftlich getriebene Entscheidung für den absoluten Billigbau zu maximalen Verkaufserlösen oder sitzen da Bauherr und Architekt zusammen und sind von der zeitlosen Schönheit des Entwurfs überzeugt?


    Wie bereits mitgeteilt: Ich bin weder Investor, noch betreue ich das Vorhaben. Diese Visualisierungen kenne ich schon lange Zeit und denke, dass das nur ein Vorentwurf ist. Die Planung wurde sicherlich genutzt, um einen Käufer und Investor zu finden. Oftmals werden die Häuser dann so nicht gebaut. Trotzdem spielt bei der heutigen Architektur die Wirtschaftlichkeit eine große Rolle. Ich denke aber nicht, dass es Billigbauten werden.


    Da ich im Forum häufiger gelesen habe, dass auf die heutige Architektur oftmals negativ reagiert wird, interessiert mich, welche Neubauten Sie/ihr in Chemnitz gelungen finden/findet.


    --EM

  • Vielen Dank für die Ausführungen.


    Zur Marktlage: Das bestätigt absolut meine Meinung, gerade die Entwicklung der Grundstückspreise. In manchen Stadtteilen wird da aber sicherlich eine Korrektur erfolgen müssen.


    Zur Arno-Holz-Siedlung: Ein Trauerspiel. Ich vermute mal, dass hier die Nachfrage relativ hoch sein wird.

  • Zur Arno-Holz-Siedlung: Ein Trauerspiel. Ich vermute mal, dass hier die Nachfrage relativ hoch sein wird.


    Das ist wirklich ein Trauerspiel - gerade weil mir ein Amtsleiter vor zwei Jahren gesagt hat, dass es eine Bedarfsanalyse für Baugrundstücke gibt und jedes Jahr über 200 Baugrundstücke geschaffen werden müssten.


    Herr Weiße von Bauwerk Chemnitz bzw. die Realis wurden zu diesem Thema (Probleme der Grundstücksentwicklung) von den Ministerpräsidenten Kretschmer und Haseloff eingeladen. Nachdem der Termin zwei Mal verschoben wurde, haben wir wiederum diesen Freitag keine Zeit. Der Termin findet ohne uns statt. Ich hoffe, dass unser Magdeburger Kollege sich auch für Sachsen einsetzt.


    --EM

  • @Realis


    Du fragtest danach, welche Bauten man gelungen findet.


    Ich habe nicht das Gefühl, dass die meisten Neubauten von der Architektur her schlecht bewertet werden, sondern eher, dass nicht alles auf dem Prüfstand steht. Es sind halt meist die Negativbeispiele über die geredet wird.


    Generell ist festzustellen, dass heutzutage zu wenig im Bestand geplant / entworfen wird. Mir fallen spontan keine gelungenen Anbauten oder Lückenschließungen in Chemnitz ein. Irgendwie hat man den Eindruck, dass jedes neue Haus sich irgendwie "vordrängeln" will - und das passt nunmal nicht in ein Gründerzeitviertel wo alle "gleich an gleich" sich einreihen. Die Architektur in Chemnitz ist entweder schreiend oder monoton klotzend und so gut wie nie fügt sich ein neues Haus in eine bestehende Situation ein. Ich würde mir oftmals eine sehr viel demütigere Architektur wünschen - klar und modern, aber eben demütig und mit Verzicht auf Effekthascherei. Sowas gibt es, allerdings habe ich solche Bauten häufiger in Polen angetroffen als in Deutschland. Spontan fällt mir in Wismar eine sehr gelungene Lückenschließung im Hafen ein, aber hier...? *kopfkratz*


    Mein persönlicher "Höhepunkt" war der kürzlich vorgestellte Entwurf des Neubaus der neben der Zimmermannvilla entstehen soll. Das Haus, in welchem die Spolie des Verbindungsbaus geparkt werden soll, dieser monotone Klotz mit Mansarddach und ums noch etwas hochwertiger anzustreichen sollen noch Natursteinplatten rangepappt werden... Sorry, aber mir blutet bei sowas einfach das Herz, zumal das Haus ja nicht nur in einer Reihe sehr schöner Altbauten (darunter eine landesweit bekannte Villa) entstehen soll, sondern ausgerechnet auch am "Eingang" der Stadt, also direkt ggü. des Hauptbahnhofs. Da finde ich so manchen DDR Bau ansprechender...


    Aber du fragtest ja nach positiven Beispielen :lach:


    Ich kenne ein paar sehr schöne Villen aus dem Hause Studio2 - wenn die dürfen, können die richtig tolle Sachen leisten, da bin ich jedes Mal begeistert. Was ich auch recht gelungen finde, ist der neue Eigenheimstandort rund um den alten Ziegelofen in der Waldenburger Straße. Auch wenn ich nicht jedes Haus richtig gut finde, so gibt es dort schon ein paar Highlights zu sehen und es ist ein Baugebiet, was relativ "sauber" ist, also man hat dort nicht den sonst üblichen Mischmasch wie in anderen Baugebieten, sondern ist zumindest stilistisch ziemlich einheitlich unterwegs. Wobei das ganze Gebiet auch mit dem Ziegelofen steht und fällt - es wird spannend was daraus vielleicht mal wird, denn der steht ja unter Denkmalschutz.


    Ich bin ansonsten kein Freund dieser seltsamen Eigenheimsiedlungen die hier und anderswo entstehen und bin auch der Ansicht, dass man diesen Bedarf erheblich reduzieren könnte. Zum Beispiel mit gelungenen Lückenschließungen mit großen Wohnungen, wenigen Parteien und ausreichend Grün dahinter.


    Es gibt in Chemnitz hier und da wirklich richtig gute Sachen, aber meist gut versteckt - warum auch immer... :)

  • Sehr oft hab ich auch das Gefühl, dass den Architekten nur gesagt wird: 'Du hast da 15x20m Platz. Mach was schönes'. Und die Leute sitzen dann auch meist irgendwo und wissen gar nicht wo denn das Haus stehen soll.
    Wenn dann mal ein Entwurf in ein Bild Montiert wird, soll es aber dem möglichem Investor auch sofort auffallen und sich nicht eingliedern. :nono:


    Naja Gefühle sind eben subjektiv.

  • Sehr oft hab ich auch das Gefühl, dass den Architekten nur gesagt wird: 'Du hast da 15x20m Platz. Mach was schönes'. Und die Leute sitzen dann auch meist irgendwo und wissen gar nicht wo denn das Haus stehen soll.
    Wenn dann mal ein Entwurf in ein Bild Montiert wird, soll es aber dem möglichem Investor auch sofort auffallen und sich nicht eingliedern. :nono:


    Ja und nein: In UNSERER Praxis ist es so, dass der Projektentwickler ein Grundstück dem Architekten gibt und dieser in Hinblick auf die Gestaltung freie Hand hat. Zu beachten ist natürlich das Baurecht und auch die Wirtschaftlichkeit. Der Projektentwickler nimmt also eher weniger Einfluss auf die Gestaltung - das ist eben Sache des Architekten. Wo ich aber nicht Recht geben kann ist, dass "die Leute irgendwo sitzen". Unsere Architekten sitzen in und um Chemnitz und beschäftigen sich mit dem Grundstück.


    --EM

  • @Realis


    Vielen Dank für die ausführliche Nachricht.


    Generell ist festzustellen, dass heutzutage zu wenig im Bestand geplant / entworfen wird. Mir fallen spontan keine gelungenen Anbauten oder Lückenschließungen in Chemnitz ein. Irgendwie hat man den Eindruck, dass jedes neue Haus sich irgendwie "vordrängeln" will - und das passt nunmal nicht in ein Gründerzeitviertel wo alle "gleich an gleich" sich einreihen. Die Architektur in Chemnitz ist entweder schreiend oder monoton klotzend und so gut wie nie fügt sich ein neues Haus in eine bestehende Situation ein. Ich würde mir oftmals eine sehr viel demütigere Architektur wünschen - klar und modern, aber eben demütig und mit Verzicht auf Effekthascherei. Sowas gibt es, allerdings habe ich solche Bauten häufiger in Polen angetroffen als in Deutschland. Spontan fällt mir in Wismar eine sehr gelungene Lückenschließung im Hafen ein, aber hier...? *kopfkratz*


    Mein persönlicher "Höhepunkt" war der kürzlich vorgestellte Entwurf des Neubaus der neben der Zimmermannvilla entstehen soll. Das Haus, in welchem die Spolie des Verbindungsbaus geparkt werden soll, dieser monotone Klotz mit Mansarddach und ums noch etwas hochwertiger anzustreichen sollen noch Natursteinplatten rangepappt werden... Sorry, aber mir blutet bei sowas einfach das Herz, zumal das Haus ja nicht nur in einer Reihe sehr schöner Altbauten (darunter eine landesweit bekannte Villa) entstehen soll, sondern ausgerechnet auch am "Eingang" der Stadt, also direkt ggü. des Hauptbahnhofs. Da finde ich so manchen DDR Bau ansprechender...


    Den Entwurf für den Neubau neben der Villa Zimmermann habe ich gesehen und finde diesen persönlich auch nicht schön.


    Ich möchte Folgendes anmerken: Anbauten an bzw. Neubauten neben denkmalgeschützten Häusern müssen sich optisch abheben (Man soll gleich "Neu" und "Alt" erkennen können.). Der Kontrast ist also gewünscht.


    Ich kenne ein paar sehr schöne Villen aus dem Hause Studio2 - wenn die dürfen, können die richtig tolle Sachen leisten, da bin ich jedes Mal begeistert. Was ich auch recht gelungen finde, ist der neue Eigenheimstandort rund um den alten Ziegelofen in der Waldenburger Straße. Auch wenn ich nicht jedes Haus richtig gut finde, so gibt es dort schon ein paar Highlights zu sehen und es ist ein Baugebiet, was relativ "sauber" ist, also man hat dort nicht den sonst üblichen Mischmasch wie in anderen Baugebieten, sondern ist zumindest stilistisch ziemlich einheitlich unterwegs. Wobei das ganze Gebiet auch mit dem Ziegelofen steht und fällt - es wird spannend was daraus vielleicht mal wird, denn der steht ja unter Denkmalschutz.


    Bezüglich der genannten "positiven" Beispiele möchte ich mich präzisieren: Ich wüsste gerne, welche MEHRFAMILIENHAUS-Neubauten schön sind. Die oben genannten Häuser sind Einfamilienhäuser. Hier ist es in der Praxis so, dass der Bauherr mit einer Idee und oftmals mit fertigem Grundriss zum Architekten kommt und dieser nur noch verbessert. Wenn es also nicht gerade ein Fertigteil-Haus ist, liegt die Optik des Hauses am Bauherrn.


    Ich bin ansonsten kein Freund dieser seltsamen Eigenheimsiedlungen die hier und anderswo entstehen und bin auch der Ansicht, dass man diesen Bedarf erheblich reduzieren könnte. Zum Beispiel mit gelungenen Lückenschließungen mit großen Wohnungen, wenigen Parteien und ausreichend Grün dahinter.


    Ich selbst wohne in einer Wohnung und bin damit auch sehr glücklich...ich habe auch gar keine Zeit für einen Garten :-)


    Baugebiete entstehen nicht grundlos, sondern weil es so viele Menschen gibt, die sich ein Einfamilienhaus mit Garten wünschen - gerade für deren Kinder. Nicht jeder möchte in einer Wohnung mit ungenutztem Gemeinschaftsgrundstück aufwachsen.


    Es gibt in Chemnitz hier und da wirklich richtig gute Sachen, aber meist gut versteckt - warum auch immer... :)


    Und genau die will ich wissen! Vielleicht kann ich bei künftigen Projekten entsprechend Einfluss nehmen.


    --EM

  • Zwei Fragen habe ich noch, die ich an RealisChemnitz loswerden möchte.


    Zur ersten Frage: Wie ist der Stand beim Verkauf der Eigentumswohnungen der Beckerstraße 15-17/Stadtteil Kapellenberg?
    Mir scheint es so, als wäre das Projekt, Plus Neubauten an der Beckerstraße auf Eis gelegt. ?


    Und zur zweiten:


    Ein Unbebautes Grundstück an der Bornaer Straße/Stadtteil Borna, wird bei Ihnen zum Verkauf angeboten.
    Es gibt aber laut eines Bebauungsplanes im Ersten Quartal 2019 die Absicht dort an der Bornaer, vier kleinere Mehrfamilienhäuser,
    und weiter oben zur Auerswalder Straße, Einfamilienhäuser zu errichten.
    Wie ist dies zu verstehen. Ist es eine Sache der Bürokratie, oder hat man keine Absicht mehr zu bauen?


    Vielen Dank für eventueller Antworten im Voraus(:

  • Zur Frage nach den gelungenen Mehrfamilienhäusern muss man erst mal sagen, dass das natürlich ein sehr kleiner Sektor in Chemnitz ist. Weiter eingeschränkt wird die Auswahl dadurch, dass KPM und FASA daran einen erheblichen Anteil haben, deren Bauten wohl niemand als architektonisch hochwertig einschätzen würde. Deshalb fällt mir spontan nur ein Bau ein, der dafür wirklich toll ist: Der Neubau der Wohnungsbaugenossenschaft Chemnitz West eG an der Aue (Falkeplatz). Der hätte aus rein ästhetischer Sicht gerne noch zwei Etagen höher sein können, ansonsten hat man dort aber mit eigentlich einfachen Mitteln wie hochwertigen Fenstern, Fassadenbändern und einer Gestaltung am Übergang zwischen Fassade und Dach das Stadtbild bereichert:



    Bild: (dwt).

  • Das Wohnprojekt an der „Alten Ziegelei“ in Glösa (Link) macht auf den Visualisierungen auch einen guten Eindruck, auch wenn man das endgültig erst nach Fertigstellung beurteilen kann. Ich suche demnächst mal weiter...

  • Zitat


    Ich möchte Folgendes anmerken: Anbauten an bzw. Neubauten neben denkmalgeschützten Häusern müssen sich optisch abheben (Man soll gleich "Neu" und "Alt" erkennen können.). Der Kontrast ist also gewünscht.


    Okay, es kam bei dir nicht an was ich meinte...


    Sicherlich sind Kontraste gewünscht und die halte ich auch für nicht verwerflich. Nur leider gibt es in Chemnitz dafür keine gelungenen Beispiele. Ich beschrieb ja deutlich was ich meinte, hier mal ein Link zu einer (aus meiner Sicht) gelungenen Lückenschließung:


    https://www.competitionline.com/de/projekte/49464


    Das Haus ist modern, hebt sich gut sichtbar von der Bestandsbebbauung ab - fügt sich aber gleichzeitig wunderbar in die Reihe ein. Es tanzt trotz der klaren Formen nicht "laut schreiend" aus der Reihe und buhlt damit auch nicht um Aufmerksamkeit. Ein sachlicher und zurückgenommener Bau, der sich im großen und Ganzen demütig einfügt. Einziger Makel aus meiner Sicht: den übertriebenen Fensterrahmen hätte es nicht gebraucht.


    Solche Beispiele findet man andernorts sehr viel häufiger, in Wismar sind mir mehrere solcher Bauten aufgefallen, aber nicht zu allen finde ich Links im Netz. Da gibts im Hafen noch ein weitaus besseres Beispiel.