• Lissabon

    Bilder Juni 2013.


    Teatro Nacional


    Praca Dom Pedro IV


    Elevador de Santa Justa


    Blick vom selbigen




    Avenida da Liberdade


    Cristo Rei


    Ponte 25 de Abril


    Ufer Rio Tejo


    Praca do Comercio


    Rua Augusta


    Praca dos Restauradores


    Mosteiro dos Jeronimos


    Torre de Belem


    Praca do Marques de Pombal


    Praca do Duque de Saldanho


    Campo Pequeno


    Tram


    Parque Eduardo VII


    Praca da Figueira


    Panteao Nacional


    Blick vom Castelo de Sao Jorge


  • Alltag

    Lissabon kommt hier im Forum eindeutig zu kurz. Die Stadt hat viele Gesichter und ist zu jeder Zeit eine Reise wert. Anders als andere europäische Großstädte strahlt Lissabon für mich eine große Ruhe und Freundlichkeit aus, selbst in den touristisch geprägten Ecken, die Cologne68 oben gut eingefangen hat. In Ergänzung dazu – und zum etwas älteren Geschwister-Thread, dessen Bilder zwar leider nicht mehr zur Verfügung stehen, aber dessen Anmerkungen und Links noch weiter Bestand haben – nachfolgend einige Bilder meines letzten Besuchs vor zwei Wochen, und zwar zunächst von Ecken des alltäglichen Lissabon wie etwa dieser gemein steilen Hauptstraße Avenida Infante Santo, die vom Hafen wegführt:



    In der "Stadt der sieben Hügel" möchte man kein Radfahrer sein... Weiter nördlich, die typische Szenerie während einer Hauptverkehrszeit:



    Dort oben auf dem höchsten Punkt befindet sich ein kleiner Cluster von Hochhäusern, die man wegen ihrer Lage von überall in der Stadt aus sehen kann. Eines davon: (Andere Bilder mit weiteren dieser Hochhäuser brannten mir wegen der extremen Kontraste leider aus; deshalb erspare ich sie Euch. Ich hatte nur die Telefonkamera dabei, mit der alle Fotos entstanden.)



    Wieder ein Stück weiter der Blick nach Osten über den Praça Marquês de Pombal am nördlichen Ende der Avenida de Liberdade, die rechts neben der Statue pompös, gerade und breit wie die Pariser Avenue des Champs-Élysées (aus dem Bild heraus) hinunter ins Herz der Stadt führt:



    Links vom Kreisel beginnt der Parque Eduardo VII, an dem sich nördlich ein großer Campus anschließt, in dem unter anderem die private Nova-Universität, ein Ministerium und das sternförmig angelegte Stadtgefängnis liegen. Dazu gesellt sich der lange Riegel des Justizpalastes, der aus der Ferne wie ein Brutalismus-Bau wirkt, ähnlich dem Interconti-Klotz in Frankfurt aber überraschenderweise mit Naturstein verkleidet ist, allerdings vornehmer, nämlich mit Marmorplatten:



    Bilder: epizentrum

  • ^ Da ich im verlinkten Thread einige Fotos angehängt habe, die Imageshack später verschlampt hat, eine kleine Ergänzung - nachdem solche Foto-Anhänge kontrovers wurden, habe ich noch hier ab #27 einige Fotos gezeigt, die Abload bisher noch hält: Praça do Comércio, Catedral Sé Patriarcal u.a. (Es gab einen Grund, dass der Thread Iberische Metropolen und nicht Spanische Metropolen getauft wurde.)

  • Stimmt. Es bieten sich weitere Ergänzungen an, dieses Mal unter dem Stichwort Essen und Einkaufen. Kleine Läden findet man reichlich, und wer die Augen offenhält, entdeckt auch die alteingesessenen Händler, die sich trotz Verbreitung von internationalen Ketten und dem Bau von Einkaufszentren erfreulich zahlreich gehalten haben, wie beispielsweise dieses Geschäft, das noch allerlei Pflegeartikel aus Alutuben und Glasfläschchen verkauft:



    Sehr empfehlenswert sind gleich neben dem Bahnhof Cais do Sodré die beiden großen Markthallen Mercado da Ribeira Nova. Die größere davon - "Time Out Market" - ist ein richtiger Fresstempel geworden, an dem sich in Frankfurt der "Foodcourt" des geplanten FOUR-Komplexes eine Scheibe wird abschneiden können:



    Skurril, fast gruselig, finde ich den Laden, dessen Auslagen fast ausschließlich aus Sardinenbüchsen bestehen. Diese aber in unzähligen Variationen, beispielsweise gibt es für jedes Jahr seines Bestehens eine eigene Büchse. (Hoffentlich ist nicht die Haltbarkeit gemeint.) Blick durchs Schaufenster:



    Bilder: epizentrum (Wie gesagt, alles Handybilder)

  • Tejo

    Lissabon liegt in einer Bucht der Tejo-Mündung in den Atlantik. Es hat zwar keine ausgedehnten Stadtstrände mit Direktzugang von der Innenstadt wie die bekannten Mittelmeer-Metropolen, aber gerade in den letzten ca. 20 Jahren hat man die ehemaligen Hafengebiete Schritt für Schritt zu Flanier- und Vergnügungsmeilen umgewandelt. Das zahlt sich aus. Eindruck von Innenstadthöhe mit der berühmten Brücke des 25. April im Hintergrund:



    Blick zum anderen Ufer, an dem auf dem Stadtgebiet von Almada die Christus-Statue auf Sockel und Anhöhe steht. Sie ist übrigens von ihrem 30 Meter hohen Vorbild in Rio de Janeiro inspiriert (nicht umgekehrt) und einen Hauch kleiner als jene:



    Die Flaniermeile reicht inzwischen vom Bahnhof bis zur halben Strecke in Richtung Brücke und setzt sich unter der Brücke bis weit dahinter fort. Von der Burg über Lissabons Altstadt sieht der westliche Abschnitt der Mündung dann so aus:



    In Höhe von Belém (mit den berühmten Seefahrer-Türmen und dem Kloster) der Blick zurück nach Westen in Richtung Lissabon - mit den trennenden Verkehrswegen im Vordergrund:



    Bilder: epizentrum

  • Mosteiro dos Jerónimos (Hieronymitenkloster)

    ^ Danke, gerne :)


    Für den Moment bleibe ich in Belém. In diesem alten Stadtteil Lissabons, dessen Name übersetzt übrigens Betlehem heißt, befinden sich einige Sehenswürdigkeiten. Das Hieronymitenkloster, seit 1983 zum Weltkulturerbe erklärt, hat Cologne68 von außen gezeigt. Seit der Aufnahme 2014 gab es einige Renovierungsarbeiten, beispielsweise wurde die große Kuppel der Kirche komplett saniert, und im Augenblick ist das Südportal dran. Gleiche Perspektive wie 2014, mit der Kirche hinten im Bild:



    Und in Ergänzung dazu Bilder aus dem Inneren der Kirche, zunächst ein Panorama (vertikal) von den Säulen und dem Kreuzgewölbe des Mittelschiffs:



    Nebenbei: Mit dem Bau des Klosters wurde 1501 begonnen, wir blicken auf allerhöchste Baukunst der Spätgotik (bzw. ihrer portugiesischen Variante, der Manuelinik). Der später hinzugekommene Chorraum:



    Im Kloster sind zahlreiche Mitglieder der portugiesischen Königsfamilie aus der Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts begraben. Am Eingang liegen linker und rechter Hand zudem die Sarkophage des berühmten Seefahrers und Indien-"Entdeckers" Vasco da Gama und des Poeten Luís de Camões. Letzterer:



    Bilder: epizentrum

  • Centro Cultural de Belém

    Kleiner Nachtrag: In Belém gibt es seit 1993 ein Kulturzentrum der italienisch-portugiesischen Arbeitsgemeinschaft aus Vittorio Gregotti und Manuel Salgado. Detaillierte Informationen zu den Hintergründen und ein Gesamtfoto findet man bei Wikipedia. Nachfolgend zwei Eindrücke der Architektur von außen. Ein Durchgang in Richtung Tejo - leider landet man am Ende an der oben gezeigten Schnellstraße bzw. Bahntrasse und muss als Fußgänger ein paar hundert Meter nach rechts zur einzigen Fußgängerbrücke weit und breit laufen, um letzlich zum Ufer zu gelangen:



    Der Patio des größeren Baukörpers mit Kunst im öffentlichen Raum:



    Bilder: epizentrum

  • Hauseingänge

    Ein ziemliches Kuriosum sind Hauseingänge: Es gibt Stadthäuser, die hierzulande einen Hauseingang hätten, in Lissabon aber quasi für jede Wohnung eine. Wie die Erschließung dann innen funktioniert, mag ich mir in meiner wildesten Fantasie nicht ausmalen. Dazu trägt jede Eingangstür auch eine eigene Hausnummer. Das nachfolgende Bild zeigt ein Erdgeschoss in Belém, könnte genausogut aber auch in irgendeinem anderen Stadtteil Lissabons aufgenommen sein:



    Bild: epizentrum

  • Bairro Alto

    Berühmt ist Lissabon für den Fado - melancholische, traurige Lieder über Herzschmerz, Tod, Tragödien -, und der Stadtteil Bairro Alto ist voll mit kleinen Kneipen und Bars, aus denen nachts diese Musik zu hören ist. Ein typischer Straßenzug am Fuß des Viertels:



    Bild: epizentrum

  • Postkarten

    Immer wieder schön sind die Ausblicke und Durchblicke in und rund um die Altstadt. Nachfolgend der Praça do Municipio (Stadtplatz), auf dem die einst als Pranger (!) dienende Doppelsäule steht:



    Durch unzählige Straßen schaut man hinunter bis zum Wasser oder die Hügel hinauf durch enge Gassen. Nachfolgend der Blick nach Süden. Ich stehe dort gerade am Botanischen Garten (gerade in Sanierung) bzw. dem Naturhistorischen Museum (sehr charmant):



    Wenn man vom Burghügel herunterkommt und die richtige Straße erwischt, hat man einen schönen Fernblick auf den Aufzug von Gustave Eiffel (Elevador de Santa Justa):



    Ein Stückchen weiter befindet sich die steile Calçada da Glória mit einer der berühmten Kabelbahnen, deren Talstation (mit gelbem Wagen) in #1 zu sehen ist:



    Bilder: epizentrum

  • Teatro Éden

    Dann gibt es noch den Praça dos Restauradores, in dessen Mitte ein Obelisk steht, der an die Schlachten des Restaurationskrieges des 17. Jahrhunderts erinnert und 1886 eingeweiht wurde. Interessanter finde ich das auffällige Art-Déco-Gebäude rechts. Es ist von 1930 und beherbergte einst das größte Kino der Stadt, inzwischen jedoch ein "Aparthotel". Das Nachbarhaus wird gerade größer umgebaut:



    Bild: epizentrum


    Von der ganzen Front hat Wiki Commons ein Bild von 2010 parat - noch ohne Modeladen im Erdgeschoss:



    Bild: Dafalias @ Wikimedia Commons (gemeinfrei)

  • Metro und Tram

    Es gibt neben den Kabelbahnen, dem Altstadt-Aufzug und natürlich dem obligatorischen Busnetz auch andere Öffentliche Verkehrsmittel. Durch die Straßen der Altstadt zuckeln klassische Straßenbahnen, wie zum Beispiel dieses typische Ein-Wagen-Exemplar in weiß/gelb:



    Dazu gibt es ein unterirdisch laufendes Metronetz von vier Linien, deren Bau durch all die Hügel und unter all die historischen Bauwerke hinweg sicher eine größere Herausforderung darstellte. Die Bahnhöfe sind selbst sind zumeist wenig spektakulär. Exemplarisch, der Bahnhof S. Sebastião:



    Bilder: epizentrum