Dresdner Stadtgespräch

  • Also wer eine Wohnung mit Bürofenstern zur Kö kauft dem ist meiner Meinung nach nicht mehr zu helfen. Da müsste einiges an der Seite zur Kö verändert werden.

  • wieso kaufen, die sind nur zum vermieten. bestimmt kleine buden für studenten und azubis, die alle in die neustadt wollen, das geht weg wie warme semmeln. möglicherweise wird die fassade zur kö auch umfassend erneuert. es soll ja bald losgehen, da kommen bestimmt in kürze weitere meldungen.

  • Hier mal die Pressemitteilungen von AENGEVELT zum Einzelhandels- und Büroflächenmarkt im vollen Wortlaut:


    PM AENGEVELT-RESEARCH, 23.04.2014
    https://www.konii.de/news/aeng…t-in-dresden-201404239090



    PM AENGEVELT-RESEARCH, 23.04.2014
    https://www.konii.de/news/aeng…hschnittlich-201404239596


  • Zitat

    Kennziffern „EH-Kaufkraftniveau“ (93,9; Deutschland = 100), „EH-Umsatz-niveau“ (104,7) und „Zentralität“ (111,4 = „Kaufkraft-Import“) noch deutliche Steigerungspotentiale.


    Zwar gibt es in Dresden heute schon mit 1,7 m² Ladenfläche je Einwohner mehr Handelsfläche als im Bundesdurschnitt (1,5 m²/EW), allerdings nur wenig davon in der Innenstadt. Während sich in Städten wie Düsseldorf oder Mannheim 30% bis 40% der Flächen im Zentrum befinden, sind es in der Dresdner Innenstadt lediglich 20% bzw. rd. 180.000 m² bei einem Gesamtbestand von rd. 890.000 m² Einzelhandelsfläche.


    daran sieht man dass der bundeswert auch schon stark anstieg, die bauen ja auch überall shoppingcenter was das zeug hält - ist leider zeitgeist.
    positiv an den dresdner werten ist, dass die innenstadt noch viel mehr einzelhandel vertragen könnte. das wäre wichtig für die entwicklung des ferdinand-georgplatzes, allerdings ohne dort ne dritte centrumgalerie anzubringen - sondern kleinteiligkeit.
    ich hoffe ja auch, dass die enorme flächenquote von 1,7 vom stadtrand her zusammenbröselt, denn dort sind etliche etablissements, die eigentlich unter niveau sind und die der konkurrenzkampf mal plattmachen sollte. da muss auch mal was schließen und abgerissen werden. dort könnte man dann auch mal ne große firma ansiedeln, anstatt ein gewerbegebiet nach dem anderen zu entwickeln. wichtig ist, dass die city zum zuganker wird und periphere bestände auch mal dichtmachen.


    um dresden zu einer vollwertigen großstadt zu machen, muss das potential weiterer guter läden und ketten in der innenstadt ausgeschöpft werden, denn trotz der hohen pro-kopf-quote habe zumindest ich nicht den eindruck, in vergleichbarer weise wie in anderen großen städten hier was geboten zu bekommen. abseits der innenstadtachse neustadt-hauptbahnhof und höchstens noch dem allesbietenden elbepark findet man in dresden keine wirklich vielfältigen einkaufsmöglichkeiten. gefühlte 90% der quote machen mE nur allerweltsmist aus, eine city zum flanieren an echten geschäftsstrassen, durch passagen und quirligen stadtplätzen fehlt nahezu.



    nach abzug aller marktunwirksamen flächenanteile ergibts sich:

    Zitat

    Bezogen auf den gesamten Dresdner Büroflächenbestand in Höhe von rd. 2,45 Mio. m² ergibt sich somit eine marktwirksame Leerstandsquote von 6,8%.


    da widerspricht die zahl meiner wahrnehmung. die innenstadt wird als DER bürostandort aufgelistet mit auch den größten neuvermietungen, allerdings fallen genau dort die zahlreichen leerstände auf, während in den cityrandlagen und stadtteillagen solches nicht so zu sehen ist. wichtig wäre eine untersuchung des ddr-bürobestandes sowie des sonder-afa-nachwende-bestandes, die gewiss einen erheblichen teil der "marktleichen" ausmachen, die ja bei den knapp 7% leerstandsquote bereits rausgerechnet wurden. im prinzip ist es ja fürs einzelobjekt bekannt und klar. nur, was soll aus solchen objekten werden?

  • Information zum Grundstücksmarktbericht

    PM Stadt Dresden, 28.04.2014
    http://www.dresden.de/de/02/03…e=zu%20Pressemitteilungen


  • Gagfah investiert 41 Millionen Euro in Dresdner Wohnungsbestand

    Die Gagfah Group kündigt an, in diesem Jahr rund 41 Millionen Euro in ihren Dresdner Wohnungsbestand zu investieren. Der neue Dresdner Niederlassungsleiter Günter Baer: "Unser Ziel ist es, den noch vorhandenen Leerstand weiter zu reduzieren." Stellvertretend wird die Sanierung der Blöcke Kipsdorfer Straße 123 bis 139 und 124 bis 128 in Seidnitz für 5,8-Millionen Euro genannt.


    Mehr Informationen liegen hinter der DNN-Bezahlschranke


    DNN-Online, 30.04.2014
    Bauwirtschaft und Immobilien
    Gagfah investiert 41 Millionen Euro in Dresdner Wohnungsbestand
    http://www.dnn-online.de/dresd…Wohnungsbestand-798325046

  • danke LE Mon.
    die größeren sanierungen haben wir auch bereits in den stadtteilen erwähnt, den rest der investsumme wird von aussen kaum zu bemerken sein. und es ist immer etwas vorsicht geboten: aus dem 100 millionen programm der gagfah von vor 2 jahren wurde auch kaum was. und bei so dermaßen vielen wohnungen sind selbst 100 mille gerademal soviel, wie die gagfah ihre baumassnahmen dann auch auflistet, dass quasi nur mal hier mal da ein WC oder ein hausflur erneuert werden kann.
    die sanierung des grauen blocks an der flo-geyer-strasse in johannstadt hat sich auch erst kürzlich verschoben. es ist eine asylbewerber-unterkunft und sollte ab jetzt innen saniert werden, doch derzeit kommt gerade eine "schwemme" an neuzugängen auf die kommunen zu, sodass diese sanierung erst ab september durchführbar ist.

  • Wie bereits im Neumarkt-Strang kund getan, hier noch einmal der Hinweis zum
    02. Stadtbausymposium der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e.V. am 15./16.05.14. Die Anmeldung dazu sollte bis zum 09.Mai erfolgt sein.


    http://www.stadtbausymposium-dresden.de/


    Am Donnerstag (15.05.) dreht es sich überwiegend um den Neumarkt, am Freitag allerdings geht es generell um den Städtebau und die Architektur.

  • Dresden verliert zusehends am grünen Stadtbild


    seit aufweichung der baumschutzsatzung des freistaats in 2010 nimmt besonders in den letzten zwei jahren die anzahl gefällter großer bäume und rohdungen auf arealen drastisch zu. die SäZ berichtete nun über das engagement grüner stadträte in dieser wichtigen frage. um überhaupt etwas transparenz in der sache herzustellen, sind stadtratsanfragen von amtspersonen vonnöten und auch erfolgt, da bürger nicht auskunftsberechtigt sind. zumeist werden wichtige zahlen nicht einmal erhoben bzw. sind keine klaren aussagen möglich. subjektiver alltagseindruck vieler bürger ist allerdings, daß diese entwicklung stark zugenommen hat und schon im stadtbild ablesbar ist. abseits einzelner altbaumreicher stadtteile wie striesen oder wilder mann ist es in der tat nur noch selten möglich, eine überhaupt verschattete straße aufzufinden. prinzipiell torpediert die reale entwicklung alle schönrednerischen städtischen strategien zum umwelt-, gesundheits- und klimaschutz. fast allen lokalpolitikern ist diese sachlage kaum bewußt.


    zum einen gibt es die städtischen verantwortungsbereiche (öffentl. strassenraum und kommunale flächen), wo negativtrends zu beobachten sind, andererseits die masse an privatgrundstücken, welche viel stärker betroffen sind, dort allerdings nicht einmal zahlen erhoben werden. bei städtischen fällbegründungen (meist lapidar "verkehrssicherung" genannt) ist praktisch kein gegenbeweis anstellbar. damit existiert keine einflußmöglichkeit und auf privatgelände nicht einmal die feststellung erfolgter rohdungen. aufgrund des teilweise abgeschafften gehölzschutzes sind rohdungen aller art zumeist sogar legal. die fachämter haben komplett die übersicht verloren, bestätigen aber den negativen trend.


    die SäZ berichete nun von einer interessanten erhebung von Lisa Lekies, studierte fachfrau für naturschutz und landschaftsplanung, die für ihre studienarbeit dresdner luftbilder und streetview-ansichten aus 2008 und 2009 zusammentrug, dann zu den orten reiste und die heutige situation kartierte. die arbeit ist auf einige stadtteile wie bühlau, kadiz, striesen, johannstadt und einige alte dorfkerne beschränkt.
    fazit ist, dass in den (privaten) vorgärten ca. 15% weniger bäume und sträucher bestehen. abzüglich vorgärten, wo solches schon 2010 nicht mehr bestand, liegt die verlustrate sogar bei ca. 25%. die größenordnung der zahlen bestätigt auch die stadtverwaltung und fügt hinzu, dass kaum noch ersatzpflanzungen erfolgen, da dies mit der neuen rechtslage nichtig geworden war. die anzahl von ersatzpflanzungen für gefällte bäume schrumpfte demnach um rund 75% auf privaten grundstücken.


    im kommunalen bestand efolgen zwar idR ersatzpflanzungen, allerdings weichen große bäume winzigen neupflanzungen. der reguläre baumbeschnitt entlang der strassen (meist aus "verkehrssicherungspflicht" bzw. "baumpflege") erfolgt aus kostengründen in drastischer weise, daß ein drittel bis zur hälfte der jungbaumkronen der kettensäge zum opfer fallen. kein wunder dass es kaum noch schattige plätze und strassen gibt. die überhitzung der sommerlichen stadt scheint egal zu sein, gleichsam die zunehmenden trocken- und hitzeperioden mit allen gesundheitlichen konsequenzen.


    einige stadtratsanfragen brachten es zuletzt zur veröffentlichung und zeichneten ein erbärmliches bild. nachdem es keine gründe für das fällen des heiderandes (wald) entlang der elbschlösser gab, wurde nun die gängige praxis aufgedeckt, wonach auch während des schutzzeitraumes (sog. vegetationsperiode = sommenhalbjahr) - hier beispielhaft am elbhang oberloschwitz - gerohdet wird, wie auch legal ganzjährig für eine gebetsmühlenartig vorgebrachte standardausrede der verkehrssicherung. so wurden seit ende märz bereits weitere 112 strassenbäume gefällt. sogar bei ökologischen ausgleichsflächen wird zur "rechtssicheren herstellung eines ausgleichs" wald ausgelichtet. dort fand man prompt eine neue ausrede: man hätte diese bäume im winter stehen gelassen, weil dort vögel nisteten bzw. fledermäuse wohnten.


    die holzpreise sind seit jahren im rekordrausch und dresden steht nunmehr in der gefahr, sein grünes stadtbild zu zerstören.

  • 4. Dresdner Debatte


    dresdner-debatte.de



    alle zitate: stadtverwaltung dresden - link oben



    bereits in paar tagen findet eine stadtentwicklungs-fachkonferenz im hygiene-museum statt.

    Zitat

    Fachkonferenz zum Stadtentwicklungskonzept
    Im Vorfeld der Debatte findet am 5. Juni 2014 im Hygiene-Museum eine Fachkonferenz zum Stadtentwicklungskonzept statt, zu der Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie von Verbänden und Interessensvereinen eingeladen sind.


    naja, leider nur was für "experten". so kann eh nix bei rauskommen. aber vielleicht lässt sich das fazit mit dem des GHND-symposiums vergleichen.



    die sagenhafte rote Infobox steht auch in kürze wieder im stadtbild quer:

    Zitat

    Info-Box
    Die Info-Box steht ab dem 10. Juni am Dr.-Külz-Ring vor dem Eingang der Altmarktgalerie. Sie ist an fünf Tagen in der Woche geöffnet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt informieren Sie und diskutieren gern mit Ihnen über Ihre Vorschläge. Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag 15 bis 19 Uhr und Sonnabend von 11 bis 16 Uhr.



    also im "spezialsonderfall dresden" ist das - ob der masse an to-do-dingen - wieder ein fall zum abarbeiten bis zum "blöde werden". bei der VEP-debatte liefs ziemlich gut, die folgen sind längst sichtbar und positiv, es könnte gern wieder so ablaufen.

  • Schulbauprogramm - aktualisierte Liste


    die DNN brachten eine neue Liste - ohne anspruch auf vollständigkeit.
    gleich eine ganze reihe von investitionen werden im dritten quartal abgeschlossen, darunter einige der großen schulneubauten bzw. -sanierungen.
    ausserdem begannen zahlreiche neue baumaßnahmen für die nächste zeit.



    weitere projekte des öffentlichen hochbaus sind hier nachlesbar.

  • Huch, Dresden wächst schneller als erwartet!


    Wohnungsbau muss beschleunigt werden


    neue Einwohnerprognose wird wohl ende juli erwartet und erneut nach oben korrigiert.


    artikel zu lesen hier


    möglicherweise hat eine kommune interesse daran, die zahlen und damit zukunftsbedarfe niedrig zu halten, damit der investitionsaufwand im zaum gehalten wird. im grunde ist das hier aber popelei, anstatt gleich 600000 Ew. anzugeben, wovon ich schon länger ausgehe.
    ausserdem sollte man immer auch die direkten umlandkommunen mitbetrachten, denn die profitieren von preissteigerungen und engpässen der zentralstadt und absorbieren die neuen suburbanisierungstendenzen, wenn auch derzeit noch in geringerem ausmaß.

  • Kita-Bauprogramm bis 2015 - aktuelle Liste


    seit 2008 wurden 9100 zusätzliche krippen- und kitaplätze für über 210 mill. euro errichtet. 70 neue kitas entstanden bis heute.
    dennoch geht der kita-boom weiter, fehlen doch stadtweit und besonders in den stadtteilen cotta, f-stadt, neustadt und pieschen noch betreuungseinrichtungen. die investitionen werden sich künftig verstärkt in richtung sanierung von beständen bewegen.


    derzeit sind 15 baustellen bis ende 2015 im gange (summe: 45,3 mill. euro), die 1200 neue plätze sowie 800 in sanierungen ergeben:


    laut prognose werden die betreuungszahlen ab 2018 nur geringfügig sinken (1-2% pro jahr), worauf die stadt durch einmietungen und containerlösungen für die nächsten 10 - 15 jahre vorbereitet ist, so der sozialbürgermeister. auch weiterhin möchte die stadt aus kita-genutzten wohnhäusern ausziehen und diese verkaufen (so zB die prellerstrasse 8). zu aufwendige sanierungsobjekte mit hohem potentiellen verkaufserlös werden daher geschlossen. bis 2018 müssen noch 34 der insgesamt fast 300 kitas saniert werden und weitere 1400 plätze entstehen. das wird voraussichtlich 75 mill. euro kosten. davon sind 10 einrichtungen für 25,2 mill. euro bereits finanziert. 14 weitere für 36,8 mille werden derzeit durchkalkuliert.
    es wird also langsam licht am ende des tunnels. kürzlich las ich, dass dresden schon jetzt die großstadt mit dem besten zustand solcher einrichtungen sei.

  • 16-Punkte-Plan der rot-rot-grünen Stadtratsmehrheit

    BILD, 14.08.2014
    Rot-Rot-Grün beschließt neuen Wohnungsriesen
    Wer soll das bezahlen?
    http://www.bild.de/regional/dr…-bauen-37236552.bild.html


    DNN-Online, 15.08.2014
    Kommunalpolitik
    Keine Schulden, neue Woba, schmale Königsbrücker: 16 Punkte-Plan für den neuen Dresdner Stadtrat
    http://www.dnn-online.de/dresd…sdner-Stadtrat-2240174756


    NEUE PERSPEKTIVEN FÜR DRESDEN
    Kooperationsvereinbarung der Fraktionen DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD im Dresdner Stadtrat
    abschließender Entwurf, 12.08.14
    http://www.dielinke-dresden.de…perationsvereinbarung.pdf


    Die Fraktionen SPD, Linke und Grüne präsentierten mit Unterstützung der Piraten am Mittwoch einen 16-Punkte-Plan ihrer Ziele für die Arbeit im Dresdner Stadtrat. Die sieben A4-Seiten dicke Kooperationsvereinbarung soll am 28. August unterzeichnet werden.


    Eines der Ziele sind stabile und bezahlbare Mieten. Eines der 16 konkreten Projekte lautet: "Wir werden ein Bündnis für bezahlbares Wohnen initiieren und die Gründung einer neuen Wohnungsgesellschaft noch 2014 auf den Weg bringen, um schnellstmöglich mit dem Wiederaufbau eines kommunalen Wohnungsbestands beginnen zu können." Ähnlich erklärte Linke-Fraktionschef André Schollbach: „Wir gründen die Gesellschaft noch 2014 und dann werden in den kommenden Jahren mehrere tausend städtische Wohnungen errichtet.“ Im städtischen Haushalt sollen durch buchhalterische Finessen keine Schulden auflaufen. Vorbild ist der Rückkauf der Drewag-Anteile, für die 836 Mio. Euro bezahlt wurden. Die Kredite dafür nahmen damals Tochterfirmen auf, die Stadtkasse bürgt dafür.


    Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat, dazu: „Unbezahlbare Utopie. Ein Papier des Grauens.“ Der Plan sei ein gewaltiger Rückschritt für Dresden. „Allein eine neue Woba würde hunderte von Millionen Euro kosten und zudem jedweden privaten Wohnungsbau in Dresden abwürgen. Der gesamte Plan ist an Investorenfeindlichkeit nicht zu überbieten“, heißt es. Zudem fehlen laut FDP Aussagen zum Abbau des Investitionsstaus bei Schulen, Kitas und Sporteinrichtungen.
    http://www.fdp-fraktion-dresden.de/aktuelles-1398.html


    Weitere Vorhaben:


    "Wir werden eine schnelle und stadtteilverträgliche Erneuerung der Königsbrücker Straße erreichen, indem wir eine Planung auf den Weg bringen, welche die Interessen aller Verkehrsteilnehmer und Anwohner ausgewogen berücksichtigt. Damit stellen wir auch die Finanzierung und Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens sicher." Der Ausbau der Königsbrücker Straße soll abgespeckt werden, aber keine völlig neue Variante bekommen. Zu den bisherigen Planungsvorleistungen der Stadt von 1,3 Mio. Euro werden nun neue Kosten hinzukommen. Baubürgermeister Jörn Marx (55, CDU): Das „heißt aber nicht automatisch, dass alle bisherigen Planungsleistungen hinfällig sind.“


    Der „Masterplan Leipziger Vorstadt“, in den bislang 50.000 Euro aus der Stadtkasse investiert wurden, soll nach Vorlage der Hochwasserlinien durch den Freistaat Sachsen bis 2016 überarbeitet werden. Ziel ist die Sicherung ausreichender Überflutungsflächen, der Erhalt bestehender sozialkultureller Nutzungen sowie die Schaffung kleinteiliger Handelsflächen und urbaner Wohnquartiere. Bis zu dessen Fertigstellung darf 2016 nicht gebaut werden. "Um Planungsperspektiven zu erhalten und die vorherige Schaffung vollendeter Tatsachen zu vermeiden, wird bis zur Entscheidung des Stadtrates zum Masterplan hinsichtlich der Vorhaben HafenCity, Marina Garden und EKZ Globus keine neue Bebauung zugelassen." André Schollbach (Die LINKE) hat keine Bedenken wegen eventueller Klagen von Investoren, da es noch kein Baurecht gibt.

  • PM EuV: Hohe Wohnraumnachfrage führt zu steigenden Mieten

    PM Engel & Völkers Commercial, 21.8.2014
    http://www.engelvoelkers.com/d…t-zu-steigenden-mieten-2/


  • Stadt bekommt wohl neue WOBA


    nun wirds - dank neuem Stadtrat - allmählich spruchreif: die DNN berichtet


    die neue wohnungsbaugesellschaft muss allerdings einen anderen namen bekommen, wie wärs mit DreWoB oder KoWoBa?
    aus der jetzigen absicht der linken mehrheit im stadtrat wird in den nächsten monaten ein fahrplan zu entwickeln sein, auch erste organisatorische schritte werden bis dahin unternommen. der zeitungsartikel gibt gut auskunft über die groben eckpunkte.
    schwierig wirds dann bestimmt, wenns ums konkrete detail geht, zB wo denn welche städtische fläche geeignet bzw. prioritär ist für einen wohnungsbau. hoffentlich geht man da nicht chaotisch vor (was sicher schwer sein wird) sondern auch nach stadtplanerischen gesichtspunkten.
    und letztlich hängt auch vieles von zusagen / änderungen auf freistaatsebene ab. was ist, wenn die dort nicht kommen?
    wir werden es genau beobachten.


    im übrigen möchte die gagfah in diesem und nächstem jahr je 350 bisher strukturell leerstehende wohnungen dem wohnmarkt zuführen - was auch immer das heisst.



    blick über große wohnbestände von gesellschaften und genossenschaften

  • Auswertung der ImmobilienScout24-Daten

    ImmobilienScout24 hat seine Inserate und Suchen ausgewertet:


    Pressemitteilung, 29. August 2014
    Wahl in Sachsen: Der Dresdner Mieter hat bereits entschieden
    So sieht die Traumwohnung der Landeshauptstadt-Bewohner aus
    http://news.immobilienscout24.…s-entschieden,115575.html


    Analyse der durchschnittlichen Angebotsmieten auf ImmobilienScout24:


    Dresden gesamt: 6,87 Euro/m²


    Anstieg der Mietpreise zwischen dem zweiten Quartal 2013 und dem zweiten Quartal
    2014: durchschnittlich um 5,2 Prozent


    am teuersten:
    Innere Altstadt: 10,06 Euro/m² - + 7,4 Prozent
    Loschwitz/Wachwitz: 8,71 Euro/m²
    Seevorstadt-Ost: 7,73 Euro/m²
    Striesen Ost und Bühlau/Weißer Hirsch: 7,21 Euro/m²
    Äußere Neustadt: 7,12 Euro/m²
    Innere Neustadt: 7,04 Euro/m²
    Plauen: 6,97 Euro/m²
    Radeberger Vorstadt: 6,92 Euro/m²
    Gruna: 6,90 Euro/m²


    am günstigsten sind:
    Prohlis-Nord: 5,75 Euro/m²
    Gorbitz-Nord und Neu-Omsewitz: 5,66 Euro/m²
    Gorbitz-Ost und Großzschwitz: rund 5,30 Euro/m²


    Pirnaische-Vorstadt: + 6,7 Prozent
    Hellerau/Wilschdorf, Weixdorf, Albertstadt, Gorbitz-Ost und Lockwitz: unter 4 Prozent
    Schönfeld/Schullwitz: + 3,6 Prozent


    Analyse der Suchanfragen:


    Am häufigsten gesucht werden zwischen 56 und 75 Quadratmeter große Wohnungen.
    Mit jeweils einem Prozent Abstand werden sie dicht gefolgt von Unterkünften, die 26 bis 55 bzw. 76 bis 95 Quadratmeter groß sind.


    Für die Mehrheit der Suchenden (24 Prozent) hat die ideale Wohnung zwischen drei und dreieinhalb Zimmer. 23 Prozent suchen etwas kleinere zwei-Zimmer-Apartments und 15 Prozent bevorzugen Wohnungen mit vier Räumen.


    Die meisten Dresdner Wohnungssuchenden (36 Prozent) möchten maximal 4 Euro für einen Quadratmeter ausgeben. Weitere 22 Prozent der Suchenden sind bereit einen Quadratmeterpreis von 4 bis 5,50 Euro zu bezahlen.


    *****
    Nach SGB II bzw. SGB XII leistungsberechtigten Bürgerinnen und Bürgern werden die Kosten der Unterkunft und Heizung bis zu folgenden Eckwerten der Bruttokaltmiete (Grundmiete und kalte Betriebskosten) übernommen ( http://www.dresden.de/media/pdf/arge/Merkblatt_KdU.pdf ). Die durchschnittlichen kalten Betriebskosten betragen nach den Analysen des deutschen Mieterbundes zwischen 0,80 und 1,50 Euro/m², hier mit 1,30 Euro/m² angenommen. Offenbar zählen bei den Dresdner Eckwerten die Kosten für die Warmwasserbereitung mit zu den kalten BK.


    1-Person-Haushalt bis max. 45 m²: 304,79 € / ab 6,77 Euro/m² (in etwa 5,47 Euro/m² kalt)
    2-Personen-Haushalt bis max. 60 m²: 377,61 € / ab 6,29 Euro/m² (in etwa 4,99 Euro/m² kalt)
    3-Personen-Haushalt bis max. 75 m²: 454,11 € / ab 6,05 Euro/m² (in etwa 4,75 Euro/m² kalt)
    4-Personen-Haushalt bis max. 85 m²: 522,31 € / ab 6.14 Euro/m² (in etwa 4,84 Euro/m² kalt)

  • Haushalt 2015/16 und Finanzplanung bis 2019


    die haushaltsverhandlungen beginnen. der entwurf wurde nun eingebracht.
    jetzt wird der fahrplan für investitionen für die nä. 2 jahre + X ausgehandelt.
    davon hängen dann zahlreiche bauvorhaben in diesem zeitraum ab.


    pressemitteilung


    interessante infos dazu sind in den beiden links unten nachzulesen:


    ausgewählte investprojekte
    bemerkenswert: ein "abschnitt nord" der königsbrücker str.


    grafisch aufbereitete Datensätze



    drei wichtige feststellungen:
    - einige der großen investitionserfordernisse der stadt sollen offensichtlich bis zum auslaufen des solidarpakts 2019 umgesetzt sein, denn danach gibts spürbar weniger geld. das scheint aber auf gutem weg, die investquote bleibt sehr hoch.
    - die städtischen geldrücklagen schmelzen zunächst auf fast null (anfang 2017) - vermutlich nur vorübergehend, danach ist wohl wieder ansparen angesagt.
    - einige große gewerbesteuerzahler (bekannt ist infineon) schwächeln seit längerem, daher sinkt das Gew.st.aufkommen - trotz wachsenem mittelstand und gesamtwirtschaft.

  • Die nördliche Königsbrücker von der Stauffenberger bis zur Bahnbrücke finde ich zurzeit eh wichtiger als den südlichen Teil über den eh nur gestritten wird. Dort staut es sich viel mehr als im südlichen Teil. Und die Sanierung wird auch unkomplizierter.



    Infineon schwächelt übrigens keineswegs ;)