Infrastrukturprojekte

  • Hallo Dvorak,


    ein Problem besteht natürlich darin, die Diskussion um das Konzept einerseits öffentlich zu führen, was wir hier im Forum unbedingt tun sollten, da wir es ja auch als Konzept des Forums bzw. aus den Diskussionen des Forums präsentieren wollen, und andererseits eine möglichst effiziente Redaktion zu realisieren.


    Insofern würde ich, bevor wir ans Eingemachte gehen, den Mitlesenden und Mitschreibenden hier zunächst noch die Gelegenheit geben, sich - wenn möglich und gewünscht - stärker einzubringen. Daher noch einmal der Aufruf an alle: Teilt eure Meinung mit!


    Zur genauen Abstimmung wäre ein persönliches Treffen in BS vielleicht das Beste (sofern zeitlich zu realisieren, sonst gerne per Telefon bzw. TelKo.)


    Einleitung, Impressum etc. gehören selbstverständlich dazu. Ich wollte das Dokument aber möglichst zeitnah online stellen.


    Bezüglich der Differenzen zwischen uns bzw. unterschiedlicher Meinungen hier im Forum generell: Das muss natürlich sprachlich noch geglättet werden. Dort, wo wir nicht auf einen Nenner kommen, und diese Fälle wird es geben, sollten wir verschiedene Varianten präsentieren. In dieser Hinsicht ist das Konzept ohnehin noch unausgewogen, die Erweiterung Richtung Lehndorf / Kanzlerfeld / Lamme beansprucht z. B. derzeit noch sehr viel mehr Raum als andere Vorhaben, die z. T. (du hat es ja in deinem vorangegangenen Post gezeigt) noch detaillierter ausgeführt werden könnten.


    Wichtig wäre insbesondere, dass wir uns eine Deadline setzen, wann das Ganze an die Stadt gehen soll.


    Ich bin übrigens dafür, es nicht nur dabei bewenden zu lassen, sondern das fertige Dokument auch mit einer Pressemitteilung an die Braunschweiger Medien zu versenden. So könnten wir etwas mehr Aufmerksamkeit erzeugen und verhindern, dass die ganze Arbeit still und stumm in irgendeiner Beamtenschublade versauert.

    2 Mal editiert, zuletzt von Ted Mosby () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Ich würde mit dem abstrahierten Liniennetz, das ich gezeichnet habe anfangen. Nicht, weil das ein Zielnetz wäre, sondern weil es abstrakt ein Denkmodell darstellt.


    Dann würde ich an einem gesamtstädtischen Übersichtsplan alle Maßnahmen zeigen, und auch hier darauf hinweisen, dass das kein Zielnetz sein muss/ist. An solchen Punkten kommen nämlich immer Diskussionen auf, die etwas kaputt machen.


    Als letzten Beitrag für heute noch etwas dazu: In diesem Punkt bin ich hin- und hergerissen. Von der Systematik würde es absolut Sinn ergeben, das mögliche Liniennetz voranzustellen.


    Hier mein Problem: Behandeln wir es als Zielnetz erscheint das ganze Konzept evtl. recht dogmatisch. Behandeln wir es nicht als Zielnetz, so fehlt die durchaus wünschenswerte Stringenz.
    Das von dir vorgeschlagene, dezentralisierte Zielnetz ist ja ein durchaus radikal neu zu nennender Ansatz. Das von mir im Konzept dargestellt, weitgehend radial ausgerichtete Zielnetz, folgt dagegen einem eher konservativen Konzept. Beides hat seine Berechtigung, zumal das dezentralisierte Netz ja erst dann umgesetzt werden kann, wenn große Teile der anvisierten Neubaustrecken, insb. die Ringbahn, realisiert worden sind.


    Das müssten wir definitiv noch klären!

  • Stadtbahn Altewiekring


    Hier mal das Konzept Gleiskörper in Außenlage. Hatte ich schon für die Lehndorfer Stadtbahn vorgeschlagen, wollte ich aber lieber am Altewiekring ein mal durchplanen. Sieht wie folgt aus:


    -Gleiskörper außen - nur für die Stadtbahn, oder auch für Busse, wo es diese dann noch gibt.
    -Der Fußweg ist die Haltestelle, daher kein wachsender Flächenbedarf in Haltestellenbereichen.
    -Rechtsabbieger fahren rechts des Gleiskörpers (gibt eine Ampe, die die Einfahrt auf den Streifen regelt.
    -Im Kreuzungsbereich teilen Radfahrer und Rechtsabbieger sich eine Spur, um Konflikte und die damit die häufigste Todesursache von Radfahrenden (sic!) zu lösen.
    -Deutlich mehr Flächen für Fußgänger.
    -Keine Linksabbiegerspuren oder Parkplätze. Linksabbiegerspuren u.U. möglich, Parkplätze nicht.
    -Vorgärten werden erhalten oder neu angelegt (heute teils als Fußweg missbraucht)


    Probleme:
    -Zufahrten auf Grundstücke im Bereich der Haltestellen. Insgesamt zwei mal auf dem gesamten östlichen Ring -> lösbar (!/?)


    http://www.bilderload.com/date…kringperspektive6ZZKM.jpg
    Quelle:Ich


    http://www.bilderload.com/date…straszeschnitt017DU39.jpg
    Quelle:Ich


    http://www.bilderload.com/date…raszegrundriss01LA5GH.jpg
    Quelle:Ich



  • Hi,


    -Zeitungen etc. : PR macht, wer sich damit auskennt. Oder?


    -Diskutieren: Ich habe nur Angst, dass es in diesem Thread zu viel und zu unübersichtlich wird. Wir probieren das einfach mal aus und lernen.


    -Unausgewogenheit: Erst mal kommt alles rein. Wenn alles da ist, kann man überlegen, wie es eingekocht wird. Im Fall Lehndorf, kann man die drei Grafiken auf S. 3 & 4 zu einer verbauen. Die beiden von S. 11 & 12 passen auch noch da rein. Dann gibt es je eine Seite für Bestand, V1, V2, V3 und Lehndorf.


    VG

  • Stadtbahn Lehndorf - Saarplatz


    Zitat

    Um den Flächenbedarf des eigenen Gleiskörpers und der Haltestelle Saarstraße weiter zu verringern, sollten die Gleiskörper nicht in Mittel-, sondern in Außen-Lage trassiert werden. So kann der Flächenbedarf von Fahrbahn und Gleiskörper von 16m, auf unter 12m reduziert werden. Vor den Bahnsteigen ergibt sich so ein - ja nach Planung - 100-200m langer Bereich, in dem die Stadtbahn am Rückstau der Ampel vorbei fahren kann. Der nächste eigene Gleiskörper würde an der Verschlingung von Saar- und Hannoverscher Straße folgen.
    Durch diese Dynamische Straßenraumfreigabe in Koppelung mit einer Pulkführung durch die Stadtbahn, können die Vorteile eines eigenen Gleiskörper weitestgehend erreicht werden, bei gleichzeitiger Flächenoptimierung. Alle Baumreihen und die überwiegende Anzahl der Stellplätze kann erhalten werden.


    Wie im pdf/word-Dokument:
    -Gelb bezeichnet Trassen im Straßenplanum
    -Rot sind eigene und besondere Gleiskörper
    -die runden Logos sind Symbole für die metro :) Das Logo, dass die BSVAG jetzt für die Tram hat (klotz mit Schriftzug Tram) mag ich nicht leiden.


    Nicht wie im Dokument:
    -Ich habe zwei Stationen raus genommen, weil der Abstand teilweise nur 200m war. Jetzt liegen die übrigen drei so, dass sie mit den besonderen Gleiskörpern harmonisiert sind. So passt es m.M.n. auch besser zur städtebaulichen Anlage der Saarstraße, die prinzipiell ein Raum, von der Ottweiler bis zur Saarbrücker Straße ist und in der Mitte einen Knick hat.


    Wie sehr ihr das?

  • zu Beitrag #106:


    Hallo Dvorak, ein ganz GROSSES HALLO Ted Mosby!


    Vielen Dank für die vorbildliche Arbeit im ganzen Thread!:daumen:
    Für die Grundlagen, Denkanstöße und vor allem die inhaltliche Zusammenfassung. Ich habe mir das Dokument gestern runtergeladen, aber noch nicht ganz durchgelesen.


    Vorab:

    • Es sollte tatsächlich eine Art Vorwort/Präambel/Abstract geben. Das ist das Wichtigste, damit das Dokument auch von den Rezipienten gelesen wird. Darin Genese und Anliegen der Diskussion, Struktur des Folgenden, vielleicht auch im Vorgriff schon Zusammenfassung des Ganzen.


    • Das Zielnetz würde ich nicht notwendigerweise vor die Einzelmaßnahmen stellen - da es sich eben sinnvoll aus den Einzelmaßnahmen konstruieren lässt.


    • Leider sehe ich weder in Verwaltung noch Politik jemanden, der sich von einem derart umfassenden Zielnetz vorab begeistern lässt, eher von der Sinnhaftigkeit der einzelnen Strecken. Und dann danach als logische Konklusion auch vom Zielnetz.
    • Was wir in dem Dokument vermeiden sollten, sind direkte Angriffe auf nebensächliche Themen ("Das Logo, dass die BSVAG jetzt für die Tram hat (klotz mit Schriftzug Tram) mag ich nicht leiden".);)


    Adressaten:

    • Breit gestreut in die Politik, also alle Ratsfraktionen direkt anschreiben.
    • Mehrfache Kopien in die Verwaltung (FB01, das komplette Bau-Dez, Wirtschaft-Dez, Finanz-Dez)
    • Begleitend mit einer PM an die lokale Presse
  • "Das Logo, dass die BSVAG jetzt für die Tram hat (klotz mit Schriftzug Tram) mag ich nicht leiden".


    Das wollte ich auch nicht reinschreiben. Es gibt aber kein Logo für sie Stadtbahn, nur eines für die Metro-Linien, um die es nicht geht und das Logo für die Tram, das aber eigentlich keines ist.

  • und daran denken, dass es nicht nur die BZ als Presse gibt auch wenn man durch Sie sicherlich die größte Aufmerksamkeit erzielt. Darüber hinaus gibt es noch beispielsweise die neue Zeitung "neuesausbraunschweig" (die wohl mit dem Radio sender BWR1) verbunden ist oder den "braunschweigreport".


    :)


    Super Sache. Wenn es als Diskussionsgrundlage dient ein Beispiel für bürgernahe Politik.

  • Für die Einleitung:



    Bestandsnetz (mit 500m Radiuas):
    http://www.bilderload.com/date…ndssystem01kleinQKP1N.jpg
    Quelle:Ich, Datenbasis: FNP-Grafik


    Entwicklungsbedarfe:
    http://www.bilderload.com/date…twicklung01kleinTEBLC.jpg
    Quelle:Ich, Datenbasis: FNP-Grafik


    EIne Variante, eines möglichen Zielnetzes:
    http://www.bilderload.com/date…rte03ziel01kleinCSFEK.jpg
    Quelle:Ich, Datenbasis: FNP-Grafik


    Die Campusbahn habe ich bewusst raus gelassen, weil der Verlauf zu strittig ist.


    Für die einzelnen Kapitel:


    Ein Gesamtplan, mit (fast) allen Alternativen, Kommentaren, S-Bahn, Stadtbahn, P+R etc.:
    http://www.bilderload.com/daten/gesamtplanklein06E6TWU.jpg
    Quelle:Ich, Datenbasis: FNP-Grafik


    Der Nord-Westen:
    http://www.bilderload.com/date…westuebersicht0595CMF.jpg
    Quelle:Ich, Datenbasis: FNP-Grafik


    Der Nord-Osten:
    http://www.bilderload.com/daten/nordostuebersicht01NMTIX.jpg
    Quelle:Ich, Datenbasis: FNP-Grafik


    Der Süd-Osten:
    http://www.bilderload.com/daten/suedostuebersicht02DBD59.jpg
    Quelle:Ich, Datenbasis: FNP-Grafik


    Der Süd-Westen:
    http://www.bilderload.com/date…stenuebersicht03K0RMB.jpg
    Quelle:Ich, Datenbasis: FNP-Grafik


    Die Mitte:
    http://www.bilderload.com/daten/mitteuebersicht046PNPA.jpg
    Quelle:Ich, Datenbasis: FNP-Grafik


    Diese Pläne, dachte ich, können wir den Kapiteln voranstellen. Die geben einen Überblick und beinhalten alles wesentliche. So hat man eine einheitliche Darstellung, die dann auch wieder unterschiedlicher werden kann. Erstmal sollte aber alles gleich aussehen, um das ganze unabhängig von der Grafik zu sehen.
    Ich habe auf dem Plan auch eingezeichnet, wo es "Detailideen" gibt, die mehr umfassen, als einen Streckenverlauf. Die folgen einer durchgehenden Nummerierung.
    Die ein oder andere Position habe ich ein wenig angepasst, man kann dann in den Details weiter darauf eingehen, dass es mehrere Möglichkeiten gibt.


    Denke ich hier in die richtige Richtung?


    -----------------
    Mod: Direkt eingebundene Grafiken wegen fehlender Quellenangabe in Link umgewandelt. Bitte fremde Urheberrechte und unsere Richtlinien beachten.

  • Konzept Stadtbahnausbau


    -Zeitungen etc. : PR macht, wer sich damit auskennt. Oder?
    VG


    Ich bin hauptberuflich PR-Berater – also würde ich das gerne übernehmen.



    -Diskutieren: Ich habe nur Angst, dass es in diesem Thread zu viel und zu unübersichtlich wird. Wir probieren das einfach mal aus und lernen.
    VG


    Bislang halten sich die Wortmeldungen ja in Grenzen. Insofern denke ich nicht, dass es zu unübersichtlich wird.



    -Unausgewogenheit: Erst mal kommt alles rein. Wenn alles da ist, kann man überlegen, wie es eingekocht wird. Im Fall Lehndorf, kann man die drei Grafiken auf S. 3 & 4 zu einer verbauen. Die beiden von S. 11 & 12 passen auch noch da rein. Dann gibt es je eine Seite für Bestand, V1, V2, V3 und Lehndorf.
    VG


    Klingt gut.



    Die SPD hat uns gefunden:


    Das ist doch sehr schön! Dann kommt unser Konzept nicht aus heiterem Himmel. Zudem sind wir ja völlig transparent in unserer Meinungsbildung. Insofern finde ich es gut, dass man bereits jetzt auf uns aufmerksam geworden ist. Mitlesende sind natürlich stets eingeladen, sich hier auch aktiv einzubringen!

  • @#111:


    Vielen Dank für deine Mühe und die schönen Grafiken, Dvorak!


    Ich würde das so direkt übernehmen und im nächsten Schritt deine aktuellen Vorschläge und Visualisierungen in das Konzept einarbeiten. Gebt mir ein paar Tage Zeit. Ich gehe davon aus, in der kommenden Woche eine aktualisierte Fassung online stellen zu können!


    Da ich Feders Einwand (#108) bezüglich des Zielnetzes gut nachvollziehen kann, werde ich zudem eine alternative Fassung erstellen, in der das Zielnetz erst zum Schluss vorgestellt wird. Dann könnten wir uns ein genaueres Bild machen und darüber noch einmal abstimmen

  • erstmal muss ich sagen, ich finde es wirklich überragend wie sich die Beteiligung hier für Projekte im Raum Braunschweig entwickelt hat :) Die Grafiken sind wirklich sehr gut geworden. :daumen:

  • Ich würde das so direkt übernehmen und im nächsten Schritt deine aktuellen Vorschläge und Visualisierungen in das Konzept einarbeiten. Gebt mir ein paar Tage Zeit. Ich gehe davon aus, in der kommenden Woche eine aktualisierte Fassung online stellen zu können!


    Ich habe in dem Dokument auch einige Vorschläge eingearbeitet, konnte das aber noch nicht online stellen. Ich mache das morgen Vormittag, dann kannst Du mal gucken, ob man das zusammenbauen kann.

  • gibt es eigentlich eine Deadline für die Ausarbeitung? Man sollte sich vielleicht am Zeitplan der Politik zur weiteren Beratung über den Ausbau des Streckennetzes
    orientieren.

  • Seitens der Politik soll ein Fahrplan aufgestellt werden, wie weit man da ist, weiß ich nicht. Zuletzt habe ich nur gelesen, dass eine Bürgerbeteiligung statt finden soll, aber noch nichts von einem Termin mitbekommen. Ich würde allerspätestens Ende Juni vorschlagen.


    Rüningen:


    http://www.bilderload.com/daten/rueningen011JMND.jpg
    Quelle:Ich, Datenbasis: Sketchup/GoogleEarth, FNP-Grafik
    -----------------
    Mod: Direkt eingebundene Grafik wegen fehlender Quellenangabe in Link umgewandelt. Bitte fremde Urheberrechte und unsere Richtlinien beachten.


    Zwei Varianten:
    V1 - entlang der Frankfurter Straße: Basiert auf den Planungen des VEP und gibt das wieder was Ted gezeichnet hat.


    Vorteile:
    -Direkte Verbindung zur Innenstadt
    -Gute Erschließung von Gartenstadt und Rüningen.
    -Erschließung des Stadtgebietes rund um den Frankfurter Platz


    Nachteile:
    -Relativ viel Neubaustrecke um Rüningen anzuschließen (2km mehr als in V2).
    -Sehr heterogene Situationen. Nicht überall Platz für eigenen Gleiskörper, manchmal direkt an die Autobahn angrenzend, viele Kreuzungen etc.


    V2 - von Broitzem zur Eisenbahn: Am Kruckweg biegt die Strecke ab, und verbindet die Gartenstadt auf der Südseite. Durch die Brücke Frankfurter Straße geht es direkt zur Eisenbahn, wo die Stadtbahn auf einem dritten Gleis bis nach Leiferde fährt.


    Vorteile:
    -Durchgehend eigener Gleiskörper möglich
    -knapp 50% der Strecke verläuft auf Bahngleisen, hier kann man sehr viel Kosten sparen (auch für Lärmschutz, Schotter, Vignolschinen etc)
    -Verbindung Regionalverkehr/Stadtbahn wäre stärker (Leiferde, Rüningen und Weststadt)
    -in Leiferde P+R einfacher möglich, da man mehr Stadtbahn und Regionalverkehr verbindet.
    -Baugebiete in Broitzem (teilweise im FNP geplant) werden erschlossen
    -Anbindung eines kleinen Teils von Stöckheim


    Nachteile
    -Gartenstadt und Rüningen nicht so gut wie in V1 erschlossen
    -Längere Fahrtzeit in die Innenstadt
    -Keine Anbindung des Stadtgebietes rund um den Frankfurter Platz



    Anregungen?

  • Europaplatz


    http://www.bilderload.com/daten/europaplatzWGWTW.jpg
    Quelle:Ich, Datenbasis: Sketchup/GoogleEarth


    Ich habe mal den Bahnhof Europaplatz durchgezeichnet, mit allen Radien, die man einhalten muss, der Straßenkreuzung, wie man sie umbauen könnte, möglichst viel Uferfläche, etc.


    Mir ist dabei folgendes Problem klar geworden:
    Fährt ein Regionalzug ein, dann muss er mehrere Minuten warten, bis alle Fahrgäste raus sind, da das deutlich länger dauert, als bei Straßenbahnen. In dieser Zeit muss er den Triebkopf, oder Führerstand oder wie das heißt runterfahren, an das andere Ende laufen und den neuen Führerstand hochfahren. Wenn jetzt alle raus sind, kann er wieder losfahren. Das wird sicher 5min dauern. Wenn ich jetzt Puffer haben will, damit ich Verspätungen etc ausgleichen kann, dann schaffe ich pro Gleis in der Stunde vielleicht 6 Züge, also bei zwei Gleisen 12. Es gibt heute schon 9 Regionalzug-Verbindungen von Braunschweig aus, damit wäre der Bahnhof bei einem Stundentakt schon relativ voll. Eine Taktverdichtung ist schwierig.


    Baut man den Bahnhof größer - ich habe eine Variante mit 4 Regionalzug-Bahnsteigen ausprobiert, dann hat man einen sehr großen Bahnhof, der, wenn man das ganze Konzept umsetzt dann viel zu groß ist.


    Man darf sich das also nicht als S-Bahn-Hof vorstellen. Einen S-Bahnhof könnte man erst daraus machen, wenn man das ganze Konzept der Stadtdurchfahrung umsetzt. Wenn man nur die bestehenden Regionallinien besser an die Innenstadt anbinden ginge das, da alle 5min eine Bahn kommt. Wenn ich aber sowieso mit der Bahn fahre (und das wird man müssen, wollen die meisten Fahrgäste doch wahrscheinlich mindestens zum Kohlmarkt), wieso dann nicht gleich vom Hbf?


    Außerdem habe ich nur an einem Bahnsteig einen Tür-an-Tür-Umstieg.
    Fahre ich auf dem linken Gleis ein, dann kann ich vom gleichen Bahnsteig aus in die Stadt fahren, klar. Aber dieser Zug fährt auch wieder weg, und für Fahrgäste, die aus der Stadt kommen, habe ich keinen Tür-an-Tür-Umstieg. Würde man irgendwann eine Durchfahrung der Stadt bauen, dann wäre das optimal, das wird - wenn der erste Bauabschnitt überhaupt kommt - sehr lange auf sich warten lassen.


    Vielleicht hat da noch jemand eine Idee, wie man die Probleme lösen/mildern kann.


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    Mod: Direkt eingebundene Grafik wegen fehlender Quellenangabe in Link umgewandelt. Bitte maximal 1.000 Pixel Breite sowie fremde Urheberrechte und unsere Richtlinien beachten.

  • http://www.braunschweiger-verk…a51102d20cfd21f57c5a8a58d


    Da es ja auch darum ging, welche Anforderungen an die Bahnen gestellt werden.


    "Der erste Vertrag umfasste die Bestellung von 15 Solaris Tramino. Insgesamt liefert Solaris für die Braunschweiger Verkehrs-AG nunmehr 18 vierteilige Einrichtungswagen mit einer Länge von knapp 36 Metern. Jedes Wagenteil verfügt über ein eigenes Fahrwerk für die Braunschweiger Spurweite von 1.100 mm. Im Inneren der Tramino finden bis zu 211 Fahrgäste Platz, davon 77 sitzend. Der Zu- und Ausstieg erfolgt über sechs Doppeltüren."


    "Die ersten 15 Fahrzeuge werden zwischen Mai und Dezember 2014, die 3 weiteren Fahrzeuge bis spätestens Ende Mai 2015 an die Verkehrs-AG ausgeliefert. Die Nutzung der Option durch die Verkehrs-AG ist auch dank der Förderung durch das Land Niedersachsen (LNVG) möglich. "