Infrastrukturprojekte

  • Lehresall nach Braunschweig eingemeindet werden? Das habe ich aber anders verstanden. Ändert aber nichts an der Notwendigkeit, die Verbindung zwischen Wolfsburg und Braunschweig über Lehre zu stärken.

  • ^Der Wolfsburger OB hat ernsthaft die Absicht bekundet, den gesamten - vor dem finanziellen Kollaps stehenden - Landkreis Helmstedt nach Wolfsburg eingemeinden zu wollen. Eine absurde Idee! Als Reaktion darauf haben Braunschweiger Politiker (insb. der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Pesditschek) die Frage aufgeworfen, ob BS nicht auch ein paar Stücke vom Kuchen geltend machen könnte. Die Frage einer etwaigen Eingdemeindung Lehres ist daher - zumindest momentan - wohl eher hypothetischer Natur.


    Eine Verbesserung der Anbindung Lehres sollte davon jedoch nicht betroffen sein. Seit dem Wegfall der Bahnlinie durch das Schuntertal wird Lehre nur noch von der Wolfsburger Buslinie 230 angebunden. Gerade auch im Hinblick auf die Diskussion um die Stadtbahnverlängerung nach Volmarode-Nord könnte man hier eine Verbesserung des status quo in Angriff nehmen.

  • @ #18


    Hallo Dvorak,


    bezüglich deines Vorschlags für den Rudolfplatz bin ich hin- und hergerissen. Absolut positiv ist in meinen Augen die Reduktion der bestehenden großen Verkehrsinseln in der Mitte des Platzes, um so mehr Flächen für Fußgänger und Radfahrer an den Platzrändern zu schaffen. Die so gewonnenen Flächen auf der Westseite des Platzes sind ein absolutes Plus. Gleichzeitig schaffst du jedoch eine neue große Verkehrsinsel in der Mitte des Platzes.


    Die Idee mit dem „Straßburger Dach“ als städtebauliches Zeichen finde ich ebenfalls gut. Ein praktikabler Wetterschutz wäre es wohl nur bedingt, da das Dach wg. Oberleitung und Lkw-Verkehr recht hoch ausfallen müsste. Zu überlegen wäre m. E. daher, ob man es im Rahmen deines Plans nicht besser bei „normalen“ Haltestellenhäuschen beließe und dafür die Freifläche in der Mitte des Platzes für ein prägnantes städtebauliches „Zeichen“ nutzen würde.


    Meine Probleme habe ich dann doch mit deinem Vorschlag zur Führung der Stadtbahn. Ob die Vielzahl an Weichen und Gleiskreuzungen, die du vorsiehst, und das damit einhergehende Oberleitungsnetz praktikabler oder auch städtebaulich eleganter wären als die von mir postulierte Tunnellösung, lasse ich mal dahingestellt. Auch sind die von dir vorgesehenen Flächen mitunter sehr knapp bemessen. Die Lösung mit einem Bahn- bzw. Bussteig schafft zwar zweifelsohne perfekte Umsteigebedingungen, begrenzt aber auch die Leistungsfähigkeit der Strecke. Zudem dürfte der Bahnsteig für längere Stadtbahnen (mit Anhänger oder - perspektivisch - in Doppeltraktion) zu kurz sein.


    Was die Hildesheimer Straße anbelangt, so hast du durch das Verschieben des Kreuzungsbereichs nach Osten einige meiner Bedenken entkräftet. Dennoch halte ich einen besonderen Gleiskörper (teilweise im Tunnel) für die Stadtbahn auf der gesamten Strecke zwischen Rudolfplatz und Tangente nach wie vor für sinnvoll.


    Was die Verlegung von Stadtbahngleisen an die Straßenränder anbelangt, so denke ich, dass dies keine Generallösung sein kann. Die Lösung, die beim Umbau der Okerbrücke am Fallersleber Tor im Bereich Botanischer Garten, gefunden wurde ist m. E. ein überzeugendes Beispiel, dass das funktionieren kann. Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Stadtbahnverkehr bei seitlicher Führung durch falsch parkende, einparkende, zum Be- oder Entladen haltende Kfz gestört wird, aber gewiss größer als bei einer mittigen Führung.

  • @ #19


    Hallo Tarsis, danke für den Hinweis. Den Fehler habe ich korrigiert.


    Die Schaffung eines eigenen Gleiskörpers würde das gesamte östliche Einfallstor in die Stadt in ein Chaos stürzen - der Bau der A 39 hat da nur wenig Entlastung geschaffen.


    Ich denke, dass ein Rückbau möglich gewesen wäre, da die Verkehrsmenge auf der Helmstedter Straße etwa der auf der Ebertallee bei Riddagshausen entspricht, die ja auch nur zweispurig ist (vgl. hier: http://www.braunschweig.de/leb…verkehrsmengen-gesamt.pdf) Aber hier ist die Entscheidung ja nun einmal gefallen und gerade weil die Verkehrsbelastung der Helmstedter Straße nicht annähernd so groß ist, wie in der oben diskutierten Hildesheimer Straße, kann man damit wohl auch leben, d.h. der Stadtbahnverkehr dürfte an dieser Stelle nicht unnötig behindert werden.


    Interessanter wäre viel mehr wie denn die Stadtbahn Richtung Rautheim verlängert werden soll. Im Neubaugebiet Rautheim sind jedenfalls Flächen für einen Gleiskörper und die Verlängerung der Stadtbahn vorgesehen.


    Die Verlängerung der Stadtbahn nach Rautheim rangiert im aktuellen Verkehrsentwicklungsplan der Stadt nur unter „Prioritätsstufe 3“ (vgl.: http://www.braunschweig.de/leb…kehrsplanung/VEP4_K43.pdf.


    Als dringlicher wird dort die Verbindung vom Krematorium nach Mascherode eingestuft, allerdings unter der Voraussetzung, dass entlang der Strecke Neubaugebiete erschlossen werden, insb. das einst vorgesehene große Neubaugebiet „Stöckheimer Forst“ südlich von Mascherode. Um letztgenanntes Vorhaben ist es ja schon geraume Zeit sehr still geworden – auch im FNP taucht es nicht auf.


    M. E. gehört ein Ausbau der Stadtbahn im Südwesten der Stadt dennoch auf die Agenda. Um ein attraktives ÖPNV- bzw. Stadtbahnnetz zu erreichen und Menschen zum Umsteigen zu bewegen, müssen auch Vorleistungen erbracht werden. Eine politische Grundsatzfrage ist dabei, wie die Kommunen die Kosten für Ausbau und Betrieb stemmen können. Der ÖPNV kann nun einmal kaum kostendeckend abgewickelt werden. Das kann der Pkw-Verkehr allerdings erst recht nicht (ein Punkt auf den viel zu selten hingewiesen wird.)


    Mir ist es sowieso schleierhaft wieso in Hannover der kontinuierliche Ausbau der U- und S-Bahn seit Jahrzehnten vonstatten geht und es in Braunschweig schlichtweg im selben Zeitraum nicht möglich ist derartiges anzuschieben und zu finanzieren!


    Das ist natürlich v.a. eine politische Frage. In BS hat im vergangenen Jahrzehnt eine CDU/FDP-Mehrheit regiert. Beide Parteien treten in BS, gelinde gesagt, nicht gerade als große Stadtbahn-Befürworter in Erscheinung. Zudem lag die oberste Priorität (gerade des OB) auf der Sanierung der städtischen Finanzen. Insgesamt keine gute Voraussetzung für große SPNV-Projekte.

    In Hannover hat man im Zuge der Wachstumseuphorie der späten Wirtschaftswunderjahre ein beispielhaftes Stadtbahnnetz mit Metro-Charakter in der Innenstadt geschaffen und später die EXPO 2000 geschickt genutzt, um ÖPNV-Projekte auf die Schiene zu bringen und ein S-Bahnnetz zu etablieren, während in BS seit Mitte der 1990er anderthalb Jahrzehnte lang die StadtRegionalBahn geplant wurde, um sie dann jämmerlich zu beerdigen (was m. E. auch auf mangelnden politischen Willen zurückzuführen ist).


    Gerade das Scheitern dieses Projekts wiegt besonders schwer, da es auch eine Stärkung Braunschweigs als Oberzentrum bewirkt hätte. Von dem, was als Ersatz für das ursprüngliche Projekt angekündigt wurde, ist ja leider weiterhin nichts zu sehen. Der schon vor Jahren vorgeschlagene Bahnhof „BS-West“ im Bereich Donaustraße ist noch immer nicht existent, der Bahnhof Gliesmarode verfällt immer weiter (obwohl hier ein idealer Umsteigepunkt zur Stadtbahn besteht, der jedoch auch im Hinblick auf eine mögliche Fahrplan-Abstimmung schlecht genutzt wird) und potenziell reaktivierbare ehemalige Haltepunkte wie Querum, Leiferde und Wenden-Bechtsbüttel werden von Gras und Unkraut überwuchert…

  • Stadtbahn Rautheim / Mascherode

    Die bestehende Planung zum Stadtbahnausbau sieht vor, die heutige Linie 4 von der aktuellen Endhaltestelle Krematorium zunächst über die Helmstedter Straße ein Stück weit nach Osten zu verlängern. Kurz vor „Opel Dürkop“ soll die Trasse dann nach Süden schwenken. Größtes Problem ist die dort notwendige Querung des tiefer gelegenen Rangierbahnhofs und der A 39. Hierfür wäre ein längeres Brückenbauwerk notwendig, das allerdings zugleich einen Rad- und einen Fußweg aufnehmen könnte.



    Im Bereich der Lindenbergsiedlung ähnelt die gegebene Situation der in Lehndorf. Der Möncheweg wird hier von stattlichen Baumreihen flankiert, die in jedem Fall erhalten bleiben sollten.


    Die Bahn sollte hier m. E. daher im Straßenplanum verlaufen und könnte südlich der Siedlung auf einen eigenen Gleiskörper am Ostrand der Straße einschwenken.


    Soweit ich weiß, ist es nicht vorgesehen, Rautheim über diese Strecke anzubinden, auch wenn dies ohne Probleme möglich wäre. Geplant ist vielmehr die Linie entlang des Mönchwegs weiter bis nach Mascherode zu führen – und von dort evtl. weiter in ein mögliches Neubaugebiet „Stöckheimer Forst“.


    Die Anbindung Rautheims käme durch eine Neubaustrecke vom Hauptbahnhof zustande (zu erschließen etwa durch eine Verlängerung der bestehenden Linie 5). Diese würde südlich des Berliner Platzes unter den DB-Gleisen hindurchgeführt werden.



    Zwischen Berliner Platz und Bebelhof gibt es keine Vorhalteflächen für einen besonderen Gleiskörper der Stadtbahn. Diese müsste daher in den bestehenden Unterführungen im Straßenverkehr verlaufen. Südlich des Bebelhofs gibt es dann auf der Ostseite der Salzdahlumer Straße eine für die Stadtbahn frei gehaltene Fläche.


    Die Bahn würde das Klinikum Salzdahlumer Straße anbinden, und dann entlang der Griegstraße weiter in die Südstadt fahren. Am Ostrand der Südstadt käme es zu einer Kreuzung mit der aus Richtung Krematorium / Lindenbergsiedlung kommenden Strecke. Von dort würde die Linie dann weiter ostwärts Richtung Rautheim fahren, wo zwischen altem Ortskern und Neubaugebiet bereits eine Trasse frei gehalten wird.



    (Bilder mit Google-Maps)

  • Stadtbahn Lehndorf / Kanzlerfeld / Lamme

    Es gibt sicher gute Gründe, wieso heute kein Verkehr mehr den gesamten Madamenweg oder den Triftweg runter läuft, dafür hat man eben eine Straße geopfert. Ich persönlich finde das falsch, stets immer noch ein bischen mehr auf die großen Straßen zu lenken und sie so zu immer schlimmeren Orten zu machen, was sie immer attraktiver für Verkehrumlenkungen macht.


    Dies ist ein spannendes Thema. Der Madamenweg als „gekappte“ Ausfallstraße ist wahrlich eine Besonderheit. Der bisherige Status wird ja, soweit ich weiß, zumindest dahingehend gelockert, dass künftig Busse vom Raffteichbad via B1 nach Lamme fahren sollen, um die bestehenden Busverbindungen zu entlasten (gerade weil es ja keine Stadtbahnanbindung gibt.)


    Eine generelle Öffnung des Madamenwegs erachte ich für schwierig. Die Verbindung ist als kürzester Weg vom Raffturm zur Innenstadt einfach so verlockend, dass er sehr viel Verkehr auf sich ziehen würde. Dafür ist die Straße nicht ausgebaut. Das Naherholungsgebiet „Westpark“ würde stark darunter leiden und die zu erwartenden Anwohnerproteste wären so vehement, dass jeder Politiker, der gewählt werden möchte, wohl lieber die Finger davon ließe.


    Der Triftweg ist ebenfalls problematisch. Ich hatte mal überlegt, ob sich die Stadtbahn dort entlang führen ließe. Theoretisch wäre es denkbar, die Bahn von der Goslarschen Straße über den Triftweg und die Calvördestraße zu führen. Doch vor der Tangente müsste man dann entweder abreißen (keine Option!) oder doch unter die Erde gehen. Gemäß deines Verdikts, wonach es falsch sei, bestehenden Hauptverkehrsstraßen immer mehr Verkehr aufzubürden (kann ich nachvollziehen, doch sollte man den SPNV dabei nicht ausnehmen), wäre dies dennoch eine denkbare Alternative, die zumindest die Hildesheimer Straße nicht zusätzlich belasten würde. Ich persönlich halte meinen ursprünglich vorgetragenen Plan für besser. Dennoch habe ich mal eine Skizze erstellt:



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    Wie gesagt, ich bin selber skeptisch, und möchte hier wahrlich nicht als „Tunnelfetischist“ erscheinen (meiner Meinung nach sollten Stadtbahnen weitestgehend oberirdisch geführt werden). Aber mich interessiert deine Meinung, Dvorak, weil ich viel darauf gebe. Alle anderen sind natürlich auch herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen!


    (Bild mit Google-Maps)

  • Rudolfplatz


    Hallo Ted,


    Sowas kann man ja ändern ;) Mir persönlich geht es so, dass der erste Versuch immer zu viele Schlenker und Gimmicks hat und man dann einkochen muss, bis es passt. Ich hatte das schonmal reduziert und vereinfacht:



    Neu:

    Quelle:Ich, Datenbasis: Sketchup/GoogleEarth



    Zur Erinnerung der Bestand:

    Quelle:Ich, Datenbasis: Ratsinfo Braunschweig



    Ich hab auch schon überlegt, was man mit der Mittelinsel machen kann. Vor meinem geistigen Auge sehe ich aber immer das Hochhaus der National-Goliath-Bank von Hammond Druthers.
    Die Mittelinsel entsteht ja durch die Fluchten von Goslarscher und Rudolfstraße und ist schon in der bauzeitlichen Ausführung vorhanden gewesen. Ich finde Mittelinseln dann nicht schlecht, wenn sie groß genug sind, damit man sie nutzen kann.
    Prinzipiell kann man auch eine einfache Kreuzung aus Ring und Hildesheimer Straße bauen, dann hat man aber ein Problem mit den beiden stadteinwärts liegenden Straßen.


    Die Straßenbahn kann man auch auf alle möglichen Wegen führen. Ich fände es ganz charmant, wenn man eine Wendemöglichkeit mehr hat, und die nutzen kann um einmal eine Ringbahn anzuschließen. Man kann aber auch gerader Linie einmal über den Platz rüber. Kommt drauf an, was man am stärksten gewichtet.
    Man kann auch eine Bahn durch das Westliche Ringgebiet über die Goslarsche Straße führen, oder die bahn in die Stadt druch die Goslarsche. Man ist noch sehr flexibel.


    Den besonderen Gleiskörper würde ich ab dem Ringgleis vorsehen. Gerade die Enge des Flaschenhalses vor dem Rudolfplatz betont ja sehr schön den Stadteingang, das kann man ruhig ein wenig überzeichnen, gerade weil man da den Platz ohnehin nicht hat.
    Ich habe auch eine Studie gelesen, die eine optimale Lösung darin gefunden hat, alle circa 500m einen besonderen Gleiskörper vorzusehen, damit die Straßenbahn den Verkehr überholen kann. Der Rest der Stracke kann dann im Planum verlaufen, ohne dass man Einbußen im Verkehrsablauf hinnehmen müsste.



    Ich überlege auch, ob es nicht generell sinnvoll ist, unter größeren Plätzen in den Ringgebieten gleich Tiefgaragen vorzusehen, und die Straßen so von den parkenden Autos zu befreien. Heute bin ich über den Altewiekring gelaufen, und dachte mir dabei, man könnte zwischen Kastanienallee und Jasperallee oder weiter eine zweibündige Tiefgarage vorsehen. So hätte man tagsüber alle Parkflächen für die vielen Läden, abends genug für die Anwohner, und man könnte die umliegenden Straßen vom Verkehr befreien. Ungefähr 700 Stellplätze würden etwa 11 Mio kosten und man könnte 2100m Wohnstraßen von parkenden Autos befreien, das wäre der Bereich zwischen Rosenstraße, Kastanienallee, Hochstraße, Kasernenstraße, Jasperallee.
    Ein Stellplatz im östlichen Ringgebiet kostet übrigens 60€/Monat, da ist man in einem Bereich, wo so ein Parkhaus sogar wirtschaftlich betrieben werden kann.



    Ist das die Planung der Stadt für die Verlängerung nach Mascherode oder ist das der Planungstand der Stadt?

  • Stadtbahn BS

    Hier erst einmal, zur allgemeinen Diskussion, eine Übersicht der Stadtbahnplanung für Braunschweig. Orange sind die bestehenden Strecken, rot die geplanten.



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    Die meisten der rot gezeichneten Strecken beziehen sich auf den Verkehrsentwicklungsplan. Eine Ausnahme ist die neu hinzugekommene Verbindung nach Lamme, die im Verkehrsentwicklungsplan noch nicht berücksichtigt wurde. Mit aufgenommen habe ich zudem Vorschläge des „braunschweiger forums“ bezüglich einer möglichen Ringbahn und einer Verbindung vom Siegfriedviertel nach Querum. Die Verbindung vom Kanzlerfeld nach Watenbüttel / Völkenrode war in den 1990er Jahren geplant, dann jedoch zugunsten der StadtRegionalBahn (die vom Schwarzen Berg nach Watenbüttel führen sollte) zurückgestellt worden.


    (Bild mit Google-Maps)

  • @ #27:



    Ich hab auch schon überlegt, was man mit der Mittelinsel machen kann. Vor meinem geistigen Auge sehe ich aber immer das Hochhaus der National-Goliath-Bank von Hammond Druthers.


    :cheers::cheers:


    Chapeau! Der Plan ist absolut elegant. Bezüglich der Stadtbahn in der Hildesheimer Straße bin ich noch immer skeptisch (und werde es auch bleiben!), doch das Problem mit der Haltestelle hast du m. E. sehr gut gelöst. Ich persönlich würde die Bahn durch die Goslarsche Straße präferieren, weil dort halt mehr Platz ist als in der Rudolfstraße.


    Die Nichtberücksichtigung der Ringbahn fällt m. E. nicht ins Gewicht. Ich habe sie ja auch ignoriert. M. E. ist eine Stadtbahn auf dem östlichen Ring durchaus sinnvoll; im westlichen Ringgebiet halte ich sie für weit weniger notwendig.


  • Ist das die Planung der Stadt für die Verlängerung nach Mascherode oder ist das der Planungstand der Stadt?


    Das ist die allgemeine, seit den 1990er Jahren bestehende Planung, soweit mir bekannt. Den aktuellen Planungsstand kenne ich leider nicht.

  • Der Triftweg ist ebenfalls problematisch. Ich hatte mal überlegt, ob sich die Stadtbahn dort entlang führen ließe. Theoretisch wäre es denkbar, die Bahn von der Goslarschen Straße über den Triftweg und die Calvördestraße zu führen. Doch vor der Tangente müsste man dann entweder abreißen (keine Option!) oder doch unter die Erde gehen. Gemäß deines Verdikts, wonach es falsch sei, bestehenden Hauptverkehrsstraßen immer mehr Verkehr aufzubürden (kann ich nachvollziehen, doch sollte man den SPNV dabei nicht ausnehmen), wäre dies dennoch eine denkbare Alternative, die zumindest die Hildesheimer Straße nicht zusätzlich belasten würde. Ich persönlich halte meinen ursprünglich vorgetragenen Plan für besser. Dennoch habe ich mal eine Skizze erstellt:



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    Danke für die Blumen.


    Das finde ich eigentlich sogar sehr schlau! Den Tunnel brauchst Du ja eigentlich nicht. Zwischen Lehndorf und der Stadtseite der Tangente kannst Du auf einem besonderen Bahnkörper fahren, und dahinter einfach abbiegen. Würde man den Tunnel bauen, müsste man die Gebäude sowieso abreißen, alles andere wäre viel zu teuer. In der Calvördestraße ist auf jeden Fall der angemessene bauliche Maßstab für eine Stadtbahn sogar mit besonderem Gleiskörper gegeben. Der Triftweg ist zwar eher ungeeignet, aber sowas prüft man dann in sowieso erst in der Planung.


    Ich tue jetzt mal so, als würde die Bahn durch die Rudolfstraße führen. Zwischen Goslarscher und Rudolfstraße hast Du einen Bereich, der neben dem Verkehr liegt, und von eigentlich allen Buslinien gut zu erreichen ist. Eigentlich ein sehr guter Punkt, um einen kleineren Busbahnhof zu bauen oder?


    Was ein bischen schade ist, dass der Weg natürlich in Metern länger wird, in Minuten kann man das nicht so einfach abschätzen. Und man hat auch nicht eine räumlich erlebbare Stadteinfahrt, weil man durch die Hintertür kommt. Die Verbindung durch die Hildesheimer Straße ist in dem Punkt stärker, und kann, wenn man die Baulücken alle füllt auch ein städtisches Flair bekommen, das schafft der Triftweg nicht.


    Verkehrlich ist diese Variante aber sehr gut.


    Das Trennen von Straßenbahn und MIV wird finde ich gerade dort interessant, wo man einfach nicht den Platz hat, z.B. in der Altstadt, wo man die Straßenbahn besser auf dem Altstadtring geführt hätte und die Kerntangenten so nicht übermäßig hätte aufblähen müssen. Das ist aber eine Einzelfallabwägung. In der Stadt hat man den Platz nicht, und überfordert einige Straße, obwohl es Alternativen gäbe, die genauso Leistungsfähig wären. Woanders funktioniert das z.B. nicht, wie zwischen Volkswagen-Bank und Wenden, wo die Führung der Straßenbahn sehr umständlich ist und den städtebaulichen Zusammenhang zerstört. Die Straßenbahn darf ruhig die ganz zentralen, alten Fernstraßen benutzen, ich würde aber nicht den kompletten Straßenverkehr auf diese kanalisieren. Die Straßenbahn kann Orten eine starke Zentralität geben, der Straßenverkehr macht ab einer gewissen Größe nur noch kaputt, eine geringe Belastung muss aber eigentlich jede Straße ab können.

  • Es scheint Dynamik in den Ausbau der Tram in Volkmarode zu geben.
    Die SPD rechnet damit, dass im Frühjahr 2013 ein Planfeststellungsverfahren und der Ausbau 2014 beginnen könnte. Als Kosten stehen 16 Mio Euro im Raum.


    Alternativ würden Kosten für den Straßenbau in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro anfallen, die einen kompletten Umbau der Berliner Heerstraße inklusive aller Nebenanlagen beinhalten. Die Kosten für den zusätzlich erforderlichen Neubau der Stadtbahnwendeschleife im Bereich Moorhüttenweg beziffern sich auf rund 2,8 Millionen Euro. Für diese Baumaßnahme wäre voraussichtlich eine Co-Finanzierung aus Fördermitteln des Landes erreichbar. Also Kosten in Höhe von 7,6 Mio Euro.


    Die CDU wiederum entgegnet, dass bei einem Ausbau der Trasse durch Volkmarode kein Geld für einen Ausbau nach Rautheim oder Lamme mehr vorhanden wäre.


    http://www.braunschweiger-zeit…rode-fahren-id826332.html


    Ich kenne mich in dem Stadtteil nicht ganz so gut aus. Inwiefern ist denn durch die Trasse eine stark erhöhte Lärmbelästigung für die Anwohner zu erwarten?

  • Also wenn der Stadtbahnbau bis hinter Volkmarode die Stadtbahnen nach Lamme UND Rautheim verhindern sollte, dann heißt das, dass die beiden Stadtbahnen Lamme und Rautheim je unter 10Mio kosten müssen, ansonsten würde ja nur für ein Projekt das Geld fehlen. Super Rechnung Herr Müller! Für unter 10Mio eine Strecke, dann sollten die längst im Bau sein.

  • Ja, das Argument von Herrn Müller scheint mir auch ein bisschen vorgeschoben. Dabei würde durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes auch gleichzeitig das Parkplatzproblem in der Innenstadt entschärft.

  • Zudem würde es heissen, dass die Projekte Lamme und Rautheim in konkreter Planung wären UND nur dadurch verhindert würden, dass man das Projekt in Volkmarode angeht . . . .


    Vielleicht sollte man erst überlegen und dann reden - es würde mich ja freuen wenn beide Projekte in der Mache wären . . .. aber ich fürchte ja, dass es absehbar eben nicht so ist !


    Leider !!!


    Wenigstens kommt die Regiostadtbahn durch die Hintertür ja wieder ins Rollen. Die Verkehs-AG baut den Untergrund auf zu sanierenden Strecken so, dass das dritte Gleis nur verlegt werden muss und die Vorraussetzungen dafür schon vorhanden sind ! Das wurde im Rat beschlossen !!!!! *freu*


    Wenn dann noch die Landesregierung wechselt stehen die Zeichen günstig !

  • Wenigstens kommt die Regiostadtbahn durch die Hintertür ja wieder ins Rollen. Die Verkehs-AG baut den Untergrund auf zu sanierenden Strecken so, dass das dritte Gleis nur verlegt werden muss und die Vorraussetzungen dafür schon vorhanden sind ! Das wurde im Rat beschlossen !!!!! *freu*


    Das habe ich gar nicht mitbekommen, wann war das denn? Seit dem vorläufigen Ende der Regio-Stadt-Bahn wurden auf deren Strecke ja einige Abschnitte saniert (Kennedy-Platz, Kurt-Schumacher-Straße, Stadion). Hat man das da schon so umgesetzt?

  • Nein ! Diesse Abschnitte leider nicht - der Beschluss kam erst danach. Aber die RegioStadtbahn ist nicht gänzlich tot ! ;-) Es stand auch in der Braunschweiger . . aber frag mich bitte nicht wann !

  • Stadtbahn Volkmarode-Nord

    Die CDU wiederum entgegnet, dass bei einem Ausbau der Trasse durch Volkmarode kein Geld für einen Ausbau nach Rautheim oder Lamme mehr vorhanden wäre.


    Ich halte das für ein vorgeschobenes Argument, um Zweifel an der geplanten Strecke durch Volkmarode zu säen. Ein Entweder-Oder ist in Bezug auf die genannten Streckenplanungen eher abwegig.


    Bestenfalls geht es hier um ein Setzen von Prioritäten bezüglich der jeweiligen Planungen. Gemäß der Prioritätenreihung des Verkehrsentwicklungsplans liegt die Strecke durch Volkmarode ohnehin vorn. Sie ist (wie Dvorak bereits indirekt angemerkt hat) kostengünstiger und schneller zu realisieren als andere Projekte.


    Der Bau der Volkmarode-Strecke würde die anderen Projekte nicht verhindern, allenfalls verzögern. In Anbetracht des Planungsstandes und der Mehrheitsverhältnisse im Rat liegt es nahe, zuerst in Volkmarode zu bauen. Die Verlängerung der Linie 3 war ein zentrales Wahlversprechen der SPD im Vorfeld der jüngsten Kommunalwahl - und ist, soweit ich das mitbekommen habe, auch ein zentrales Anliegen von Manfred Pesditschek, der einer der Entscheidungsträger der Braunschweiger SPD ist. Insofern gehe ich davon aus, dass der SPD viel daran liegt, dieses Projekt durchzusetzen.

  • Stadtbahn Volkmarode-Nord

    Ich kenne mich in dem Stadtteil nicht ganz so gut aus. Inwiefern ist denn durch die Trasse eine stark erhöhte Lärmbelästigung für die Anwohner zu erwarten?


    Die erste Hälfte der Neubaustrecke soll entlang der Berliner Herrstraße verlaufen. Eine erhöhte Lämrbelastung könnte sich dann ergeben, wenn die Stadtbahn in diesem Bereich auf der Straße geführt wird. Der Alternativvorschlag des "braunschweiger forums" sieht hier z. B. eine eingleisige Führung auf der Nordseite der Straße vor. Diese Trasse könnte als Rasengleis ausgeführt werden, das einen Großteil des Schalls schlucken würde.



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    Die zweite Hälfte soll weitgehend straßenunabhängig durch Volkmarode-Nord geführt werden, um das dortige Neubaugebiet anzubinden. Ich gehe davon aus, dass diese Trasse auf jeden Fall mit Rasengleis versehen wird, sodass die von der Stadtbahn ausgehenden Lärmemissionen eher gering wären. Da die Stadtbahn an dieser Stelle seit Jahren vorgesehen ist, dürfte es seitens der Anwohner hier eigentlich keine Beschwerden geben. Vielmehr wird ja als Argument für den Bau der Strecke vorgebracht, dass dieser den Neu-Volkmarodern von Anfang an zugesagt wurde.


    (Bild mit Google-Maps)