• Hat jemand eine Idee, wie es mit der Campusbahn aussieht?

    ~ 2022 hieß es, dass die Campusbahn und die Strecke nach Querum nicht als eine Strecke gebaut werden. 7

    2023 sagte die BS Energy, dass sie das Gleis zum Heizkraftwerk brauchen, bis 2024 sollte eine Entscheidung gefällt werden. Bis heute sind immer noch keine neuen Infos veröffentlicht worden.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Hat jemand eine Idee, wie es mit der Campusbahn aussieht?

    Sachstand laut Kompaktbericht der Stadt: „Für die Integration der Stadtbahngleise in den Trassenverlauf der Anschlussbahn gibt es machbare Varianten. Nach Abschluss der Arbeitsgruppenphase unter Beteiligung von Vertretern der Hafenbetriebsgesellschaft und von BS Energy soll ein weiterer Workshop zur Bürgerbeteiligung für den Streckenabschnitt Hamburger Straße bis TU Campus Nord und Ost durchgeführt werden. Die Veranstaltung ist noch nicht terminiert.“

    Die Info ist etwa ein halbes Jahr alt; der Bericht zum 31.12.25 derzeit überfällig.

  • ^^

    Habemus Kompaktbericht!

    (Wir sind mittlerweile dem nächsten Stichtag (dem 30.06.26) zeitlich näher als dem in diesem 17. Kompaktbericht untersuchten (dem 31.12.25), aber nun. Besser so als gar nicht)

    Darin heißt es zur Campusbahn kurz und bündig: "Die Fortführung der Bürgerbeteiligung für den Streckenabschnitt Hamburger Straße bis TU Campus Nord und Ost ist für das Jahr 2026 geplant und aber noch nicht terminiert." - Da von einer noch abzuschließenden 'Arbeitsgruppenphase unter Beteiligung von Hafenbetriebsgesellschaft und von BS Energy' , (s. Kompaktbericht vom 30.06.25 (pdf), vgl auch #642) nicht mehr die Rede ist, scheint diese abgeschlossen zu sein: Was das Resultat derselben ist, erfahren wir wohl zunächst nicht. Zumindest eine grobe Suche in den PM'n von BS Energy, auf den Seiten der BSVG sowie im Ratsinfosystem der Stadt war nicht erfolgreich. Dennoch: Ich erlaube mir als Befürworter der Campusbahn, das positiv zu werten.

    An anderer Stelle, in Gliesmarode, ist man das weiter: Hier solle lt. Kompaktbericht nach der Planfeststellung, also noch dieses Frühjahr, eine Ausschreibung für den Bau der Wendeschleife Querumer Straße erfolgen. Buabeginn sei im Herbst zu erwarten. Es folgen weitere Schritte für die Erweiterung im Strecke nach Volkmarode im weiteren Verlauf des Jahres.
    Vorgesehen ist der Bau der Wendeschleife (Lageplan als PDF auf Stadt-bahn-plus.de)  auf einer -meinem Eindruck nach reichlich ungepflegt wirkenden- Grünfläche (s. Google Street View).

    Aber auch hier ist nicht alles eitel Sonnenschein: So weiß RegionalHeute zu berichten, dass FDP, CDU und BIBS Sorgen wegen der Kostensteigerungen geäußert haben. Und es hat sich auch bereits eine Bürgerinitiative gegen die Wendeschleife gegründet, mit deren Anliegen und Sorgen sich die BZ hinter einer PayWall beschäftigt.

    Diese konzentrierten sich auf die Klassiker der Sorgen von Gegnern städtischer Projekte. So heißt eine Überschrift eines Absatzes in dem Artikel: Bäume, Parkplätze und Geschäfte: Anwohner kritisieren Baupläne. - Konkret seien es 22 Bäume und 13 Parkplätze, die wegfielen. Ein Gewerbetreibender (nicht Einzelhändler) aus dem Stadtteil lässt sich zitieren mit "Kommt die Wendeschleife, dann stirbt unser Stadtteil." - Dazu mache sich jede/r seine eigenen Gedanken*).


    Aber neben diesen Argumenten gibt es da noch ein pikantes Detail, dass mich stützig macht. Etwas, dass ich in den Planungen hoffnungslos ungeschickt finde: Dieses erste zu realisierende Teilprojekt aus dem Stadtbahnausbaukonzept wird das ÖPNV-Angebot verschlechtern.

    Richtig gelesen: Die Linie 3, die diese Strecke bedient, fährt außerhalb der Schulferien in der HVZ alle 7-8 Minuten aus der Innenstadt zur Endstelle in Gliesmarode - der Haltestelle 'Grenzweg'. Die zu bauende Wendeschleife wird dazu genutzt werden, jede zweite Bahn aus der Innenstadt bereits an der Querumer Straße enden zu lassen - Vier Haltestellen vorher. Die Haltestellen 'Messeweg', 'Moorhüttenstraße', 'Petzvalweg' und 'Grenzweg' werden also nicht mehr alle 7,5 Minuten je Richtung angedient, sondern nur noch alle 15 Minuten. Dadurch sparen die BSVG und mithin die Stadt erstaunlich hohe Summen im Betrieb: Weniger Fahrzeuge, weniger Fahrpersonal, alles nicht von der Hand zu weisen. Dennoch ist es nicht gerade eine Werbeveranstaltung. Das Projekt Stadt.Bahn.Plus gerät ohnehin bei den steigenden Baukosten immer mehr unter Rechtfertigungsdruck (s z.B. in der BZ (€)). Dann damit zu beginnen, eine riesige Kreuzung aufzureissen und die Anrainer damit unbestritten massiv zu belasten, um ihnen am Ende ein Ergebnis zu präsentieren, dass ihnen direkt keine Vorteile bringt, aber dauerhaft massive Nachteile, während auch im Rest der Stadt hiervon niemand direkte, spürbare Vorteile hat: Weiß ich nicht...


    *)Meine zwei Cent dazu: Das Beanspruchen einer Fläche von einem durchschnittlichen Kinderzimmer im öffentlichen (lies: uns allen gehörenden) Raum, um eine private Fortbewegungsmaschine zu lagern, ist ein Privileg, und kein Recht. Eines, dass immer noch viel zu selbstverständlich gewährt wird, wie die Argumentation jeder Dagegen-Bürgerinitiative (BI) zeigt. Besonders, wenn man betrachtet, dass die Kosten und der volkswirtschaftliche Schaden hierdurch sehr hoch ausfallen. Diese werden nicht im Ansatz durch die Steuern und Abgaben, die mit dem Betrieb eines Kfz einhergehen aufgefangen, zumal die Kommunen wie hier konkret Braunschweig als Bereitstellerinnen dieser Parkplätze hiervon nix abbekommen. Und leider bekommt dadurch für mich das Anliegen der BI aus meiner Erfahrung mit solchen Diskussionen heraus ein Geschmäckle.

    Einmal editiert, zuletzt von Xysorphomonian (23. April 2026 um 23:58)

  • Die Taktausdünnung wurde schon früh klar kommuniziert. Der Grund für die Schleife ist die Einsparung einer Straßenbahn. Ohne der Schleife müsste für den 7/8 Minuten Takt bis zur Ziegelweg (Endpunkt) eine weitere Straßenbahn gekauft werden. Scheinbar rechnet sich der Bau der Schleife eher als eine weitere Straßenbahn zu kaufen, deren Anschaffungswert auch mehrere Millionen kostet. (Plus der Kosten für die Instanthaltung, Reparatur, dem Gehalt der Fahrer)


    Ich bin auch kein großer Fan dieser Schleife, aber die ökonomischen Aspekte kann ich nachvollziehen. Und wenn das der Preis für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist ...

  • Thema: Stadtbahn Ausbau: Mittlerweile hat sich nicht nur eine Initiative gegen die Wendeschleife, sondern auch eine gegen die Verlängerung nach Volkmarode gebildet. Quelle: Braunschweiger Zeitung (Ohne Paywall)


    Die Planungen dauern nun schon mehr als 10 Jahre und dann kommt noch NIMBYs. Neben den typischem Anzweifeln, dass überhaupt ein Bedarf existiert (zum Vergleich: Volkmarode hat fast 4.000 Einwohner, Wenden knapp über den 4.000 und die haben einen Anschluss an die Straßenbahn) wird auch wieder mit Wegfall von Parkplätzen und den Bauen an sich argumentiert.

    Die sollten sich eher darüber aufregen, dass die Planungen so viel Zeit brauchen. Und leider hören ich von Freunden aus Rautheim, dass man auch die Straßenbahn nicht will. Also beginnt dann das ganze Spiel von vorne.

  • ^Ja , das ist grotesk. Die lange Planungsdauer bei den Braunschweiger Stadtbahnprojekten ist nicht zuletzt einer sehr intensiven und, wie ich finde, vorbildlichen Beteiligung der betroffenen Menschen geschuldet. Wo waren diese Leute bislang? Jetzt ist das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Die Aussage, man sei ja prinzipiell für den Straßenbahnausbau, bloß nicht vor der eigenen Haustür, ist dann in der Tat NIMBY-Sprech in Reinkultur. Wenn die Braunschweiger Zeitung diesen Leuten schon so viel Beachtung schenkt, würde ich mir einen begleitenden Kommentar wünschen, der diese Zusammenhänge auch einmal klarstellt.

  • Ja, ein Trauerspiel.

    Aber vielleicht erkennen viele Sommerurlauber aus den Dörfern und Stadtteilen, dass es in vielen anderen Ländern auf der Erde schneller und besser läuft. Dort gibt es dann nicht nur zweckmäßige Stadtteile, die an jeder Ecke sparen, sondern hübsche Orte, wo die gesamte Gemeinschaft darauf achtet, dass das Ortsbild gepflegt und architektonisch einzigartig ist.

    Die Straßenbahn nach Rautheim ist natürlich wichtig, damit das geplante Baugebiet Rautheim-West besser erreichbar ist.


    Aber was schreiben wir über Baugebiete, in Braunschweig wird ja aktuell nicht gebaut und Familien finden keine Häuser ;)

  • Das jetzt diese Bürgerbewegung BiBS auch gegen die Wendeschleife wettert, zeigt nur deren populistische Wahlkamptaktik. Gleichzeitig setzen sie sich für weniger Parkplätze ein. Glücklicherweise wird wahrscheinlich der Protest nichts bringen und die Schleife samt Erweiterung gebaut, aber es offenbart die Schwächen jeder Bürgerbewegung.

  • Es wird also nur noch blockiert.

    Wir kommen dann in Braunschweig nicht mehr weiter und werden abgehängt.

    Vielleicht sollten wir mal mehr den Blick zu unseren westlichen Nachbarn in den Niederlanden wagen; dort wird anders und schneller gebaut, nicht wahr?

  • Stadtbahn Volkmarode-Nord

    Der Baubeginn für die Gliesmaroder Wendeschleife im Zuge des Stadtbahnausbaus bis Volkmarode-Nord verschiebt sich aufs Frühjahr 2027. Grund sind zusätzliche Auflagen aus dem Planfeststellungsbeschluss, die die Ausschreibung verzögert haben. Das Projekt ist in Förderprogramme von Bund und Land aufgenommen; die Freigabe für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn liegt vor. Der Förderbescheid wird bis spätestens Ende November 2026 erwartet. Vorbereitend sind Grünschnittarbeiten vorgesehen. Ob der neue Zeitplan hält, hängt noch von Ausschreibung und Vergabe ab. Quelle: https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/…deschleife.html (ggf. Paywall).