Beiträge von libero

    Starten Sie doch endlich ein Bürgerbegehren für den Aufbau oder werben Sie für eine Bürgerbefragung.


    Wozu? Und so durchschaubar als politische Aufforderung. Schoppenhauer lässt grüßen. Es gilt die Baugenehmigung, es gilt Stiftungsrecht und es gilt die Mehrheit im Abgeordnetenhaus. Warum sollten sich Befürworter nochmal legitimieren, wenn ihre Sache bereits alle demokratischen und bürokratischen Stufen durchlaufen haben? Und warum sollten hier auf dem Board die Meinung von Befürwortern legitimer sein als die Meinung der Gegner? Wegen der 15000? Nur weil einige Dagegen-Bürger - die ich gern als Gegenbürger bezeichne - das nicht wahrhaben wollen? Im Umkehrschluss wird ein Schuh draus: Wenn ihr es verhindern könnt, macht es. Wenn nicht, dann habt ihr noch nicht mal Pech gehabt, sondern weder Recht noch Mehrheit hinter euch. Und wenn hier auf dem Board einer ne Meinung/Argumente hat, dann braucht er keine politisch motivierte Aufforderung zu einem Bürgerbegehren, um seine Meinung/Argumente zu untermauern.

    DAF-BerlinTreff

    In Kenntnis der Mods würd ich gerne ein Treffen organisieren. Erst mal Testweise, eventuell regelmäßig, wenn wir uns denn alle nicht direkt in die Köppe kriegen. Die Tests erst mal zum Beschnuppern. Eventuell dann später mit Gästen, Vorträgen oder Schwerpunktthemen. Ort wäre Warschauer Straße in meinem Office. Nu die Frage, wann wäre es euch am liebsten? Und habt ihr überhaupt Lust und Interesse?

    ^^Ja ne ist klar: die bereits seit 2009 erzielten Nettozuwächse von 50.000 p.a. sind alles Spanier. Und alles ist Unfug, was verschiedene Studien und Hochrechnungen sagen. Und das hier ist ein Stammtisch und ich schmeiss ne Runde.

    Nein, die offizielle Prognose - nämlich oben genannte - ist zum Zensus-Schnitt erstellt worden (Post Zensus 2011 versus Prognose 2012). Es ist auch unerheblich ob die hochgerechneten 400.000 auf 3,3 oder 3,5 draufgerechnet oder die 4 Mio. in 2030 genommen wird. Es bleiben zur Zeit de facto plus 50.000 im Jahr. Und man rechnet mit 400.000 mehr als Stand heute im Jahre 2030.


    Zu Deinem Wunsch, man brauche vertikale Dichte: Keiner hat hier was dagegen (gesagt). Es ging um Deine steile These, dass Investitionen im oberen Mietsegment auch zur Entlastung des mittleren und unteren führt (ist durch Studie widerlegt). Und dann haste ja mit der These nachgelegt, dass es (der Nettozufluss) eine Momentaufnahme sei und


    In der Stadtentwicklung plant man ja im Zeithorizont von Jahrzehnten.


    Das stimmt. Und eben diese Rechnung hab ich Dir jetzt gerade präsentiert. Und diese sagt was anderes als Du es gerne hättest. Es ist auch unerheblich, ob Du das als Wolkenkuckucksheim oder unrealistisch ansiehst. Der Senat und Bertelsmann und Studien sagen was anderes.


    Die Vermieter von Spitzenwohnungen hätten es schwer den Preis zu anzuheben - das setzt für den nachfolgenden Markt eine quasi statische Obergrenze die er nicht durchbrechen kann, einfach weil er Qualitativ im Vergleich nicht mithalten kann. Entsprechend ist grundsätzlich JEDER Wohnraum der gebaut wird eine Entlastung.


    Au, ja, prima! Das heisst ja im Umkehrschluss, dass man eigentlich nur noch hochpreisige Einheiten bauen kann, damit die mittleren und niedrigen Einheiten preisstabil bleiben.....Sorry, ich mein es echt nicht böse, aber das ist Milchmännchen oder zumindest Wunschdenken. Wie gesagt, die Studie sagt was anderes. Und die Praxis (in Berlin) im übrigen auch. Solche liberalmarktwirtschaftlichen Theorien erschweren die dringende Notwendigkeit des sozialen Wohnungsbaus, die Förderung von genossenschaftlichem Bauen und die strukturelle Unterstützung des verlorenenen Investors "Bürgertum und Mittelschicht" für den Wohnungsmarkt.

    ^ja, das ist eine Momentaufnahme. Schon aus demografischen Gründen wird der Zuzug nach Berlin aber kein dauerhaftes Phänomen sein. In der Stadtentwicklung plant man ja im Zeithorizont von Jahrzehnten.


    Ich wollte schon Fragen: Wo lebst du eigentlich, aber lass mal ich hab Ballin gegoogelt ;)


    Ohne Spaß: Bereits ohne Wild Card - also ohne Olympia oder noch stärkeres wirtschaftliches Wachstum/Gründerzeit (so abwegig ist dat aber nich) - zieht der Zuzug nach Berlin konstant an, nämlich seit 2009 um 40-50.000 per anno. Mal ganz ab vom signifikanten Steigerung des Zweitwohnsitzes in Berlin vor allem Mitte, Kreuzberg, Friedrichshain und PrenzlauerBerg. Bis 2030 bei gleichem Zuwachs wären das Post-Zensus 4,1 Millionen, die alle zumeist innerhalb des Stadtbahnrings wohnen wollen.


    Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung plant mit ihrer offiziellen Prognose aus dem Jahre 2012 Mittel mit 3,7 und Progose Wachstum mit 3,9 bis 2030. Die vorherige Version aus 2008 wurde da mal eben um schlappe 400.000 nach oben korrigiert. Die Obere wird es sein, mindestens. Bertelsmann korrigiert Jahr für Jahr für 2025/2030 um jeweils 100.000 nach oben. Mehr zum Thema hier.


    Zurück zum Thema: das Hardenberg wird - wenn es gebaut würde - ganz sicher ganz schnell "ausverkauft" sein, gerade im hochpreisigem Segment: Top Lage, Höchstes Haus & Ruhe/Grün einerseits und beste Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten direkt vor der Tür. Aber das hat nichts mit dem flächendeckenden Problem zu tun, dass Berlin im mittleren und unteren Preissegment massiv bauen muss, um da den Bedarf zu decken oder die aktuellen Preisentwicklungen zu mildern. Bei Neuvermietungen legt Berlin im Preis konstant überproportional zu und die Durchschnittsmieten (also egal ob Altbau, Platte oder Neubau!) liegen bei 8,75 bis 10€ innerhalb Akzise und in CBurg. Machen wir uns nichts vor: die Preise werden sich westdeutschem Standard und dann Hauptstadtstandard in Europa immer weiter annähern.


    Nicht 200m, aber vielleicht 50-60m. .


    Da sehe ich neben Baulücken und Verdichtung auch den Slot, vor allem innerhalb Akzise östlich des Stadtbahnviadukts bzw. innerhalb des Stadtbahnrings.

    ^^Man kann sich das gerne so vorstellen oder herleiten, es entspricht aber nicht der Realität. Produziert das Hochpreissegment zu viel Angebot, bleibts leer, weil es keiner bezahlen kann und dann wirds steuerlich abgeschrieben, also zahlen wir alle mit. Es gibt ne sehr breit angelegte Studie aus 2013: Hochpreis-Segment entlastet nicht Gesamtmarkt. Investitionen ins mittlere - in der Regel zwischen 6,5 und 8 €, in angespannten Märkten bis max. 11 € - entlastet hingegen unteres und oberes.


    Die Studie heisst "Bezahlbares Wohnen in der Stadt" und kann hier runtergeladen werden: Direktlink Download pdf (4,3 MB) - lohnt sich in jedem Fall nicht nur hier. Kurzzusammenfassung lesen reicht schon. Finanziert hat das im übrigen eine breite Koalition aus BFW - Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. BDB - Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. DGfM - Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V. DMB - Deutscher Mieterbund e.V. GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. IG BAU - Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt ZDB - Zentralverband Deutsches Baugewerbe, die auch alle damit fleissig arbeiten. Darüber hinaus haben wir das Thema in einem Extrastrang nämlich hier rauf und runter diskutiert.

    ^^Standort: Super, Richtig bzw. find ich gut; Verschattung des Zoos: das meint ihr nicht ernst?!; Höhe: Never Ever, Maximal 150, aber eigentlich dürften in der City West aus meiner Sicht max. 120m werden; Design: unteririsch - da schmeicheln die Renderings. Am Ende würde das Ding so aussehen wie in Basel: Nicht ganz so klobig, aber in der Fassadengestaltung nicht minder 'elegant':



    Quelle: Wladyslaw Sojka / http://www.sojka.photo mit Free Art License @Wikimedia

    ^^Nimms mir nicht Übel, Snirtje, es interessiert mich hier nicht ob es nun gerade dich schert. Und ich würde auch lieber bewerten, was hinten rauskommt - dann würde nämlich über Ästethik, Bedeutung der Architektur im Barock, Bedeutung der Kirche für das Stadtbild und die Stadtidentität gesprochen; alle würden sich freuen, weil es befreit von jeder ideologischen Betrachtung ein wiedergewonnenes Geschenk für die Stadt wäre, und nicht über den Tag von Potsdam und Ulbricht sprechen. Ich habe keine Meinung zum Wiederaufbau, ich hab aber sehr wohl eine Meinung zu Propaganda, Weisswäscherei, ideologisch motivierten Beiträgen, politisch motivierte Bekanntmachungen gegen die Bordregeln, Polemik und bewußt falsche Darstellung ohne Bequellung als Dauerfeuer-Kontaminierung, durch ein paar Genossen auf diesem Board, so u.a. Klarenbach. Und da die Mods hier aus was für Gründen auch immer nicht entscheidend eingreifen, seh' ich mich halt genötigt, gegen zu halten. Sonst würde ich hier gar nicht schreiben, weil ich nichts beizutragen habe.

    ^^Unterschied Ost / West - Ideologie/Stadtplanung
    Es ist ein Unterschied, ob ein Bau aus politischer Ideologie (Ost) oder städtebaulicher Ideologie (West) nicht gerettet oder gar in den 60ern beseitigt wurde. Und es ist ein Unterschied, ob erhaltenswertes/fähiges zusätzlich zerstört wurde - sei es Potsdam oder Berlin Mitte. Nehmen wir mal als Westbeispiel das Kulturforum: Natürlich war es eine Überplanung der Nord-Süd-Nazipläne, eine städtebauliche Durchkreuzung, die aber keine neue staatsideologische Ersatz sondern mit dem Scharounschen Kulturband eine staatsideologisch freie konzeptionelle gesellschaftliche Klammer stellte. Es ist auch keine Durchsetzungsarchitektur des Kapitalismus gegen den Nationalsozialismus, es ist keine Kirche oder ein erhaltenswertes Bauwerk zerstört worden dafür (Obschon die Matthäus in einem erbarmenswerten Zustand war, wie man hier sieht) - und zwar eben im Gegensatz zu Garnison/Schloss in Potsdam sowie beispielsweise Rathausforum, Petrikirche, Georgenkirche, Neustädtische und Lusisenstädtische sowie Schloss in Berlin und bekanntermaßen aufgrund kirchen- und preussenfeindliche ideologischer Konditionierung, die Platz schaffen wollte für die eigene Ideologie im Stadtbild. Solche Barbarei wurde im Westen größtenteils verhindert, sei es Charlottenburger Schloss oder Reste der Kaiser-Wilhelm, bei weltlichen Bauwerken Bahnhöfe (u.a. Anhalter) dann wieder nicht.


    Architektonische/Stadtplanerische Bewertung frei von Ideologie
    Es ist aus meiner Sicht auch hochrelevant in der Bewertung der städtebaulichen Moderne und der Stadtreparaturen vor allem in Potsdam und Berlin, welchen architektonischen Wert der Bau und die Komposition hat und ob diese Staatsratsarchitektur in Gänze oder einzeln erhaltenswert ist. Dafür auch hier Beispiele: KMA = natürlich erhaltenswert, Moll = fragwürdig, Platz der Vereinten Nationen = eher ja, Rathausforum = unter Teilwürdigung des Bestands nein, Marx-Engels-Forum = unter Würdigung des eigentlichen Forums nein, Alex: Hausdes Lehrers und BCC ja, Haus des Reisens = diskutabel, TLG = Nein.... und so weiter. Bei einer solchen Betrachtung tendiert sowohl das Rechenzentrum als auch das Mercure aus meiner Sicht gegen null. Und da kann man jetzt sicherlich im einzelnen drüber streiten, solange es eine architektonischer und städtebauliche Diskurs bleibt. Wenn man dann soweit ist, dass das Rechenzentrum nicht erhaltenswert ist (oder wirtschaftlich nicht mehr haltbar), dann stünde eigentlich dem Wiederaufbau nichts im Wege, wie in z.B. Dresden die Frauenkirche. Ja man hat sogar den Dreikirchenblick als historische stadtbildprägende Wirkung auf seiner Seite und damit zusätzlich Pro-Stoff. Wenn die Garnison denn nicht eben diese ideologische Angriffsfläche bieten würde:


    Ideologische Bewertung - wenn schon, dann bitte nicht als Einbahnstraße
    Die Diskussion, die sich hier entwickelt hat, ist mit nichten ein Kasperletheater, wer denn nun recht hat; es geht um die Feststellung, dass die Beseitigung der Garnison einerseits ideologisch motiviert war (selbst das hat ja Klarenbach zunächst angezweifelt, man habe kein Geld gehabt - was widerlegt ist - oder die Garnison war im baulich zu schlechten Zustand - was ebenfalls widerlegt ist) und andererseits vom System heimlich und von Ulbricht selbst getrieben wurde, was hartnäckig angezweifelt wird, aber en detail bequellt wurde. Der Grund dieser ideologischen Argumentation ist natürlich der, dass die Aufbaugegner hochideologisch den Tag-von-Potsdam gegen das Bauwerk der Garnison verwenden, damit die äußerst fragwürdige SED-Betonkopfargumentation für die eigene Sache vereinnahmen und gleichzeitig eine ideologische Betrachtung der Beseitigung für eine ersetzende Staatsideologie durch das real existierende System unter Obergenosse Ulbricht nicht anerkennen wollen. Wenn schon die Garnison ideologisch bewertet wird (was die Aufbaugegner tun), dann muss aus meiner Sicht konsequenter Weise die Beseitigung der selben auch ideologisch in diese Betrachtung einbezogen werden. Oder man lässt beides, was ich begrüßen würde, was aber natürlich den Aufbaugegnern ihre Hauptargumentation nimmt.

    ^^ Ja und, das Ding hast mir ja auch geschickt. Kenn ich. Bestätigende Konzeption heisst nicht "1966"... Heisst nicht "Dittmer wusste Bescheid".... Das widerspricht mal eben 8-10 zitierten direkten Zeitzeugen, die man somit mal eben der Lüge oder zumindest einer konspirativen Teilnahme an dieser "Kulturbarbarei" (Brunhilde Hahnke), der man sich hinterher entledigen will, bezichtigt. Was ist das für eine Betonkopfsch***? Edit: Konstantin - die Links funzen nicht, aber Du hast mir ja das pdf geschickt.

    Uwe Dittmer "Und da fing die Situation an, von der wir den Eindruck hatten, wir werden von Anfang an bei all dem, was jetzt geschieht, belogen. Und das hat sich ja dann nachher auch herausgestellt, dass alles, was uns mündlich und schriftlich gesagt worden ist zu diesem Thema, frei erfunden war. Das heißt, dass man genau wusste, man wollte die Kirche abreißen." (26:50) Diese Sätze beziehen sich auf die Situation im Herbst 1966, das heißt: Man wusste im Herbst 1966 genau, dass die Kirche abgerissen wird.


    Was ein Quatsch, woher nimmst du die Referenz 1966? "Man" war die von Ulbricht gesteuerte und geheimhaltende Systemspitze (Brunhilde Hanke) und "er" (Uwe Dittmer) wußte bis zum 7.03.1968 nichts. Und Brunhilde Hanke untermauert ja, dass alles dafür getan wurde, alles geheim zu halten. Das wurde mit dem Bericht des zweiten an den ersten Sekretär der Bezirksleitung vom 7.03.1968 eindeutig bestätigt, dass Dittmer bis zur besagten Besichtigung an diesem Tag nichts wußte! Was faselst du für eine Ulbricht-Weisswasch-Propaganda?!?! Dittmer sagt an Stelle 26:50, es hätte mit der Nichtverlängerung des Bauscheins begonnen, aber den entscheidenden Satz läßt Du - um Deine These zu untermauern - natürlich weg:


    Zitat von Dittmer

    Und da fing die Situation an, von der wir den Eindruck hatten, wir werden von Anfang an bei all dem was jetzt geschieht, belogen. Und das hat sich ja auch nachher herausgestellt, dass alles was uns mündlich und schriftlich gesagt worden ist zu diesem Thema frei erfunden war, d.h. dass man (Anmerkung d.A.: die die Öffentlichkeit belügende Partei/Staatsspitze) genau wußte, man wollte die Kirche abreißen aber man hat uns immer wieder beteuert: 'Es gibt keinen Gedanken daran die Kirche abzureißen'.


    Quelle: Youtube/Filmart, Dittmer ab 26:50


    Ich hatte geschrieben, dass der Abriss der Garnisonkirche am 5.8.1966 vom Sekretariat der Bezirksleitung Potsdam der SED beschlossen wurde und habe diese Information mit einer konkreten Quelle belegt. (Brandenburgisches Landeshauptarchiv BLHA Rep. 530 Nr. 2576)


    Bring mal endlich Online-Quellen, Troll! Deine nicht online zugängliche Quelle stell ich deutlich in Frage: Was da wie beschlossen wurde, ist vollkommen offen und dass Du (nicht einsehbare) Quellen für Deine Sache falsch zitierst, biegst oder missbrauchst, ist ja empirisch hinterlegt. Langsam wird mir das echt zu blöde. Du streust immer wieder deine Interpretation mit Quellen, die es nicht gibt, rein - zumindest behaupte ich das so lange, wie sie nicht online verlinkt sind.... Sonst müßten wir Dir ja einfach glauben, aber das tun wir - naja, zumindest ich - nicht, und zwar auch, weil alles was du behauptest und nicht belegen kannst dem widerspricht, was Zeitzeugen sagen! Inzwischen geh ich auch nicht mehr davon aus, dass das bewußt oder unbewußt ist. Du desinfiormierst (ich halt mich mit deutlicheren Worten zurück!) bewußt und gezielt für Deine Sache!. @Bato: Sorry dass ich dich jetzt hiermit nochmal deutlich anspreche... Löscht (bitte zu diesem Thema) gezielt Behauptungen, Zitate und Quellen, die nicht belegt sind!


    Klarenbach: Wenn dein Kommunikationsverhalten und deine Sozialisierungs-Normierung Referenz ist für die Propaganda und die Gleichschaltungsinformation des ehemaligen Arbeiter- und Bauernstaates DDR, dann mach ich jetzt hiermit nochmal offiziell ein katholisches Kreuzzeichen, dass sich dieser (selbst) erledigt hat. Bei den Hinterlassenschaften in den Köpfen der Opfer dieser Sozialisierung müssen wir anscheinend noch nachhelfen!

    ^^Ich find die McDo-Kritik nun auch ein wenig pingelig... Wichtige Indikatoren, dass es bergauf geht, sind doch (nach Bikini, Walldorf, KWG-Kirche, C/O im Amerikahaus, Upper-West und Hines-Areal) vor allem die Ertüchtigung des Bahnhofs und der Renovierung des Hutmacher-Hauses. Und das rundet in der Tat die City West ab und wertet weiter auf.

    ^^Stimmt, stylisch ist es, sieht überdurchschnittlich aus (z.B. im Vergleich zum Alexa) und es ist auch eine tolle Nachricht, dass es 2015 los geht. Allerdings hab ichs eine Schippe innovativer und ausgefallener erwartet bei UNStudios (Quängeln auf hohem Niveau). Ich denk aber trotzdem, dass das Ding ein Erfolgsbrüller wird: 100.000 Menschen täglich an er S-Bahn. Am Wochenende Ballermann, nächstes Vergleichsangebot am Alex und dann noch Parkplätze en masse...Das wird von Tag eins an knallvoll werden aus meiner Sicht. Und ich freu mich auch drauf, hausiere ich doch gleich an der Ecke :-)


    Was ist mit dem Turm? (Nochmal quängeln auf hohem Niveau)...

    ^ Okay, dass verstehe ich, da gibt es eine Gruppe die ihre Sympathisanten signifikant besser organisieren und aktivieren kann und daher im Vorteil ist. Aber werden in einer demokratischen System nicht genau so Mehrheiten erzeugt?


    Ja klar, aber man soll bitte nicht so tun, als wäre es Status quo. Wenn diese "Kraft" sich bei der nächsten Wahl durchsetzen kann, dann ist alles legititm...


    Auch verstehe ich, dass es ein "Gegen" leichter hat. Aber auch hier gilt, gibt es eine Mehrheit dagegen, dann ist das halt so. Es gibt keine Mehrheit mit "zweitrangigen" Beweggründen.


    Das kann sein ist aber wurscht, weil es gibt nicht die "Mehrheit", jedenfalls weder statistische noch repräsentative. Alle behaupten es ( Potsdamer: hier sind alle Aufbaugegner gemeint aufgrund des Begehrens), es ist aber Öffentlichkeitsarbeits-Makulatur, wissenschaftlich pari, weil beide falsch liegen = Tonne!


    Erhebungsmethode: ja, auch klar. Aber was wäre, wenn wir der Unterschriftensammlung mit der geringeren Teilnahme den Vorteil die niederschwellige Teilnahmemöglichkeit zugestehen würden? Wenn dann dennoch das Pendel zur Sammlung mit dem größeren Hürden schwingen würde, wäre dies doch sicher ein Indiz dafür, dass hier eine Mehrheit zu verorten ist?
    Das beide Unterschriftensammlungen nicht repräsentativ ist, beide keine Alternativfragen vorweisen und beide "konditionierend" daher kommen, ist unbestritten. Das hebt sich aber gegenseitig auf.


    Das - mit Verlaub tut es relativ, ist aber statistisch und wissenschatlich unhaltbar, also ist das für die Tonne. Das wäre so als würde man argumentieren: Ok, ich hab zwei falsch Ergebnissse, aber da beide falsch sind, kann ich doch die beiden falschen miteinander vergleichen??? Etwaige vergleichende Zahlen diesbezüglich sind nonsens, unlauter und Propagangda.

    ^^ Klar ist: Es gibt eine signifikante Gruppe, die besser organisiert ist oder die thematisch schneller oder nachhaltiger zu aktivieren ist, scheint sich ja u.a. auch in der Heftigkeit der Eingaben zum Lustgarten zu zeigen, die Gegner sind (wie immer) lauter, und hier konkret psychologisch nachvollziehbar zurecht, weil (nahezu) alle Potsdamer wissen oder wissen können, das das "Ja" nur das bestehende Planungsrecht bestätigt. Grundsätzlich gilt aber sowieso, dass "Dagegen" im Kontext soziale Bewegungen (in Deutschland) immer schneller und besser zur Aktivierung führt als "Dafür" - z.B. Gegen Atomkraft - Gegen Mißbrauch - oder allgemein gegen "die da oben" - da können Hunderttausende auf die Straße gehen und trotzdem nicht die Mehrheit der Bevölkerung repräsentieren. Müßte man qualitativ untersuchen, was hier das entscheidende ist. Ein Killer ist aber in der Tat der Unterschied Anonym oder Adresse angeben, damit beide null vergleichbar; Verschiedene Erhebungsmethoden, verschiedene Stichproben, null Vergleichbarkeit. Die unterschiedliche Auffindbarkeit im Netz und öffentlichem Raum spielt ebenfalls eine erhebliche Rolle. Repräsentativ für die Grundgesamtheit Potsdamer Bevölkerung ist jedenfalls beides nicht (Für beide gilt, dass die Stichprobe nicht zufällig ist, keine Alternativ-Fragen gestellt werden und allein der Auftritt nicht moderierend sondern konditionierend ist.)

    ^^Ich bin weder verbissen (Kontinuität und Beharrlichkeit hat nichts mit Verbissenheit zu tun) noch gibt es (klare) Anhaltspunkte, das die Mehrheit der Bürger gegen den Wiederaufbau ist. Es ist ein wissenschaftlich nicht statthafter Trugschluss, dass aus dem Bürgerbegehren eine Meinung auf die Grundgesamtheit der Potsdamer Bevölkerung ableitbar ist, da die Stichprobe nicht zufällig und die Erhebungsmethode nicht ergebnisoffen war, wie ich bereits hier ausgeführt habe. Wiederholung macht die Behauptung nicht richtiger. Und jetzt kommt noch ein Nummer hinzu "Leid des Diktats von oben". Die "Von oben" sind in Potsdam demokratisch legitimiert, es besteht Recht, die Stiftung hat ein Stiftungsziel und ist privater Bauträger. Die Gelder sind zweckgebunden. Und nein, ich habe keine eigene Meinung zum Wiederaufbau.

    ^^Tja, und mir gehts darum, dass hier nicht falsch zitiert wird, keine Propaganda gemacht wird und ideologisch motivierte Behauptungen aufgestellt werden, die nichts mit der Realität zu tun haben. Klarenbach hat die Zerstörung der Kirche "nur" auf den Krieg zurückgeführt, die Argumentation für die Sprengung durch die SED für sich vereinnahmt und Ulbricht nicht als Urheber der Abriss-Kampagne gelten lassen. Wenn er das letztere immer wieder bezweifelt, dann ist nun auch mal gut - "Ulbricht hat dafür gesorgt, dass die Garnison fällt, das System wollte Platz schaffen für die eigene Ideologie. Es war Kulturbarbarei!" Das sagen Brunhilde Hanke und andere Zeitzeugen.


    PS/Edit: Die Auto-Argumentation ist nicht nur stadtplanerisch von vorgestern und mehrfachüberholt, sie ist auch vollkommen absurd hinsichtlich ihrer Relevanz: Die Breite Straße hat an der engsten Stelle 32 Meter, das sind 10 Meter mehr als die Leipziger in Berlin. Am Standort Rechenzentrum hat sie 42 Meter. Da ist laut Lageplan bei Wiederaufbau immer noch eine dreispurige Fahrbahn drin.