Bauprojekte bei RB Leipzig + Neugestaltung Stadionumfeld

  • Die SPD bringt ebenfalls die, hier schon vorgebrachte Lösung der Alten Messe, ins Spiel (Zitat) „Außerdem möchten wir nochmals intensiv den Standort Alte Messe als Alternativstandort prüfen lassen“, schlägt Marius Wittwer, Sprecher für Stadtentwicklung der SPD-Fraktion, vor. „Das Gelände ist für Ausstellungen gebaut worden und könnte die Kleinmesse zweimal im Jahr aufnehmen. Die Alte Messe hat aus unserer Sicht großes Potenzial, aber es bedarf auch einer zeitgemäßen und ortsgerechten Anpassung des Kleinmesse-Konzeptes hin zu einer ‚Festmeile‘ und zu einer Reduktion der Lärmemission.“ Quelle: LZ

    Außerdem wurde wohl eine Fläche an der Richard-Lehmann-Straße als Alternativstandort intensiver ins Auge gefasst aber diese scheiterte an den Kosten der Erschließung (wahrscheinlich eine der beiden Flächen in der Nähe des Funkturms).

    Ich persönlich glaube mittlerweile nicht mehr an eine Rodung des Wäldchens. Man hat die Entscheidung im Stadtrat vertagt um nochmal zu prüfen (und natürlich um die allgemeine Stimmung in der Stadtgesellschaft zum Thema auszuloten). Die Umweltverbände werden mit Sicherheit auch im Herbst weiter Stimmung machen. RB wird es sich ebenfalls nicht leisten wollen hier ins negative Licht gerückt zu werden und (dann vor allem überregional) als böser Waldvernichter an den Pranger gestellt zu werden. Ich würde es daher nicht gänzlich ausschließen, dass der Verein, auch zwecks guter PR, hier eine Alternativfläche zumindest in kleinem Umfang mitfinanziert (sie verfolgen ja ein anspruchsvolles Nachhaltigkeitskonzept). Den größten Widerstand wird es vom Schaustellerverein geben, der natürlich überhaupt kein Interesse hat seinen privilegierten Standort aufzugeben. Hier müsste dann Druck ausgeübt werden um diesen zum Umzug zu bewegen, der der einzig sinnvolle Kompromiss wäre denn RB wird seine Erweiterungspläne nicht aufgeben und die Umweltleute ihren Protest in jedem Fall durchziehen.

  • Ralf Rangnick hatte vor ein paar Jahren mal das Stadion der Nordanlage als Stadion für die RB Frauen ins Spiel gebracht. Mit einer Erweiterung auf 15.000 Plätze o.ä. hätte man dann auch gleich noch ein ordentliches Leichtathletikstadion in Leipzig.

    Die dann noch fehlenden 2-3 zusätzlichen Trainingsplätze könnte man zum Einen im Bereich der ehemaligen RB Geschäftstelle realisieren (da ist es bereits angedacht) und zum Anderen könnte man m.E. auch noch 2 Trainingsplätze im östlichen Teil des Gartenvereins Bach'sche Erben realisieren. Damit würden nur ein paar Kleingärten wegfallen, aber man könnte Wald und Kleinmesse erhalten und hätte auch für RB ein zusammenhängendes Trainingsgelände und sogar noch ein Leichtathletikstadion für Leipzig.

  • Dem widerspricht der Gedanke von RB alles an einem Ort zu konzentrieren. Außerdem ist die direkte Anbindung an den ÖPNV an der Nordanlage nicht gegeben und eine Tartanbahn für das Erlebnis Fußball auch nachteilig. Was eine Erweiterung in Richtung Kleingartensiedlung anbelangt: Zwischen "Magath-Hügel" und der Anlage befinden sich ja noch eine kleine Waldfläche und ein Baureparaturenbetrieb - ich glaube nicht, dass das viel Sinn ergibt.

    Ich möchte daher nochmal den Vorschlag der SPD aufgreifen, die von einer sog. "Festmeile" auf der Alten Messe sprach: Auf den ersten Blick ist dieser Standort natürlich weit weniger attraktiv für die Schausteller (innenstadtfern, Anmutung Gewerbegebiet, räuml. Ausdehnung nur in Längsrichtung möglich). Um hier den Charakter einer Festmeile herauszustellen wäre es evtl. denkbar, dass man diese Meile über den Stadtbalkon in Richtung Völki ausdehnt und den Jahrmarkt mit einer der vielen Veranstaltungen (Food-Festivals, Bierbörse usw.), die im Külz-Park stattfinden, zeitlich kombiniert. Da ich seit meiner Jugend nicht mehr auf der Kleinmesse war weiß ich nicht wie es da mit der Essens- und Getränkeversorgung aussieht - möglicherweise wäre so ein Food-Festival ja eine Konkurrenzveranstaltung für die Schausteller. Auf der anderen Seite ist der Gedanke einer knapp einen Kilometer langen Festivalzone auf der man mind. zwei verschiedene Angebote kombiniert m.M.n. durchaus ein interessanter Ansatz um dort dann verschiedene Konsumentengruppen zusammen zu bringen, die ansonsten die jeweils andere Veranstaltung nicht besucht hätten.

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    zum Anderen könnte man m.E. auch noch 2 Trainingsplätze im östlichen Teil des Gartenvereins Bach'sche Erben

    Dumm nur, dass dazwischen die kleine Luppe entlang fließt - mit ihrem wenn auch nur noch kleinen Ökosystem. Im Übrigen sind auch Kleingärten ein vergleichsweise guter Beitrag für Biodiversität und den Erhalt der Artenvielfalt, sowie Kühlinseln. Ich kann mir aber vorstellen, dass man den genannten Baureparaturbetrieb mit gewisser Unterstützung zu einem Umzug bewegen könnte (ähnlich den Firmen auf dem Freiladebahnhof Eutritzsch). Denn dabei handelt es sich um bereits versiegelte Flächen.

  • Das sollte weniger das Problem sein. Hier würde sich anschließend eine Entsiegelung (evtl. auch als Kompensationsmaßnahme) anbieten. Gleiches gilt übrigens auch für das nördlich gelegene Motodrom, dass in diesen sensiblen Grünbereich auch nicht wirklich hinpasst (auch hier böte sich perspektivisch eine Entsiegelung als Kompensation an damit derartiges nicht - wie so oft - außerhalb der Stadtgrenzen stattfinden muss).

    Nochmal was zur Alten Messe: Je mehr ich über diesen Festmeilen-Ansatz nachdenke umso stimmiger erscheint er mir. Ich stelle mir eine Großveranstaltung mit Bierbörse usw. (Külz-Park), Food-Area (Stadtbalkon, Messebrücke) und Kleinmesse (Boulevard) vor. Baulich könnte man zusätzlich die urspr. angedachte doppelte Baumreihe zwischen Stadtarchiv und Soccerworld (Halle 7) aussparen und hier eine kleine Festplatzfläche anlegen. Dann würde man wie an einer Perlenschnur die verschiedenen Attraktionen ablaufen und hätte als Entrée darüber hinaus noch eine kompaktere Fläche für die Kleinmesse-Stände zur Verfügung, die so etwas benötigen (irgendwann in der Zukunft soll ja auch das ehem. Messeamt von 1981 am Deutschen Platz weichen, dass würde diese Fläche dann verdoppeln, die dann grob geschätzt sogar nur unwesentlich kleiner wäre als der jetzige Festplatz an der Jahnallee).

  • ^ich finde den Gedanken auch sympathisch. Dort gibt es auch oft einen Flohmarkt, der sich auch unter diesem DDR-Brückenbau hindurch erstreckt. Die Anbindung ist hervorragend: S-Bahn als auch Straßenbahn haben Haltestellen in unmittelbarer Nähe. Und auch die Lärmbelastigung dürfte sich dort in Grenzen halten. Natürlich muss man die Fahrgeschäft anders platzieren - aber auch das kann ein Vorteil sein.

  • Auf der alten Messe entwickelt sich halt immer mehr das Biolife-Science Cluster und viele andere Nutzungen. Wenn da insgesamt 3 Monate Kleinmesse im Jahr ist, dann weiß ich nicht, ob sich das mit dieser wichtigen Zukunftsbranche und den dortigen Büros sowie anderen Nutzungen verträgt. Zudem die Frage, inwiefern ist die Standsicherheit für Achterbahnen etc. gegeben, da braucht es ja besondere Anforderungen.

  • ^Na gut, wenn es danach ginge, gebe es sicher an jedem Standort Interessen, die über eine Kleinmesse nicht so amused sind. Aber ich denke, das sollte sich arrangieren lassen. Dazu liegen ja auch HIT-Markt und Stadtarchiv noch dazwischen.

  • Ich habe bei der Debatte um die Alte Messe als Standort manchmal halt den Eindruck, dass wir da über die Alte Messe um den Jahrtausendwechsel reden. Da konnte man das ganz entspannt machen, heute ist das ganz was anderes und das wird auch perspektivisch sich noch verstärken.

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    Auf der alten Messe entwickelt sich halt immer mehr das Biolife-Science Cluster und viele andere Nutzungen.

    Die Biolabs stehen alle mehr oder weniger in der zweiten Reihe - die wären davon weniger betroffen. Hab früher mal in der BioCity gearbeitet da bekommst Du nicht mit ob oder was auf der zentralen Achse abgeht. Relevant ist die Thematik eigentlich nur für das P2-Office und die direkt gegenüberliegende Bundesbankfiliale. Hit-Markt, Stadler, Porta/Möbel Boss und Soccerworld sollten ebenfalls keine Einwände haben. Beim Stadtarchiv hat man zwar einen Lesesaal aber anscheinend ist dieser durch seine "Haus-in-Haus-Konstruktion" sehr gut gegen Außenlärm geschützt (Aussage KI).

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    Zudem die Frage, inwiefern ist die Standsicherheit für Achterbahnen etc. gegeben, da braucht es ja besondere Anforderungen.

    Der Außenbereich ist ja für Schwerlasten ausgelegt. Gut möglich aber, dass man für eine Achterbahn eine gesonderte Fläche herrichten müsste.

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    Wenn da insgesamt 3 Monate Kleinmesse im Jahr ist, dann weiß ich nicht, ob sich das mit dieser wichtigen Zukunftsbranche und den dortigen Büros sowie anderen Nutzungen verträgt.

    Evtl. ist hier ein Umdenken sinnvoll - weg von zweimal im Jahr Allerweltsrummel über drei Monate hin zu einmal Großevent (also Kleinmesse mit Zusatzveranstaltungen wie eben Food- und oder Nationenfest, Bierbörse usw.), das dann auch über eine lokale Veranstaltung hinaus geht. Nuperus hat die hervorragende Anbindung genannt: S-Bahn, Tram und an Parkplätzen besteht ebenfalls kein Mangel. Dazu kommt das ikonische Völki als Tourispot in der Nähe. All das könnte die schnöde, in die Jahre gekommene Kleinmesse, die bis dato (und dass auch nur sehr überschaubar) in die Stadtgesellschaft wirkt, in die Region tragen. Alternativ kann man natürlich auch zwei Events daraus machen wenn man die Tradition mit Frühjahr und Herbst nicht kappen möchte (dann evtl. zeitlich jeweils verkürzt).

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    Dazu liegen ja auch HIT-Markt und Stadtarchiv noch dazwischen.

    Die Forschenden im Stadtarchiv werden sich über einen lauten Rummel nebenan auch freuen. ^.^ Gleiches gälte für Bundesbank und die benachbarten Bürogebäude der letzten Jahre. Ich würde auch nicht ausschließen, dass einige Labore in der Biocity empfindlich gegenüber Erschütterungen sind. Oder dass sich dort künftig Labore ansiedeln wollen, die das sind.

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    (irgendwann in der Zukunft soll ja auch das ehem. Messeamt von 1981 am Deutschen Platz weichen, dass würde diese Fläche dann verdoppeln, die dann grob geschätzt sogar nur unwesentlich kleiner wäre als der jetzige Festplatz an der Jahnallee).

    Laut Stadt hat der Festplatz am Cottaweg 30.000 m². Wenn man die ganze Achse auf der Alten Messe samt Vorplatz vor der Brücke mit Google Maps ausmisst, erreicht man diesen Wert mit Hängen und Würgen. Allerdings wäre diese Strecke deutlich schmaler und somit wohl schlechter nutzbar. Ein Abriss des Messeamtes wäre toll, aber das ist nur Zukunftsmusik.

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    Bleibt die Frage, warum die Alte Messe nicht näher bei den 27 Standorten geprüft wurde

    Siehe Seite 5 in der von dir verlinkten Ratsvorlage:

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    "Die Suche nach geeigneten Standorten umfasste das städtische Portfolio sowie das Eigentum von Beteiligungsunternehmen. Hier konnten mehrere Standorte identifiziert werden, die zumindest von der Größe her geeignet erschienen, den Festplatz zu
    beherbergen – darunter Neue Messe, Alte Messe, Theklafelder, Arno-Nitzsche-Straße. Bei der anschließenden Tiefenanalyse zeigte sich jedoch, dass diese Flächen nicht als Ersatzstandort infrage kommen. Gründe dafür sind unter anderem die vergleichsweise schlechte Anbindung an den ÖPNV, bestehende konkurrierende Nutzungen, nicht einzuhaltende Vorgaben zur Lärmemission. Zudem sind nach Einschätzung der Kleinmessebetreiber die Grundstückszuschnitte für den Betrieb der Kleinmesse nachteilig."

    Auf den ersten Blick fände ich die Festwiese am geeignetsten. Die ist 40.000 m² groß, sehr nah am traditionellen Standort und tendenziell unternutzt. Dagegen spräche, dass es kein städtisches Grundstück ist (aber die Kölmels ließen bestimmt mit sich reden), der Boden nicht befestigt, und die Lage direkt neben den Hochschulen wieder ein Lärmthema ist. Andererseits ist man durch Fußball und Konzerte Lärm schon gewohnt. Die Fußball-Fans vor und nach Spielen durch die Kleinmesse zu schleusen, könnte logistische Probleme verursachen, aber ziemlich interessant werden. 😁

    Und eine ganz verrückte Idee hätte ich auch noch: wir hatten doch letztens über das Scheibenholz diskutiert, also die riesige Fläche innerhalb der Galopprennbahn. Das Grundstück gehört der Stadt (wenngleich der Betreiber Rechte aus Erbbaupacht hat). Wahrscheinlich würde so eine Variante schon an den höheren Kreisen scheitern, die das Musikerviertel bewohnen, aber die kommen ja auch mit dem Lärm der Parkbühne nebenan klar. Mit 120.000 m² Wiese kann man definitiv Besseres anfangen als sie nur zu mähen.

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    Laut Stadt hat der Festplatz am Cottaweg 30.000 m². Wenn man die ganze Achse auf der Alten Messe samt Vorplatz vor der Brücke mit Google Maps ausmisst, erreicht man diesen Wert mit Hängen und Würgen. Allerdings wäre diese Strecke deutlich schmaler und somit wohl schlechter nutzbar. Ein Abriss des Messeamtes wäre toll, aber das ist nur Zukunftsmusik.

    Wenn ich die gesamte zentrale Achse ausgehend von der ersten Treppe zum Stadtbalkon bis einschließlich Freifläche zwischen Halle 7 und Stadtarchiv (dann wie angemerkt ohne Baumreihen) nehme dann würde das sicherlich die geforderte Mindestgröße von 25k qm abdecken (bestätigt ja auch die Ratsinfo). Zur Not erweitert man noch um den Abschnitt neben der Halle 7 an der Eggebrechtstraße. Das wäre alles natürlich schmaler als jetzt aber deswegen heißt es ja auch Festmeile und nicht Festplatz. Evtl. kann man mit einem neuen Ansatz an einem neuen Standort ja auch neue und erfolgreiche Wege beschreiten...

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    Und eine ganz verrückte Idee hätte ich auch noch: wir hatten doch letztens über das Scheibenholz diskutiert, also die riesige Fläche innerhalb der Galopprennbahn. Das Grundstück gehört der Stadt (wenngleich der Betreiber Rechte aus Erbbaupacht hat). Wahrscheinlich würde so eine Variante schon an den höheren Kreisen scheitern, die das Musikerviertel bewohnen, aber die kommen ja auch mit dem Lärm der Parkbühne nebenan klar. Mit 120.000 m² Wiese kann man definitiv Besseres anfangen als sie nur zu mähen.

    Da würden einige Themen reinhauen: ÖPNV, Lärmschutz, Zuwegung Schwerlasttransporter und zu guter Letzt die "schwerlastfähigen Flächen mit hohem Versiegelungsgrad"...dann doch lieber weiter Wiese mähen.

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    Da ich seit meiner Jugend nicht mehr auf der Kleinmesse war weiß ich nicht wie es da mit der Essens- und Getränkeversorgung aussieht -


    Als in Leipzig geborener und aufgewachsener: Die Essensversorgung auf der Kleinmesse ist m.E. dürftig. Ja, die nostalgischen Waffeln und Kräppelchen gehen immer. Aber der Rest? Standard und qualitativ meistens Durchschnitt.

    Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Kleinmesse grundsätzlich ein neues Konzept bräuchte. 2x 6 Wochen im Jahr mit nahezu immer den gleichen Fahrgeschäften (seitens der Betreiber ist das ja meist eher ein größeres Familientreffen), immer mehr Greif- Arm- Automaten und Gewinnen an den Buden, die qualitativ noch unterhalb von Temu sind ist jetzt nix, was eine großartige Anziehung ausübt.

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    Auf den ersten Blick fände ich die Festwiese am geeignetsten. Die ist 40.000 m² groß, sehr nah am traditionellen Standort und tendenziell unternutzt. Dagegen spräche, dass es kein städtisches Grundstück ist (aber die Kölmels ließen bestimmt mit sich reden), der Boden nicht befestigt, und die Lage direkt neben den Hochschulen wieder ein Lärmthema ist. Andererseits ist man durch Fußball und Konzerte Lärm schon gewohnt. Die Fußball-Fans vor und nach Spielen durch die Kleinmesse zu schleusen, könnte logistische Probleme verursachen, aber ziemlich interessant werden. 😁


    Nein, die Festwiese kommt absolut nicht in Frage. Den Platz benötigt man als Fläche falls im Stadion mal etwas unvorhergesehenes passiert. Die Festwiese ist auch der Hauptzu- und -abgangsort bei Veranstaltungen, die kann man nicht eben mal um eine dortige Kleinmesse durch- oder herum schleusen.

  • Aber es würde ja nur die halbe Festwiese benötigt, zumal es ja auch noch östlich des Stadions Flächen für Evakuierungen gibt.

    Zahlen habe ich keine, aber auf mich macht die Kleinmesse immer einen sehr gut besuchten Eindruck. Ist halt was für junge Leute. Das heißt nicht, dass ich eine Weiterentwicklung nicht gut fände.

  • ^ der Untergrund müsste bei diesem Szenario befestigt werden. Das lehnte der Denkmalschutz bei einer größeren Fläche als Haupt Zu- und Abgang für die Fussballspiele, ja schon ab.

    Und ich sehe es wie TLpz_ , ein Sicherheitskonzept für die Veranstaltungen im Stadion wäre damit nicht mehr durchsetzbar.

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    ein Sicherheitskonzept für die Veranstaltungen im Stadion wäre damit nicht mehr durchsetzbar.

    Woher weißt du das? Wurde das geprüft?

    Die Sache mit der Befestigung würde ich auch nicht als Ausschlussgrund sehen. Auf der Theresienwiese in München klappt es ja auch mit dem Oktoberfest. Man sieht auf Luftbildern, dass sie durchaus eine Wiese ist, wenngleich natürlich mit befestigten Wegen und vielen runtergetrampelten Flächen. Aber das Oktoberfest ist auch eine völlig andere Hausnummer als die Kleinmesse.

    Man kann immer Gründe suchen oder Wege finden. Eine optimale Fläche gibt es in Leipzig offenbar nicht. Die Festwiese wäre schon ziemlich gut, wenn sich die technischen Fragen lösen lassen und die Eigentümer mitmachen. Frage: wurde das geprüft?

  • ^ meines Wissens ist die Festwiese der Hauptsammelpunkt bei einer Kompletträumung sowie möglicher Hauptausgangspunkt für Sicherheitsbehörden. Ich bin diesbezüglich nicht vom Fach, kann mir die Möglichkeit einer teilweisen Blockierung dieser Funktionen und einer vielfachen Erhöhung der Personenanzahl auf der Festwiese, schwer vorstellen.

  • Vor zwanzig Jahren hatte die Stiftung Warentest dem neuen Leipziger Stadion mal die Note "Mangelhaft" zum Thema Sicherheit gegeben. Argument war die Entfluchtung ins Innere, also auf das Spielfeld.

    Rund um die Allianz Areana in München, die 75.000 Zuschauer fasst, gibt es keine Fläche von der Größe der Leipziger Festwiese. Am größten ist dort noch der Parkplatz, der großzügig betrachtet rund 30.000 m² umfasst, 10.000 m² weniger als unsere Festwiese hat. Entfluchtet und gesammelt wird in München offenbar dezentral, mit einem dynamischen Leitsystem auf die umlaufende Esplanade. Das dauert im Notfall nur 15 Minuten. Auch rund um das Leipziger Stadion gibt es etliche Flächen, die für so einen Notfall verfügbar wären.

    Schon möglich, dass das bisherige Entfluchtungskonzept in Leipzig angepasst werden müsste. Vielleicht aber auch nicht. Ohne das genauer zu wissen, würde ich darin keine unüberwindbare Hürde sehen.