Olympiabewerbung Hamburg 2036 ff. [gescheitert]

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    Das dürfte das reine Organisationsbudget sein. Habe jetzt nur die Seite der Münchner Bewerbung zur Hand, dort heißt es:

    "Olympische Spiele bis zum Jahr 2020 unterlagen einer enormen Kostensteigerung. Verantwortlich dafür war häufig eine Mischung aus unflexiblen und hohen Anforderungen des IOC sowie dem eigenen Ehrgeiz der Ausrichter. Die Kosten für Tokio 2020 lagen beispielsweise bei knapp 20 Milliarden US-Dollar. Die Olympischen und Paralympischen Spiele von Paris 2024 waren nun die erste Ausgabe, die auf Basis der IOC-Reformen organisiert wurden. Die Gesamtkosten werden hier offiziell mit circa 9 Milliarden Euro angegeben. Davon entfielen etwa 50 Prozent auf die eventbezogenen Durchführungskosten, also etwa 4,5 Milliarden Euro, die jedoch zu 95 Prozent aus dem privaten Sektor finanziert wurden – inklusive 1,23 Milliarden Euro von Seiten des IOC. Die fehlenden 5 Prozent lagen am notwendigen Zuschuss für die Paralympischen Spiele."

    https://www.olympiabewerbung-muenchen.com/haeufige-frage…on%20leisten%3F

  • Das eigentliche Problem sind ja nicht die Spiele an sich...die möchte glaube ich jeder gerne haben und es ist ja auch ein tolles Event. Das Hauptproblem woran letztlich die Akzeptanz scheitert ist, dass es von der Mehrheit halt als große Verschwendung empfunden wird Dutzende Sportstätten aus dem Boden zu stampfen, die danach ungenutzt oder nur teilgenutzt dahinsiechen. Ich bin jedes Jahr in Livigno im Urlaub. Trotz der großen Sorgfalt, die man dort an den Tag gelegt hat, die Wettbewerbe nachhaltiger zu gestalten, gab es große Eingriffe in die Natur und das Erscheinungsbild des Ortes, die ich selbst als Tourist schon als erheblich störend wahrgenommen habe. Da kann ich verstehen, warum es so erheblichen Widerstand der Einwohner gegeben hat.

    Das IOC macht halt immer noch auf Dubai-Style: Alles groß mit viel Bling-bling...wenn man sich wieder mehr auf den Sport und den Kern von Olympia konzentrieren würde, könnte man auch mehr Menschen abholen und die Kosten erheblich reduzieren - Letztlich ist es das, worum es geht.

    Wenn man mir vorher ein vernünftiges Konzept vorlegen würde, dass ich als Bürger mittragen kann und wo ich sage: Ja, das passt alles ganz gut - ohne ideologische Brille - warum sollte ich dann dagegen sein.

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    Das Hauptproblem woran letztlich die Akzeptanz scheitert ist, dass es von der Mehrheit halt als große Verschwendung empfunden wird Dutzende Sportstätten aus dem Boden zu stampfen, die danach ungenutzt oder nur teilgenutzt dahinsiechen.

    Das ist sicher einer der Gründe. Für einige dürfte bspw. auch die Sorge vor Mietsteigerungen Grund zur Ablehnung gewesen sein. Ob diese Sorgen und Ängste alle begründet sind, steht wieder auf einem anderen Blatt. Ich denke schon, dass eine Stadt wie Hamburg die Sportstätten auch post-Olympia gefüllt bekommen hätte.

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    Alles groß mit viel Bling-bling...wenn man sich wieder mehr auf den Sport und den Kern von Olympia konzentrieren würde, könnte man auch mehr Menschen abholen und die Kosten erheblich reduzieren

    Die Infrastrukturkosten ließen sich kaum reduzieren, wenn die Austragungsstätten z.T. noch fehlen. Bzgl. der Durchführungskosten ist fraglich, wie viel davon die öffentliche Hand in den jeweiligen Städten zahlen muss und wie viel davon der private Sektor finanziert (s.o.). Paris hatte da sicher nochmal mehr Zugkraft als die vglw. kleinen deutschen Städte.

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    Ich bin jedes Jahr in Livigno im Urlaub. Trotz der großen Sorgfalt, die man dort an den Tag gelegt hat, die Wettbewerbe nachhaltiger zu gestalten, gab es große Eingriffe in die Natur und das Erscheinungsbild des Ortes, die ich selbst als Tourist schon als erheblich störend wahrgenommen habe.

    Geht mir ähnlich. In München stimmten vergangenen Oktober 66 % für Olympia, während sie 2013 bei der Frage um Olympische Winterspiele noch dagegen waren. Mein Votum war jeweils das der Mehrheit. Die projektierten Eingriffe in die Natur rund um die alpinen Austragungsorte wären damals deutlich größer gewesen als bei künftigen Sommerspielen, für die so gut wie nichts mehr neugebaut werden muss. Auf der anderen Seite frage ich mich, was gewesen wäre, wenn die Menschen die Eingriffe und das "Bling Bling" 1972 abgelehnt hätten. Mehr Stadtumbau ging ja quasi gar nicht und die Stadt profitiert bis heute gewaltig davon.

    Im Endeffekt macht es solche Entscheidungen nicht einfacher, da viele Effekte erst aus der Rückschau sichtbar und dadurch beurteilt werden können.

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    Die Frage ist dann halt: Wofür gibt man das Geld stattdessen aus?

    Ist die Frage ernst oder ironisch gemeint?

    Olympia sollte durch den Bundeszuschuss (entfallen), Ticketeinahmen und Sponsorengelder (auch entfallen) finanziert werden.

    Es gibt kein Guthabenkonto, von dem jetzt für andere Zwecke abgebucht werden könnte.

  • ^^ Ist der Kommentar ernst gemeint? Es gibt auch Bundeszuschüsse ohne Olympia zum Beispiel die U5 wird zu 75% aus Bundesmitteln finanziert. Investitionen in Infrastruktur, Bildung und ähnliches machen für die Stadt am Ende auch Gewinn. Das läuft dann meist über höhere Steuereinnahmen, wegen Wirtschaftswachstum.

  • Deine Frage lautete sinngemäss, was denn nun mit all dem eingesparten Geld geschehen soll. Ich habe geantwortet, dass es durch den Wegfall von Olympia keine freiwerdenden Mittel gibt.

    Bei den Zuschüssen zur U5 ist wohl davon auszugehen, dass diese Mittel für die U5 verwendet werden. Weder hat das Thema etwas mit Olympia zu tun, noch ist es frei verfügbar.

  • ^^Erst zahlt die Stadt für Olympia und erst wenn die Spiele stattfinden kriegt die Stadt das Geld zurück. Das ist also eine Investition, ganz genauso wie ein Projekt wie die U5. Die lohnt sich langfristig finanziell auch.

  • 2040 ist die deutsche Einheit 50 Jahre alt. Sorry, aber da sollte man ausschließlich an Berlin als Ausrichterstadt denken.

    Man hat bei der Entscheidung für die Olympischen Spiele in der Vergangenheit auch London nicht durch Sheffield ersetzt und Paris nicht durch Lille.

    In dem Sinne eine gute Entscheidung aus Hamburg! 👍

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    2040 ist die deutsche Einheit 50 Jahre alt. Sorry, aber da sollte man ausschließlich an Berlin als Ausrichterstadt denken.

    Und? Was hat die Deutsche Einheit mit Olympia zu tun? Zumal sich nicht nur für 2040, sondern auch für 2036 und 2044 beworben wird.

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    Man hat bei der Entscheidung für die Olympischen Spiele in der Vergangenheit auch London nicht durch Sheffield ersetzt und Paris nicht durch Lille.

    Nun, Hamburg ist auch nicht Sheffield oder Lille...

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    Man hat bei der Entscheidung für die Olympischen Spiele in der Vergangenheit auch London nicht durch Sheffield ersetzt und Paris nicht durch Lille.

    Man hat aber für 2012 statt Hamburg Leipzig genommen, und ist damit gehörig auf die Schnute gefallen.

    Und wie schon geschrieben: Hamburg ist eine etwas andere Liga als Sheffield und Lille. UK und besonders Frankreich sind im Gegensatz zu Deutschland ziemlich zentralisiert.

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    Man hat aber für 2012 statt Hamburg Leipzig genommen, und ist damit gehörig auf die Schnute gefallen.

    Das setzt die Annahme voraus, dass man mit HH beim internationalen Auswahlprozess weiter gekommen wäre was man offensichtlich nicht ist - ein Beweis ist somit nicht erbringbar.

  • Hamburg hätte gegen die Mitbewerber um Olympia 2012: London, Paris, Madrid, New York City und Moskau ebenfalls große Chancen gehabt, "auf die Schnute zu fallen". Das nur mal am Rande. So gesehen ist Hamburg näher an Sheffield als an diesen Städten und ihren Metropolregionen.

    Nichts desto trotz wäre Olympia in Hamburg sicher toll gewesen.

    Falls Berlin/Leipzig tatsächlich den Zuschlag erhalten sollten (ich rechne nicht damit), bist du herzlich eingeladen, nach Leipzig zu kommen, LevHAM und dir ein eigenes Bild zu machen.

  • Berlin dürfte alleine schon deshalb raus sein, weil die Gefahr einer negativen oder lustlos positiven Volksabstimmung NACH der Festlegung auf nationaler Ebene droht. Ich glaube nicht, dass sich das NOK ohne Not der Gefahr einer solchen Peinlichkeit aussetzen möchte.

    München und das Ruhrgebiet haben bereits überzeugend "ja" gesagt und wären ohnehin plausible Kandidaten.

  • Meine Meinung kurz zu diesem Thema:

    Der BESTE (deutsche) Kandidat wäre Hamburg gewesen (unter allen relevanten Aspekten) - aber er WOLLTE NICHT ! Das ist sehr schade - nicht nur für Hamburg, sondern für ganz Deutschland.

    Köln / Ruhrgebiet wäre ein sehr "vernünftiger" Kandidat. Nicht nur, weil ich denen das bzgl. Infrastruktur absolut zutraue, sondern auch weil die Olympia-Investitionen dort besonders vielen Menschen zu Gute kämen: "Rhein/Ruhr" ist schliesslich der bei weitem grösste Ballungsraum Deutschlands. Ob bei einem "vernünftigen" Kandidaten allerdings auch der "emotionale Funke" überspringt, das wird die grosse Frage sein.

  • Dem pflichte ich bei. Anhand der gewählten Worte bei der Vorstellung der Konzepte, hatte ich bereits schon erwähnt, konnte man dem DOSB eine deutliche Sympathie für Hamburg zusprechen

  • Ich denke am Ende wird es ein Rennen zwischen München und Rhein-Ruhr. Berlin ist mehr oder weniger raus, weil sie keinen Volksentscheid wollen und das IOC hohe Zustimmung der Bevölkerung als ein positives Kriterium sieht.

    Aktuell würde ich sagen stehen die Chancen 70 zu 30 für München, am Ende hat München einfach ne größere Lobby.

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    Ich denke am Ende wird es ein Rennen zwischen München und Rhein-Ruhr. Berlin ist mehr oder weniger raus, weil sie keinen Volksentscheid wollen...

    Wie oft willst Du diesen Unsinn hier eigentlich noch wiederholen?!

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    Ich denke aktuell wird es ein Rennen zwischen München und Köln und Berlin ist so gut wie raus, man wird schon wissen warum man in Berlin kein ordentliches Referendum macht.

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    Weil der Berliner Senat gemäß seiner Landesverfassung es schlicht und ergreifend nicht darf (anders als z.B. in HH).

  • Es ändert aber nichts daran, dass Berlin dadurch im Kriterienkatalog des IOC einen Nachteil hat.

    Und wenn man mal bei Buchmachern oder generell in Medien schaut scheint München aktuell der Favorit zu sein. Zumal Berlin mit 2036 auch noch die politische Brisanz des Datums 100 Jahre nach Olympia hat, wobei das natürlich auch eine Chance sein kann ein weltoffenes Deutschland als Kontrast zu präsentieren.