S21: Grundsatzdiskussion returns

  • Laut Artikel ist das für die Staatsanwaltschaft "im höchsten Fall" Beleidigung. Würde ich auch zustimmen, wobei ich weniger auf die mangelnde Staatssymbolik gehen würde, sondern mehr auf Nichterfüllung von §188 (Verleumdung von Personen des politischen Lebens).
    Das "im höchsten Fall" im Artikel ist schon fast schöngefärbt, die Chance einer Verurteilung liegt angenähert im Bereich von null.

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    fehlplaner
    "Ich glaube Kampfzwerk meinte eher so Sachen wie Bankenrettung usw. und dann die Tatsache das sich danach die Banken mit Kreditverweigerung bei Mittelständlern "bedankten" was nicht wenige in die Pleite führte."

    Das mag schon stimmen, aber erstens hat das nichts mit S21 zu tun und zweitens auch nicht mit der Marktwirtschaft insgesamt. Und aus seinem aufgeregten Geschreibsel kam das auch nicht rüber. Die Banken spielen ja durchaus eine Rolle, gerade wenn es um Investitionen geht, aber das ist ein prinzipiell völlig anderes Thema, das zum Beispiel mit der Produktion von Halbteilen im Ausland nur wenig zu tun hat.


    Ja, fehlplaner hat es genau verstanden was ich damit ausdrücken wollte!
    Und natürlich hat das auch etwas mit S21 zu tun, denn ich denke, dass das Projekt auch ein solcher Arschtritt ist.
    Es geht darum für welche Unternehmen vom Staat ein solcher Standort finanziert wird bzw. werden soll.
    Das würde aber tatsächlich zu einer Marktpolitischen Diskussion führen!
    Ich denke dass ein solcher Standort nicht so stark durch steuern finanziert werden sollte.

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    Ja, Du hast natürlich recht, die zweifache Zeit hätte man nehmen müssen, aber da ja noch genug "Luft" drin ist, habe ich ja sogar die fünffache Zeit angesetzt. D.h. die Züge können theoretisch durchschnittlich fünfmal so langsam einfahren und fünfmal so lange stehen bleiben und fünfmal so langsam wieder ausfahren. Klar, das da dann keine Doppelbahnsteige nötig sind.


    Jein! Es wird auf mehr als das doppelte hinauslaufen, da du Begegnungsverkehr hast und sich die Menschen in einer solchen Situation gerne im Wege stehen. Ich glaube nicht, dass das in Stuttgart zu 100% einwandfrei funktioniert.Oder doch?

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    Da hast mich jetzt aber ganz falsch verstanden. Ich hatte etwas Detailkenntnisse vorausgesetzt, sorry. Grade im Sackbahnhof Stuttgart (die Bezeichnung ist hier die augenscheinlichere) laufen die Leute im Zug in den vorderen Wagen, drängeln sich dann an den ersten beiden Türen und stehen sich und den Einsteigenden dort und dann auf dem Bahnsteig im Weg. In der Mitte des Zuges ist schon praktisch nix mehr los und hinten noch weniger. In Durchgangsbahnhöfen erlebe ich dieses Phänomen so nicht, die Leute verteilen sich da gleichmäßiger auf alle Türen.
    "Das Wenden dauert auch nicht mehr wirklich lang"? Jein. Hier gehts ja um das Optimale und da sind selbst 4 Minuten natürlich steinzeitmäßig.


    Ok, wenn die Leute sich unbedingt im Weg herumstehen müssen, dann kann ich nichts dafür! Ich bin konnte bis jetzt in S fast immer problemlos umsteigen. Daher kannte ich dieses Problem tatsächlich nicht.
    Diesem Problem kann man allerdings schon entgegenkommen, indem man die anderen Übergänge besser ausbaut, damit die Leute diese auch nutzen. Im Weg stehen geht auch bei einer Verteilung auf alle Türen. Aber damit wäre meine Frage von oben eigentlich auch schon relativ eindeutig mit "Nein" beantwortet.
    Außerdem sehe ich es nicht unbedingt als optimal an nur die Standzeiten zu betrachten.

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    Wenn die Bahn jetzt schon die Leerfahrten innerhalb des Bahnhofes mitzählen dürfte, dann könnte der Stresstest uns eine Situation bieten, in der lauter Geisterzüge zu Statistikzwecken hin und her verschoben werden. (Hoffentlich liest Dr. Kefer hier nicht mit ;)
    Nein, Unfuck, das ist natürlich nicht gemeint, wenn es um die Leistungsfähigkeit des Bahnhofes zu gehen hat. Hier interessiert nicht, wieviele Leerfahrten die verschiedenen Bahnhofstypen erfordern, sondern einzig die Anzahl der für mich als Bahnkunden wichtigen Verbindungen.

    Natürlich müssen bei einem Stresstest, ALLE Zugbewegungen berücksichtigt werden, denn Gleis blockiert ist Gleis blockiert, ob Zug leer ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle!

    Bei der Leistungsfähigkeit zählen diese aber tatsächlich nicht mit, da ich von diesen Leerfahren als Endkunde nichts habe. Ein Bahnhof sollte also mit möglichst wenig Leerfahrten auskommen.

  • @ kampfzwerg

    Und natürlich hat das auch etwas mit S21 zu tun, denn ich denke, dass das Projekt auch ein solcher Arschtritt ist.
    Es geht darum für welche Unternehmen vom Staat ein solcher Standort finanziert wird bzw. werden soll.

    Dieses Bildzeitungsniveau passt glaube ich nicht hier her. Vielleicht solltest du dich mal ein wenig tiefer mit dem Thema Finanz-/ Wirtschaftskrise und der Rolle der Banken und vor allem der Medien beschäftigen. Diese "Kreditverweigerung" gab es in diesem Sinne nie, wurde nur von den Medien als solche aufgebauscht. Glaube mir, ich kenne mich da ein wenig aus...

    Für welche Staatsunternehmen wird denn deiner Meinung nach S21 gebaut? Die Bahn zählt nicht, die baut selbst und investiert selbst eine Menge Geld, wenn das Projekt den beteiligten um die Ohren fliegt hat die Bahn ein gigantisches Problem.
    Mal abgesehen davon haben sich die "Staatsunternehmen" in BW eher zurückgehalten was die Meinungsäußerung zu S21 betrifft, dass waren fast ausschließlich Private mittelständische- und Großunternehmen.

    Ich denke dass ein solcher Standort nicht so stark durch steuern finanziert werden sollte.

    Begründung? Einfach nur Neid? Einde der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas sollte doch auch einmal anstatt immer nur zu zahlen ein paar Euro aus dem Steuertopf des Bundes bekommen.

  • @ madmind:

    Ein anderes Beispiel könnten die "Hidden Champions" sein, also Unternehmen, die keiner kennt, aber in ihrer Nische Weltmarktführer. Davon gibt es in BW einige. Ich gehe mal davon aus, dass die die Standortvorteile gut nutzen können, weil die Nischen und Märkte, in denen die Tätig sind, in der Regel nicht so groß sind, dass sich eine Verkaufsniederlassung in jedem Auslandsmarkt lohnen dürfte.

    Da frage ich doch jetzt mal ketzerisch ob denn solche Unternehmen nicht lieber einen 30min Takt mit ICE nach Frankfurt-Flughafen hätten wo sie eher noch in die weite Welt kommen als von Stuttgart. Also die SFS Mannheim - Frankfurt diesen Unternehmen mehr nuten würde. Wenn dann noch die Rheintalbahn vernünftig ausgebaut wäre könnte man an mehreren Stellen solche Gerwerbegebiete ausweißen und nicht nur an einer.
    Mögliche Siedlungsgebiete wären

    • Mannheim 21
    • Karlsruhe TimePark
    • Stuttgart A1

    Neben den schnellen Flughafen-Shuttle und den HGV-Anschluss haben diese Gebiete (außer A1) auch einen relativ direkten Autobahn-Anschluss. Also bis auf die Messe fast alles was es auch am Flughafen gibt.

    Und insgesammt wäre die Fläche größer und die Unternehmen hätten ihre Vertretung warscheinlich näher am Stammwerk was auch ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist.
    Und als B-Lage blieben immer noch Lagen wie in Vaihingen/Enz, Böblingen oder Baden-Baden wo es ja auch HGV-Anschluss gibt/geben könnte. Eine verbesserte Anbindung von Wiesloch-Walldorf würde bestimmt auch ein paar Unternehmen gefallen.

    Jedes Unternehmen, dass die Standortvorteile für sich zu nutzen weiss.

    Jetzt wäre aber interessant wieviele Unternehmen sowas wollen und wievielen Unternehmen sowas grad egal ist und lieber einen stabielen Güterverkehr, gute Erreichbarkeit für Mitarbeiter usw. hätten. Da S21 für diese 2 Anforderungen das Geld bindet werden solche Unternehmen leider benachteidigt.

    Könnten wir uns umgekehrt darauf einigen, dass wir ab sofort nicht mehr nur allein von der Unternehmengröße ausgehen?

    OK.
    Also legen wir fest das es Großunternehmen gibt denen es Piep-Egal ist ob der ICE ums Eck hält während es auch kleine Unternehmen gibt die auf solche Anschlüsse scharf sind?

    @ Schwabenpfeil:

    Ich war am Samstag in Köln (HBF). Bei der Witterung hätte ich viel für einen Tiefbahnhof gegeben. War wirklich extrem kalt.

    In den Fall versucht man sich bei einer DB-Servicekraft einen Essensgutschein zu schnorren und geht gemütlich was essen/trinken ;)

    Außerdem hätte ein Tiefbahnhof dem ICE eine Dreiviertelstunde Verspätung erspart.

    Wie kommst du denn auf die Idee?

    Eine Frage hätte ich noch zur Bahnsteigbreite. Ich habe 2m Breite in Erinnerung. Gelten die pro Gleis, also absolut 4m Bahnsteigbreite, oder pro Doppelgleis, also absolut 2m Bahnsteigbreite?

    Standartmäßig haben die Bahnsteige eine Breite von 10,5m. An doppel-Rolltreppen wird der Bahnsteig allerdings auf 2m verengt. Das ist nicht nur wegen des gedrängels an Leuten nervig sondern weil auch die Hubeinrichtungen für Rollifahrer dadurch erheblich eingeschränkt werden bzw. einige Zuggebundene Typen gar nicht benutzt werden können wie z.B. der des railjet. (die neuen ICE BR407 sollen in etwa das gleiche Modell bekommen) Denn die Plattformen von solch einen Lift sind schon 1,2-1,3m lang und dann kommt noch eine kleine Rampe und auch Rangierfläche muss verbleiben. Diese sollte idealerweiße auch 1,5mx1,5m breit sein. Man bräuchte also pro Bahnsteig 2m (2x1m) mehr um S21 barrierefrei zu machen .

    @ Oberlehrer:

    Wenn die Bahn jetzt schon die Leerfahrten innerhalb des Bahnhofes mitzählen dürfte, dann könnte der Stresstest uns eine Situation bieten, in der lauter Geisterzüge zu Statistikzwecken hin und her verschoben werden.

    Hier muss man differenzieren. Natürlich ist es für die Kapazität des Bahnhofes ralativ irrellevant wie viele Züge im Abstellbahnhof hin und herfahren können. Es ist aber durchaus relevant wie die Züge den Bahnhof wieder verlassen. Mr. Scott wird sie so schnell nicht rausbeamen ;)
    Das ist vor allem bei S21 relevant wo die ankommenden Züge die dann in den Abstellbahnhof fahren immerhin durch die halbe Stadt auf den ganz normalen Bahntrassen fahren müssen. Das sind laut SMA-Fahrplan in der Spitzenstunde immerhin 16 Züge. 2 weitere fahren noch den nächten größeren Bf an (Esslingen und Ludwigsburg) Das wären dann 18 abzustellende Züge, genau wie heute auch.
    Hier noch mal der SMA-Fahrplan
    Und hier der heutige Kopfbahof-Fahrplan:

    Wie zu sehen ist werden 2 Gleise gar nicht benutzt und auch Gleis 5 ist sehr leer. Und es werden nur 3 Züge aus Rosenstein bereitgestellt, der Rest der Züge sind entweder Züge die in Stuttgart abgestellt werden oder dort einfach, eventuell mit Linien/ Richtungswechel durchfahren.
    Wenn man das so betrachtet halt der Durchgangsbahnhof in Köln sogar einen erhöten Rangieraufwand da immerhin 7 Züge aus Deutz oder Hansarring herbeigeschafft werden müssen. Das liegt natürlich auch an der geringeren Gleiszahl. Wie man auf den Gleisbelegungsplan sehen kann ist es in K20 ohne weiteres möglich auch mal einen Zug für 30min einfach am Bahnsteig stehen zu lassen.

    Hier noch ein paar Ideen wie man eventuell mehr Züge ohne Umbauten durch den heutigen Kopfbahnhof schicken könnte (bis jetzt habe ich eine steigerung der zugzahlen von 17% hinbekommen):

    6 Mal editiert, zuletzt von fehlplaner (23. Dezember 2010 um 00:05)

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    Die Bahn zählt nicht, die baut selbst und investiert selbst eine Menge Geld


    Rat mal, wer das Geld aus den Grundstücksverkäufen kriegt. Und wer seinen Anteil an S21 auf einen niedrigeren Betrag festgesetzt hat als diesen Verkaufserlös.

    ---

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    Da frage ich doch jetzt mal ketzerisch ob denn solche Unternehmen nicht lieber einen 30min Takt mit ICE nach Frankfurt-Flughafen hätten wo sie eher noch in die weite Welt kommen als von Stuttgart.


    Den angesprochenen "hidden champions" ist ihre Location eher wurst. Und ob man da gut hinkommt. Die sitzen auch nicht in Stuttgart oder Mannheim oder so.

    Beispiel wäre Gelita. Kennt die jemand? Weltmarktführer in der Gelatine-Produktion mit 27% weltweitem (!) Marktanteil. Der Unternehmenssitz und das Welt-Hauptquartier der Firma ist am "Bösen Berg" außerhalb von Eberbach, mit einem recht neuen Bürokomplex unmittelbar am Neckar. Vollkommen ungestört, keine Nachbarn. 5 Kilometer von der nächsten S-Bahn-Station entfernt. Von der man wiederum mit Umsteigen rund 90 Minuten nach Frankfurt oder Stuttgart braucht. Da gibts übrigens auch keine Autobahn oder so, mit dem Auto braucht man genauso lang.
    Anderes Beispiel: Efka. Kennt man vielleicht als Raucher, ist seit 30 Jahren der Weltmarktführer für Zigarettenhülsen und -papier. Die sitzen in Trossingen. Liegt an der Ringzug-Strecke. Neben Villingen aufm Berg. Dafür ist die A81 gleich nebendran. Gleich um die Ecke sitzt dann dort übrigens Marquardt, mit mehreren Firmensitzen und Werken in der Umgebung. Weltmarktführer für Schalter für Elektrowerkzeuge.
    Gibt noch so ein paar Ecken wo sichs häuft übrigens. Künzelsau zum Beispiel. Nein, nicht nur der Würth. Ziel-Abegg. Ventilatoren. Oder - eher bekannt - Neckarsulm. Oder Friedrichshafen.

    Übrigens haben alle der obigen Firmen Auslandsniederlassungen und mehrere Fertigungsstandorte in Deutschland und dem Rest der Welt. Wobei die in Deutschland sich oft ähnlich auf Käffer verteilen. Beispiel.

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    Eine verbesserte Anbindung von Wiesloch-Walldorf würde bestimmt auch ein paar Unternehmen gefallen.


    Wenn Walldorf seine Straßenbahn kriegen würde vielleicht... as-is fahren die Busse vom Bahnhof Richtung Industriegebiet im Berufsverkehr zum Teil im 5-Minuten-Takt jeweils zu zweit hintereinander her.

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    Karlsruhe TimePark


    Das Gelände Hauptbahnhof-Süd versucht Karlsruhe doch mittlerweile schon seit fast 30 Jahren an den Mann zu bringen.

  • Ich habe mir Hidden Champions als potenzielles Beispiel ausgesucht, wo es durchaus eben zu so einer Situation kommen könnte. Dass das bei allen so ist, habe ich hoffentlich nie so behauptet.

    Insofern ist es ja toll von kato2k8, die ganzen Gegenbeispiele rauszukramen, aber sie sind halt am Ende absout irrelevant. Denn kann man sich jetzt mit stolzgeschwellter Brust auf die Schulter klopfen und sagen, dass der Standort am Flughafen als solches sinnlos ist, nur weil mein an den Haaren herbeigezogenes Beispiel nicht für alle gilt? Nein.

    Wie ich gebetsmühlenartig immer wiederhole, ist der Standort am Flughafen für diejenigen Unternehmen eben relevant, die diese Vorteile zu nutzen wissen. Noch einmal: ich habe diese "Definition" so formuliert, weil es eben unmöglich ist, alle Unternehmen über einen Kamm zu scheren bzw. es allein an der Größe oder sonst einem einzelnen Faktor/Eigenschaft festzumachen. Punkt.

    fehlplaner
    "Also legen wir fest das es Großunternehmen gibt denen es Piep-Egal ist ob der ICE ums Eck hält während es auch kleine Unternehmen gibt die auf solche Anschlüsse scharf sind?"

    Liest du meine Posts einfach nicht richtig? Das ist doch genau das, was ich seit gefühlten fünf Einträgen schreibe. Hier also die x-te Wiederholung: Der Standort ist für Unternehmen, die diesen Vorteil für sich zu nutzen wissen. Wo steht in diesem Satz etwas über die Größe der Unternehmen? Genau deshalb kann man die Aussage universell für Kleinunternehmen, Mittelständler, Großunternehmen und von mir aus auch Tante-Emma-Läden anwenden. Wer von denen die Vorteile zu nutzen weiss, soll sich dort oben ansiedeln. Alle anderen sollen es bleiben lassen.

    Können wir also dieses Erbsenzählen und im Kreis laufen endlich bleiben lassen und diese Detaildiskussion beenden? Danke.

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    Ich habe mir Hidden Champions als potenzielles Beispiel ausgesucht, wo es durchaus eben zu so einer Situation kommen könnte. Dass das bei allen so ist, habe ich hoffentlich nie so behauptet.


    Naja, im Grunde sind die "Hidden Champions" halt hidden. Im Sinne von nicht an den "üblichen Plätzen" präsent. Und bei den richtigen Hidden Champions wüßte ich auch auf die Schnelle keine, die sowas wie Stuttgart Flughafen als Standort wählen würden; zu hohe Miete, zu wenig Einfluß. Zumal diese im Regelfall ihre Verwaltung von einem einzigen Standort aus abwickeln, und der ist fest; der Rest ist dann fast immer nur Produktion.
    Ein Standort am Flughafen ist interessant hauptsächlich im Bereich konzentrierte Unternehmensberatung, Finanzberatung und dergleichen - und natürlich für dem Airport zugewandte Unternehmen an sich. Zum Vergleich kann man da einfach Gateway Gardens aus Frankfurt heranziehen. Ich könnte mir auch noch ein Unternehmen wie Celesio oder Phoenix an einem solchen Standort vorstellen, allerdings müßten dafür - wenn ich mir den aktuellen Standort von Phoenix anschaue - die Standortkosten ganz massiv in den Keller gehen.

  • @ kato2k8:

    Den angesprochenen "hidden champions" ist ihre Location eher wurst. Und ob man da gut hinkommt. Die sitzen auch nicht in Stuttgart oder Mannheim oder so.

    Also sind für diese Firmen eher zuverlässige Flächenbahnen interessant da sie nur von denen überhaupt etwas haben könnten?
    Auch Schienengüterverkehr könnte, sofern eine Bahnstercke dorthin führt, interessant sein, oder?

    Wenn Walldorf seine Straßenbahn kriegen würde vielleicht... as-is fahren die Busse vom Bahnhof Richtung Industriegebiet im Berufsverkehr zum Teil im 5-Minuten-Takt jeweils zu zweit hintereinander her.

    Etwas was ich immer sage...

    Das Gelände Hauptbahnhof-Süd versucht Karlsruhe doch mittlerweile schon seit fast 30 Jahren an den Mann zu bringen.

    Doch schon so lange? Ich hätte jetzt eher auf 10 Jahre oder so getippt. Aber für den Fall das es eben Unternehmen gibt die auf eine 1A Verkehrseraschließung angewießen ist wäre auch dieses Gelände da. Es wäre übrigens interessant zu wissen warum da keiner bauen will. Karlsruhe ist schon jetzt ein internationaler Bahnknoten und wächst in seiner Bedeutung ständig.

    zu wenig Einfluß.

    Was meinst du damit?

    @ madmind:

    Das war doch nur um sicherzugehen das ich das auch richtig verstanden habe. Ein einfaches "ja" hätte genügt :)

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    zu wenig Einfluß.

    Was meinst du damit?


    Naja, zu wenig Einfluß in großen Städten halt. Beispiele:

    Würth kann Künzelsau formen. Grupp kann Burladingen formen.

    Wenn Grupp einen Hubschrauberlandplatz neben seiner Firma braucht, dann bekommt er ihn genehmigt. Wenn Würth den Heeresflugplatz Niederstetten nutzen will, dann geht das auch.

    Etc. pp.


    Die Hidden Champions haben ihre Hauptsitze natürlich dort, wo sie historisch gewachsen sind. Traurig werden die aber auch nicht sein, wenn sie gut zum Flughafen kommen.

    (Man erspare mir an dieser Stelle bitte einen Unternehmer mit Flugangst.:D)

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    Also sind für diese Firmen eher zuverlässige Flächenbahnen interessant da sie nur von denen überhaupt etwas haben könnten?


    Sicher. Wurde und wird ja auch verwirklicht. Ringzug für Trossingen (Efka) und Rietheim-Weilheim (Marquardt), Stadtbahnplanungen für Künzelsau (Würth, mit Überlegung zur Stichstrecke zum Firmenhauptquartier) und Neckarsulm, S-Bahn-Planung für Weinheim (Freudenberg), komplett neu zu bauende Regionalstadtbahn-Strecke für Gomaringen (Maag)...

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    Auch Schienengüterverkehr könnte, sofern eine Bahnstercke dorthin führt, interessant sein, oder?


    Tja, die alte Sache mit dem Einzelwagenverkehr und MORA-C...

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    Es wäre übrigens interessant zu wissen warum da keiner bauen will.


    Auf dem Areal gab es diverse Sachen die nicht so investitionsfördernd und vielleicht "etwas" die Vermarktung behindernd waren. Von '97 bis '06 lag zum Beispiel das Autonome Zentrum Ex-Steffi da mitten drin. Oder auch der leidige Denkmalschutz, der der Stadt gar nicht in den Kram passt.

  • ^
    Sicher. Wurde und wird ja auch verwirklicht. Ringzug für Trossingen (Efka) und Rietheim-Weilheim (Marquardt), Stadtbahnplanungen für Künzelsau (Würth, mit Überlegung zur Stichstrecke zum Firmenhauptquartier) und Neckarsulm, S-Bahn-Planung für Weinheim (Freudenberg), komplett neu zu bauende Regionalstadtbahn-Strecke für Gomaringen (Maag)...

    Natürlich gibt es viele Planungen, doch es ist eben zu sehen da da noch wenig konkret geplant ist. Und schon wieder kommen wir an die Sache der Finanzen. Geld kann man eben nur 1x ausgeben.

    Tja, die alte Sache mit dem Einzelwagenverkehr und MORA-C...

    Wenn man will dann geht das. Siehe z.B. die HzL, die AVG, die SWEG und viele andere. Auch dei DB bedient noch weitere Anschlüsse im Einzelwagen-Verkehr, der wohl berümtetse liegt mitten in Stuttgart. Und zur Not gibt es den Kombi-Verkehr. Leider besteht ja immer mehr das Problem das die Hauptsrecken so zu sind das eben keine weiteren Fern-Güterzüge verkehren können.

    Von '97 bis '06 lag zum Beispiel das Autonome Zentrum Ex-Steffi da mitten drin.

    Das ist ja jetzt weg, und nun? Ich merke immer noch nix.

    Oder auch der leidige Denkmalschutz, der der Stadt gar nicht in den Kram passt.

    Am Flughafen ist es der Landschaftsschutz. Zudem wären schon jetzt hinter den HBF viele Flächen komplett geräumt und sofort bebaubar. Also warum kommt keiner?
    Sind solche Standorte villeicht gar nicht so extrem interessant?

  • Zudem wären schon jetzt hinter den HBF viele Flächen komplett geräumt und sofort bebaubar. Also warum kommt keiner?
    Sind solche Standorte villeicht gar nicht so extrem interessant?

    Bibliothek: so gut wie fertig
    Pariser Höfe: mitten im Bau
    Mailänder Platz: kommt
    Sparkassenakademie: kommt
    Library Square: kommt
    Hochhaus Wolframstr.: z.Zt. auf Eis

    Warum der Rest noch nicht in Planung ist: ich kann mich noch gut daran erinnern als der Investor des Hochhauses an der Wolframstr. in einer Sendung des SWR zu Gast war. Er wird momentan nicht bauen, weil im das Hickhack um S21 zu unsicher ist und auch das Europaviertel teilweise von S21 abhängig ist (Hotels und Einzelhandel sehr stark). Er hat darauf vertraut, dass ein demokratisch beschlossenes Projekt wie S21 auch kommt und daraufhin das Grundstück gekauft und geplant. Bisher hat er schon einen großen Verlust durch die Bauverzögerungen und die Unsicherheit. Ein weiterer Gast war u.a. Walter Sittler. Sein Kommentar dazu: "Wer darauf vertraut und damit spekuliert ist selber Schuld wenn er dabei Geld verliert".
    Soviel zu "warum keiner kommt".

    Edit:

    Fast vergessen: Frohe Weihnachten euch allen :)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Natürlich gibt es viele Planungen, doch es ist eben zu sehen da da noch wenig konkret geplant ist.


    Bis aus Künzelsau ist von den genannten alles entweder in den letzten 10 Jahren realisiert oder konkret geplant mit Realisierung (und Finanzierung!) in den nächsten 5 Jahren.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das ist ja jetzt weg, und nun? Ich merke immer noch nix.


    Nach der Räumung wurde mittlerweile der Bebauungsplan aufgestellt und ein Großteil der Gebäude abgerissen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Sind solche Standorte villeicht gar nicht so extrem interessant?


    Das liegt an Karlsruhe. Die wollen das Gelände in einem loswerden. Aber für 4,6 Hektar an einem Stück gibts halt nicht unbedingt so viele Interessenten. Deswegen wird ja auch Stuttgart 21 oder Mannheim 21 in Teilflächen von unter einem Hektar einzeln an Investoren verhökert. Großflächen in dieser Form sind immer problematisch, vor allem wenn einschränkende Bebauungspläne schon existieren.

  • @ Marco:

    Da ging es um ein Gelände am Karlsruher HBF wo es kein S21-Hickhack gibt.

    Und auf den S21-Areal überwiegen immer noch öffentliche Betriebe, vor allem die LB-BW mit Tochterfirmen. Dazwischen jetzt endlich ein paar private Investoren.

    Übrigens hat sich mal ein Investor gefragt wer denn Lust hätte auf einer "ewigen Baustelle" zu wohnen. Warum daran aber die Gegner schuld sein sollen entzieht sich meinen (hoffentlich) gesunden Menschenverstand :headscratch:

    Im Artikel steht übrigens auch dass S21 kein Verkehrspolitisches Glanzstück sei sondern die Chancen vor allem im Städtebau liegen.
    Dazu werden aber nach meiner Meinung die falschen Geldsäckel angezapft.

    @ kato2k8:

    Bis aus Künzelsau ist von den genannten alles entweder in den letzten 10 Jahren realisiert oder konkret geplant mit Realisierung (und Finanzierung!) in den nächsten 5 Jahren.

    Von einer schnellen Realisierung der Regio-Stadtbahn Neckar-Alb weiß ich nix (das wäre die Gomaringer anbindung). Und auch viele andere Vorhaben in BaWü laufen eher schleppend. Ich erinnere nur mal an das Trauerspiel wiederaufbau der Ausweiche Fornsbach auf der Murrtalbahn. Da konnte man mit ein paar Mio€ 10min Fahrzeit sparen und schon das Jahrelang vor sich her. Jetzt scheint man sich auf eine Realisierung 2012 geeinigt zu haben.

    Das liegt an Karlsruhe. Die wollen das Gelände in einem loswerden. Aber für 4,6 Hektar an einem Stück gibts halt nicht unbedingt so viele Interessenten.

    Und wenn einer kommt der nur eines der Grundstücke kaufen will wird er abgelehnt?

  • fehlplaner
    Und auf den S21-Areal überwiegen immer noch öffentliche Betriebe, vor allem die LB-BW mit Tochterfirmen. Dazwischen jetzt endlich ein paar private Investoren.
    Ausser bei Bib 21 und LBBW-Bauten (ohne Suedleasing, da private GmbH) gibt es keinen einzigen öffentlich-rechtlichen Investor. Es dominieren daher natürlich schon seit 2007 (von wegen jetzt endlich) die privaten Investoren und gerade nicht anders herum. Langsam darf man doch erwarten, dass das registriert wird.

    Private Investoren für:

    1. Pariser Hoefe
    2. Südleasing
    3. Quartier Mailänder Platz (sogar 3 Bauflaechen!)
    4. Europe Plaza
    5. Hotel A1.07.

    Über A1.04 und A1.15 wird ebenfalls zäh verhandelt, aber meines Wissens nie mit öffentlichen Investoren.

    Übrigens hat sich mal ein Investor gefragt wer denn Lust hätte auf einer "ewigen Baustelle" zu wohnen.
    Auch hat natürlich keiner Lust neben Schienenlaerm und Dreck zu wohnen. Recht hat er. Deswegen muss zügig umgesetzt werden und keinesfalls ewig schrittweise (mindestens 25 Jahre), je nachdem wieviel Geld zufällig da ist, wie beim Phantomprojekt K21.

    Im Artikel steht übrigens auch dass S21 kein Verkehrspolitisches Glanzstück sei sondern die Chancen vor allem im Städtebau liegen.
    Steht das drin? Selbst wenn, wäre das natürlich bekanntlich der blanke Unsinn, da mit S21 alle erdenklichen Vorteile vereint werden wie z.B. höhere Leistungsfähigkeit, neuer Fernbahnhof für Flughafen/Messe/Filder, neue U- und S-Bahnhalte, keine Bürgerproteste und Klagen im Neckartal, gigantische Entwicklungschancen auf innerstädtischem Areal. Hierzu gibt es keine brauchbare Alternative, auch das ist längst bekannt.

    Dazu werden aber nach meiner Meinung die falschen Geldsäckel angezapft.
    Womit soll denn ein Verkehrsprojekt sonst finanziert werden. Dass gleichzeitig ein Städtebauprojekt entsteht, ist ein Glücksfall und doch kein Makel. Somit ist das richtige Geld denkbar effizient angelegt, kaum vergleichbar mit "Nur-Verkehrsprojekten" wie etwa K21, das nach Experten Heimerl (nicht Rockenbauch) fast genauso kostet wie S21 und dabei im Vergleich fast nichts Brauchbares bringt.

  • ^
    Südleasing

    Das Unternehmen gehört doch immer noch der LBBW.

    Deswegen muss zügig umgesetzt werden und keinesfalls ewig schrittweise (mindestens 25 Jahre), je nachdem wieviel Geld zufällig da ist, wie beim Phantomprojekt K21.

    Das wird doch bei S21 noch viel schlimmer kommen als bei K21. Denn bei S21 führt noch eine nette Logistikstraße mit staubenden LKW schön nett an den Gebäuden vorbei.

    höhere Leistungsfähigkeit

    Wurde bis jetzt noch nicht bewießen. Eher wird sich die Leistungsfähigkeit verringern (aus Richtung Zürich wird sie sich z.B. um 50% verringern), erkenne das endlich an. Das die Leistungsfähigkeit auch noch beim heutigen noch steigerbar ist habe ich oben nachvollziebar dargestellt.

    neuer Fernbahnhof für Flughafen/Messe/Filder

    Der allerdings fast keinen was bringt.

    neue U- und S-Bahnhalte

    Die durch S21 überhaupt erst nötig werden.

    keine Bürgerproteste und Klagen im Neckartal

    Was soll das für ein Argument sein?
    JETZT gibt es massenweiße Bürgerproteste und bei S21 sind die Eingriffe im Neckartal bekanntermaßen fast noch schlimmer, da neben den 6 gleisigen Ausbau dort auch noch 2 Gleise in einen Trog verlaufen müssen was Naturgegeben mehr Platz braucht.

    Womit soll denn ein Verkehrsprojekt sonst finanziert werden.

    Es ist aber kein Verkehrsprojekt, genau wie eine Untertunnelung der Kulturmeile auch kein Verkehrsprojekt wäre.

  • Dekoratives Anführungszeichen


    Warum der Rest noch nicht in Planung ist: ich kann mich noch gut daran erinnern als der Investor des Hochhauses an der Wolframstr. in einer Sendung des SWR zu Gast war. Er wird momentan nicht bauen, weil im das Hickhack um S21 zu unsicher ist und auch das Europaviertel teilweise von S21 abhängig ist (Hotels und Einzelhandel sehr stark). Er hat darauf vertraut, dass ein demokratisch beschlossenes Projekt wie S21 auch kommt und daraufhin das Grundstück gekauft und geplant. Bisher hat er schon einen großen Verlust durch die Bauverzögerungen und die Unsicherheit.

    Ja, das hatte er gesagt. Wahr ist es trotzdem nicht

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/24010…city-tower.html

  • Der harte Kern - oder was von den sog. "Montagsdemos" übrig blieb. Bis zu 200 S21-Gegner skandieren "Lügenpack", laufen von Hbf bis Rotebühlplatz und verursachen Verkehrsbehinderungen auf City-Ring, zur Freude der Bürger.

    Quelle: Tagblatt