Bönnsche Plauderecke

  • Ein recht interessantes Video habe ich zu den Stadtführungen der wirklich sehr engagierten Werkstatt Baukultur gefunden. Es geht in dem kurzen Film um die Kontroverse der Architektur der 1960er-1980er Jahre in Bonn. Die These der Werkstatt lässt sich quasi wie folgt zusammenfassen: Die Architektur wird (auch) vor allem deshalb so überwältigend negativ bewertet, weil sie nicht gepflegt wird.

  • Noch ein Videotipp: Das Goethe-Institut hat einen kurzen Film mit beeindruckenden Bildern und tollen Eindrücken des fantastischen Kanzlerbungalows erstellt. Hier zu sehen

  • Hier die aktuellen Einwohnerzahlen:
    Zum Stichtag 31. Dezember 2012 zählte die Bundesstadt 319.606 Einwohnerinnen und Einwohner aus 178 Nationen mit Haupt- und Nebenwohnsitz (+1004 Personen ggü. Ende 2011).
    Durchschnittsalter: 41 Jahre

    Veränderungen in den Stadtbezirken:
    Bonn: +102 auf (147.818)
    Bad Godesberg: +296 (71 820)
    Beuel: +288 (66 874)
    Hardtberg: +318 (33 094)

    Quelle

  • Bonn soll nun, nach längeren Diskussionen in diese Richtung, einen Städtebaubeirat bekommen.

    Hier die PM der Stadt dazu:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Bonn möchte einen Städtebaubeirat installieren

    ib Bonn - Die Stadt Bonn möchte künftig Städtebau und Stadtgestaltung in Zusammenarbeit mit einem hochkarätig besetzten Städtebaubeirat gestalten. Stadtbaurat Werner Wingenfeld legt deshalb dem Planungsausschuss am 19. März eine Beschlussvorlage vor, die die Einrichtung eines Städtebaubeirats vorsieht und u.a. eine Besetzungsliste für die erste Wahlperiode von drei Jahren enthält.

    Klimawandel, Energiewende und demographischer Wandel sind nicht nur Beispiele für wichtige Zukunftsthemen, sondern stellen auch konkrete städtebauliche Herausforderungen für die Stadt Bonn dar. Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum und die Qualitätsansprüche einer UN-Stadt und Wissen*schaftsstadt müssen städtebaulich optimal bewältigt werden. In diesem Zusammenhang gilt es, stadträum*liche Entwicklungsstrukturen zu formulieren, städtebauliche Qualität zu sichern und geeignete Schwerpunktsetzungen vorzunehmen. Dabei kann und soll der Städtebaubeirat mit renommierten und im Raum Bonn nicht wirtschaftlich aktiven Experten den wichtigen Part der qualifizierten Außensicht übernehmen und als Institution kontinuierliches Forum für qualitätsvollen Städtebau sein.

    „Ich messe dem Zusammenwirken von Städtebaubeirat und Planungsdezernat große Bedeutung für die Zukunftsgestaltung unserer Stadt bei. Besonders mit den hier vorgeschlagenen, von mir hoch geschätzten Kolleginnen und Kollegen sollte es gelingen, wichtige – nicht nur verwaltungszentrierte – Impulse für eine qualitätsvolle Weiterentwicklung unserer gebauten Stadt zu setzen“, betont Bonns Stadtbaurat Werner Wingenfeld. „Noch vor den Sommerferien werde ich den Städtebaubeirat erstmalig einladen, damit wir gemeinsam in einer konstituierenden Sitzung Arbeitsweise und Spiegelung der Arbeitsergebnisse in Öffentlichkeit und Politik beraten und in einer vom Rat zu bestätigenden Geschäftsordnung festhalten können.“

    Die sieben stimmberechtigten Mitglieder und zwei stellvertretenden Mitglieder des Städtebaubeirates rekrutieren sich aus erfahrenen Stadtplanern und Architekten, ergänzt um den Bereich Denkmalschutz. Der Städtebaubeirat wird viermal pro Jahr tagen und sich mit wichtigen Fragen städtebaulicher Entwicklung, bedeutenden städtischen Infrastrukturvorhaben und privaten Bauvorhaben von gesamtstädtischer Bedeutung befassen. Es ist vorgesehen, dass drei der vier Sitzungen nicht-öffentlich unter Beteiligung von Vertretern aus Verwaltung und Politik stattfinden. Die jeweils vierte Sitzung des Jahres soll eine öffentliche Sitzung sein.

    Empfehlungen des Städtebaubeirats münden in konkrete politische Beratungsvorlagen oder sind Grundlage weiterer verwaltungsinterner Überlegungen zu stadt- oder quartiersräumlicher Entwicklung.


    Quelle

  • Der EXPRESS berichtet heute in einem recht lesenswerten Artikel mit der Überschrift "Hier fluppt es in der City" über den positiven Fortschritt bei wichtigen, großen Bauprojekten (u.a. Rheinwerk 3, Sparkasse, Kurfürstenbrauerei) in Bonn.

    Hier ist der Link

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Bonn soll nun, nach längeren Diskussionen in diese Richtung, einen Städtebaubeirat bekommen.Hier die PM der Stadt dazu:
    Quelle

    Der Stadtrat hat die Einrichtung des Städtebau- und Gestaltungsbeirates in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

    Hier Ausschnitte aus der PM:

    Dekoratives Anführungszeichen


    In dem neuen Städtebaubeirat werden Experten aus den Bereichen Städtebau, Architektur, Landschaftsarchitektur und Immobilienwirtschaft viermal im Jahr zusammenkommen, um bedeutsame städtebauliche Entwicklungen und Stadtbild prägende Gestaltungsfragen zu beraten. Auf die Agenda des Gremiums werden also sowohl stadträumliche Entwicklungsszenarien und Quartiersentwicklungen wie auch städtebaulich bedeutsame Einzelbauvorhaben und Ausschreibungen Eingang finden.
    Das neue Fachgremium setzt sich aus folgenden acht stimmberechtigten Mitgliedern zusammen, die für jeweils zwei Jahre gewählt werden: Prof. Engelbert Lütke Daldrup (Berlin), René Daniels (Maastricht), Prof. Dr. Ingeborg Flagge (Bonn), Dr. Andrea Pufke (Brauweiler), Prof. Christa Reicher (Dortmund), Prof. Thomas Sieverts (Bonn), Prof. Dr. Theo Kötter (Bonn) und Prof. Ulrike Beuter (Oberhausen); stellvertretende Mitglieder sind Prof. Rolf Westerheide (Aachen) und Prof. Ulrike Böhm (Berlin)


  • Neues Zahlenmaterial liefert der Zensus 2011. Die Einwohnerzahl Bonns zum Stichtag 9. Mai 2011 betrug demnach 305.765 Personen.

    Das sind über 20.000 Ew. weniger im Vergleich zur amtlichen Einwohnerzahl des Statistischen Landesamts zum 31.12.2011 (327.913). Die Zahlen des städtischen Melderegisters lagen allerdings immer weit darunter, laut städtischer Pressemeldung von heute bei 313.340 mit Hauptwohnsitz gemeldeten Personen zum selben Stichtag. Frage: wo kommt dann die Zahl 319.606 (s.o.) zum 31.12.2012 her? Denn für das Jahr 2012 vermeldet die Stadt ja nur einen Zuwachs von gut 1.000 Personen..?!

    Unter dem Strich ist die Einwohnerzahl in den vergangenen Jahrzehnten dennoch substanziell gewachsen. Gegenüber dem Jahr 1987, dem Jahr der letzten Volkszählung, steht ein sattes Plus von fast 30.000 Einwohnern.

    Problematisch sind die neuen Zahlen deshalb, weil daraus deutliche Kürzungen bei den Mittelzuweisungen des Landes folgen werden. Die Stadt fordert deshalb schon eine "Abmilderungshilfe". Keine guten Nachrichten für den klammen Haushalt.

    Ein Grund mehr, die Schaffung von Wohnraum endlich konsequent voranzubringen. Denn die Nachfrage ist unbestritten da.

  • Rheinaue


    Bild von mir

    Einen schönen Bericht, anlässlich einer Führung durch den Landschaftsarchitekten des Parks, gibt es heute im GA zur Rheinaue, dessen Gestaltung und Geschichte. Lesenswert.

  • Ausstellung Kunstmuseum

    Im Untergeschoss des des Bonner Kunstmuseums findet vom 5. bis 19. November die sicher interessante Ausstellung ""Kleine Bauten der Infrastruktur - Wie das Unsichtbare sichtbar wird" statt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Ausstellung zeigt, wie mit Fantasie Lösungen für verschiedene Aufgaben gefunden werden können, die charaktervoll und unverwechselbar einen Ort gestalten. Vorgestellt werden Bauten für den Verkehr wie Haltestellen für Busse und Bahnen, Brücken, Stege, Fahrradunterstände ebenso wie Bauten der Versorgung und Entsorgung wie Transformatoren, Reglerstationen, Brennstoffzellen und Tankstellen. Nicht zuletzt auch Schutzdächer, Dämme und Bauten der Kommunikation wie Kioske und Pavillons. Sie prägen die Erscheinung von Straßen, Plätzen und Grünräumen in vielfacher Hinsicht, bescheiden und alltäglich, und doch hervorragend gestaltet.

    Quelle

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Der Stadtrat hat die Einrichtung des Städtebau- und Gestaltungsbeirates in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

    Der neue Städtebau- und Gestaltungsbeirat ist am 6. November zu seiner ersten regulären (nicht-öffentlichen) Sitzung zusammengekommen. Hier noch einmal die Mitglieder:
    Vorsitzender Prof. Engelbert Lütke Daldrup (Berlin/Weimar), René Daniels (Maastricht), Prof. Dr. Ingeborg Flagge (Bonn), Dr. Andrea Pufke (Pulheim), Prof. Christa Reicher (Dortmund), Prof. Thomas Sieverts (München), Prof. Dr. Theo Kötter (Bonn) und Prof. Ulrike Beuter (Oberhausen); stellvertretende Mitglieder sind Prof. Rolf Westerheide (Aachen) und Prof. Ulrike Böhm (Berlin)
    Quelle

    Hoffen wir, dass die Experten sinnvolle Standpunkte entwickeln, die dann auch von der Politik gehört werden.

  • Ein schönes Portrait über den Bonner Architekten Albert Özen-Reimer findet sich hier. Es werden darin auch viele aktuelle Projekte in Bonn (Knauber, Arkema...) angesprochen. Lesenswert!

  • Die Übernachtungszahlen 2013 für Bonn wurden veröffentlicht. Und sie sind ausgesprochen gut - es gibt einen neuen Rekord bei Inlands- wie Auslandsgästen.



    Bilder von mir

    Hier ein Ausschnitt mit den wesentlichen Infos aus der PM:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Stadt Bonn weist 2013 ein Gesamt-Plus von 6,2 Prozent bei den Übernachtungen (total 1.399.980 Übernachtungen) auf. So wurden 81.313 Übernachtungen mehr in Bonn getätigt als im Vorjahreszeitraum. Die Gäste kommen zu 76,2 Prozent aus Deutschland (+5,1 Prozent) und zu 23,8 Prozent (+9,7 Prozent) aus dem Ausland. Bei den internationalen Gästen liegen die Benelux-Länder mit 29.597 Übernachtungen auf Platz eins, Großbritannien mit 27.593 Übernachtungen an zweiter Stelle, die Arabischen Golfstaaten mit 25.520 Übernachtungen auf dem dritten Platz, gefolgt von den USA mit 21.505 Übernachtungen.

    Besonders stechen in 2013 die Zuwächse aus osteuropäischen Ländern hervor: Russland erreicht mit 12.900 Übernachtungen ein Plus von 14,8 Prozent, Ungarn mit 2.882 Übernachtungen ein Plus von 65,7 Prozent und Polen ein Plus von 51,2 Prozent (6.156 Übernachtungen).

    Auch die Mittelmeer-Länder weisen eine deutliche Erholung auf: Spanien mit plus 12,8 Prozent, Griechenland plus 5,2 Prozent und Italien plus 15,8 Prozent. Neu ist das Wachstum auf dem skandinavischen Markt: Dänemark plus 12,3 Prozent, Schweden plus 24,1 Prozent und Norwegen mit plus 1,6 Prozent. Ebenfalls kann eine Fortführung des Reisetrends aus der VR China (Plus 31,8 Prozent) und Südkorea (Plus 31,7 Prozent) beobachtet werden.

    Darüber hinaus wurden zwei neue Hotels in Bonn eröffnet – das innovative Basecamp Bonn und das B&B Hotel – welche ebenso positiv zu den aktuellen Übernachtungszahlen beitragen.


    Quelle

  • Das Erich-Ollenhauer-Haus, die ehem. SPD-Baracke, feiert dieser Tage 40 Jahre Grundsteinlegung. Die Lokalzeit brachte dazu gestern einen schönen Beitrag.

    Kurte Frage dazu: Was ist das für eine Straßenbahn(linie), die da die Ollenhauerstraße entlang fährt?!(ca: 09:50)

  • Battle: Bund vs. Bonner Bürger

    Der Bund beschließt eine Wohnungsbau-Offensive, demnach sollen Städte nachverdichtet werden, dafür werden in einer Bauplanungsrechtsnovelle Erleichterungen geschaffen.

    Für (den) Bonner Bürger(-Bund) gerät damit der Sinn ihres Lebens in Gefahr!
    Lt. Postbank-Prognose landet Bonn 2030 deutschlandweit an fünfter Stelle der Verteuerung. Das ist zweifelsohne gut für die Bestandsbesitzer unter Bonner Bürgern.

    Für alle anderen Bonner bzw. baldigen Bonner bedeutet die Reform jedoch die Aussicht auf ein Nachlassen des Preisdrucks.

    Und für die „Stadt Bonn“ die große Chance sich städtebaulich als (Groß-)Stadt zu emanzipieren, wenn man sich traut Recht und Gesetz konsequent anzuwenden, aber das gibt noch viele Grabenkämpfe hier…

    Vorschlag:
    Soll doch der Bund direkt mal vor Ort vorlegen, indem die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ihre zahlreichen Häuser in Bonn aufstockt. Bei all den 2-3stöckigen Gebäuden ist locker das Doppelte drin.

    Einmal editiert, zuletzt von Hillboy (10. März 2016 um 00:52)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Das Erich-Ollenhauer-Haus, die ehem. SPD-Baracke, feiert dieser Tage 40 Jahre Grundsteinlegung. Die Lokalzeit brachte dazu gestern einen schönen Beitrag.

    Kurte Frage dazu: Was ist das für eine Straßenbahn(linie), die da die Ollenhauerstraße entlang fährt?!(ca: 09:50)

    etwas spät gelesen da zufällig gefunden -
    Ja, wenn das ein altes Filmdokument (selber leider nicht gesehen)(aus den 50/60 ern!?) war, ist das die alte "Bonn-Mehlemer Straßenbahn". Die Streckenführung ging von Bonn-Rheinuferbahnhof, gegenüber dem ehemaligen Hansa Haus (Bauhaus Ära) bis nach Bonn-Mehlem über Kaiserstraße -Bonn-Center / B9 Godesberg / Rheinallee / Mehlem. Die Linie hatte glaub ich keine Nr. höchstens die 3 aber irgendeinen Buchstabenkürzel als Bezeichnung.

  • ^ Joams sprach m.E. von einer Straßenbahn auf der Ollenhauerstraße, nicht auf der B9/ Friedrich-Ebert-Allee. Seine Frage blieb ohne Antwort, weil der Hintergrund heute allgemein nicht mehr bekannt ist. Mir auch nicht, bis ich diese interessante Bilderserie bei Drehscheibe Online entdeckt habe.

    Grundsteinlegung für das Erich-Ollenhauer-Haus war 1974. In dieser Zeit wurde die Straßenbahnlinie 3 bzw. BGM nach Bad Godesberg und Mehlem vorübergehend über die Ollenhauer- und Baunscheidtstraße zur Kaiserstraße geführt. Grund dafür waren die Arbeiten für den Bau des Stadtbahntunnels im Bereich der heutigen Willy-Brandt-Allee. Auf den Bildern 9 und 10 ist die Straßenbahn auf der Ollenhauerstraße zu sehen.

  • Die Corona-Krise verschafft Bonn einige kulturelle Highlights. So soll auf dem Miesen-Gelände in Dottendorf demnächst temporär ein Autokino eröffnen (bonn-autokino.de).

    Und auf dem alten Schlachthofgelände planen die Veranstalter RheinEvents (Panama Open Air) und Fünfdrei Eventagentur (Green Juice Festival) mit der Unterstützung von Sponsoren eine Autokonzert-Reihe. Die Stadt hat dafür bereits grünes Licht gegeben. Den Auftakt macht am 15.05. Heino, geplant sind mindestens 20 weitere Auftritte (u.a. Felix Jaehn, Alle Farben, verschiedene Comedians und lokale Größen wie Höhner, Kasalla und Cat Ballou) vorerst bis zum 25.06. Sollten die coronabedingten Einschränkungen darüber hinaus Bestand haben, wie derzeit ja vorgesehen, ist die Verlängerung der Reihe bis maximal Mitte August möglich. Wer Interesse hat, Infos und Tickets gibt es ab heute hier.

    Soll mal einer sagen, die freie Kultur in Bonn könne nichts. Sie kann, wenn man sie lässt. Denn natürlich hat die Stadtverwaltung strenge Auflagen erlassen. Autos müssen voneinander 1,5 Meter Abstand halten und es darf als Applausersatz weder gehupt noch geblinkt werden (wäre ja noch schöner). Ich hoffe dennoch auf gutes Gelingen!

    Presseberichte:

    GA: Diese Künstler kommen zu den Autokonzerten nach Bonn

    Express: Autokonzerte mit Top-Stars am Alten Schlachthof

  • Bundesregierung bewirbt sich mit Bonn um Europäische Wetterbehörde

    Bonn könnte Standort einer weiteren internationalen Organisation werden. Konkret geht es um eine zusätzliche Niederlassung des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW). Das EZMW hat seinen Hauptsitz in Großbritannien und benötigt aufgrund des Brexits eine zusätzliche Niederlassung im Gebiet der EU. Wie jetzt bekannt wurde, wird sich die Bundesregierung mit Bonn als Standort für die neue Niederlassung bewerben. Als weitere Bewerberländer werden Österreich und Frankreich genannt.

    Die Entscheidung über den künftigen Sitz der Organisation wird der EZMW-Rat voraussichtlich im kommenden Dezember treffen. Fiele die Entscheidung für Bonn aus, ist vorgesehen, dass die ersten Beschäftigten im ersten Halbjahr 2021 nach Bonn kommen und zunächst an einem Interimsstandort ihre Arbeit aufnehmen. Später soll auf einem bundeseigenen Grundstück an der Ludwig-Erhard-Allee nahe dem Umweltministerium (Google Maps) ein Neubau für bis zu 320 Mitarbeiter entstehen. Manche werden sich erinnern, das Grundstück war vor Jahren als Standort für einen Neubau des "Green Climate Fund" vorgesehen (mehr dazu hier). Diese Standortentscheidung ging seinerzeit leider zugunsten von Südkorea aus.

    Sollte Bonn mit seiner Bewerbung beim EZMW erfolgreich sein, soll der Umzug in der zweiten Jahreshälfte 2023 abgeschlossen sein. Ob der geplante Neubau dann schon fertig wäre, bleibt in der offiziellen Pressemeldung der Stadt etwas unklar. Für Bonn wäre eine erfolgreiche Bewerbung natürlich eine feine Sache und eine gute Ergänzung u.a. zum UN-Klimasekretariat. Vom neuen Standort aus sollen zunächst die Aufgaben ausgeführt werden, die das EZMW im Rahmen des EU-Erdbeobachtungsprogramms "Copernicus" übernimmt, einem Programm zur Beobachtung und Anpassung an den Klimawandel: der Copernicus Climate Change Service und der Copernicus Atmosphere Monitoring Service.

    Siehe dazu: Pressemeldung Stadt Bonn, 15.06.2020

    Informationen zum EZMW:

    https://www.ecmwf.int/


    Presseberichte:

    GA: Europäische Wetterbehörde könnte nach Bonn kommen

    Express: Europas Wetterbehörde könnte nach Bad Godesberg ziehen


    ---------------------------------------------------------------------

    Weil's so schön war: so sollte damals der Neubau des "Green Climate Fund" aussehen. Es ist kein(!) aktueller Entwurf! Vielleicht kann man aber den Entwurf von LAVA reaktivieren? Eher unwahrscheinlich ist es, aber zumindest bezogen auf das notwendige Bauvolumen würde es passen.

    croppedimage755510-latljmw.jpg

    croppedimage755510-fiupj7r.jpg

    © LAVA