Nbger Westen: Gostenhof

  • Stimmt,ein wenig mehr verspieltheit an der Fassade wäre schön gewesen.Aber man kann schon froh sein das die Ecke wieder schöner aussieht und wieder um einen Laden attraktiver ist! :daumen: .Ich bin mal gespannt wie es innen aussehen wird! :).PS:Ich hatte nach den vielen Jahren (ich glaub die Eisdiele schloss irgendwann in den 90er Jahren) nicht mehr daran geglaubt, das sie je wieder geöffent wird!Jetzt muss an dieser Ecke nur noch das Volksbad wieder geöffnet werden! ;)

  • :daumen: .Ich bin mal gespannt wie es innen aussehen wird! :)


    Habs fast übersehen, aber die EISDIELE postet auch über Facebook, dort kann man schon einen guten Vorgeschmack auf die Inneneinrichtung bekommen. Das wird 'ne Adresse!



    Jetzt muss an dieser Ecke nur noch das Volksbad wieder geöffnet werden! ;)


    Genau so ist es, das wäre wirklich ein gewaltiger Schritt nach Vorne! Dann such ich mir dort auch eine Wohnung! :-)

  • Knauerstrasse 6

    Erst jetzt entdeckte ich eine Visualisierung des Neubaus in der Knauerstraße:



    Quelle: Grasruck.de


    Vermutlich entspricht diese Visualisierung jedoch nicht der endgültigen Ausführung, denn der zuletzt in der BKB-Sitzung vom März 2013 vorgelegte Entwurf sieht bereits Anpassungen vor hinsichtlich des Daches vor, das nun ein Schrägdach mit Loggien wird. Zudem werden die Laubengänge im Innenhof weg gelassen, und es scheint unterschiedliche Fenstermaße zu geben, die aber in der Visualisierung bereits berücksichtigt sind...



    Quelle: Baukunstbeirat, 14.03.2013


    Schaun wir mal womit der Kunde letztlich erfreut wird.

  • Knauerstraße 6

    Die Knauerstraße 6 hat Endhöhe erreicht und ist komplett mit WDVS verkleidet worden:



    Von der Güte der späteren fassade lässt sich leider noch nichts erkenne, aber ich denke das wird so wie auf der Visualisierung aussehen: Ab dem 1. OG weiss gestrichenes WDVS und im Erdgeschoss eine Natursteinverkleidung.

  • Da kann ich pagmamahal und dankogreen nur zustimmen – diese Go3 ist ja wohl voll Banane. Ok, die Visu ist auch einfach grottenschlecht, aber eine gute Architektur sollte auch dann gut aussehen. Schlimm finde ich, dass die Architektur so beliebig ist. Diese Hütte könnte fast überall anders stehen. Kein Bezug zur Umgebungsbebauung, keine passende Materialität, keine coolen Ideen (zumindest keine von außen erkennbaren). Das ist dieser Gestus des Bauhaus: Wir kloppen in eine Fachwerkstatt ein kubisches Kaufhaus und provozieren mit Modernität! Das ist im Grunde eine gute und mutige Idee, nur muss halt die Architektur entsprechend erstklassig sein, damit das wirkt. Gegen den Schocken oder das Ringkaufhaus kann diese Hütte jedenfalls nicht anstinken, und auch nicht gegen die Sebald-Kontore. Quod licet Iovi, non licet bovi…

  • Go3

    Das seinerzeit teurste Neubauprojekt in Nürnberg, das Go3 in der Gostenhofer Mittleren Kanalstraße 27, in einem Innenhof gelegen, wächst nur langsam. Mehr als zwei Jahre sind vergangen, und es ist noch nichteinmal der Rohbau beendet:



    Die Zuwegung erfolgt durch eine schmale Durchfahrt zwischen zwei schön sanierten Gründerzeithäusern:



    Ich denke Fertigstellung wird bei diesem Tempo frühestens Weihnachten 2015 sein.

  • Mittlere Kanalstraße 29

    Nur ein paar Schritte weiter und im selben Hofareal gelegen renoviert das Nürnberger Architektenbüro kadhewe das kriegsversehrte Gründerzeithaus Nr. 29. Dabei wird die rückwärtige und in Nürnberg eher gering geschätzte Ziegelfassade wohl verputzt werden:



    Die Putzdicke von ca. 3 - 4 cm beim Nachbarhaus lässt vermuten, dass es sich womöglich um einen Dämmputz handeln könnte. Das Team hat bereits das Nachbargebäude (links) aufgearbeitet und wird wohl in dem Stil auch hier vorgehen: Das Mansardgeschoss wird wiederaufgebaut (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/pics/nothor/2013_nbg-goho/Img_2943.jpg[/IMG]"]Vorzustand), die Fassade hergerichtet, Balkone ergänzt und alles weitere Nötige vorgenommen.




    Die mittlere Kanalstraße hat damit einen echten Wandel erlebt, bald die Hälfte der Projekte, über die ich aus Gostenhof bisher berichtet habe, liegen in dieser Straße.

  • Knauerstraße 6

    Vergleichbar mit der Wilhlemstraße 15 ist auch beim Neubauprojekt Knauerstraße 6 in Gostenhof, auf dessen Fertigstellung ich ziemlich gespannt bin, vom "Baumaterial" Schaumstoff geprägt. Dünne Beton- oder KS-Außenwände sind im Neubausegment ja der Standard, deshalb ist so ein Gebäude, anders als ein Altbau, ohne Dämmhülle im Winter unbewohnbar. Das kann man sehen wie man will, sicherlich geht auch hier die Entwicklung mal weiter, und wenn die heute aufgebrachten Dämmstoffe mit ihren Schadstoffen einst von der Fassade abgekratzt werden müssen, gibt es bestimmt Alternativen zu einem entsprechenden Preis. Das sollte man wissen, wobei ich davon ausgehe, dass viele das ausblenden oder nicht wissen wollen. Wie dem auch sei, konstruktiv birgt das Dogma der wärmebrückenfreien Dämmung seine Sonderbarkeiten, zum Beispiel bei Balkonen und Loggien. Gut zu sehen sind in der Knauerstraße 6 derzeit die gedämmten Balkonstützen und -geländer die, folgererichtig auch wie der Fußboden und die Decke, in Schaumstoff eingehüllt sein müssen damit die Dämmung wirksam werden kann:



    Ich tu mich schwer damit hieran Freude zu finden, da sich so nur mit einigem Aufwand, mittleren Kosten sowie gehobener Fachkenntnis ein Nagel in die Wand schlagen lässt, um einen Blumentopf, eine Laterne oder sonstetwas aufzuhängen. Hierzu gibt es aber in den Baumärkten die sog. "Dämmstoffdübel", ziemliche Karvenzmänner. Mehr Sorgen aber würde mir der Gedanke bereiten, dass der Boden aus Schaumstoff besteht mit einem begehbaren Belag darüber, vielleicht Dielen oder Alublech. Gerade durch Kerzen in lauen Sommerabenden oder wenn jemand auf die Idee kommt zu grillen, dürfte das schonmal brenzlich werden. Zugleich muss der Belang zwingend wasserdicht sein, damit keine Feuchtigkeit die Dämmung absaufen lässt. Man fragt sich, ob Neubauten eigentlich noch zum drin Wohnen mit all seinen Unberechenbarkeiten geeignet sind.

  • Gostenhofer Hauptstraße 73

    Direkt am Petra-Kelly-Platz gelegen steht dieses beeindruckende Gründerzeithaus in repräsentativstem, nicht allzu verspielten Nürnberger Stil in stumpfwinkliger Ecklage zur Bauerngasse.



    Das Gebäude ist ein ausgewiesenes Einzeldenkmal (Az.: D-5-64-000-648), an dem vereinzelt bereits Fenster, teils ungeglücklich, getauscht wurden. Ein exquisites Projekt für Denkmalsanierungsexperten, und da direkt in Sichtweite des Neubaus Knauerstraße 6 gelegen, hoffe ich doch dass hier bald etwas daran gemacht wird.

  • Sanierungsstart: Petra-Kelly-Platz

    ... hoffe ich doch dass hier bald etwas daran gemacht wird.


    Und es ist los gegangen, ich bin gespannt wie ein Flitzebogen:



    Im Erdgeschoss sind bereits nagelneue, feinste Denkmalschutzfenster eingebaut:



    Blauhausarchitekten - ein Name mit gutem Klang in meinen Ohren - kündigen dazu Vielversprechendes auf ihrer Projektseite dazu an:


    http://www.blauhaus.net/projek…g-eines-jugendstilhauses/


    Im Erdgeschoss soll es ein Café geben, dass dann direkt gegenüber des Mainheims liegen wird. Die Ecke wird richtig toll!

  • fertig: Knauerstraße 6

    Der mehrfach im BKB diskutierte Neubau in der Knauerstraße, der einen älteren Flachbau-Supermarkt ersetzt hat, ist nun fertig. Ich muss sagen, die zuletzt gezigten Visualisierungen aus Beitrag Nr. 43 dieses Fadens wurden ziemlich genau eingehalten:






    Ich hätte mir an dieser Stelle schon etwas höherwertiges gewünscht, inmitten all der ordentlich bis gut erhaltenen Sandsteinhäuser. Stattdessen ist es eine weiß gespachtelte Styroporkiste geworden, mit in Sandsteinoptik verkacheltem Erdgeschoss. Nicht einmal ein anständiges Gesims hat man hier verwirklicht. An anderer Stelle glaube ich würde das Haus einen besseren Effekt erzielen, hier allerdings geht es m.E. in der Umgebung unter und fällt negativ auf.
    Interessant finde ich auch, dass man es echt geschafft hat durch ein extrem gedrungenes Erdgeschoss und darüber liegendes Mezzanin eine komplette Wohnetage mehr heraus zu bekommen bei gleicher Traufkantenhöhe wie der Gründerzeitnachbar:



    Sieht schlimm aus, ich denke das werden wohl häufig in Mietinseraten zu findende Wohnungen werden. Naja. Außerhalb Nürnbergs hätte man hier mehr heraus geholt anstatt diesen offensichtlichen Kniefall vor der Rendite.


  • Das klingt ja wirklich gut!
    Ich freue mich auch schon, auf das erste Foto von dem fertig sanierten Gebäude! :)
    P.S: Danke für das einstellen!

  • Sanierung Mittlere Kanalstraße 29

    Das Kadhewe-Team ist nun mit der Sanierung des alten Hauses Mittlere Kanalstraße 29 (Beitrag) fast durch. Die Dachlandschaft steht wieder und die Fassade ist aufgefrischt.


    Vorzustand:



    jetzt:



    Ist wirklich äußerst ansehnlich geworden, v.a. die Dachlandschaft ist eine Augenweide im Vergleich zu den Zinkbleckbastelein, die man sonst so zu sehen bekommt. Lediglich die Fenster - und das kommt auf dem Foto nicht so gut rüber - sind ein wenig zuviel des Guten, sehr breite Rahmen und für meinen Geschmack zu viele Sprossen. Und das Tor scheint mir noch nicht final zu sein. Aber das ist Gemecker auf hohem Niveau! Bravo! Hoffentlich bekommen die noch andere Gründerzeitler in diesem Standard aufgemöbelt!

  • Petra-Kelly-Platz 73

    Ein Beitrag, da geht einem das Herz auf!
    In das derzeit eingerüstete Gebäude zieht anschließend eine Weinbar ein.
    Die Eigentümer stemmen mit Enthusiasmus und viel Kraft die Sanierung, die das Haus einfach nur erhalten und retten soll. Keine Luxussanierung! Ich finde das passt gut zum Viertel und nach Nürnberg insgesamt. Ohne Luxus lebt es sich auch viel entspannter, ein Nicht-Luxus-Bad muss man schließlich nicht so oft putzen...


    Besonders sehenswert sind die Innenaufnahmen. Eine Augenweide, selbst im Baustellenzustand:


    http://www.nordbayern.de/regio…echnet-sich-nie-1.5008777

  • fertig: Go³

    Das Wohnbauprojekt Go³ ist endlich fertig (zuletzt gezeigt hier April 2015)
    Seinerzeit hat man hier Rekordpreise für die Eigentumswohnungen in Nürnberg aufgerufen, entstanden ist aber eher unterer Durchschnitt, wie ich finde. Lediglich das gläserne Treppenhaus tritt als gliederndes Element positiv in Erscheinung.



    An sonsten strahlt die Fassade - so man das überhaupt Fassade nennen kann - nicht viel aus. "Wir können alle Fenster gleich groß machen!" .. "ok, da sparen wir Geld beim Fensterlieferanten". "Wir sollten nur rechte Winkel realisieren, da ist die Außendämmung einfacher zu montieren" .. "ja stimmt, das haben wir auch volle Gewährleistung auf das Styropor". "Fassadenfarbe Weiss, wie üblich? Normal streicht man den Sockel ja dunkler."... "Einen Sockel haben wir nicht, aber vielleicht peppen wir das 'Penthouse' auf mit einer knalligen Farbe - was ist denn im Angebot, etwas braunes oder rotes schwebt mir vor?". "Aber die Verblechung muss nicht unbedingt in Kupfer sein, 'Titanzinkblech' ist eh günstiger" - Ja, bei den Altbauten drumherum ist es ja Kupfer, so haben wir einen tollen Kontrast zu alt und neu"...


    So oder so ähnlich stelle ich mir die Überlegungen vor, die zu so einem Entwurf führen. Gottseidank belastet es das Stadtbild wenig da versteckt in einem Hinterhof stehend.

  • Austraße 58


    Blauhausarchitekten - ein Name mit gutem Klang in meinen Ohren


    ... kümmern sich lt. Website um ein weiteres Projekt in Gostenhof. In der Austraße steht das angeblich älteste Wohnhaus Gostenhofs, und Blauhaus-Architekten haben das Vergnügen - oder die herausforderung angenommen, gemeinsam mit dem Eigentümer eine Denkmalgültige Sanierung abzuliefern.
    Die Website informiert dazu recht ausführlich:


    http://www.blauhaus.net/projekte/wohnen-im-gostho/


    Vor Ort bietet sich ein Bild der Bauforschung und -sicherung.



    Offenbar wurde mit einer Schlitzfräse die jüngere Putzdecke aufgeschlitzt, um ihn flächig abzunehmen. Da der Putz auf einem Gewebe aufgebracht wurde ging das wohl nur so wenn man nicht alles abreissen will. Gut sind die Flächen zu sehen an denen man sich den konstruktiven Unterbau genauer ansehen will.



    Im Obergeschoss sieht man den gemauerten Entlastungsbogen deutlich überhalb des Fenstersturzes. Das kann ein Hinweis darauf sein dass früher höhere Segmentbogenfenster verbaut worden sein könnten. Im Erdgeschoss sind Sandsteinerne Fenstergewände sichtbar, die offensichtlich mal weg gestemmt worden sind um glatt drüber putzen zu können. Diese völlig unnötige Maßnahme ist eins sicherlich gemacht worden um dem Haus ein modernes, cleanes Antlitz zu verleihen. Daneben sieht man bereits entfernte Sansteingewände, die nun frisch massiv aufgemauert worden sind. Da wohl auch im Innern gearbeitet wird und dabei oft auch nichttragende Wände verschwinden erhalt man dadurch wiederverwendbares Baumaterial (Ein riesiger Vorteil beim Bauen im Bestand. Im Baumarkt kostet ein gebrannter Ziegel 60 Ct. bis 1 EUR, je nach Qualität. Pro Stück!). So sind hier auch alte Ziegel vermauert worden:



    Da die Sansteingewände eh weg gestemmt wurden wird man keine schöne Optik mehr erreichen können durch Sandsteinsichtigkeit. Es muss verputzt werden, und da kann man diesen Effekt sehr gut imitieren.


    Auch hier glaube ich an ein sehr spannendes Projekt und ein erfreuliches Ergebnis. Das Blauhaus-Team tut was für unser Stadtbild! :daumen:

  • fertig: Petra Kelly Platz

    Und es ist toll geworden. Der Bauherr und die beauftragten Architekten "Blauhaus" haben hier ein kleines Juwel heraus geputzt:



    Die elegant geschwungene Fassade ist wieder schick. Passende Holzfenster, zur Abwechslung mal nicht weiß, sondern abgetönt, geben der Sandsteinfassade eine sehr ausgeglichene Ausstrahlung. Im Detail wurde eine Balkonbrüstung sowie der mittlere Schmuckgiebel rekonstruiert:



    Andere Elemente wie z.B. die Flaggenhalter oder Fenstergitter blieben erhalten. Diese Straßenkreuzung ist wieder ein echtes Highlight im Stadtbild. Super, gerne mehr, viel mehr davon!

  • fertig: Austraße 58


    Aber es gibt nicht nur überall neue Styroporkisten im Einheitsbreidesign, sondern auch immer mal wieder schicke Renovierungen. Das angeblich älteste erhaltene Haus Gostenhofs ist nun wieder frei von Gerüsten zu sehn.



    Auffällig ist die Fassade, die das Haus in scheinbar zwei verschiedene Bauteile gliedert.



    Aufwändig ist v.a. die Dachgestaltung mit dem mehrfach profiliertem Traufgesims aus Holz und den detailliert rekonstruierten Dachgauben und die tollen Sprossenfenster (Vorzustand). Ich hatte ja gemutmaßt, dass die Fenster zur Straßenseite eine Sandsteineinfassung erhalten würden, da sie im Original auch so waren. Offenbar hat man sich das gespart, aber immerhin eine schön umlaufende Nut spendiert.


    Im Hof steht noch der Anbau eines Balkons an, denn wo vorher nur ein Fenster war ist jetzt eine Türoffnung.



    Sehr schönes Projekt mit tollem Ergebnis!

  • Vor ein paar Tagen lief ich, da derzeit auf Heimatbesuch, aus Interesse mal durch Gostenhof. Sehr schön, wie sich dieses Viertel entwickelt, das ich als Jugendlicher noch als echtes Glasscherbenviertel erlebt habe, in dem man sich als Gymnasiast aus dem Nürnberger Osten eher unbehaglich fühlte. Auch wenn mancher jetzt über "Gentrifizierung" schimpfen mag: Es tut der Substanz und m.E. auch dem Charakter des Viertels gut, dass dort der großflächig erhaltene Gebäudebestand aus der Gründerzeit sukzessive herausgeputzt wird. Trotzdem ist nach wie vor noch viel an "Kiez", Alternativ- und Nischenkultur zu spüren. Eine schöne Mischung ist das. Gefällt mir.